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Schnelle, exzellente Räucherlachs-Kräuter-Lasagne

16 Jul

Ein Vorteil von dem blöden Kranksein ist, dass ich mal wieder länger in der Heimat verweile und somit auch Zwerg (meine kleine und jüngere Schwester) öfter sehen kann. Sie wohnt (zum Glück *g*) nicht mehr bei meinen Eltern, ist aber jeden Sonntag da und jetzt wo ich da bin, auch an ihren freien Tagen, die sie aufgrund ihres Jobs an unterschiedlichen Wochentagen hat. Dann kochen wir zusammen, gucken zusammen TV (bevorzugt Kochsendungen *g*) und leisten uns einfach gegenseitig Gesellschaft :-) Entspannte Tage für uns beide …

Letzten Donnerstag hatte Zwerg auch frei und schlug vor, ob wir nicht eine Räucherlachs-Kräuter-Lasagne. Hmm, erstens bin ich nicht der weltgrößte Lachsfan und dauert Lasagne nicht zu lange (wer Zwerg kennt, weiß dass sie gerne etwas später erscheint, auch wenn noch ein ganzes Mahl geköchelt werden muss *g*). Sie versicherte mir, dass es schnell ginge, immerhin sei das Rezept aus der “Lust auf Genuss” vom Juli mit schnellen Rezepten. Na dann … Sie hat unterwegs alles besprgt und ab dafür! Und es ging wirklich schnell! Also für eine Lasagne ;-) Zuerst dachte wir, dass die Schnittlauch-Bechamel-Menge zu wenig sei, aber beim Essen stimmte das Saucen.Lasagnenverhältnis. Wir haben auch nur die halbe Rezeptmenge an Räucherlachs genommen, was mir sehr entgegen kam, aber wer mehr auf den Fisch steht, nimmt ruhig die von den Zeitschriftenleuten vorgeschlagene Menge. Eine kleine Vitamindosis bekommt noch durch ein paar Zucchini-Streifen, die wirklich wunderbar passen. Und wirklich so schnell, dass es auch noch gut nach der Arbeit gebastelt werden kann. Probiert es ruhig aus!

Schnelle Räucherlachs-Kräuter-Lasagne

Zutaten für 4 Portionen:
12 Lasagneblätter
2 Schalotten
1 El Butter
1 EL Mehl
300 ml Milch
1/2 Bund Schnittlauch
Salz, Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
2 mittlere Zucchini
250 g geräucherter Lachs (Original: 500 g)
50-100 g Käse (Gruyere laut Rezept, hier Maigouda)

(1) Ofen auf 200 °C (Umluft 180°C) vorheizen. Eine größere Auflaufform bereit stellen.
(2) Zuerst die Bechamelsauce ansetzen. Dafür die Schalotten pellen und in feine Würfel schneiden. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen und die Schalottenwürfelchen glasig andünsten. Das Mehl hinzugeben, gut verrühren und den Topf vom Herd nehmen. Schluckweise die Milch zugeben und immer gut rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Sobald die ganze Milch unter gearbeitet ist, die Milch bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen, dabei öfter umrühren, damit sie nicht am Boden ansetzt. Zwischendurch den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und den Schnittlauch unter die fertige Sauce rühren.
(3) Während die Sauce kocht, die Zucchini waschen und in Julienne (feine lange Streifen) schneiden. Die Lasagneblätter in kochendem, gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung garen. Die letzten 30 Sekunden die Zucchinistreifen dazu geben und kurz blanchieren lassen. Abgießen und abtropfen lassen. Den Käse reiben.
(4) Jetzt geht es ans Schichten, hier passten je 3 Lasagneblätter pro Schicht. Zuerst ein paar Esslöffel der Sauce auf dem Boden verstreichen, die drei Lasagneblätter darauf legen, dann eine Schicht Räucherlachs, ein Drittel der Zucchinistreifen und wieder ein bißchen Sauce. So weiter schichten bis alle Zutaten verbraucht sind. Mit Lasagneplatten abschließen und zum Schluss noch etwas Sauce auf der Pasta verteilen. Den Käse drüber streuen und in den Ofen geben.
(5) 5-10 Minuten backen bis der Käse geschmolzen ist (hier etwas länger, weil wir ihn auch gerne etwas gebräunt mögen).

