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Mediterrane Schupfnudelpfanne

16 Mai

Meine Eltern sind große Fan dieser halbfertigen Schupfnudeln,, die es im Kühlregal gibt. Irgendwie schlummert immer eine Packung in ihrem Kühlschrank und so verkehrt ist das ja auch nicht, wenn man unbedingt Zeit hat, die Dinger selbst zu drehen. Schupfnudeln, also diese aus Kartoffelteig bestehende süddeutsche Spezialität, die es auch in österreichisch-ungarischen Küche gibt, werden in Ungarn traditionell mit einer Mohn-Zucker-Mischung gegessen. Das ist allerdings nichts für mich, ich hab immer das Gefühl, davon bekomme ich ‘ne Staublunge ;-) Ich bin auch eher für herzhafte Mittagessen, bei nur Süßem als Hauptmahlzeit, ist mir den ganzen Nachmittag schlecht *g* Inspiriert wurde ich durch die Bunten Schupfnudeln aus der “Essen & Trinken – Für jeden Tag”, dass schon öfter gekocht wurde. Allerdings gab’s akut keinen Rucola zu käuflich zu erstehen und so wurden einige Gemüsereste mit reingebraten. Reichte erstaunlicherweise auch für die Menge an Schupfnudeln. Ich bin so ein bißchen stolz auf mich, trotz aus dem Handgelenk kochen, wurde keine Kompanieportion draus ;-) Jedenfalls wurde ein wundervoll schnelles, vegetarisches Gericht gebrutzelt, das ohne den Feta sogar vegan ist, wer es denn so bevorzugt. Lohnt sich nachzubasteln! Bestimmt machen sich auch andere Kräuter wie Rosmarin oder Thymian oder gar ein paar Oliven ganz gut darin. Oder ohne Feta, dafür mit Spiegelei? Der Phantasie und dem Kühlschrankinhalt der geneigten Leserschaft ist keine Grenzen gesetzt …

Mediterrane Schupfnudelpfanne

Zutaten für 3 Portionen:
1 größere rote Zwiebel
1 mittlere Zucchini
1 Knoblauchzehe
3 gehäutete ganze Paprikaschoten (aus dem Glas)
2 handvoll Tomaten (Cherrytomaten)
600 g fertige Schupfnudeln
Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 handvoll Basilikumblätter
125 g Feta

(1) Zwiebel und Knoblauch häuten, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Zucchini halbieren und ebenfalls in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Die Paprikaschoten halbieren und in Streifen schneiden. Die Tomaten je nach Größe halbieren oder vierteln. Den Basilikum zerzupfen oder groß hacken.
(2) Etwas Olivenöl in einer großen, heißen Pfanne erhitzen. Die Schupfnudeln darin bei mittelhoher Hitze goldbraun anbraten. Dauert etwa 5-7 Minuten. In einem Teller zwischenparken.
(3) Die Hitze etwas höher stellen. Nochmals einen Schluck Olivenöl erhitzen. Die Zwiebeln hinein geben und etwas andünsten. Die Zucchini und die Knoblauchscheiben hinein geben. Salzen, pfeffern. Hitze etwas zurück stellen. So lange dünsten bis die Zucchini etwas Farbe haben und weicher sind. Die Paprikastreifen, Tomaten und Schupfnudeln auch in die Pfanne geben. Nochmals etwas salzen und pfeffern. Abschmecken.
(4) Zum Schluss den Feta über das fertige Gericht krümeln, unterrühren und

genießen!

Synchronkochen: Fenchel-Tomaten-Süppchen

1 Mai

Da zieht Frau Kochschlampe schon um und löst die Berliner Dependance der “Kochen für Schlampen” auf, aber noch weiter weg als Berlin ohnehin schon von Kassel entfernt ist, in die Schweiz. So wird das natürlich nichts mit dem öfter treffen, so leibhaftigem Sehen und gemeinsamem Kochen. Aber diese neumodische Erfindung Internet macht ein einfaches Sehen möglich. Zwei Städte, zwei Küchen, zwei Laptops, eine Videoskype-Verbindung. Schon stehen wir in der Küche der jeweils anderen, können uns neben dem Schnippeln unterhalten, bei Unsicherheiten nachfragen: “Wie klein hackst Du die Zwiebel?” “Der blöde Herd heizt zu stark!” und sind eben nicht allein.

Als Rezept der Begierde wurde von Frau Kochschlampe Petras Fenchel-Tomaten-Suppe vorgeschlagen, die hervorragend zur hiesigen Vorratslage und dem Wetter passte. Es ist einigermaßen schnell nach Feierabend gebastelt, also so in 45-50 Minuten insgesamt, inklusive Kochzeit und ist ein wirklich feines Süppchen. Ich bin ja sonst kein soo großer Fan pürierter Suppen, aber die hier ist wunderbar, funktioniert als komplette Mahlzeit und auch als Vorspeise. Schmeckt sowohl mit dem Schnittlauch-Schmand als auch ohne für Menschen, die laktoseintolerant sind oder sich gerne vegan ernähren möchten. Große Nachkochempfehlung von Frau Kochschlampes und meiner Seite!

