Pancakes auf Vorrat mit hausgemachtem Heidelbeerkompott

23 Nov

Nein, keine Angst! Ich habe nicht angefangen, Pancakes einzuwecken *g* Aber letzte Woche Sonntag war das Wetter hier in Deutschlands Mitte so usselig mit ganztägigem Regen und nur grau, dass ich schon morgens eine Belohnung brauchte, bevor ich überhaupt was geleistet habe. Manchmal gibt es einfach so Tage, oder? Und mir war sehr stark nach Pancakes. Deren Teig muss nicht ewig ruhen und kann man auch in kleineren Mengen machen. Klar, ich hätte auch das einfache und neutrale Pancake-Rezept von Jamie Oliver nehmen können, aber wieso ist man Foodblogger, wenn einen nicht die Neugier nach neuen Rezepten umtreibt?

Aus Nigella Lawsons Buch “Nigella Express” ist mir schon vor Ewigkeiten ein Rezept im Hinterkopf geblieben, bei dem sie die Grundmischung für Pancakes auf Vorrat macht. Einfach alle trocknen Zutaten gut miteinander vermischen, in eine luftdicht verschließende Dose geben (wir wollen ja keine Mehlmotten oder so da drin, oder?) und wenn einem mal nach Pancakes gelüstet, nur eine bestimmte Menge der Pfannkuchen-Mischung mit Ei, Milch und etwas flüssiger Butter (Die Mikrowelle ist Dein Freund!) verrühren und ausbacken. Fertig. Und so schnell. Weil seien wir doch mal ehrlich, das lästigste am Pancakes-Machen ist doch das Abwiegen der Zutaten, oder? (öhm, nein, so Teigsachen kann ich leider nicht aus’m Handgelenk basteln *g*) Ich behaupte mal perfekt für alle, die einen guten Pancake ab und an zu schätzen wissen, Familien mit Kindern. Ansprechend verpackt, ist es bestimmt auch ein schönes Weihnachtsgeschenk :-)

Hausgemachte Pancake-Mischung

Zutaten für ca. 4 x 15 Pancakes:
600 g Mehl
3 EL Backpulver
2 TL Natron
1 TL Salz
40 g Vanillezucker oder Zucker

Alle Zutaten mischen und in einen gut verschließbaren Behälter füllen.

Wenn es Pancakes geben soll, wie folgt vorgehen:

Pancakes

Für ca. 15 Stück à 8 cm Durchmesser:
150 g Pancake-Mischung
1 Ei
250 ml Milch
1 EL zerlassene Butter

(1) Die trockenen Zutaten gut mit den flüssigen Zutaten verrühren.
(2) Eine beschichtete Pfanne ohne Fett darin bei mittelhoher Stufe heiß werden lassen.
(3) Für jeden Pancakes 1-2 Esslöffel Teig in die Pfanne geben und von jeder Seite 1-2 Minuten backen bis sie schön braun sind.

Mit Fruchtkompott der Wahl, Ahornsirup oder anderen Köstlichkeiten nach Wahl.

Quelle: Lawson, N. (2007): Nigella Express. Dorling Kindersley. p 93

Und weil hier das schönere Bild vom Heidelbeerkompott zu sehen ist, gebe ich Euch noch schnell das Rezept dafür mit. Ja, es ist echtes einwecken, aber wirklich nicht kompliziert zu machen. Probiert es nächstes Jahr ruhig mal aus. Es war total lecker, durch den Sternanis schön erfrischend. Nächstes Jahr muss ich definitiv mehr als zwei Gläser machen :-)

Heidelbeerkompott

Zutaten für ca. 500 ml:
300 g Heidelbeeren
Stück Zitronenschale
kleine Stücke Sternanis
Prisen Zimt
125 ml Wasser
75 g Zucker
Saft 1/2 Zitrone

