Tag Archives: petersilie

Erfrischende süß-saure Honig-Auberginen

2 Sep

Auberginen sind ja auch so ein Tausendsassa, ob jetzt gefüllt auf türkische Art mit Hack oder als Dip oder als Röllchen, man kann richtig viel mit den schicken lila Eierfrüchten anstellen! Im Buch der jüdischen ungarischen Bloggerin Eszter, die die Auberginen einfach viertelt mit einer süß-sauren Marinade aus Honig, Zitronensaft und andere Köstlichkeiten bestreicht und im Ofen bäckt. Total simpel also.

Leider ist die Aubergine bei mir nicht ganz so schön braun geworden wie gehofft und am Anfang fand ich den Geschmack auch eher interessant. Aber nach ein paar Bissen hatte ich mich dran gewöhnt und es ist echt lecker. Ich habe allerdings festgestellt, dass die süß-sauer-scharfen Auberginenviertel durchgezogen am nächsten Tag noch viel besser schmecken, einfach so bei Raumtemperatur. Tolles Zeug! Ich hatte zuerst Angst, dass es nicht saftig genug wird, aber doch bildet sich einiges beim Backen, die Angst war unberechtigt. Allerdings war ich etwas einfallslos was man dazu essen könnte. Vielleicht ein Couscoussalat oder etwas Reis mit Lammköfte und einem Joghurt-Dip? Ich hatte sie nur als Beilage zu selbst gefülltem Fladenbrot als Abendbrot. Die geneigte Leserschaft sollte es ruhig mal austesten, auch wenn es außergewöhnlich klingt :-)

Honig-Auberginen

Zutaten für 4 Portionen:
2 Auberginen

Für die Honig-Marinade:
2 Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie
getrocknete Chilischote (hier 1)
1 Bio-Zitrone, Saft und Schale
Salz, Pfeffer
4 EL Honig

(1) Den Ofen auf 200°C vorheizen.
(2) Die Aubergine waschen, trocknen, Enden abschneiden und längs vierteln. In eine Auflaufform legen.
(3) Für die Honig-Marinade die Knoblauchzehen häuten und fein würfeln. Die Petersilie waschen, trocknen und fein hacken. Die Chilischote zerstoßen. Alle Zutaten für die Marinade gut miteinander verrühren.
(4) Die Auberginen mit der Hälfte der Marinade bestreichen und in den Ofen schieben auf der mittleren Schiene. 20 Minuten backen lassen. Danach die zweite Hälfte der Marinade über die Auberginen streichen und nochmals 10 Minuten backen lassen. Die letzten 5 Minuten den Grill zuschalten.

Schmeckt warm gut, aber durchgezogen am nächsten Tag noch besser!

Genießen!

Quelle: Bodrogi, E. (2008): Füszer és lélek. Zsidó konyha itt és most. p 117

Zucchini-Feta-Fritters nach Nigella Lawson

11 Aug

Sommerzeit = Zucchinizeit! Und wer Zucchinipflanzen im Garten hat, weiß irgendwann nicht mehr wohin damit. Was könnte man noch kochen? Wo kann ich sie noch verstecken? Kann ich sie irgendwie haltbar machen?

Jetzt hab ich keine Zucchinipflanze in greifbarer Nähe – die nächste mir persönlich bekannte, steht knapp 500 km entfernt im elterlichen Schrebergarten – aber esse das Zeug einfach unglaublich gern! Und beim türkischen Supermarkt umme Ecke gibt es immer welche :-) Eine schöne Sache, die man mit den Dingern anstellen kann, sind Zucchini-Puffer. Davon hab ich schon zwei Versionen gemacht (siehe unten), aber eine dritte Variante schadet ja nie. Also schnell auf den Seiten der üblichen Verdächtigen geguckt und mich für Nigella Lawsons Version mit Minze und Feta entschieden. Dafür werden die Zucchiniraspel unter einen ziemlich festen Teig aus Mehl, Ei, Feta und Gewürzen gerührt. Als ich am Teigzusammenrühren war, war ich wirklich skeptisch: Das soll eine homogene, ausbackbare Masse ergeben? Aber doch ja, ein wenig weiterrühren und es wird schon! Allerdings sollte sich wirklich an die Anweisung mit dem Teelöffel gehalten werden. Wirklich nur kleine Mengen Teig ausbraten. So kann der Platz in der Pfanne optimal ausgenutzt werden und die kleinen Fritters sind schneller durch. Bei größeren Mengen, mit einem Esslöffel reingegeben, dauert es wirklich zu lang.

