Verfasst von: Anikó in: November 9, 2009

Nachdem in den letzten beiden Rezept-Beiträgen die beiden Hauptzutaten ihre glanzvollen Einzelauftritte hatten, zeigen sie sich hier zusammen in einer wunderbaren Salat-Kombination.
Ich hatte bei Meat & Greet lecker im Ofen gebackene Kürbisspalten gesehen. Die haben mir sofort zugeflüstert: „Mach uns nach! Wir schmecken vorzüglich! Wir sind großartig gewürzt!“ Okay, überredet ;-) Ich hatte eh noch einen wirklichen Mini-Hokkaido aus dem Kleinstgarten und hatte aus mir unempfindlichen Gründen eine große Schale Rucola gekauft. Das ich, die soo wahnsinnig viel grünen Salat isst *kopfschüttel* ;-) Also musste der auch irgendwie mit weg. Und Rote Bete lungert ja auch immer noch auf dem Balkon rum! Das wär’s doch, ein großer Salatteller mit gebackenem Kürbis und gebackener Rote Bete (mag ich so pur zubereitet fast am liebsten!). Dazu fanden sich noch 2 Tomaten und ein paar Lauchzwiebeln in den Untiefen meiner Küche, so dass dem Salatvergnügen nichts im Weg stand.
Herausgekommen ist ein wirklich köstlicher, sättigender großer Teller (oder eher Platte) mit warm-würzigem Kürbis, schön erdig-süß schmeckender Roten Bete, die beide wunderbar mit dem Rucola und dem Zitronen-Olivenöl-Dressing harmonierten. Obenauf noch salzigen Feta gekrümelt und das Samstag-Lunch war perfekt!
Hier mein improvisiertes Rezept für 1 Person mit Hunger:
Für den Kürbis:
1 kleiner Hokkaido
Salz, Pfeffer
1 EL brauner Zucker
3-4 EL Olivenöl
1/2 unbehandelte Zitrone
1 getrocknete rote Chilischoten
1 ca. daumendickes Stück Ingwer
1 Zimtstangen
Sonst noch:
1 mittlere Rote Bete Knolle
2 Tomaten
2-4 Lauchzwiebeln
Saft 1/2 Zitrone
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Zucker
ca. 125 g Feta
(1) Ofen auf 200 Grad vorheizen.
(2) Die Rote Bete waschen und auf 1 Stück Alufolie legen. Salzen, pfeffern, Schluck Olivenöl drüber, die Folie gut über der Knolle verschließen. In einer kleinen Auflaufform (ohne gab’s bei mir ‘ne kleine Sauerei im Ofen) ca. 45-60 Minuten backen.
(3) Währenddessen den Kürbis waschen, in Spalten schneiden, entkernen und einschichtig in eine Auflaufform legen. Salzen, pfeffern, mit braunem Zucker bestreuen.
(4) Ingwer schälen (geht am Besten mit einem Teelöffel, einfach die Schale abkratzen) und in dünne Scheiben schneiden. Über dem Kürbis verteilen. Schale der halben Zitrone in Zesten abziehen, Saft auspressen. Alles zusammen mit der zerkrümelten Chilischote, der halbierten Zimtstange und dem Olivenöl über die Kürbisspalten geben.
(5) Die Auflaufform mit Alufolie abdecken und ca. 30 Minuten in den Ofen geben. Das ganze zeitlich so organisieren, dass die Rote Bete und der Kürbis gleichzeitig gar sind.
(6) Während die beiden Hauptdarsteller im Ofen garen, den Salat waschen, schleudern und auf einer Platte (oder 2 Tellern) verteilen. Die Tomaten in gefällige Stücke schneiden, die gewaschenen Lauchzwiebeln in feine Ringe. Beides auf dem Salat verteilen.
(7) Für das Dressing, den Zitronensaft mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker sowie 2-3x soviel Olivenöl in ein Marmeladenglas geben und gut durchschütteln bis eine homogene Flüssigkeit (Emulsion ?) entstanden ist.