Weck-Gläser mit Glasdeckel, Gummiring, Metallklammern
oder
Twist-Off-Gläser

(1) Als erstes die Gläser vorbereiten. Diese gut mit heißem Spüli-Wasser auswaschen, mit heißem, klarem Wasser ausspülen. Die Gläser in den Ofen stellen. Ofen auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen und in ca. 15 Minuten trocknen und gleichzeitig sterilisieren lassen. Die Deckel (und Gummiringe) in einen kleinen Topf geben, mit Wasser bedecken und ca. 5 Minuten kochen lassen. Die Gläser rausholen und abkühlen lassen.
(2) Die Heidelbeeren verlesen, waschen und in die Gläser geben. In jedes Glas 1 kleines Stück Zitronenschale, 1 kleines Stück vom Sternanis und 1 Prise Zimt geben.
(3) Das Wasser mit dem Zucker und dem Zitronensaft aufkochen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Heiß über die Heidelbeeren gießen und die Gläser verschließen.
(4) Die Gläser in einen passenden Topf stellen, in dem ein Küchentuch oder 2 Blätter Küchenkrepp liegen. Mit heißem Wasser aufgießen, so dass die Gläser 2/3 bis 3/4 im Wasser stehen. Deckel auf den Topf. Das Wasser mit den Gläsern drin bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Ab dem Zeitpunkt des Kochens 30 Minuten kochen lassen.
(5) Die Gläser rausholen. Twist-Off-Gläser kurz auf den Kopf stellen, die Weck-Gläser auf KEINEN Fall! Vollständig abkühlen lassen. Prüfen, ob ein Vakuum entstanden ist. Wenn die Deckel der Weck-Gläser nicht fest sind, entweder schnell aufbrauchen oder nochmals einkochen.

Genießen!

Shakshuka mit Feta

22 Nov
 

Shakshuka wollte ich schon lange mal machen. Und da mir die urlaubende Lieblingsärztin ihre Paprikaschoten vermachte, bevor sie schlecht werden, war der Plan schnell gefasst. Aber was ist Shakshuka jetzt genau? Es hat seinen Ursprung im Nahen Osten und ist ein Schmorgericht aus Paprika und Tomate (kommt uns doch bekannt vor die Kombi *g*), in der noch Eier gestockt werden. Also irgendwie Letscho. Nur nahöstlich gewürzt mit Kreuzkümmel und etwas pikanter mit scharfem Paprika/Cayennepfeffer. Wahrscheinlich gibt es so viele Varianten wie Köche … Und irgendwie ist so ein Gemüseragout ja nie verkehrt, oder? Im Rezept der “New York Times” ist es als jüdisch und koscher verschlagwortet. Jetzt weiß ich nicht genau, ob es nur vom jüdischen Teil der Bevölkerung gegessen wird oder auch vom arabischstämmigen? Hat da jemand mehr Infos? Vielleicht jemand, der dort lebt oder schon mal urlaubte? Jedenfalls war es total lecker und wird fest ins Repertoire der “Schnellen Feierabendküche” aufgenommen. Gefällt mir außerordentlich gut!

Shakshuka mit Feta

Zutaten für 2 Portionen:
1 rote Paprikaschote
1 kleine Zwiebel
1,5 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Kreuzkümmel/Cumin
1/2 TL Paprikapulver edelsüß
Prise Cayennepfeffer (oder nach Geschmack)
1 400 g-Dose Tomaten, in Stücke
Salz, Pfeffer
1 handvoll Feta, zerkrümelt
2-4 Eier
1/2 Bund Petersilie