Und lecker sind die Dinger. Schon kräuterlich, etwas salzig durch die Fetabröckchen und schön saftig! Wirklich toll! Passen wunderbar zu einem Picknick, weil sie auch gut bei Zimmertemperatur gegessen werden können. Bei mir gab’s einen Tomatensalat dazu und das kleine Essensglück war perfekt.

Zucchini-Feta-Fritters

Für 4 ordentliche Portionen:
4 mittlere Zucchini (etwa 750g )
6 Frühlingszwiebeln
250 g Feta
1 kleines Bund Petersilie
1 kleine Bund frische Minze
1 EL getrocknete Minze
1 TL Paprikapulver
140 g Mehl
Salz, Pfeffer
3 Eier
Olivenöl zum Ausbraten

(1) Die Zucchini waschen, trocknen, Enden abschneiden und so wie sie sind entweder per Hand oder mit der Küchenmaschine grob raspeln. Die Raspeln auf einem Küchentuch ausbreiten, damit überschüssige Flüssigkeit aufgesogen werden kann.
(2) Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und fein hacken. Die Minze und Petersilie waschen, trocken tupfen und hacken. Alles zusammen mit der getrockneten Minze und dem Paprikapulver in eine Schüssel geben.  Das Mehl hinzufügen und gut mit Salz und Pfeffer würzen. Nach und nach das Ei unterrühren. Da muss ein wenig gerührt werden bis der Teig homogener wird. Dann die Zucchiniraspeln unterrühren. Auch das dauert ein bißchen bis da eine schöne Masse entsteht. Vielleicht so 10 Minuten rühren.
(3) Ein paar Esslöffel Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Fritters müssen nicht schwimmen, aber der Boden der Pfanne darf schon bedeckt sein. Mit einem Teelöffel etwas Teig in die Pfanne geben und mit dem Löffelrücken glatt streichen. Von beiden Seiten braten bis sie goldbraun sind, das dauert etwa 2-5 Minuten, je nachdem wie der Herd funktioniert. Die fertigen Fritters auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Noch warm oder bei Zimmertemperatur servieren und

genießen!

Dazu passt gut Säure, entweder ein frischer Salat (Tomate, Blattsalate, Gurke) mit Essig oder einfach ein wenig frischen Limettensaft über die Püfferchen träufeln.

Quelle: Nigella LawsonCourgette Fritters

Möchte die geneigte Leserschaft andere Puffer aus Zucchini austesten? Hier bitte schön:

Vegetarische Köfte

17 Jul

Normalerweise bin ich kein großer Freund davon etwas mit Tofu nachzubauen, bloß weil Leute kein Fleisch essen. Also zum Beispiel Tofu-Würstchen, die ich so in diversen Supermarktregalen sehe, finde ich extrem gruselig! Lieber betrachte ich Tofu als eigenständiges Lebensmittel wie Erbsen oder Schnitzel oder Aubergine. Käme ja auch niemand auf die Idee aus Schnitzel einen Kartoffelsalat nachbauen zu wollen, oder? ;-) Aber als ich bei den Jungs von No Kitchen for old men Georges Vegetarische Köfte sah, musste ich die einfach nachbasteln! Der Tofu aus dem Kühlschrank wollte eh dringend verbraucht werden. Der Rest der Zutaten ist auch im Haus (ich stelle fest, vorratstechnisch bin ich gut ausgestattet *g*). Der Teig ist tatsächlich schnell zusammen gemischt mit Hilfe eines Pürierstabs (oder Küchenmaschine). Dann noch ein wenig quellen lassen, Nocken formen und ausbraten. Und sie sind tatsächlich wirklich lecker! Die Köfte sind natürlich nicht zu vergleichen mit Köfte aus Lammfleisch, aber als eigenständiges Gericht ohne den Anspruch so-zu-sein-wie, sind sie echt toll! Perfekte Würzung, wunderbar fluffig und etwas knusprig! Wird es öfter geben, weil sie auch gut kalt gegessen werden können, zum Beispiel im Fladenbrot oder als Picknickbestandteil. Auch wer Manschetten vor Tofu hat, probiert es ruhig mal aus, ist wirklich ernstlich gut!