Mit einem frischen Salat zusammen

genießen!

Quelle: Lust auf Genuss 07/2012

Pfingstliches Anglerglück

4 Jun

Über Pfingsten war ich in der Heimat bei meinen Eltern und habe mich ein wenig Pflegen lassen. Und die Heimatstadt liegt ja an der Ostsee, also schon etwas salzigeres Wasser … Vor langer Zeit, etwa 20 Jahren hat Herr Papa angefangen zu Angeln. Durch diverseste Umstände ist der Fangerfolg von Land aus sehr zurück gegangen, so dass Herr Papa bei ruhigem Wetter mit unserem Bötchen auf die offene See tuckern muss, damit er auch wirklich was fängt. Pfingstmontag war so ein ideales Wetterchen und Herr Papa kam mit reichlich Beute nach Hause. Hier sieht man die drei Hauptfischarten; Dorsch, Hornfisch und Hering:

Insgesamt wurden acht Dorsche aus dem Wasser gezogen, die schnell filetiert wurden. Ich hoffe inständig, dass noch ein paar Filets im TK liegen, wenn ich das nächste Mal in die Heimat komme.

Eigentlich sind es doch schöne Fische, oder? Ich mag die gepunktete Haut und besonders gut ist auch die Seitenlinie zu erkennen:

Aber auch der Hornfisch ist ein hübscher Fisch, der grüne Schuppen und Gräten hat. Ich schätze meine Eltern haben ihn gebraten und eingelegt wie hier schon einmal beschrieben. Wirklich lecker, probiert das ruhig mal aus!

Frischer geht Fisch wirklich nicht! Wunderbar, wenn man so nah an der Quelle lebt :-)

Leider ist es nicht so einfach wie bei Ernie und Bert, ich habs probiert *g*

Karfreitagsfisch – Fischfrikadellen mit Salsa plus Zucchini-Mozzarella-Salat

13 Apr

Unsere Familie ist ja nicht religiös, 3 von 4 Mitgliedern sind sogar schnöde Heiden und so haben wir mit religiös motivierten Fastentagen nichts am Hut. Trotzdem gab es bei uns letzten Freitag Fisch, aber das eher auch nur zufällig, weil Zwerg zur Zeit komplett auf dem Jamie-Oliver-Trip ist. Ließ sich sämtliche Sendungen die Woche über aufnehmen, um sie dann am Sonntagnachmittag mit meinen Eltern zusammen (die hätten lieber was anderes gesehen) in einem Rutsch wegzugucken. Und natürlich wünschte sie sich das Buch mit den 30-Minuten-Menüs. Zwerg hat auch schon einige Rezepte nachgekocht und ist wirklich begeistert. Jetzt bastelt sie nicht die kompletten Menüs nach, die sich Mr. Oliver ausgedacht hat, sondern nur Teile davon und kombiniert sie neu, weil so ein ganzes Menü für eine Einzelperson doch ein µ zu viel ist.

So bestand Zwerg also auf Fischfrikadellen mit einer erfrischenden Gemüsesalsa und einem wirklich guten Zucchini-Mozzarella-Salat. Eigentlich waren von Mr. Oliver zu den Frikadellen noch ein Sprossensalat und gebratene Kartoffeln dazu vorgesehen, aber weil der Ofen durch das Osterbrot belegt war und diese Familie kein großer Freund von Sprossen ist, wurde der eben durch den Zucchinisalat ausgetauscht und es gab einfache Pellkartoffeln.

Die Fischfrikadellen bestehen aus Lachsfilet, Thunfisch und geräucherter Forelle und hätten die kochbeteiligten Damen (meine Wenigkeit versuchte sich die Erkältung wegzuschlafen) das Rezept richtig gelesen, wären sie auch nicht ganz so fest geraten. Eigentlich sollten nur 2 EL Brotbrösel rein und nicht alles, aber nächstes Mal dann und das sagte Frau Mama schon voraus, also, dass es ein nächstes Mal definitiv geben wird. Die Salsa war auch schön erfrischend dazu und der Zucchini-Mozzarella-Salat ist echt der Hammer, den wird es bei mir öfter geben! Ist sogar für Menschen geeignet, die sonst keine Zucchini mögen, denn sogar Zwerg, eine Zucchiniverächterin par excellence, hat den Salat freiwillig gemacht und auch mit größter Wonne verspeist!