(1) Die Paprika waschen, trocknen. Halbieren, Kerngehäuse entfernen, in schmale Streifen schneiden. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Den Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Die Petersilie waschen, trocknen und mittelfein hacken.
(2) Einen ofenfesten Topf bei mittlerer Hitze heiß werden lassen, das Olivenöl darin erhitzen. Paprika- und Zwiebelstreifen zufügen und bei mittelkleiner Hitze 20 Minuten dünsten lassen. Die Knoblauchscheibchen zufügen und 1-2 Minuten mitdünsten. Kreuzkümmel, Paprikapulver und Cayennepfeffer zufügen und mitbraten bis es duftet. Das geht schnell. Tomaten dazu, salzen, pfeffern. Offen noch ca. 10 Minuten kochen bis die Sauce etwas eindickt.
(3) Ofen auf 180°C vorheizen.
(4) Den Feta drunter rühren. Zwei bis vier Mulden in die Sauce machen und die Eier vorsichtig reinschlagen. In den heißen Ofen stellen ca. 7  Minuten darin die Eier stocken lassen. Salzen.
Mit Petersilie bestreuen und frisches Brot dazu reichen.

Genießen!

Quelle: nach The New York Time CookingShakshuka with Feta

Es ist jetzt kein klassischer Eintopf wie zum Beispiel Gulaschsuppe, aber es wird alles in einem Topf gegart und deswegen darf es bei der Eintopf-Blogparade von Conjas Eck mitspielen. Leider hat der Banner bei mir nicht funktioniert und es wurde nur das Symbol zu einem kaputten Bild angezeigt :-(

Hähnchen-Gyros mit Coleslaw

20 Nov

Sabine ist schuld! Seit sie in ihrer “Szenen einer Ehe“-Rubrik von Gyros erzählte, gelüstete mich danach! Ich hatte schon viel zu lange kein dönerähnliches Gericht. Der Plan war also gefasst! Es schlummerte noch eine ganze Hähnchenbrust im TK, die ich dafür verwenden wollte. Dass sich zwei Tage spontan eine Planänderung ergab und ich ein bisschen des Dönertiers verspeiste, war nicht abzusehen. Aber zumindest das Sonntagsessen sollte bleiben, also weiterhin Hähnchen-Gyros mit buntem Coleslaw, Tzatziki und Reis.

Prinzipiell ist es auch einfach und schnell gemacht. Für Leute, die auf ihre Kräfte und/oder Zeit achten müssen, lässt sich die Arbeit auch wunderbar entzerren. Das Gyros am Besten am Abend vorher in die Gewürzmarinade einlegen, die dann im Kühlschrank vor sich hinzieht. Tzatziki und Coleslaw habe ich am Morgen in einem Anfall von “wenn-ich-schonmal-wach-bin-kann-ich-auch-kochen” gemacht. Danach konnte ich in Ruhe Löwenzahn gucken und musste mittags nur noch den selbstkochenden Reis aufsetzen (Ich liebe meinen kleinen Reiskocher!) und schnell das Gyros braten. Fertig! Ein wunderbares Sonntagsessen stand auf dem Tisch :-)

Das Gyros ist wirklich empfehlenswert! Es duftete schon beim Marinieren wie vom Griechen! Gebraten war es wunderbar zart, würzig, scharf. Für mich ein µ zu scharf (das nächste Mal weniger rosenscharfen Paprika), aber ich bin ja auch echt ‘ne Scharf-Mimose, der Normalschmeckende bleibt bei der Menge an Paprikapulver. Das macht sich bestimmt auch gut als Snack in einem Stück Fladenbrot!

Hausgemachtes Hähnchen-Gyros

Zutaten für 2-3 Portionen:
2 große Hähnchenbrustfilets (oder 1 ganze) (≅500 g)
6 EL Olivenöl
1/2 Zitrone, Saft
2 Knoblauchzehen, gepresst
1,5 EL Petersilie, gehackt
2 TL Zwiebelpulver (oder 1 frische in dünne Streifen)
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1,5 TL Paprikapulver, rosenscharf
1 TL Oregano, getrocknet
1 TL Kreuzkümmel/Cumin, gemahlen
Prise Zimt
1/2 TL Pfeffer
1/2 TL Salz

(1) Das Fleisch waschen und trocken tupfen. In dünne Streifen schneiden. In eine verschließbare Schüssel geben.
(2) Die restlichen Zutaten zum Fleisch geben und gut vermischen. Im Kühlschrank mindestens 4 Stunden, besser über Nacht marinieren lassen.
(3) Am nächsten Tag eine große Pfanne bei hoher Hitze warm werden lassen. Das Fleisch ohne extra Fettzugabe bei mittelhoher Temperatur braten bis es gar und braun ist.

