Stressfreie Beilage: Ofengeröstete Knoblauch-Karotten nach Jamie Oliver

27 Nov

Geht es Euch auch manchmal so? Komplette Kreativlosigkeit was Beilagen angeht? Ja klar, man hat ja so seine Standards: Butterbohnen, gebundene Erbsen, gekochte Möhrchen (auch gerne in der Luxusversion mit Vanille), Rotkohl oder Creme-Champignons. Das sind so unsere Familienstandards. Wenn ich alleine für mich koche, benötige ich meist keine extra Beilage, weil viele der Gerichte, die ich mir aussuche, so etwas nicht brauchen. Aber manchmal mache ich mir doch klassisch deutsches Drei-Komponenten-Essen, das ja aus Stärkekomponente – Fleisch – Gemüsebeilage besteht. Die Stärkebeilage war bei mir dieses mal ein Sellerie-Kartoffelbrei, im Kühlschrank schlummerte noch eine halbe Monsterzucchini, die ich zu Zucchinischnitzel verarbeitete. Nun ist das ziemlich zeitintensiv und mit viel Stehen in der Küche verbunden, so dass ich eine unaufwendige Beilage brauchte, die sich gut vorbereiten ließ und praktisch selbst machte. Bei Jamie Oliver hatte ich doch mal Karotten aus dem Ofen gesehen, die ich auch prompt auf seiner Homepage fand. Mr. Oliver ist ja bekannt für leckere, aber unaufwendige Gerichte, was sich auch bei diesem bestätigte. Karotten schneiden, mit Marinade vermischen, in den Ofen und in Ruhe schmurgeln lassen. Währenddessen dann die anderen Bestandteile vorbereiten. Perfekt. Und irgendwann duftete es wunderbar aus dem Ofen und der Rest war auch fertig. Es konnte gegessen und genossen werden. Wundervoll! Diese Karotten sind süß und würzig gleichzeitig. Wirklich süchtigmachend, so dass sie sofort ins Standardrepertoire gewandert sind :-)

Ofengeröstete Knoblauch-Karotten

Zutaten für 3 Portionen als Beilage:
1 Bund junge Möhren
1-2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Schluck Weißweinessig
3-5 TL Olivenöl
ein paar Zweige Rosmarin oder Thymian

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleinere Auflaufform bereit stellen.
(2) Die Möhren gut abschrubben. Je nach Größe quer halbieren oder dritteln und dann nochmal längs halbieren oder gar vierteln. In die Auflaufform geben.
(3) Die Knoblauchzehen häuten und pressen. In einer kleinen Schüssel mit Salz, Pfeffer, Essig und Olivenöl gut vermischen. Mit den Möhren in der Auflaufform gut vermischen. Die Möhren möglichst einlagig in der Auflaufform verteilen. Die Zweige Rosmarin/Thymian zwischen die Möhrenstücke stecken. Die Auflaufform mit Alufolie verschließen.
(4) In den Ofen stellen und 30-40 Minuten backen lassen. Dann die Folie abnehmen und noch 10 Minuten bräunen lassen.

Genießen!

Quelle: nach Jamie OliverBaked carrots

Wochenplan KW 47 – Planung und Realität

25 Nov
Wochentag Plan Realität
Mo Shakshuka-Rest check, Gemüsebrühe eingeweckt
Di Sonntagsessenrest check
Mi Pilz-Putengeschnetzeltes angestroganofft (mit Gewürzgurke und Schmand) mit Galuska check
Do Tojásos nokedli (Eiernockerln) mit Salat check
Fr Putengeschnetzeltesrest check
Sa Paprikáskrumpli  check, Essen für Sonntag gekocht
So Leber mit Apfel-Zwiebel, Risi bisi und Möhrensalat Kifli gebacken, Grünkohl mit Kassler und geräuchter Bregenwurst

Ich habe mich diese Woche tatsächlich dran gehalten, ich bin erstaunt! Und es war alles richtig lecker! Klar, Paprikáskrumpli mach ich aus der Lamäng, aber beim Grünkohl war ich gespannt, ob er im Slowcooker gelingt. Der war zwar so nicht geplant, aber mir lief letzte Woche beim Einkaufen ein Beutel wildlebender, frischer Grünkohl über den Weg, der sofort mit musste. Passend dazu hatte der Supermarkt gleich auch noch Bregenwurst. Perfekt!