Schwedische Fischfrikadellen mit Salsa

Zutaten für 4 Portionen:
2 Scheiben altbackenes helles Brot
1 Bio-Zitrone
300 g Lachsfilet (enthäutet, ohne Gräten)
300 g geräucherte Forelle (enthäutet)
200 g Thunfischsteak
1 kleines Bund glatte Petersilie
1 großer Schluck Olivenöl
1 Knoblauchzehe

Für die Salsa:
1 grüne Chilischoten
5 kleine Frühlingszwiebeln
10 Cherrytomaten
1/2 Salatgurke
1 gelbe Paprikaschote
1 Schluck heller Balsamicoessig
3 Schluck  Olivenöl
1 Limette
Salz, Pfeffer

(1) Die Brotscheiben in der Küchenmaschine zu Bröseln verarbeiten und währenddessen die Schale der Zitrone abreiben. Brösel auf ein großes Stück Alufolie streuen und zur Seite legen. Den gesamten Fisch in eine Küchenmaschine geben, Zitronenschale hinzufügen. Die Petersilie abbrausen, trocken schütteln und die Blätter zu dem Fisch geben. Alles salzen und pfeffern und grob pürieren.
(2) Die Masse aus der Küchenmaschine holen und mit 2 EL der Brotbrösel gründlich vermischen. 4-6 mittelgroße Frikadellen formen und flach drücken. Die Klopse in den restlichen Bröseln wenden.
(3) In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen. Die ungeschälte Knoblauchzehe mit der Hand zerdrücken und in die Pfanne geben. Sobald es zu zischen beginnt vorsichtig die Fischfrikadellen einlegen und 7 Minuten braten. Sobald sie braun sind, wenden und von der anderen Seite ebenfalls 7 Minuten braten.
(4) Während die Frikadellen braten, sich um die Salsa kümmern. Die Frühlingszwiebeln fein hacken, die Tomaten klitzekleine Würfelchen schneiden. Die Gurke halbieren, in schmale Streifen schneiden und ebenfalls fein würfeln. Mit der Paprikaschote ebenso verfahren. Von der Chilischote den Stiel und die Kerne entfernen und feinst würfeln. Alles gut durchmischen. Salzen und pfeffern. Die Limette auf der Arbeitsfläche mit der Hand hin und her rollen, dann halbieren und den Saft zur Salsa geben. Den Balsamicoessig und Olivenöl zugeben. Nochmals abschmecken.

Die Fischfrikadellen mit der Salsa zusammen servieren und

genießen!

Quelle: leicht abgeändert nach Oliver, Jamie (2010): Jamies 30 Minuten Menüs. Dorling Kindersley. S. 148

Und hier das Rezept zum göttlichen Zucchinisalat, unbedingt nachbasteln! Noch so ein hässliches Phot, aber da es den eh nochmal geben wird, kommt bestimmt bald ein hübscheres :-)

Zucchini-Mozzarella-Salat

Zutaten für 4 Personen als Beilage:
3 Stengel Minze
1/2 frische Chilischote
1 Bio-Zitrone
200 g kleine Zucchini
1 Kugel Mozzarella
oder 125 g kleine Mozzarella-Kugeln
Salz, Pfeffer
3 EL Olivenöl

(1) Minze abbrausen, trocken schütteln, Blätter auf ein Schneidbrett zupfen. Die Chilischote ohne Stiel dazu legen, die Schale der 1/2 Zitrone drüber reiben. Beides zusammen fein hacken und in eine Servierschüssel geben. Den Saft der 1/2 Zitrone und das Olivenöl hinzufügen, leicht salzen und pfeffern. Alles gut verrühren. Abschmecken.
(2) Die Zucchini waschen und mit einem Sparschäler dünne Streifen von den Zucchini schälen bis das Kerngehäuse sichtbar wird. Die Streifen über das Dressing legen.
(3) Den Mozzarella zerzupfen und auf die Zucchinistreifen legen.
(4) Kurz vor dem Servieren alles miteinander vermengen und

genießen!