Genießen!

Quelle: Hamburg kocht!Gyros

Beim Coleslaw orientierte ich mich am Rezept von Jamie Oliver aus seinem wunderbaren “Jamie at home“-Buch. Es wurde nicht eins zu eins übernommen, aber es wird auch zu eigenen Versionen je nach Vorratslage ermutigt. Knackig, würzig, schön bunt für graue Novembertage. Im Gegensatz zur uramerikanischen Version, wo nur Mayo dazu kommt, hat der Jamie ein Joghurtdressing mit Senf und frischen Kräutern benutzt. Wirklich lecker! Passt nicht nur zu Gyros, auch zu einen Brathähnchen oder schönem Braten von Schwein oder Rind. Vielfältig einsetzbar, köstlich und gesund.

Bunter Winter-Coleslaw nach Jamie Oliver

Zutaten für 4-6 Portionen:
200 g Spitzkohl
200 g Rotkohl
3 Radieschen
2 kleine Möhren
1 kleines Stück Knollensellerie
2 Frühlingszwiebeln

Für die Salatsauce:
3 EL Joghurt
3 TL Olivenöl
1/2 Zitrone, Saft
1 TL Senf
Salz, Pfeffer
Prise Zucker
1,5 TL Petersilie, gehackt
1,5 TL Dill, gehackt

(1) Vom Kohl die äußeren Blätter entfernen. Mit einem Hobel oder Küchenmaschine in feine Streifen schneiden. Radieschen von Blättern und Wurzelende befreien, Möhren und Knollensellerie schälen. Alles grob reiben. Von den Frühlingszwiebeln das Wurzelende abschneiden und in feine Ringe schneiden. Alles zum Kohl geben.
(2) In einem Schüsselchen den Joghurt mit dem Olivenöl, Zitronensaft, Senf, Salz, Pfeffer, Zucker und den Kräutern gut verrühren.
(3) Das Dressing zum Salat geben und gut durchrrühren. Im Kühlschrank mindestens 1 Stunde durchziehen lassen. Je länger er zieht, desto besser schmeckt er.

Genießen!

Quelle: leicht abgewandelt nach Oliver, J. (2007): Jamie at home. Penguin/Michael Joseph. p 384

Wochenplan 46 – Planung und Realität

18 Nov
Wochentag Plan Realität
Mo Reste vom sonntäglichen Gyros check
Di Zucchini-Dill-Quiche check
Mi Linsenbolognese check
Do Reste von Mi hatte ich so gar keine Lust drauf, fragt nicht, was ich mir stattdessen holte *g*
Fr Shakshuka mir wurde vegetarisches Sushi mitgebracht *freu*
Sa Chilenische Tortilla Shakshuka von Freitag
So noch nicht entschieden morgens spontan noch Pancakes gemacht *g*, mittags Zucchini-Schnitzel mit ofengerösteten Knoblauch-Möhren und Sellerie-Kartoffelbrei

 Eine durchwachsene Woche. Aber Reste wurden vernichtet und gut verbrauchbare aufgebaut *g* Außerdem köchelte tatsächlich noch Gemüsebrühe vor sich hin, die brav eingeweckt wurde. Auch mit der Weihnachtsbäckerei wurde letztes Wochenende begonnen: als erstes natürlich das heißgeliebte Alpenbrot und dann wurden noch Honig-Pfeffernüsse ausprobiert. Die müssen allerdings noch reifen. Wie fies ist das denn bitte, wenn Gebäck noch reifen muss? Duftet die Wohnung voll, aber wirklich schmecken tut es erst in paar Tagen/Wochen. Und spontan hab ich am Sonntagmorgen noch Pancakes zum Frühstück gemacht, das Wetter war einfach zu eklig und ich brauchte ein wenig Comfort Food *g*