Wäre was für Euch dabei gewesen?

Essen der Woche:

Ach, war das lecker! Und so schnell gemacht, wenn man schon die Nokedli/Knöpfle vorher macht (was ja, um ehrlich zu sein, auch nicht ewig dauert!). Es hat ein wenig die Sehnsucht nach dem ungarischen Teil der Familie gestillt …

Pancakes auf Vorrat mit hausgemachtem Heidelbeerkompott

23 Nov

Nein, keine Angst! Ich habe nicht angefangen, Pancakes einzuwecken *g* Aber letzte Woche Sonntag war das Wetter hier in Deutschlands Mitte so usselig mit ganztägigem Regen und nur grau, dass ich schon morgens eine Belohnung brauchte, bevor ich überhaupt was geleistet habe. Manchmal gibt es einfach so Tage, oder? Und mir war sehr stark nach Pancakes. Deren Teig muss nicht ewig ruhen und kann man auch in kleineren Mengen machen. Klar, ich hätte auch das einfache und neutrale Pancake-Rezept von Jamie Oliver nehmen können, aber wieso ist man Foodblogger, wenn einen nicht die Neugier nach neuen Rezepten umtreibt?

Aus Nigella Lawsons Buch “Nigella Express” ist mir schon vor Ewigkeiten ein Rezept im Hinterkopf geblieben, bei dem sie die Grundmischung für Pancakes auf Vorrat macht. Einfach alle trocknen Zutaten gut miteinander vermischen, in eine luftdicht verschließende Dose geben (wir wollen ja keine Mehlmotten oder so da drin, oder?) und wenn einem mal nach Pancakes gelüstet, nur eine bestimmte Menge der Pfannkuchen-Mischung mit Ei, Milch und etwas flüssiger Butter (Die Mikrowelle ist Dein Freund!) verrühren und ausbacken. Fertig. Und so schnell. Weil seien wir doch mal ehrlich, das lästigste am Pancakes-Machen ist doch das Abwiegen der Zutaten, oder? (öhm, nein, so Teigsachen kann ich leider nicht aus’m Handgelenk basteln *g*) Ich behaupte mal perfekt für alle, die einen guten Pancake ab und an zu schätzen wissen, Familien mit Kindern. Ansprechend verpackt, ist es bestimmt auch ein schönes Weihnachtsgeschenk :-)

Hausgemachte Pancake-Mischung

Zutaten für ca. 4 x 15 Pancakes:
600 g Mehl
3 EL Backpulver
2 TL Natron
1 TL Salz
40 g Vanillezucker oder Zucker

Alle Zutaten mischen und in einen gut verschließbaren Behälter füllen.

Wenn es Pancakes geben soll, wie folgt vorgehen:

Pancakes

Für ca. 15 Stück à 8 cm Durchmesser:
150 g Pancake-Mischung
1 Ei
250 ml Milch
1 EL zerlassene Butter

(1) Die trockenen Zutaten gut mit den flüssigen Zutaten verrühren.
(2) Eine beschichtete Pfanne ohne Fett darin bei mittelhoher Stufe heiß werden lassen.
(3) Für jeden Pancakes 1-2 Esslöffel Teig in die Pfanne geben und von jeder Seite 1-2 Minuten backen bis sie schön braun sind.

Mit Fruchtkompott der Wahl, Ahornsirup oder anderen Köstlichkeiten nach Wahl.

Quelle: Lawson, N. (2007): Nigella Express. Dorling Kindersley. p 93

Und weil hier das schönere Bild vom Heidelbeerkompott zu sehen ist, gebe ich Euch noch schnell das Rezept dafür mit. Ja, es ist echtes einwecken, aber wirklich nicht kompliziert zu machen. Probiert es nächstes Jahr ruhig mal aus. Es war total lecker, durch den Sternanis schön erfrischend. Nächstes Jahr muss ich definitiv mehr als zwei Gläser machen :-)

Heidelbeerkompott

Zutaten für ca. 500 ml:
300 g Heidelbeeren
Stück Zitronenschale
kleine Stücke Sternanis
Prisen Zimt
125 ml Wasser
75 g Zucker
Saft 1/2 Zitrone

