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Osterspaziergang am Meer

5 Apr

Die Osterfeiertage verbrachte ich in der Ostseeheimat. Schon am Mittwoch auf dem Weg hin wurde klar, das wird nix mit frühlingshaften Ostern, je weiter nördlich ich kam, desto mehr Schnee lag noch in der Landschaft rum:

Während es am Karfreitag noch ordentlich schneite, war am Ostersonntag schönstes Wetter und wir nutzten die Zeit vor dem mittäglichen  Restaurantbesuch, um in Kühlungsborn einen kleinen Osterspaziergang zu machen. Für längere Touren reicht meine Kraft leider noch nicht, aber mecklenburger Landschaft lässt sich auch in ner halben Stunde bewundern:

Dann ging es in Kühlungsborn-West Richtung Strand erst am Bootshafen vorbei. Weiße Bötchen im dunkelblauen Wasser unter hellblauem Himmel:

Der Übergang vom Hafen zum Strand:

Die ersten Strandkörbe stehen schon und zumindest auf der windgeschützteren Promenade saßen sonnenhungrige Touristen in Decken gehüllt im Strandkorb, um Sonne zu tanken:

Im Sommer wären die Wellen perfekt zum Baden nahe der Seebrücke:

Einkaufsmeile von Kühlungsborn-West, angenehm weitläufig, nicht so eng gebaut:

Ein typisches Haus in Kühlungsborn, leider ohne Turmspitze:

Zu Hause angekommen, entdeckten wir vor unserem Haus die ersten blühenden Krokanten:

Und zum Schluss noch ein wenig mecklenburger Herzenslandschaft bei der Heimfahrt in der Nähe von Bad Kleinen. Die große weiße Fläche im Hintergrund ist übrigens der zugefrorene Schweriner Außensee:

Es war wieder wundervoll erholsam zu Hause und es tut einfach gut in der heimatlichen Landschaft zu verweilen. Dieses weitläufige, das viele Wasser, egal ob süß oder salzig, die sanften Hügel, die langen Sandstrände, der Wind, der eigentlich immer weht … *hachhachhach* Vielleicht sollte ich wirklich wieder zurück ziehen *grübel*

Werbung für Brandenburg: Naturpark Dahme-Heideseen

19 Mär

Am zweiten Tag ging der Botaniker-Ausflug in den Naturpark Dahme-Heideseen, der südöstlich von Berlin liegt. Eine wunderschöne Ecke Deutschlands! Hier sind eigentlich nur Nadelwälder und viiile Seen zu finden. Einige Leute fühlten sich prompt an Schweden erinnert. Zunächst fährt der Botaniker (oder auch normale Spaziergänger) bis nach Philadelphia (Mark) (Friedrich der Große ist Schuld, dass es in Brandenburg so viele Orte mit Namen nach beliebten Auswandererzielen hat *g*) und schlendert dann gemächlich durch sehr helle Kieferwälder, die Bugker Sahara genannt werden.

Eine Wüste in Deutschland? Mitnichten, aber die Region ist sehr niederschlagsarm und durch die nährstoffarmen Sande können sich auch kleine Dünen bilden. Und eben weil es so trocken und sandig dort ist, wachsen eben hauptsächlich Kiefern.

Diese Wälder werden Flechten-Kiefern-Wälder genannt und zuerst dachte ich: “Hmm, was soll denn daran besonders sein? Ein Wald mit Kiefern auf denen Flechten wachsen. und?” Ha, Pustekuchen! Die Flechten wachsen auf dem nährstoffarmen Boden, was das gesamte Biotop eben zu etwas sehr besonderem macht.

Bei jedem Schritt knirscht es und man kann wundervoll-bizarre Flechtenformen beobachten. Außerdem sind dort einige schöne kleine bunte Blümchen zu finden, die auch gerne auf Sand wohnen.

Und lässt man sich weiter durch diese knirschenden bizarren Wälder treiben, kommt man irgendwann unweigerlich zum Großen Wucksee, an dem sich wundervoll picknicken lässt, wenn man nicht grade mit 49 anderen Botanikern und straffem Programm unterwegs ist. Und wer sich abkühlen möchte, der kann das mit einem Sprung ins kalte, klare Wasser tun. Einfach nur schön da! Und ruhig! Viele der Botanikerkollegen aus den Ballungsräumen im Westen der Republik waren verwundert über die Stille, man hört einfach nichts außer Wasserplätschern, Sandknirschen und mal hier und da einen Vogel. Keine Autos, keine Flugzeuge, keine Zuggeräusche … Toll!

Nicht weit entfernt war die zweite Station des Ausflugs, der Große und Kleine Milasee. Wieder wunderschön und diesmal mit kleinen, zauberhaften Mooren an den Ufern. Und auch wieder wunderbar zum Baden geeignet. Leider fliegen dort auch fiese Viecher rum, die einen fies beißen können, aber sowas übersteht man als Botaniker ;-)

Aber die Landschaft ist wirklich wunderbar zum Erholen: Ruhe, Wasser, Wald und einige lauschige Plätzchen zum Sonne tanken.