Essen der Woche:

Die Zucchini-Dill-Quiche hat geschmeckt wie ungarisches Kürbisgemüse, nur in einer etwas anderen Konsistenz! Pure Glückseligkeit für mich!
(Ich habe nichts vom bestaussehendsten Essen der Woche gesprochen *g*)

Apple Butter – Amerikanisches Gewürz-Apfelmus

17 Nov

Ich hatte ja schon beim Klassischen Apfelmus berichtet, dass die Äpfel momentan billig sind und im Supermarkt nebenan 5 kg im Angebot waren. Deutsches Apfelmus schön und gut, aber andere Nationen müssen doch auch ihre Varianten haben. Durch eine allgemeine Suche nach Apfelmus im weltweiten Zwischennetz wurde ich auf die amerikanische Version, genannt Apple Butter aufmerksam. Nein, keine Angst, da ist keine zusätzliche Butter drin. Ich tippe mal darauf, dass die Konsistenz dort dann irgendwann der von weicher Butter ähnelt. Es werden Apfelstückchen mit großzügig Gewürzen so lange gekocht, püriert und einreduziert gelassen bis es eine wirklich zähflüssige Konsistenz hat. Ich fand es eine Variante für den Slowcooker im Crocky-Blog, die ich leicht abwandelte und noch um ein paar Gewürze ergänzte. Ich glaube, ich war auch nicht geduldig genug bzw. meine Äpfel zu saftig, eine richtig zähflüssige Masse habe ich nicht hinbekommen. Stört mich aber auch nicht, weil …

Das Zeug ist der Hammer! Sooo großartig lecker! So würzig und leicht süß und apfelig! Müsst ihr irgendwie nachmachen und wenn ihr es nur bei kleiner Hitze in einem Topf auf dem Herd schmort und dabei öfter umrührt, damit nichts anbrennt. Aber ihr MÜSST es machen! Geiles Zeug! Ernsthaft!

Apple Butter – Amerikanisches Gewürz-Apfelmus

Zutaten für 1 l:
1,5 kg Äpfel
180 g brauner Zucker
1/2 Zitrone,Saft und Schale
Prise Salz
1 TL Zimt
1/2 TL Nelke
1/4 TL Kardamom
1/4 TL Muskatnuss

(1) Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Von der halben Zitrone die Schale abreiben und Saft auspressen.
(2) Alle Zutaten in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben. Gut durchrühren. Deckel drauf.
(3) Slowcooker auf LOW stellen, 7 Stunden köcheln lassen. Danach gründlich mit einem Stabmixer durchpürieren. Nochmal 1 Stunde auf HIGH mit leicht geöffnetem Deckel einkochen lassen.

Genießen!

Quelle: leicht verändert nach Crocky-BlogCinnamon Apple Butter

Die Apple Butter hält sich ca. 2 Wochen im Kühlschrank oder ihr friert es ein oder kocht es ein. Aus chronischem Platzmangel im Tiefkühler habe ich meins auf folgende Weise eingekocht.