Weck-Gläser mit Glasdeckel, Gummiring, Metallklammern
oder
Twist-Off-Gläser

(1) Als erstes die Gläser vorbereiten. Diese gut mit heißem Spüli-Wasser auswaschen, mit heißem, klarem Wasser ausspülen. Die Gläser in den Ofen stellen. Ofen auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen und in ca. 15 Minuten trocknen und gleichzeitig sterilisieren lassen. Die Deckel (und Gummiringe) in einen kleinen Topf geben, mit Wasser bedecken und ca. 5 Minuten kochen lassen. Die Gläser rausholen und abkühlen lassen.
(2) Die Heidelbeeren verlesen, waschen und in die Gläser geben. In jedes Glas 1 kleines Stück Zitronenschale, 1 kleines Stück vom Sternanis und 1 Prise Zimt geben.
(3) Das Wasser mit dem Zucker und dem Zitronensaft aufkochen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Heiß über die Heidelbeeren gießen und die Gläser verschließen.
(4) Die Gläser in einen passenden Topf stellen, in dem ein Küchentuch oder 2 Blätter Küchenkrepp liegen. Mit heißem Wasser aufgießen, so dass die Gläser 2/3 bis 3/4 im Wasser stehen. Deckel auf den Topf. Das Wasser mit den Gläsern drin bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Ab dem Zeitpunkt des Kochens 30 Minuten kochen lassen.
(5) Die Gläser rausholen. Twist-Off-Gläser kurz auf den Kopf stellen, die Weck-Gläser auf KEINEN Fall! Vollständig abkühlen lassen. Prüfen, ob ein Vakuum entstanden ist. Wenn die Deckel der Weck-Gläser nicht fest sind, entweder schnell aufbrauchen oder nochmals einkochen.

Genießen!

Shakshuka mit Feta

22 Nov
 

Shakshuka wollte ich schon lange mal machen. Und da mir die urlaubende Lieblingsärztin ihre Paprikaschoten vermachte, bevor sie schlecht werden, war der Plan schnell gefasst. Aber was ist Shakshuka jetzt genau? Es hat seinen Ursprung im Nahen Osten und ist ein Schmorgericht aus Paprika und Tomate (kommt uns doch bekannt vor die Kombi *g*), in der noch Eier gestockt werden. Also irgendwie Letscho. Nur nahöstlich gewürzt mit Kreuzkümmel und etwas pikanter mit scharfem Paprika/Cayennepfeffer. Wahrscheinlich gibt es so viele Varianten wie Köche … Und irgendwie ist so ein Gemüseragout ja nie verkehrt, oder? Im Rezept der “New York Times” ist es als jüdisch und koscher verschlagwortet. Jetzt weiß ich nicht genau, ob es nur vom jüdischen Teil der Bevölkerung gegessen wird oder auch vom arabischstämmigen? Hat da jemand mehr Infos? Vielleicht jemand, der dort lebt oder schon mal urlaubte? Jedenfalls war es total lecker und wird fest ins Repertoire der “Schnellen Feierabendküche” aufgenommen. Gefällt mir außerordentlich gut!

Shakshuka mit Feta

Zutaten für 2 Portionen:
1 rote Paprikaschote
1 kleine Zwiebel
1,5 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Kreuzkümmel/Cumin
1/2 TL Paprikapulver edelsüß
Prise Cayennepfeffer (oder nach Geschmack)
1 400 g-Dose Tomaten, in Stücke
Salz, Pfeffer
1 handvoll Feta, zerkrümelt
2-4 Eier
1/2 Bund Petersilie

(1) Die Paprika waschen, trocknen. Halbieren, Kerngehäuse entfernen, in schmale Streifen schneiden. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Den Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Die Petersilie waschen, trocknen und mittelfein hacken.
(2) Einen ofenfesten Topf bei mittlerer Hitze heiß werden lassen, das Olivenöl darin erhitzen. Paprika- und Zwiebelstreifen zufügen und bei mittelkleiner Hitze 20 Minuten dünsten lassen. Die Knoblauchscheibchen zufügen und 1-2 Minuten mitdünsten. Kreuzkümmel, Paprikapulver und Cayennepfeffer zufügen und mitbraten bis es duftet. Das geht schnell. Tomaten dazu, salzen, pfeffern. Offen noch ca. 10 Minuten kochen bis die Sauce etwas eindickt.
(3) Ofen auf 180°C vorheizen.
(4) Den Feta drunter rühren. Zwei bis vier Mulden in die Sauce machen und die Eier vorsichtig reinschlagen. In den heißen Ofen stellen ca. 7  Minuten darin die Eier stocken lassen. Salzen.
Mit Petersilie bestreuen und frisches Brot dazu reichen.

