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Frühlingsfrischer Kartoffelsalat mit Halloumi

12 Mai

Lange kein Kartoffelsalat mehr gegessen *g*, aber nach der herbstlich-winterlichen Variante vor wenigen Wochen kommt jetzt endlich eine frühlingsfrische Variante mit knackigen Radieschen und schön grünen Salatgurken. Als Dressing nur Zitronensaft und Olivenöl, kein Rumgepansche mit Brühe oder Mayo, was das ganze wirklich zauberhaft frisch macht. Inspiriert wurde ich durch dieses Rezept aus der “Olive“, das ich auf der BBC Good Food-Seite (immer wieder sehr gerne besucht!) fand. Dort kam eigentlich noch Chili mit rein, aber als bekennende Scharfmimose kann ich das rein körperlich nicht essen und ließ sie einfach weg. Tat dem tollen Geschmack aber keinen Abbruch. Und wenn man den Halloumi, diesen doch leckeren zypriotischen Grillkäse, der so wunderbar an den Zähnen quietscht *g*, weglässt, ist es sogar vegan, also wer darauf achten mag … Ich finde an so lauwarmen Kartoffelsalaten auch immer sehr nett, dass sie eigentlich ganz fix zu machen sind und eben nicht stundenlang durchziehen müssen, um zu schmecken. Dieses Gericht ist in 1 Stunde fertig, wenn man wirklich gemütlich alleine vor sich hinkocht. Perfekt, oder?

Frühlingsfrischer Kartoffelsalat mit Halloumi

Zutaten für 2 Portionen:
500 g neue Kartoffeln
Salz
1 TL Kümmel
1/2 Salatgurke
1 Bio-Zitrone
Pfeffer
Prise Zucker
4-6 EL Olivenöl
1 Bund Radieschen
2 Frühlingszwiebeln
1 Block Halloumi

(1) Die Kartoffeln in Pelle in mit Kümmel gewürztem Salzwasser gar kochen. Abgießen und etwas abkühlen lassen, dass man sie anfassen kann.
(2) Währenddessen die Gurke in Scheiben hobeln. Mit etwas Salz bestreut in ein Sieb geben und Wasser ziehen lassen. So werden sie knackiger.
(3) Die Schale der halben Zitrone fein abreiben. Die Zitrone auspressen und in die Schüssel geben, wo der gesamte Salat Platz hat. Mit Salz, Pfeffer und der Prise Zucker würzen. Gut verrühren. Dann unter Rühren das Olivenöl zugeben und ein geschmeidiges Dressing daraus bereiten.
(4) Die Radieschen waschen, Blätter und Wurzelspitze entfernen, dann in dünne Scheiben schneiden. zum Dressing geben. Die Frühlinggszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Ebenfalls dazu geben. Die Gurken ausdrücken, nicht abspülen und zum restlichen Gemüse in die Schüssel geben.
(5) Die Kartoffeln pellen und in dünne Scheiben gleich in die Schüssel schneiden. Gut durchrühren, dass alle Kartoffelscheiben mit dem Dressing in Kontakt kommen. Kurz stehen lassen bis der halloumi fertig ist.
(6) Einen kleinen Schluck Öl in einer Pfanne erhitzen. Den Halloumiblock in 6-8 Scheiben schneiden. Die Scheiben dann in der Pfanne bei mittelhoher Hitze von beiden Seiten knusprig golldbraun braten.

Zusammen mit dem Karotffelsalat servieren und

genießen!

Quelle: inspiriert durch Olive 03/2011 “Warm potato, radish and halloumi salad”

Alternative zur Wurst auf Brot – Scharfe Linsencreme

12 Dez

Wenn ich alleine bin in Kassel, esse ich gar nicht soviel Fleisch und Fisch. Ist erstens zu teuer, Gemüse und Obst sind im Vergleich einfach billiger, dann für mich als Einzelperson manchmal einfach zu viel und wenn ich Frau Kochschlampe nach Ideen frage, kommen naturgemäß vegetarische Rezepte bei rum, bei denen das Fleisch gar nicht vermisst wird. Wo ich bisher noch keine zufriedenstellenden Alternativen zu gefunden habe, sind Wurst und Käse, die schnöde auf’s Brot kommen. Jetzt wo aus gesundheitlichen Gründen eine vorwiegend vegetarische Ernährung angesagt ist, begebe ich mich auf die Suche nach vegetarischen Alternativen dazu und werde sie so nach und nach ausprobieren.