Die Gläser vorbereiten. Diese dafür mit heißem Spüliwasser gründlich säubern, mit heißem, klarem Wasser nachspülen. In den Ofen stellen, diesen auf 120°C stellen und so lange sterilisieren lassen bis sie trocken sind. Das dauert etwa 15 Minuten. Zwischenzeitlich schon die Glasdeckel und Gummiringe in einen Topf geben, mit Wasser und einem Schluck Essig bedecken. Auf dem Herd aufkochen lassen und ca. 5 Minuten kochen lassen. Dann sollten alle fiesen Erreger mausetot sein. Die Gläser rausholen und etwas abkühlen lassen. Das Gewürz-Apfelmus heiß oder kalt in die Gläser füllen. Dabei darauf achten, dass der Rand der Gläser nicht dreckig wird. Nochmal abwischen. Die Deckel aus dem heißen Wasser holen, mit dem Gummiring bespannen und auf das Glas setzen. Mit zwei Metallklammern befestigen. In einen passenden mit einem Küchentuch ausgelegtem Topf stellen. Je nach Apfelmus-Temperatur soviel Wasser (kaltes Apfelmus = kaltes Wasser, heißes Apfelmus = heißes Wasser) hinzufügen, dass die Gläser 2/3 – 3/4 im Wasser stehen. Den Herd auf mittelhohe Temperatur stellen und das Wasser im Topf zum Kochen bringen. Ab dem Zeitpunkt des Kochen 30 Minuten einwecken lassen (wer mag kann die Temperatur des Wassers überprüfen, es sollte 90°C haben). Nach der Zeit die Gläser rausholen und auf einem Holzbrett o.ä. vollständig abkühlen lassen. Die Klammern abnehmen und prüfen, ob der Deckel hält. Wenn ja, ohne Klammern ab ins Vorratsregal, wenn nicht in den Kühlschrank stellen und schnell verbrauchen oder nochmals einkochen. Bei mir hatte sich ein Glas tatsächlich nicht geschlossen, weil das Gummi nicht richtig auf dem Glas saß. Also nicht entmutigen lassen, falls es mal nicht beim ersten Mal funktioniert.

Erbsenzähler: Borsóleves – Ungarische Erbsensuppe

15 Nov

Meine allerallerallerliebste Suppe! Von Welt! Mehr muss nicht gesagt werden. Einfach nur nachkochen und glücklich sein :-)

Borsóleves – Ungarische Erbsensuppe

Zutaten für 3 Hungrige:
2 größere Möhren
2 mittlere Petersilienwurzeln
1 kleine Zwiebel
1 Scheibe Sellerie
200 g TK-Erbsen
Salz, Pfeffer
1 handvoll Petersilie

Für die Paprika-Roux:
2 TL Butter
1 TL edelsüßes Paprikapulver
1,5 TL Mehl
kaltes Wasser

Für die Nudeleinlage:
1 Ei (M)
1 TL Salz
5 TL Mehl

(1) Das Gemüse vorbereiten. Die Möhren und Petersilienwurzeln schälen und in mittlere Scheiben schneiden. Zwiebel häuten und vierteln. Den Sellerie schälen und in etwa die Größe von den Möhrenscheiben schneiden. Die Petersilie waschen, trocknen und mittelfein hacken.
(2) Alles in einen Topf geben, Salz und Pfeffer dazu, mit Wasser auffüllen bis das Gemüse gut bedeckt ist. Aufkochen lassen, auf mittlere Hitze zurück schalten und ca. 10-15 Minuten kochen lassen.
(3) Währenddessen schon mal die Paprika-Roux vorbereiten. Dafür in einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen. Die Pfanne von der Flamme nehmen, das Paprikapulver zugeben. Wenn es duftet das Mehl zufügen und gut verrühren. Unter Rühren so viel kaltes Wasser hinzugeben, dass eine klümpchenfreie, geschmeidige Masse entsteht. Zur Seite stellen.
(4) Für die Nudeleinlage das Ei mit dem Salz verrühren. Das Mehl hinzufügen und so lange mit einer Kuchengabel rühren bis ein zähflüssiger Teig entsteht.
(5) Jetzt müsste das Gemüse fast gar sein. Die Erbsen mit soviel Wasser in die Suppe geben, dass es eine suppige Konsistenz hat. Etwa 5 Minuten kochen lassen. Dann vorsichtig die Paprika-Roux unterrühren. Dann mit einem kleinen Löffel Nudelblobbs in die Suppe setzen. Dafür den Löffel richtig in die Suppe tauchen, dann gehen der Teig ganz einfach ab. Noch ein bisschen kochen lassen bis die Nudeln gar sind.
(6) Mit der Petersilie bestreuen und servieren.