Quelle: Oliver, J. (2010): Jamies 30 Minuten Menüs. Dorling Kindersley. S. 26

Lachs-Spinat-Lasagne mit Meerrettich

30 Nov

Nee, tut mir leid meine Lieben, aber nur süß geht bei mir nicht, da setzt relativ schnell die Süß-Übelkeit ein, auch schriftlich im Blog ;-) Als meine Eltern letzte Woche zu Besuch waren, um sich ein wenig nach meinem Krankenhausaufenthalt, um mich zu kümmern, wollte ich ihnen dann doch was schönes kochen, nachdem mich Frau Mama mit lauter Lieblingsessen versorgt hatte, dass ich ja leider so gut schmecken konnte wie ich gerne gewollt hätte *seufz*

Da sie beide Fisch und Spinat sehr gerne mögen und wir die ganze Woche noch keine Nudeln gegessen hatten, lag eine Lasagne sehr nahe. Braucht man wenig Töpfe für, weil zu Lachs eher keine Tomatensauce passt und man dafür eine größere Menge Béchamelsauce macht. Diese habe ich dann mit Meerrettich verfeinert, leider nicht soviel wie es meine Geschmacksnerven mitbekommen würden, weil Frau Mama noch mit einem wehen Magen zu kämpfen hatte. Also kostet ruhig und gebt etwas mehr Meerrettich in die Sauce, wenn sie Euch nicht scharf genug ist. Allgemein hat das Abschmecken der Béchamel Frau Mama übernommen, leider kam sie mir in meinem Mund wie ungewürzter Brei vor, auch der fertige Lachs hätte gut jedwedes andere Fleisch sein können für mich, äußerst interessante Erfahrung sag ich Euch ;-)

Meine Eltern versicherten mir allerdings, dass die Lasagne sehr gut war und auch der Lachs durchaus lecker lachsig schmeckte und das Zusammenspiel zwischen Fisch, Spinat und Meerrettich sehr gelungen war. Deshalb für Euch das Rezept:

Lachs-Spinat-Lasagne mit Meerrettich

Zutaten für 4 Personen
Lasagneplatten je nach Größe der Auflaufform (bei mir 6)
450 g TK-Blattspinat, aufgetaut
700 g Lachsfilet (TK aufgetaut oder frisch)
3 EL Butter
3 EL Mehl
ca. 3/4 l kalte Milch
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
3-5 TL Meerrettich aus dem Glas
ca. 2 EL Semmelbrösel

(1) Mit der Béchamelsauce beginnen. Dafür die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und nach und nach das Mehl unterrühren. Den Topf vom Herd nehmen und ebenfalls portionsweise die Milch zugeben. Erst nur schluckweise, dann immer mehr. Dabei kräftig rühren, damit das Mehl-Butter-Gemisch sich klümpchenfrei mit der Milch vereint.
(2) Wenn die gesamte Milch eingerührt ist, wieder auf den Herd bei mittlerer Hitze stellen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Langsam unter gelegentlichem Rühren aufkochen. Man merkt sehr schön, wann die Sauce anfängt zu binden (kann etwas dauern), dann öfters Rühren, damit sie am Topfboden nicht anbrennt. Zum Schluss den Meerrettich unterrühren und nochmals kosten, ob etwas fehlt.
(3) Während die Béchmelsauce kocht, den Lachs in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Den Spinat gut ausdrücken und grob hacken.
(4) Den Ofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
(5) Jetzt geht es ans Schichten! Eine mittelgroße Auflaufform heraus holen und eine dünne Schicht Béchamelsauce einfüllen. Darauf eine Lage Lasagneplatten (eventuell auflaufformgerecht brechen), wieder etwas Sauce, dann die Hälfte der Lachsstreifen verteilen und die Hälfte des Spinats geben. Salzen und pfeffern. Wieder ein bißchen Sauce und dann wieder Nudelplatten, Sauce, restlichen Lachs und Spinat schichten. Zum Schluss die restliche Sauce drüber geben (falls man noch Sauce übrig hat, dann noch eine Schichte Lasagneplatten drauf, gut mit Béchamel bedecken, sonst wird die Nudelplatte steinhart) und mit Semmelbröseln bestreuen.
(6) In den Ofen geben und ca. 35-45 Minuten backen, bis sie schön blubbert und oben goldbraun ist.
Etwas abkühlen lassen und

genießen!

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