Vegetarische Köfte

Zutaten für 3 Portionen mit Beilage (hier 17 Nocken):
400 g Tofu
40 g Bulgur
1 EL Rosinen
1,5 EL Tomatenmark
1 handvoll gehackte Petersilie
2 TL Kreuzkümmel/Cumin
1 Nelke (oder 2 Pimentkörner)
1 TL Paprikapulver edelsüß
1 getrocknete Chili
Salz, Pfeffer

Mehl zum Wenden
Öl zum Braten

(1) Den Bulgur in einer Tasse abmessen. Doppelt soviel Wasser wie Bulgur zum Kochen bringen und salzen. Den Bulgur einstreuen, kurz aufkochen lassen, Kochplatte ausschalten und den Bulgur ausquellen lassen. Ruhig mal gucken, wie es ihm geht. Wenn die Platte (wie bei mir) noch lange heiß bleibt, lieber vom Herd nehmen und dort quellen lassen. So nach 10-15 Minuten sollte der Bulgur weich sein. Etwas abkühlen lassen.
(2) Die Rosinen mit etwas kochendem Wasser übergießen und ca. 15 Minuten quellen lassen. Abgießen und abtropfen lassen.
(3) Den Tofu in Würfel schneiden. Den Kreuzkümmel mit der Nelke im Mörser fein mörsern (oder gleich gemahlenes Pulver nehmen). Den Tofu mit den Rosinen, Bulgur und den restlichen Zutaten entweder in einer Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verarbeiten oder mit einem Pürierstab bearbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. den Teig für 30 Minuten in den Kühlschrank geben.
(4) Aus dem Teig Köfte in der Form der Wahl machen. Ich habe mit 2 Esslöffeln 1 EL der Masse abgenommen und dann zu Nocken geformt. Ging einfach und ohne größeres Rumgesaue. Die Köfte in etwas Mehl wälzen (wirklich wichtig, sonst wird es nicht knusprig!). Etwas Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Köfte darin von allen Seiten in etwa 5 Minuten knusprig braun braten.

Genießen!

Quelle: No kitchen for old menVegetarische Köfte

Bei mir gab’s dazu einen Tabouleh und Ajvar mit Joghurt vermischt dazu!

Tabouleh

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 Tasse Bulgur
Salz
1 Ochsenherztomaten (oder 3 normale)
1/2 Gurke
1/2 Paprikaschote
3 Frühlingszwiebeln
1 türkisches Bund Petersilie oder 3 deutsche
3-5 Zweige Minze, Blätter
Pfeffer
4 El Olivenöl
2 EL Weißweinessig

(1) 2 Tassen Wasser mit etwas Salz aufkochen. Den Bulgur zugeben, aufkochen lassen, Platte ausstellen und den Bulgur quellen lassen. Falls die Kochplatte noch stark nachheizt, runter ziehen und neben dem Herd etwa 15 Minuten quellen lassen bis der Bulgur weich ist. Etwas abkühlen lassen.
(2) Das Gemüse vorbereiten. Tomate in größere Würfel schneiden, die Paprikaschote ebenfalls. Die Gurke halbieren, die Hälften längs halbieren oder dritteln und dann quer in Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebeln vom Wurzelende befreien, waschen und in dünne Ringe schneiden. Die Petersilie und die Minze fein hacken. Der Salat sollte gut grün aussehen! ALso ruhig mutig sein!
(3) Alles mit dem Bulgur gut vermischen. Salzen und pfeffern. Olivenöl und Weißweinessig zufügen, gut vermischen. Etwas durchziehen lassen.

Genießen!

Ist auch ein wunderbarer Grillsalat, Sommersalat für’s Büro oder einfach so als Abendessen!

Geburtstagssause die III. – Kleinigkeiten zum Wegschnabulieren

26 Feb

Das Phänomen ist doch allgemein bekannt: Eigentlich sind alle schon satt, aber so Kleinigkeiten passen immer noch :-) Also wurden ein paar Kleinigkeiten gezaubert, die wirklich köstlich waren, schnell zuzubereiten sind und sich wirklich gut mit den Fingern essen lassen.