Fenchel-Tomaten-Suppe

Für 4 Portionen:
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Schluck Olivenöl
1 große Fenchelknolle, geputzt, in dünnen Scheiben
1 Dose gehackte Tomaten (400g Inhalt)
5 getrocknete Tomaten in Öl, gehackt
0,5 l Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
1 handvoll Basilikum, gezupft
ein paar Tropfen Zitronensaft
1 Prise Zucker

Für den Schnittlauchschmand:
75-100 g Schmand
1 EL Schnittlauchröllchen
Fenchelgrün; gehackt

(1) Das Öopf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze weich und glasig dünsten, dann den Knoblauch zugeben und kurz mitschmoren bis er duftet. Den Fenchel in den Topf geben und alles bei niedriger Hitze bei geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten dünsten. Es sollte nicht braun werden. Die getrockneten Tomaten, Dosentomaten und Brühe dazu geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Suppe aufkochen lassen und 30 Minuten köcheln lassen bei mittlerer Hitze.
(2) Zwischenzeitlich den Schnittlauch-Schmand zubereiten. Den Schmand mit den Röllchen vom Schnittlauch und dem Fenchelgrün mischen. Etwas mit Salz und Pfeffer würzen. Zur Seite stellen und etwas durchziehen lassen.
(3) Nach den 30 Minuten den grob zerkleinerten Basilikum zugeben. Die Suppe entweder mit einem Mixstab oder in einer Standmixer (Standmixer rules!) geben und dort fein pürieren. Mit einer Prise Zucker und ein paar Tropfen Zitronensaft abschmecken.

Auf Tellern verteilen, ein Klecks Schmand drauf und

genießen!

Quelle: den Vorräten angepasst nach Chili und CiabattaTomaten-Fenchel-Suppe mit Schnittlauch-Schmand

Frau Kochschlampes Synchronkochenbeitrag

Pilz-Risoniotto nach Hugh Fearnley-Whittingstall

24 Apr

Hach, ich mag es diesen Namen ausszusprechen: Hugh Fearnley-Whittingstall. Lasst Euch das mal auf der Zunge zergehen! Erinnert mich ein wenig an “Die Inhaltsangabe” einer englischen Krimiserie von Evely Hamann damals. Großartigst! Jedenfalls wieder ein Rezept aus seinem “River Cottage Veg Everyday” und dieses hier ist wirklich ein Alltagsgericht, aber ein gar köstliches! Es dauert vielleicht maximal 40 Minuten das hier zuzubereiten, braucht keine hochspzeziellen Zutaten, die man nur im Feinkostladen am anderen Ende der Stadt erwischt. Nein, alles im normalen Supermarkt umme Ecke fix nach Feierabend erhältlich.

Ich meine normalerweise ist es kein Zauberwerk cremige Champignonsauce mit Nüdelchens zu mischen, aber ich wäre nicht unbedingt auf die Idee gekommen, da noch einen Schuss Balsamicoessig und Weißwein rein zu geben, auf Alkoholzugaben komme ich von alleine ja eh nicht ;-) Wem die Menge an Risoni-Nudeln ein bißchen wenig vorkommt, dem sei gesagt, dass es wirklich für 2 Portionen, in dem bestimmten Fall bei uns 2 Personen reicht. Ist halt ordentlich Pilz dabei :-) Die liebste M. und ich waren begeistert davon. Wird es wirklich öfter geben, dann gerne auch mit lustigen Pilzmischungen :-)

Pilz-Risoniotto

Zutaten für 2 Portionen:
2 EL Raps- oder Olivenöl
1 Stück Butter
500 g Pilze (z.B. Champignons, Austernpilze, Kräuterseitlinge etc.)
150 g Risoni oder Orzo Pasta
2 Knoblauchzehen
1 paar Zweiglein Thymian
1 TL Balsamicoessig
ca. 75 ml trockener Weißwein (hier: Schluck Noilly Prat)
ca. 50 ml Creme fraiche (hier: Schmand)
Salz, Pfeffer
1 handvoll glatte Petersilie