Genießen!

Quelle: nach The New York Time CookingShakshuka with Feta

Es ist jetzt kein klassischer Eintopf wie zum Beispiel Gulaschsuppe, aber es wird alles in einem Topf gegart und deswegen darf es bei der Eintopf-Blogparade von Conjas Eck mitspielen. Leider hat der Banner bei mir nicht funktioniert und es wurde nur das Symbol zu einem kaputten Bild angezeigt :-(

Hähnchen-Gyros mit Coleslaw

20 Nov

Sabine ist schuld! Seit sie in ihrer “Szenen einer Ehe“-Rubrik von Gyros erzählte, gelüstete mich danach! Ich hatte schon viel zu lange kein dönerähnliches Gericht. Der Plan war also gefasst! Es schlummerte noch eine ganze Hähnchenbrust im TK, die ich dafür verwenden wollte. Dass sich zwei Tage spontan eine Planänderung ergab und ich ein bisschen des Dönertiers verspeiste, war nicht abzusehen. Aber zumindest das Sonntagsessen sollte bleiben, also weiterhin Hähnchen-Gyros mit buntem Coleslaw, Tzatziki und Reis.

Prinzipiell ist es auch einfach und schnell gemacht. Für Leute, die auf ihre Kräfte und/oder Zeit achten müssen, lässt sich die Arbeit auch wunderbar entzerren. Das Gyros am Besten am Abend vorher in die Gewürzmarinade einlegen, die dann im Kühlschrank vor sich hinzieht. Tzatziki und Coleslaw habe ich am Morgen in einem Anfall von “wenn-ich-schonmal-wach-bin-kann-ich-auch-kochen” gemacht. Danach konnte ich in Ruhe Löwenzahn gucken und musste mittags nur noch den selbstkochenden Reis aufsetzen (Ich liebe meinen kleinen Reiskocher!) und schnell das Gyros braten. Fertig! Ein wunderbares Sonntagsessen stand auf dem Tisch :-)

Das Gyros ist wirklich empfehlenswert! Es duftete schon beim Marinieren wie vom Griechen! Gebraten war es wunderbar zart, würzig, scharf. Für mich ein µ zu scharf (das nächste Mal weniger rosenscharfen Paprika), aber ich bin ja auch echt ‘ne Scharf-Mimose, der Normalschmeckende bleibt bei der Menge an Paprikapulver. Das macht sich bestimmt auch gut als Snack in einem Stück Fladenbrot!

Hausgemachtes Hähnchen-Gyros

Zutaten für 2-3 Portionen:
2 große Hähnchenbrustfilets (oder 1 ganze) (≅500 g)
6 EL Olivenöl
1/2 Zitrone, Saft
2 Knoblauchzehen, gepresst
1,5 EL Petersilie, gehackt
2 TL Zwiebelpulver (oder 1 frische in dünne Streifen)
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1,5 TL Paprikapulver, rosenscharf
1 TL Oregano, getrocknet
1 TL Kreuzkümmel/Cumin, gemahlen
Prise Zimt
1/2 TL Pfeffer
1/2 TL Salz

(1) Das Fleisch waschen und trocken tupfen. In dünne Streifen schneiden. In eine verschließbare Schüssel geben.
(2) Die restlichen Zutaten zum Fleisch geben und gut vermischen. Im Kühlschrank mindestens 4 Stunden, besser über Nacht marinieren lassen.
(3) Am nächsten Tag eine große Pfanne bei hoher Hitze warm werden lassen. Das Fleisch ohne extra Fettzugabe bei mittelhoher Temperatur braten bis es gar und braun ist.

Genießen!