Als erstes möchte ich Euch diese kleinen Blätterteigschnecken gefüllt mit Spinat und Feta vorstellen. Die Idee ist von Christina und wurde in meiner Küche umgesetzt von meiner lieben Schulfreundin S. Und die Dinger sind echt der Hammer, selbst die doppelte Menge in kleinen Schneckchen gebastelt, waren morgens 5 Uhr weg :-) Wirklich wichtig ist, dass man den Blätterteig mit einem wirklich scharfen Messer schneidet, sonst quetscht man ihn nur und er geht nicht mehr so schön auf im Ofen. Ein idealer Snack!

Spinat-Feta-Blätterteigschnecken

Zutaten für ca. 40 Mini-Schnecken:
2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal
400 g TK-Blattspinat
400 g Feta
4 Eier
Salz, Pfeffer
2-3 EL Milch

(1) Den Ofen auf 200°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
(2) Zuerst die Füllung machen. Dafür den Spinat auftauen lassen und gut ausdrücken. Den Feta hinzukrümeln, gut salzen und pfeffern. Zwei Eier hinein geben und alles gut miteinander vermischen. Die beiden restlichen Eier trennen und die Eigelb mit der Milch verschlagen.
(3) Eine Rolle Blätterteig entrollen und von der langen Seite her (also längs) einmal halbieren. Von den beiden schmalen Blätterteigstücke die unteren zwei Drittel mit der Spinat-Feta-Mischung belegen. Vorsichtig aufrollen und die Naht gut fest drücken. Die Rollen mit der Eigelb-Milch-Mischung bepinseln und mit einem wirklich, richtig scharfen Messer in 1,5 cm breite Stücke schneiden. Diese vorsichtig mit der Schnittseite nach unten (also die Spinat-Feta-Füllung guckt nach oben) mit 2-3 cm Abstand auf die Backbleche verteilen.
(4) In den Ofen schieben und ca. 20 Minuten backen.  Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Genießen!

Quelle: New Kitch on the BlogSpinat-Feta-Schnecken

Als zweiten neuen Snack kam noch spontan ein persischen Kräuter-Omelett dazu, dass ich beim 8. Hamburg kocht-Treffen bei Heidi kennenlernte und mich spontan darin verliebte. Gott, ist das gut! Diese vielen Kräuter, traumhaft! Es ist ein bißchen Arbeit die ganzen Kräuter zu zupfen und dann zu hacken, aber es lohnt sich wirklich! Zum Glück konnten Schuldfreundin S. und ich uns die Arbeit teilen, so dass jede das machen konnte, was ihr noch am meisten Spaß macht dabei. Ich zupfte geduldig die Kräuterblättchen von den Stengeln und S. zerhackte sie mit viel Liebe fein (kann die Arbeit immer noch nicht leiden!). Kann mir auch gut vorstellen dieses Omelett für mich selbst mal abends zu machen mit entsprechend weniger Kräutern und gröber gehackt. Die Mischung der Kräuter ist auch super: viel Petersilie, ein bißchen Koriander, etwas zwiebeliger Schnittlauch und Minze für den frischen Geschmack. Eigentlich sollten noch Kurkuma, Walnüsse und Berberitzen rein, hab ich aber drauf verzichtet, war auch so sehr sehr lecker! Wer Kräuter mag und das Prinzip einer italienischen Firttata oder spanischen Tortilla mag, wird die Dinger lieben.

Kuku sabzi – Persisches Kräuter-Omelett

Zutaten für 1 große Pfanne oder 6 Personen als Vorspeise:
2 türkische Bund Petersilie oder 4 deutsche Bunde
1 Bund Dill
1/2 Bund Koriander
1/2 türkisches Bund Minze oder 1 ganzes deutsches
1 Bund Schnittlauch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe (hier: konfiert)
5 Eier
1 EL Mehl
1 TL Backpulver
Salz, Pfeffer
ordentlich Öl