Eine davon ist diese scharfe Linsencreme, die mir schon vor längerer Zeit im “Vegetarian Basics” aufgefallen ist. Und da sie bei Frau Küchenlatein während des damaligen wundervollen Hamburg kocht!-Tages in wirklich guter Erinnerung geblieben ist, wurde die fix nachgebastelt für die Familie. Und tatsächlich: geht schnell, ist lecker und könnte man einfach so weglöffeln. Sogar Herrn Papa hat es geschmeckt und das will was heißen ;-) Also, ich werde die Creme öfters machen und noch nach anderen Alternativen suchen :-)

Scharfe Linsencreme

Zutaten für einige Tage:
150 g rote Linsen
2 Knoblauchzehen
1/2 rote Paprikaschote
2 TL Erös Pista (scharfe Paprikacreme,
alternativ auch Harissa, da aber Vorsicht!)
4 Stengel Basilikum
4 EL Olivenöl
1/2 EL Zitronensaft
Salz
1/2 TL Honig

(1) Die Linsen in einen Topf füllen. Knoblauch schälen, halbieren und dazulegen. 350 ml Wasser zu den Linsen gießen, zum Kochen bringen. Hitze kleiner schalten, den Deckel auflegen und die Linsen etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis sie so weich sind, dass sie fast zerfallen.Dabei ruhig ein Auge auf den Topf haben, es bildet sich viel Schaum, der leicht überläuft. Zwischendurch mal den Deckel abheben und kontrollieren, ob die Linsen nicht zu trocken sind. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugießen. Abkühlen lassen.
(2) Paprikahälfte waschen, Trennhäute und Kernchen entfernen. In ganz ganz feine Würfelchen schneiden. Basilikumblättchen ebenfalls fein hacken.
(3) Die abgekühlten Linsen mit dem Öl pürieren. Die Paprikawürfelchen, Paprikapaste und Basilikum unterrühren. Mit Zitronensaft, Salz und Honig abschmecken.

Zu frischem Brot servieren und

genießen!

Quelle: Dickhaut S., Schinharl C. (2005): Vegetarian Basics. Gräfe und Unzer. München

Liptauer Dip

29 Nov

Letztens erfasste Frau Mama die große Lust nach Liptauer Brotaufstrich … Fragendes Gesicht meinerseits: Was’n das? Es ist ein Butter-Quark-Aufstrich mit Paprika, den sie zu DDR-Zeiten viel gegessen hat. Laut Wikipedia ist es ein typischer Bestandteil der K.u.K-Küche, aus dem slowakisch-österreichisch-ungarischen Bereich, der auch heute noch in Heurigen gereicht wird oder Bestandteil von ungarischen kalten Platten ist (nicht in meiner Familie, komisch!). Die Dip wird verfeinert mit Kapern, Rosenpaprika (die schärfere Version) und Senf. Mir und meiner damaligen Mitpatientin haben meine Eltern etwas vom Liptauer mitgebracht in Krankenhaus, damit wir nicht nur Käse, Wurst und eingelegte Gurke essen. Und der war wirklich so lecker! Frau Mama hat sich die Arbeit einfach gemacht und alles mit dem Pürierstab gemixt, aber ich glaube, wenn man die weiche Butter erst schaumig schlägt, wird die Konsistenz ein Tick geiler :-) Wer also mal was anderes auf’s Brot will, sollte den Liptauer dringend mal austesten!

Liptauer Brotaufstrich

100 g zimmerwarme, weiche Butter
250 g Quark (20%)
50 g Saure Sahne
2 Schalotten, fein gehackt
1/2 EL feingehackte Kapern
2-3 EL edelsüßes Paprikaoulver (oder rosenscharfes)
1 Msp. Senf
1 TL Tomatenmark
Salz, Pfeffer
1 EL gehackte Petersilie (oder auch Dill)

Erst die weiche Butter mit einem Schneebesen schaumig schlagen. Dann die restlichen Zutaten unterrühren. Ein wenig durchziehen lassen und genießen!