Quelle: Hamburg kocht!Gyros

Beim Coleslaw orientierte ich mich am Rezept von Jamie Oliver aus seinem wunderbaren “Jamie at home“-Buch. Es wurde nicht eins zu eins übernommen, aber es wird auch zu eigenen Versionen je nach Vorratslage ermutigt. Knackig, würzig, schön bunt für graue Novembertage. Im Gegensatz zur uramerikanischen Version, wo nur Mayo dazu kommt, hat der Jamie ein Joghurtdressing mit Senf und frischen Kräutern benutzt. Wirklich lecker! Passt nicht nur zu Gyros, auch zu einen Brathähnchen oder schönem Braten von Schwein oder Rind. Vielfältig einsetzbar, köstlich und gesund.

Bunter Winter-Coleslaw nach Jamie Oliver

Zutaten für 4-6 Portionen:
200 g Spitzkohl
200 g Rotkohl
3 Radieschen
2 kleine Möhren
1 kleines Stück Knollensellerie
2 Frühlingszwiebeln

Für die Salatsauce:
3 EL Joghurt
3 TL Olivenöl
1/2 Zitrone, Saft
1 TL Senf
Salz, Pfeffer
Prise Zucker
1,5 TL Petersilie, gehackt
1,5 TL Dill, gehackt

(1) Vom Kohl die äußeren Blätter entfernen. Mit einem Hobel oder Küchenmaschine in feine Streifen schneiden. Radieschen von Blättern und Wurzelende befreien, Möhren und Knollensellerie schälen. Alles grob reiben. Von den Frühlingszwiebeln das Wurzelende abschneiden und in feine Ringe schneiden. Alles zum Kohl geben.
(2) In einem Schüsselchen den Joghurt mit dem Olivenöl, Zitronensaft, Senf, Salz, Pfeffer, Zucker und den Kräutern gut verrühren.
(3) Das Dressing zum Salat geben und gut durchrrühren. Im Kühlschrank mindestens 1 Stunde durchziehen lassen. Je länger er zieht, desto besser schmeckt er.

Genießen!

Quelle: leicht abgewandelt nach Oliver, J. (2007): Jamie at home. Penguin/Michael Joseph. p 384

Wochenplan 46 – Planung und Realität

18 Nov
Wochentag Plan Realität
Mo Reste vom sonntäglichen Gyros check
Di Zucchini-Dill-Quiche check
Mi Linsenbolognese check
Do Reste von Mi hatte ich so gar keine Lust drauf, fragt nicht, was ich mir stattdessen holte *g*
Fr Shakshuka mir wurde vegetarisches Sushi mitgebracht *freu*
Sa Chilenische Tortilla Shakshuka von Freitag
So noch nicht entschieden morgens spontan noch Pancakes gemacht *g*, mittags Zucchini-Schnitzel mit ofengerösteten Knoblauch-Möhren und Sellerie-Kartoffelbrei

 Eine durchwachsene Woche. Aber Reste wurden vernichtet und gut verbrauchbare aufgebaut *g* Außerdem köchelte tatsächlich noch Gemüsebrühe vor sich hin, die brav eingeweckt wurde. Auch mit der Weihnachtsbäckerei wurde letztes Wochenende begonnen: als erstes natürlich das heißgeliebte Alpenbrot und dann wurden noch Honig-Pfeffernüsse ausprobiert. Die müssen allerdings noch reifen. Wie fies ist das denn bitte, wenn Gebäck noch reifen muss? Duftet die Wohnung voll, aber wirklich schmecken tut es erst in paar Tagen/Wochen. Und spontan hab ich am Sonntagmorgen noch Pancakes zum Frühstück gemacht, das Wetter war einfach zu eklig und ich brauchte ein wenig Comfort Food *g*

Essen der Woche:

Die Zucchini-Dill-Quiche hat geschmeckt wie ungarisches Kürbisgemüse, nur in einer etwas anderen Konsistenz! Pure Glückseligkeit für mich!
(Ich habe nichts vom bestaussehendsten Essen der Woche gesprochen *g*)