(1) Die Pilze putzen und in dicke Scheiben schneiden. Den Knoblauch pellen und hacken. Die Thymianblättchen von den Zweigen streifen. Die Petersilie grob hacken.
(2) Einen ausreichend großen Topf mit Wasser für die Pasta aufsetzen. Damit sie kochen kann während die Sauce köchelt.
(3) 1 EL des Öls mit der Hälfte der Butter in einer großen Pfanne (bei mir Wok) bei mittelhoher Hitze erhitzen. Die Hälfte der Pilze zufügen und öfters Rühren bis die Pilze ihre Flüssigkeit entlassen haben und die verdunstet ist. Die Pilze fangen so an zu karamellisieren. In eine Schüssel geben und mit der zweiten Hälfte der Pilze genauso verfahren.
(4) Wenn die zweite Pilzhälfte fast gar ist, die Pasta in das kochende Salzwasser geben und kochen bis sie al dente sind.
(5) Die erste Hälfte der Pilze wieder in die Pfanne geben. Den Knoblauch, Thymianblättchen und Balsamico hinzugeben und 1-2 Minuten dünsten. Den Wein hinzufügen und so lange kochen bis die Flüssigkeit fast verkocht ist. Die Creme fraiche zugeben, Hitze etwas reduzieren und rühren bis die Sauce simmert. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
(6) Die Pasta abgießen und unter die cremige Pilzsauce rühren. Mit der Petersilie bestreut servieren!

Genießen!

Quelle: Fearnley-Whittingstall, H. (2011): River Cottage Veg Everyday. Bloomsbury. p 258

Wärme von innen – Kürbis-Möhren-Linsen-Curry

18 Mar

Immer noch schlechtes Wetter, dass einem nach 5 Minuten in die Knochen kriecht, immer noch ein halber Kürbis im Kühlschrank. Zum Glück gibt es Frau Kochschlampe und Frau Kochschlampe hat in ihrem unendlichen Repertoire immer eine gute Idee für eine hungrige Anikó :-) Es ist natürlich ohne ehemals lebendes Tier, aber das kommt mir ganz gelegen. Ich versuche momentan eh meinen Fleischverbrauch auf ein Gericht in der Woche zu beschränken und auch bei den Brotmahlzeiten, sprich Frühstück und Abendbrot, mehr Alternativen zur Wurst zu entwickeln als Käseaufschnitt ;-)

Das Curry tut wirklich richtig gut bei kaltem Wetter, sei es jetzt Herbst oder Winter. Ich hatte noch Malabar- Currypulver vom Gewürzdealer des Vertrauens da, dass für mich den genau richtige Schärfe hatte. Für mich als bekennende Scharf-Mimose perfekt pikant, der Coladieb oder auch Frau Kochschlampe hätten wahrscheinlich gar nichts verspürt. Aber man kann wahrscheinlich jegliches Currypulver oder -paste der Wahl nehmen. Der Kürbis und die Möhren sorgen für einen angenehm süßen Kontrast zum Curry und die Linsen verleihen eine schöne Cremigkeit. Und wenn man dann noch ein bisschen den Kreuz- und Schwarzkümmel schmeckt, ist alles perfekt! Den Joghurt habe ich nicht unter das Curry gerührt, sondern auf dem Teller mit angerichtet, damit er nicht so krisselig wird, falls das Curry doch noch zu heiß wäre. Ein wirklich schönes Curry! Probiert es ruhig aus, falls noch ein Kürbis in den Untiefen Eures Kellers lauert!

Kürbis-Linsen-Curry

Zutaten für 3-4 Portionen:
neutrales Öl
1/2 Zwiebel, gewürfelt
1/2 Hokkaido-Kürbis, entkernt und in mundgerechten Würfeln
3 Möhren, geschält und mundgerechte Würfel (etwa in der Größe der Kürbiswürfel)
großzügiger Schluck Noilly Prat oder Weißwein
300 ml Gemüsebrühe
75 g rote Linsen
1-2 EL Curry (Malabarcurry passt ganz gut)
Salz, Pfeffer
Spritzer Zitronensaft
1/2  EL Schwarzkümmel
1 Prise Cumin
1-2 EL Crème Fraîche oder Joghurt
Petersilie zur Deko (optional)

Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig andünsten. Kürbis und Möhren dazugeben, 3-4 Minuten anbraten. Das Currypulver darüber streuen und so lange oder eher kurz anrösten bis es duftet. Mit dem Noilly Prat ablöschen und etwas einkochen lassen. Brühe hinzu fügen und die Linsen einstreuen. Zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten köcheln lassen bzw. bis die Linsen und das Gemüse gar sind. Ab und zu umrühren und prüfen, ob eventuell noch Brühe fehlt und zugegeben werden muss. Mit den restlichen Zutaten abschmecken. Den Joghurt/Crème fraiche auf dem Teller über dem Curry verteilen.

Entweder alleine als Eintopf, mit Reis oder Fladenbrot als Beilage

genießen!

Quelle: Kürbis-Linse-Curry von Frau Kochschlampe

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