(8) Wenn der Kürbis fertig ist, etwas auskühlen lassen. Die Rote Bete auswickeln und wenn man sie anfassen kann, pellen und in mundgerechte Stücke schneiden. Beides schick auf dem Salatbett verteilen. Mit dem Dressing beträufeln und wenn in der Kürbisauflaufform noch etwas Flüssigkeit ist, die auch noch darüber geben. Den Feta auf den Salat krümeln und …
… Genießen!
Falls Rote Bete und Kürbis zu viel ist, kann man sie auch noch gut als Snack zwischendurch essen :-)
Verfasst von: Anikó in: November 3, 2009
Hier werde ich eine Übersicht über die teilnehmenden Blogs zusammenstellen (nach Mailanmeldung bei mir), die ich immer wieder aktualisiere und dann auch dazu schreibe, wann wer versandt und wer die Geiseln bekommen hat. Ich freu mich ja so, dass tatsächlich schon einige sich angemeldet haben *freufreufreu* Ich hoffe noch auf mehr Anmeldung auf das sich möglichst viele unterschiedliche Geiseln auf den Weg in die weite europäische Welt machen …
Kochschlampe – Kochen für Schlampen
Sammelhamster – Sammelhamster
Chaosqueen – Chaosqueen’s Kitchen
Petra – Chili und Ciabatta
Porcelinablue – Meat & Greet
Schnick Schnack Schnuck – Schnick Schnack Schnuck
Stefan – Suppenkasper
Jutta – Schnuppschnüss ihr Manzfred
Johanna – Ki Ka Kochen
Aurinko – Ginger in the basement
Juli – La cerise sur le gâteau
Ursula – Kochfun
Juliane – Schöner Tag noch
Fall in love with Canada – Fall in love with Canada
Tanja – Tanjas Traumberg
Nina – Radieschenwelt
Anja – Anjandro Zeitlos
Andrea – Einfach guad
Ruby – Aus Rubys Küche
Petra – Brot und Rosen
terschies – s-tolpern übern s-pitzen S-tein
Verfasst von: Anikó in: November 2, 2009
Es ist bald Weihnachten … auch wenn das vielleicht einige noch nicht wahr haben wollen und es sowieso immer zu plötzlich kommt, aber ja in 52 Tagen ist schon wieder Heiligabend!
Und da ihr sicher genauso gerne Päckchen bekommt wie ich und ich finde, dass es schon viel zu lange kein Blogger-schicken-Blogger-Köstlichkeiten-Event gab, wollte ich einen „Europäischen Keks-Geiselaustausch“ initiieren. So wie ich das die letzten Jahre gelesen habe, backen viele von Euch auch unterschiedliche Sorten an Plätzchen/Keksen/Guetsli und wäre es nicht toll auch jemandem real welche zum Probieren geben zu können, anstatt nur Speichelfluss vor den Bildschirmen diverser Leser auszulösen? Vielleicht mal traditionelle Familienplätzchen mal von Nord nach Süd oder West nach Ost verschicken und so andere Leute süchtig machen ;-)
Ich (bzw. wir, Frau Kochschlampe und ich, die mir beratend im Hintergrund zur Seite steht) dachte, es wäre schön, wenn jeder der mitmachen möchte, so 3 bis 4 verschiedene Kekssorten an eine ihm zugeloste Person schickt, müssen ja nicht 50 Stück je Sorte sein ;-) Und da so ein paar Plätzchen nicht die Welt wiegen, dachte ich, wir schließen Foodblogger aus der ganzen EU plus Schweiz mit ein. Es darf jeder mitmachen, der jemand anderem gerne eine süße Freude bereiten möchte. Die Anmeldung kann bis Sonntag dem 15. November über meine Emailadresse: paprikameetskardamom(@)freenet.de erfolgen.