Genießen!

Zarteste, klassische Rinderrouladen aus dem Slowcooker

13 Nov

Das vorletzte Wochenende war mit viel Küchenaction versehen. Bagel und Kekse wurden gebacken, Currys und Suppe geköchelt, trotzdem wollte ich gerne ein klassisches Sonntagsessen haben. Im Tiefkühler schlummerten noch rohe Rouladen, die ich mal im Angebot erstand. Und da der Tiefkühlschrank chronisch überladen ist, sollten sie dran glauben. Jetzt lohnt es sich wirklich nicht 2 Rouladen zu basteln für mich allein, das wurden schon 6 Stück, aber ich wollte es endlich auch mal ausprobieren, ein herzhaftes Gericht mit Fleisch einzuwecken, wofür ich diese Reste auserkor. Wie man Rouladen bastelt, hat mir Frau Mama erfolgreich beigebracht. Im Topf lass ich sie so 1,5 Stunden schmoren, aber ich wollte sie im Slowcooker machen, weil es viel stressfreier ist. Ohne mich weiter drum kümmern zu müssen, schmurgeln die Rouladen 6 Stunden vor sich hin ohne die Gefahr des Anbrennens. In der Zeit kann man sich entspannt um andere Sachen kümmern. Wenn man mittags essen will, sollte man die Rouladen allerdings schon am Vortag vorbereiten. Ja, man kann es auch ohne Anbraten machen, aber es schmeckt einfach besser, wenn die Rouladen und das Gemüse für die Sauce scharf angebraten wurden. Also am Abend vorher die Rouladen vorbereiten, alles in den Slowcooker-Einsatz schichten, im Kühlschrank zwischen lagern und rechtzeitig am folgenden Morgen anstellen. Oder gleich am Vortag in Ruhe basteln, die gegarten Rouladen samt Sauce im Kühlschrank lagern und am nächsten Tag nur noch aufwärmen. Viele Möglichkeiten, alles stressfrei. Ich liebe meinen kleinen Slowcooker :-)

Und die Rouladen sind wirklich richtig, ernstlich gut geworden! Total zart, die Sauce hocharomatisch und brauchte keine weitere Verfeinerung. Ich habe einfach das mitgeschmorte Gemüse zusammen mit der Sauce püriert und sie hatte eine schöne Bindung und Geschmack. Natürlich kann auch Wein als Flüssigkeit mit hinein gegeben werden, aber da ich nicht der große Alkoholverwerter bin, habe ich einfach Wasser benutzt. Wer einen Slowcooker hat, probiert ruhig mal Rouladen darin aus, ich meine das Ding ist ideal für Schmorgerichte! Und für alle Nicht-Slowcooker-Besitzer sind Rouladen vielleicht trotzdem eine Idee für’s nächste Sonntagsessen.

Zarteste, klassische Rinderrouladen aus dem Slowcooker

Zutaten für 6 Rouladen im 3,5 l Slowcooker:
6 Rinderrouladen
Senf
Salz, Pfeffer
8-12 Scheiben Bacon
1 große Zwiebel
6 Gewürzgurken
Öl

Für die Sauce:
1 Möhre
1 Petersilienwurzel
1 kleines Stück Knollensellerie
1 große Zwiebel
Salz, Pfeffer
2 TL Tomatenmark
150 ml Wasser
1 Lorbeerblatt