(1) Zuerst die Kräuter vorbereiten. Dazu von allen Kräuter die Blätter abzupfen, Stengel sind hier nicht willkommen, und in eine Salatschleuder geben. Waschen und gut schleudern. Die Kräuter portionsweise mittelfein hacken und in eine Schüssel geben.
(2) Die Zwiebel und Knoblauch pellen, fein würfeln und in etwas Öl in der Pfanne andünsten bis sie weich sind. Zu den Kräutern geben. Das Mehl und Backpulver zu den Kräutern in die Schüssel geben, gut salzen und pfeffern. Die Eier darüber schlagen und alles gut verrühren zu einer geschmeidigen Masse.
(3) Einen ordentlichen Schluck Öl (sollte gut den Boden der Pfanne bedecken) in der Pfanne heiß werden lassen. Dann die Kräuter-Ei-Masse hinein geben und glatt streichen. Bei mittlerer bis kleinerer hitze langsam stocken lassen. Das dauert ein Weilchen. Nur Geduld! Wenn auch die Oberfläche fest geworden ist, einen großen Teller oder Tablett auf das Omelett legen, umdrehen und dann die noch ungebackene Seite vorsichtig wieder in die Pfanne gleiten lassen. Noch einige Minuten weiterbraten bis es fest ist.
(4) Wieder auf einen Teller stürzen und in 6-8 Tortenstücke schneiden.

Genießen!

Quelle: abgewandelt nach Heidis Rezeptheftchen zum Persischen Kochen

Und weil ich meine Pappenheimer hier aus Kassel kenne und sie erstaunlicherweise die Auberginenröllchen wirklich richtig gerne mögen, habe ich für sie noch die dreifache Menge nach dem altbewährten Rezept gebastelt, dieses Mal aber wirklich mit Thymian, was doch ‘nen Tick besser schmeckt als mit Oregano. Hach, die waren aber auch wirklich gut!

Würziger Erbsenmansch

7 Feb

Ein Quell unerschöpflicher Essensideen ist die von mir hoch geschätzte Frau Kochschlampe. Wenn ich selbst ideenlos bin, sie hat immer ein Rezept mit von mir in dem Moment begehrten Zutaten parat, das ist unheimlich. Natürlich sind die Rezepte alle vegetarisch, aber das stört ja niemanden weiter, oder? Jedenfalls war mir an einem kalten Abend noch nach etwas warmem in Bauch, war aber auch schon gefühlt länger nicht mehr einkaufen. Aber TK-Erbsen waren da und dafür hatte Frau Kochschlampe eben diesen würzigen Erbsenmansch parat. Interessanterweise wird er mit Honig abgeschmeckt und ganz vielen Kräutern. Die Petersilie lungert eingefroren in meinem Tiefkühler rum und die letzten Reste des auf dem Balkon eingefrorenen Thymian und Minze hab ich, mit Taschenlampe bewaffnet, aus den Töpfen geerntet. War leider nicht soviel wie gewünscht, aber besser als gar nichts :-) Und ich sag Euch, ein großartiges schnelles Essen. Sehr würzig und frisch und perfekt zum Dippen mit wirklich frischen Brot (Baguette, Fladenbrot) geeignet, weswegen es bei Heikes “Tunken”-Event im Kochtopf mitspielen darf. Ja, es mag sich wirklich ungewöhnlich anhören, aber probiert es aus. Wie man auf dem Photo sieht, schmeckt es auch hervorragend zu kleinen, dicken Nudeln! Sehr vielseitig einsetzbar, dieser

Würzige Erbsenmansch

Zutaten für 2-3 Portionen:
500 g TK-Erbsen
1-2 EL Butter
125 ml Brühe
Salz
1 EL Honig
2 EL Petersilie, gehackt (gerne auch mit 1 EL Kerbel)
1 mittlere gehackte Zwiebel
Minze und Thymian, gehackt (Menge nach Geschmack)
1 Eigelb
5 EL saure Sahne/Schmand

(1) Butter in einem mittelgroßen Topf schmelzen, die gefrorenen Erbsen hinzufügen und bei geschlossenem Deckel 5 Minuten andünsten.
(2) Die Brühe zugießen. Den Honig, Salz und gehackten Kräuter hinzufügen und noch weitere 10 Minuten dünsten lassen.
(3) Das Eigelb mit der sauren Sahne in einer kleinen Schale gut vermischen. Den Topf mit den Erbsen vom Herd nehmen und die Eigelb-saure Sahne-Mischung hinzufügen. Nicht mehr kochen lassen! Die Erbsen mit einem Kartoffelstampfer soweit zermusen, wie es einem genehm ist. Eventuell nochmal abschmecken mit Salz.

Zusammen mit frischen Weißbrot/Baguette/Fladenbrot oder kurzen dicken Nudeln

genießen!

Quelle: fernschriftlich durch Frau Kochschlampe

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