Hach, war das schön dort! Irgendwie habe ich schon immer ‘ne besondere Beziehung zu Brandenburg gehabt und würde es als Lieblingsteil Deutschlands bezeichnen, auch wenn Herr Grebe in seinem Lied öfter Recht hat als man gerne zugeben mag ;-)

Werbung für Brandenburg: Untere Havel

16 Mär

Mir ist nach grün und Natur und blauem Himmel und Wasser! Und da müsst ihr jetzt mit durch *g* Die letzten beiden Geburtstagsbeiträge warten noch ein bißchen …

Wie andere Wissenschaftler treffen sich auch Botaniker gerne, um über ihre Forschungen zu diskutieren und dann gibt es eben nette kleine botanische Treffen, wo einem die Gegend des Tagungsstandortes gezeigt wird von Experten vor Ort. Weil Pflanzen gibt es ja praktisch überall! Die erste Exkursion des kleinen Botaniker-Treffens von Potsdam im letzten Juni ging an die Untere Havel. Ein wunderschöner, ruhiger Flecken Erde im Nordwesten Brandenburgs. Dort beguckten sich die Botaniker interessiert feuchte Wiesen, ihre Bewohner und Ufer.

Gestartet wurde in einem idyllischen Dorf, dessen Namen ich leider vergessen habe, aber ich mag diese Bauweise der Häuser sehr …

Die Havel ist ein 334 km langer Fluss, der in Mecklenburg-Vorpommern in der Nähe des Müritz Sees entspringt und bei Havelberg in die Elbe mündet. Eigentlich ist das nicht soweit voneinander entfernt, aber der Fluss macht einen Bogen durch Berlin, fließt durch Potsdam und Brandenburg an der Havel, um dann entlang der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg Richtung Elbe zu strömen.

Die Untere Havelniederung gehört mit den angrenzenden Landschaften des Rhinluchs und Havelländischen Luchs zu dem größten zusammenhängen Binnen-Feuchtland im westlichen Mitteleuropa und ist wirklich eine Besonderheit für Naturfreunde.

Und so fließt die Havel träge vor sich hin …

und immer weiter Richtung Elbe durch wunderbar weitläufige Landschaft und artenreiche Wiesen, …

auf denen die wunderschönen Schwanenblumen bewundert werden kann, die in einigen Bundesländern auch auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten steht. Hübsch mit diesem zarten rosa, nicht?

Ach, ich mag so weite, grüne Landschaften mit Wasser. Wirken irgendwie beruhigend auf mich :-)

Grauer Weihnachtsspaziergang am Meer

28 Dez

Zur Überraschung von Herrn Papa und Frau Mama wollten Zwerg und ich tatsächlich mit zum Weihnachtsspaziergang am 2. Feiertag, nix mit “Die Kinder machen das Mittagessen” ;-) Leider war es dieses Jahr ziemlich mild und grau und fiesiglich-nieselig über Weihnachten, aber hey man kann ja nicht jedes Jahr Schnee haben.

Geparkt hatten wir beim Passagierkai, an dem die Kreuzfahrtschiffe im Sommer anlegen und von dem man einen schönen Blick zum Überseehafen hat. Früher haben wir dort auch viel geangelt, aber irgendwie fängt man dort kaum noch was …

Was uns überraschte, was das Stück der Berliner Mauer, das auf einmal dort rumstand. Gesponsort für das Land Mecklenburg-Vorpommern von einer großen deutschen Tageszeitung mit vier Buchstaben. Warum steht das dort? Ist das für die amerikanischen Kreuzfahrttouris, damit sie nicht extra nach Berlin gondeln müssen? Aber für die Warnemünde/Rostock ja eh ein Vorort von Berlin ;-)

Über den geschlossenen Fischmarkt und die dazugehörigen Fischerboote gehend, …

warfen wir einen Blick über den Alten Strom und gingen weiter Richtung Mole.

Dort fuhr gerade ein beeindruckend großes Schiff (Tanker oder Containerschiff, keine Ahnung *schulterzuck*) ein, der größer war als der Leuchtturm …

Auf der anderen Seite der Mole hatte man einen schönen Blick aufs bewegte Wasser, …

den Teepott …

und konnte möwenjagende Hunde beobachten.

Zum Abschluss ließen wir uns noch am Ende der Mole, den Wind um die Nase wehen. Ach, ich vermisse den Wind und die Seeluft in der Mitte Deutschlands *seufz*

Zum Schluss noch das obligatorische Photo einer süßen Möwe, was wäre ein Strandspaziergang ohne Möwchen-Bild :-)

Und vielleicht schaffe ich es dieses Jahr auch mal Euch Bilder von Warnemünde im Sommer zu zeigen, weil Lust auf Baden im Meer hätte ich schon mal wieder …

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