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebeln häuten und fein würfeln. Die Möhren, Petersilienwurzel und Knollensellerie ebenfalls schälen und fein würfeln.
(2) Die Rouladen waschen und trocken tupfen. Die Würfel einer Zwiebel, Bacon-Scheiben, Senf, Salz, Pfeffer und Gewürzgurken bereit stellen. Eine Roulade dünn mit Senf bestreichen, salzen, pfeffern. 1-2 Scheiben Bacon darauf legen, einen Teil der Zwiebelwürfel darauf verteilen, die Gewürzgurke an den Anfang des Rouladenfleisches legen und fest darum aufwickeln. Mit sämtlichen Fleischstücken so verfahren. Wer auf Nummer sicher gehen will, befestigt die Rouladen mit Nadeln oder Faden, ich habe es mir gespart.
(3) Eine Pfanne stark erhitzen und Öl darin heiß werden lassen. Die Rouladen mit der Nahtseite nach unten ins heiße Öl legen und so lange anbraten lassen bis sie braun sind. Wenn man keine Nadeln benutzt hat, wirklich sehr vorsichtig umdrehen, damit sie nicht aufgehen und von der zweiten Seite appetitlich braun anbraten. Am Besten in zwei Durchgängen braten, damit sie wirklich braten und nicht beginnen zu dünsten. Die angebratenen Rouladen in den Keramiktopf des Slowcookers setzen.
(4) In der heißen Pfanne wieder etwas Öl erhitzen und das Gemüse für die Sauce bei mittelhoher Hitze scharf anbraten. Salzen und pfeffern. Das Gemüse etwas an den Rand schieben und das Tomatenmark kurz mit anschmoren. Mit Wasser aufgießen, gut verrühren. Die Sauce über die Rouladen gießen. Das Lorbeerblatt dazwischen setzen.
(5) Deckel auf den Slowcooker setzen. 2 Stunden auf HIGH schmoren, dann weitere 4 Stunden auf LOW (oder 1,5 Stunden bei niedrig mittelhoher Hitze auf dem Herd im Schmortopf).
(6) Nach der Zeit die Rouladen rausholen, Gemüsewürfelchen abstreifen. Das Lorbeerblatt rausfischen. Das Gemüse in der Sauce mit einem Stabmixer pürieren. Sauce nochmals abschmecken, ob Salz oder Pfeffer fehlen.

Die Rouladen zusammen mit der Sauce und Beilagen nach Wahl servieren. Klassisch ist Rotkohl und Kartoffeln oder Klöße.

Genießen!

Quelle: Zeiten vom Crocky-BlogRinderrouladen gutbürgerlich übernommen

Einwecken:

Rinderrouladen kann man laut Weck-Kochbuch auch einkochen. Ich habe das einfach mal ausprobiert, da mein TK zu voll für weitere vorgekochte Gerichte ist. Dafür einfach passend große Weck-Gläser mit Spüliwasser auswaschen, mit klarem, heißen Wasser ausspülen. Die Gläser im 120°C heißen Ofen so lange sterilisieren bis sie trocken sind (ca. 15 Minuten). Die Gläser rausholen, etwas abkühlen lassen. Die Deckel und passenden Gummiringe in einem Topf mit Wasser und einem Schuss Essig geben. Etwa 5 Minuten lang kochen lassen, dann sollten alle Keime mausetot sein. Die Rouladen samt Sauce in die Gläser geben, 2-3 cm Platz zum Glasrand lassen. Die Glasdeckel mit den Gummiringen überziehen, auf die Gläser setzen, mit Klammern befestigen. In einen großen mit einem Küchentuch ausgelegten Topf stellen. Je nachdem ob die Rouladen heiß oder kalt eingefüllt wurden, soviel heißes oder kaltes Wasser dazu gießen (heiße Roulade = heißes Wasser, kalte Roulade = kaltes Wasser), dass die Gläser mindestens zu 3/4 im Wasser stehen. Das Wasser bei mittelhoher Hitze zum Kochen bringen und ab dem Zeitpunkt des Kochens 75 Minuten einkochen lassen. Dann die Gläser vorsichtig rausholen und abkühlen lassen. Wenn sie komplett abgekühlt sind, die Klammern entfernen und testen, ob der Deckel hält. Wenn ja, ins Vorratsregal stellen, wenn nicht nochmals einkochen oder so schnell wie möglich verbrauchen.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 633 Followern an