Ich werde dann eine Anmeldebestätigung rausschicken mit einem kurzen Fragebogen zu Namen, Adresse, Allergien etc., den dann Euer zugeloster Partner bekommt, nicht dass jemand mit Nussallergie lauter Haselnusskekse bekommt, wäre ja kontraproduktiv. Danach werde ich so schnell wie möglich versuchen, die jeweiligen Geiselaustausch-Partner zu ermitteln und anzuschreiben, das sollte bis spätestens 18. November machbar sein. Und dann hoffe ich, dass der große europäische Keks-Geiselaustausch in der zweiten Adventswoche vom 7.-13. Dezember stattfindet, dass auch noch alle rechtzeitig vor Weihnachten ihre Kekse probieren können. Ich werde auch einen Extra-Artikel schreiben, der alle teilnehmenden Blogs auflistet mit entsprechendem Status, sprich mir dann bitte Bescheid geben per Email, dass die Päckchen verschickt wurden und bei Erhalt auch eine kurze Mail mit entsprechendem Link zum Keksverkostungsbeitrag. Ich weiß es ist zeitlich knapp, aber hoffe, dass viele mitmachen und noch mehr köstliche Kekse sich auf den Weg machen.
Dann hier nochmal die wichtigsten Informationen kurz zusammengefasst:
Anmeldung bis 15. November 2009
Anmeldung unter paprikameetskardamom(@) freenet.de
Versendung der Partnerdaten bis 18. November 2009
Europäischer Keks-Geiselaustausch vom 7.-13. Dezember
Ach ja, ich fände ja ein Banner sehr schön, aber leider bin ich in der Hinsicht computertechnisch äußerst unbegabt. Vielleicht hat ja jemand Zeit und Muße? Ein passendes Geiselaustausch-Bild wurde von Frau Kochschlampe schon besorgt … Einfach unter obiger Email-Adresse bei mir melden :-)
Frau Kochschlampe ist ja doch nicht so unbegabt, wie sie behauptete:
hier der Code für den 500er Banner zum Mitnehmen:
<a href=“http://paprikameetskardamom.wordpress.com/2009/11/02/europaischer-keks-geiselaustausch/“ target=“_blank“><img title=“keksgeiselaustausch01″ src=“http://kochschlampe.files.wordpress.com/2009/11/keksgeiselaustausch01.jpg“ alt=“keksgeiselaustausch01″ width=“500″ height=“367″ /></a>
hier der Code für den 400er Banner zum Mitnehmen:
<a href=“http://paprikameetskardamom.wordpress.com/2009/11/02/europaischer-keks-geiselaustausch/“ target=“_blank“><img title=“keksgeiselaustausch02″ src=“http://kochschlampe.files.wordpress.com/2009/11/keksgeiselaustausch02.jpg“ alt=“keksgeiselaustausch02″ width=“400″ height=“294″ /></a>
hier der Code für den Banner in hochkant zum Mitnehmen:
<a href=“http://paprikameetskardamom.wordpress.com/2009/11/02/europaischer-keks-geiselaustausch/“ target=“_blank“><img title=“keksgeiselaustausch03″ src=“http://kochschlampe.files.wordpress.com/2009/11/keksgeiselaustausch03.jpg“ alt=“keksgeiselaustausch03″ width=“130″ height=“235″ /></a>
Es wurde gefragt, ob es wirklich mehrere Kekssorten sein müssten. Im Sinne der Vielfalt bitte ich darum, mindestens zwei Sorten zu schicken. Vielleicht ist es ja eine gute Gelegenheit, eine kleine Backorgie mit Freunden oder Verwandten zu organisieren. Auf jeden Fall schon einmal viel Spaß beim Backen!
Verfasst von: Anikó in: Oktober 23, 2009

Frau Buntköchin und ich entstammen einer äußerst ähnlichen Küchentradition, nämlich der österreich-ungarischen oder ungarisch-österreichischen, je nachdem von welcher Seite der Grenze man kommt ;-) So erinnern mich einige von Frau Buntköchins Rezepte doch sehr an Gerichte der ungarischen Familienhälfte.