Apple Butter – Amerikanisches Gewürz-Apfelmus

17 Nov

Ich hatte ja schon beim Klassischen Apfelmus berichtet, dass die Äpfel momentan billig sind und im Supermarkt nebenan 5 kg im Angebot waren. Deutsches Apfelmus schön und gut, aber andere Nationen müssen doch auch ihre Varianten haben. Durch eine allgemeine Suche nach Apfelmus im weltweiten Zwischennetz wurde ich auf die amerikanische Version, genannt Apple Butter aufmerksam. Nein, keine Angst, da ist keine zusätzliche Butter drin. Ich tippe mal darauf, dass die Konsistenz dort dann irgendwann der von weicher Butter ähnelt. Es werden Apfelstückchen mit großzügig Gewürzen so lange gekocht, püriert und einreduziert gelassen bis es eine wirklich zähflüssige Konsistenz hat. Ich fand es eine Variante für den Slowcooker im Crocky-Blog, die ich leicht abwandelte und noch um ein paar Gewürze ergänzte. Ich glaube, ich war auch nicht geduldig genug bzw. meine Äpfel zu saftig, eine richtig zähflüssige Masse habe ich nicht hinbekommen. Stört mich aber auch nicht, weil …

Das Zeug ist der Hammer! Sooo großartig lecker! So würzig und leicht süß und apfelig! Müsst ihr irgendwie nachmachen und wenn ihr es nur bei kleiner Hitze in einem Topf auf dem Herd schmort und dabei öfter umrührt, damit nichts anbrennt. Aber ihr MÜSST es machen! Geiles Zeug! Ernsthaft!

Apple Butter – Amerikanisches Gewürz-Apfelmus

Zutaten für 1 l:
1,5 kg Äpfel
180 g brauner Zucker
1/2 Zitrone,Saft und Schale
Prise Salz
1 TL Zimt
1/2 TL Nelke
1/4 TL Kardamom
1/4 TL Muskatnuss

(1) Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Von der halben Zitrone die Schale abreiben und Saft auspressen.
(2) Alle Zutaten in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben. Gut durchrühren. Deckel drauf.
(3) Slowcooker auf LOW stellen, 7 Stunden köcheln lassen. Danach gründlich mit einem Stabmixer durchpürieren. Nochmal 1 Stunde auf HIGH mit leicht geöffnetem Deckel einkochen lassen.

Genießen!

Quelle: leicht verändert nach Crocky-BlogCinnamon Apple Butter

Die Apple Butter hält sich ca. 2 Wochen im Kühlschrank oder ihr friert es ein oder kocht es ein. Aus chronischem Platzmangel im Tiefkühler habe ich meins auf folgende Weise eingekocht.

Die Gläser vorbereiten. Diese dafür mit heißem Spüliwasser gründlich säubern, mit heißem, klarem Wasser nachspülen. In den Ofen stellen, diesen auf 120°C stellen und so lange sterilisieren lassen bis sie trocken sind. Das dauert etwa 15 Minuten. Zwischenzeitlich schon die Glasdeckel und Gummiringe in einen Topf geben, mit Wasser und einem Schluck Essig bedecken. Auf dem Herd aufkochen lassen und ca. 5 Minuten kochen lassen. Dann sollten alle fiesen Erreger mausetot sein. Die Gläser rausholen und etwas abkühlen lassen. Das Gewürz-Apfelmus heiß oder kalt in die Gläser füllen. Dabei darauf achten, dass der Rand der Gläser nicht dreckig wird. Nochmal abwischen. Die Deckel aus dem heißen Wasser holen, mit dem Gummiring bespannen und auf das Glas setzen. Mit zwei Metallklammern befestigen. In einen passenden mit einem Küchentuch ausgelegtem Topf stellen. Je nach Apfelmus-Temperatur soviel Wasser (kaltes Apfelmus = kaltes Wasser, heißes Apfelmus = heißes Wasser) hinzufügen, dass die Gläser 2/3 – 3/4 im Wasser stehen. Den Herd auf mittelhohe Temperatur stellen und das Wasser im Topf zum Kochen bringen. Ab dem Zeitpunkt des Kochen 30 Minuten einwecken lassen (wer mag kann die Temperatur des Wassers überprüfen, es sollte 90°C haben). Nach der Zeit die Gläser rausholen und auf einem Holzbrett o.ä. vollständig abkühlen lassen. Die Klammern abnehmen und prüfen, ob der Deckel hält. Wenn ja, ohne Klammern ab ins Vorratsregal, wenn nicht in den Kühlschrank stellen und schnell verbrauchen oder nochmals einkochen. Bei mir hatte sich ein Glas tatsächlich nicht geschlossen, weil das Gummi nicht richtig auf dem Glas saß. Also nicht entmutigen lassen, falls es mal nicht beim ersten Mal funktioniert.

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