Gemüse-Couscous-Pfanne

27 Jun

Während ich in der Ostseeheimat weile, bin ich meist für’s Essen zuständig. Einen kleinen Beitrag zum Haushalt will ich doch leisten und meiner Mutter wenigstens das Kochen nach einem langen Arbeitstag abnehmen, auch wenn Kochen irgendwie anstrengend ist und das Drehen im Kopf danach schlimmer wird. So sollten es momentan Gerichte sein, die an sich schnell gehen und man nicht ewig am Herd stehen muss.

Im Vorratsschrank meiner Eltern entdeckte ich eine Packung Couscous. Huch, wie kommt der da hin? Seit wann essen sie sowas? Hat Frau Mama ja noch gar nichts von erzählt. Nee, kann sie auch nicht, weil sie Couscous noch nie kostete und auch keine Ahnung hatte wie man ihn zubereitet. Da kann doch Abhilfe geschaffen werden! Ich liebe Couscous ja, eine großartige, vielseitige Beilage, schnell und unkompliziert zu machen. Einfach nur soviel kochendes Wasser drüber geben, wie man Couscous benutzte und abgedeckt einige Zeit quellen lassen. Total simpel! Kann man so pur als Beilage zu wärmenden Fleisch- oder Gemüseragouts servieren oder mit kalten Zutaten zu einem sättigenden Salat verbasteln oder eben zu so einer Gemüsepfanne, bei der wunderbarst die Gemüsereste im Kühlschrank geplündert werden können und die auch bei Zimmertemperatur noch am nächsten Tag im Büro wirklich wohlschmeckend ist. So verbrauchte ich, was dringend aus dem Gemüsefach des Kühlschranks weg musste und kaufte ‘ne kleine rote Paprikaschote dazu. Couscous quellen lassen, Gemüse schnippeln, Gemüse braten, alles mischen und Feta drüber krümeln. Fertig! Fix, fixer, …

Couscous-Gemüsepfanne

Zutaten für 3 Portionen:
2 Tassen oder 1 Becker Couscous
Olivenöl
2-3 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 Möhren
1 Zucchini
1 rote Paprika
1 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer
1 handvoll Kirschtomaten
200 g Feta

(1) Zuerst das ganze Gemüse vorbereiten. Die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Die Knoblauchzehe pellen und fein würfeln. Die Möhren schälen und schräg in dünne Scheiben schneiden. Die Zucchini waschen, trocken, vierteln, die weichen Bereiche mit den Kernen raus- und die Zucchiniviertel in schräge Scheiben kleinschneiden. Aus der Paprika ebenfalls die Kerne entfernen und in ca. 5 cm lange Streifen schneiden. Die Kirschtomaten je nach Größe halbieren oder vierteln.
(2) Den Couscous in eine Schüssel geben. Leicht salzen. 1 Becher (2 Tassen) kochendes Wasser darüber gießen, abdecken und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Danach mit einer Gabel auflockern und etwa 2 EL Olivenöl einrühren.
(3) Einen großzügen Schluck Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Bei höherer Hitze die Möhren darin kurz anbraten, die Paprikastreifen und Zucchini zugeben. Salzen und pfeffern. So lange braten bis sie gar, aber noch knackig sind. Die letzten Minuten die Tomaten hinzu fügen und mit erwärmen.
(4) Die Petersilie mehr oder minder fein hacken.
(5) Den gequollenen Couscous und die Petersilie zum Gemüse geben und gut durch rühren. Auf den Tellern verteilen und soviel Feta wie gewünscht drüber krümeln.

Genießen!

Dazu passt auch wunderbar ein Gurken-Minz-Joghurt.

Gerne kann hier variierte werden: anderes Gemüse, Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Basilikum, Gewürze wie z.B. Koriander, Kreuzkümmel, Garam masala u.ä. verwenden. Der Phantasie und dem Vorratsschrank sind keine Grenzen gesetzt!

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