Letztens verbloggte sie ein Kürbisgulasch (ungarisch tökpörkölt, ausgesprochen wie geschrieben), dass mir ebenfalls sehr bekannt vor kam. Es bestach durch äußerst aparte orange Farben und auch die Zubereitungsweise und Würzung war sehr raffiniert, großstädtisch bin ich geneigt zu sagen;-) Meine Variante ist eher eine bäuerliche, die mir durch eine junge Frau aus einem winzigen Dorf während meiner Diplomarbeitsuntersuchungen 2006 verraten wurden. Von meiner eigenen Mischpoke kenne ich kaum Kürbisrezepte, weil ich meistens im Hoch- bis Spätsommer dort bin und dann einfach noch keine Kürbissaison ist, bis auf den Patisson (hier die frittierte Version) im Spätsommer. Wahrscheinlich wird Kürbisgulasch sogar gekocht, aber eben zu spät für unsere Besuche …
Ich benutze sehr gerne Patissons, weil sie einen sehr feinen, leichten Kürbisgeschmack haben. So richtiger Kürbis (Hokkaido, Butternut etc.) schmeckten mir früher zu stark nach Kürbis. Zuerst war ich bei diesem Rezept skeptisch, ob das funktionieren kann. Die Dame meinte nur, ich sollte einen normalen Gulaschansatz kochen und statt des Fleisches die Kürbiswürfel einrühren.
Ok, gesagt, getan: Zwiebelwürfel langsam anschwitzen, Topf vom Herd, ordentlich Paprikapulver drauf, Kürbiswürfel rein, salzen, pfeffern, Wasser drauf, ein Wenig Majoran und köcheln lassen *skeptisch-in-den-Topf-guck* Ob das schmecken wird? Nach 10 Minuten das erste Mal den Deckel gelüftet – guter Duft – reingepiekt in einen Kürbiswürfel – *kopfschüttel* – Nee, noch nicht gar. *warten* Nach weiteren 5 Minuten nochmal versucht und ja, ist durch. Schnell noch saure Sahne mit etwas Mehl ver- und untergerührt. Nach dem Aufkochen einen Löffel probiert und – oh, Gott! – total großartigst! Extrem lecker! Feiner Kürbisgeschmack, saftiges Gulasch *glücklichguck*
Und demnächst wird dann mal die großstädtische Variante ausgetestet :-)
Zutaten für 2-3 Portionen:
1 mittelgroßer Patisson, geschält und in größere Würfel geschnitten (gehen aber auch andere geschmacksintensivere Sorten)
2 Zwiebeln, fein gewürfelt
etwas neutrales Öl
2 TL Paprikapulver edelsüß
getrockneter Majoran
ca. 100 g saure Sahne
2-3 TL Mehl
(1) Das Öl einem Topf bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Zwiebelwürfel zugeben und ganz langsam schmurgeln lassen, bis sie schön glasig, süß sind. Zwiebeln sind wichtig zur Bindung der Sauce, deswegen schön langsam dünsten, weil die Gesamtkochzeit ja nicht so wahnsinnig lang ist.
(2) Den Topf von der Flamme nehmen und das Paprikapulver zugeben. Das vom Herd nehmen ist wichtig, damit der Paprika nicht verbrennt und bitter wird. Die Kürbiswürfel zugeben und zurück auf den Herd. Salzen, pfeffern, Majoran dazu und kurz andünsten lassen. Wasser drauf, so dass der Kürbis nicht ganz bedeckt ist.
(3) Circa 15 Minuten leise köcheln lassen bis der Kürbis weich, aber nicht zerfallen ist (muss bei anderen Sorten natürlich angepasst werden).
(4) Währenddessen das Mehl gut in die saure Sahne rühren. Die Mischung in das fertige Gulasch rühren, kurz aufkochen lassen bis die Sauce sich bindet.
Guten Hunger!
Dazu Salzkartoffeln und auf jeden Fall was eingelegtes wie Gewürzgurken, Weißkohlsalat oder ähnliches.
Quelle: meine Wenigkeit
Geschmack: +++
Zeit: ++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +
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