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Süßes Sommerfrühstück – Aprikosen-Erdbeer-Vanille-Marmelade

29 Jun

Bevor ich krank wurde und hier in die Ostseeheimat kam, hatte ich noch tolle kleine Aprikosen beim Türken des Vertrauens gekauft, weil ich eigentlich ungarische Aprikosenmarmelade kochen wollte. Daraus wurde nicht wirklich was und weil ich ahnte, dass der Aufenthalt hier etwas länger dauern könnte, hab ich die Aprikosen mitgenommen. Nun werden Aprikosen mit der Zeit auch nicht besser und so dezimierte sich ihre Zahl. Nun, die Marmeladenidee war noch nicht ganz gestorben, auch wenn die ungarische Version Mangels körperlicher Ausdauer (auf meiner Seite) und Lust (auf Frau Mamas Seite) ausfiel. Im Kühlschrank lungerten noch einige Erdbeeren aus dem Garten herum. Warum nicht beides zusammen schmeißen und noch etwas Vanille dazu. Am nächsten Morgen gesagt, getan. Es waren noch 380 g Erdbeeren und genau die zu 1 kg fehlende Menge an Aprikosen. Perfekt! Etwas Vanille-Paste dazu (oder 1-2 Vanilleschoten auskratzen und Mark plus Schote zu den Früchten geben), den 2:1 Gelierzucker dazu geben, gut durchrühren und abgedeckt einige Stunden stehen lassen, damit es Saft zieht. Das war mein Part, Frau Mamas Teil kam abends: Gläser heiß auswaschen, das Frucht-Gelierzucker-Gemisch nach Packungsanweisung kochen und abfüllen.

Am nächsten Morgen wurde gleich das erste Glas aufgemacht: eine wirklich wunderbare Kombination und schön lecker-fruchtige Marmelade. Passt wunderbar zu frischem Weißbrot, Vanillepudding oder Scones :-)

Aprikosen-Erdbeer-Vanille-Marmelade

Zutaten für 4-5 Gläser:
380 g Erdbeeren, geputzt gewogen
620 g Aprikosen, geputzt und entsteint gewogen
1,5 TL Vanille-Extrakt oder 1,5 Vanilleschoten
500 g Gelierzucker 2:1

(1) Die Erdbeeren in mindestens vierteln und mit einer Gabel grob zermusen. Die Aprikosen entkernen und sehr klein würfeln. Es soll 1 kg geputze und geschnittene Früchte bei raus kommen. Das Vanilleextrakt zugeben und mit dem Gelierzucker 2:1 gut vermischen. Einige Stunden im Kühlschrank stehen lassen.
(2) Gläser mit Schraubdeckel entweder ganz heiß auswaschen und umgedreht auf einem sauberen Geschirrhandtuch trocknen lassen. Oder bei 120°C im Ofen trocknen lassen. Die Gläser, ein Trichter und Kelle bereit stellen.
(3) Das Marmeladengemisch in einen großen Topf (es wird spritzen und schäumen, deshalb wirklich einen großen nehmen) geben und unter Rühren aufkochen lassen. Dann rührenderweise 4 Minute sprudeln kochen lassen. Geliertest machen: Dafür die Marmelade vom Kochlöffel tropfen lassen und wenn der letzte Tropfen fest wird, wird auch die Marmelade fest.
(4) Die Marmelade so kochend heiß mit Hilfe des Trichters in die Gläser füllen. Ruhig bis fast zum Rand! Deckel aufschrauben, für 10 Minuten auf den Deckel stellen, wieder umdrehen und mit Handtüchern bedeckt langsam abkühlen lassen.

Genießen!

Aprikosen-Vanille-Marmelade

10 Sep

Ich habe mich dieses Jahr das erste Mal unter die Bevorrater gewagt und bisher *nachdenk* vier Köstlichkeiten in Gläser verpackt. Ich hoffe es kommen noch ein paar Gläser mit anderen Sachen dazu, es finden sich ja eigentlich in jeder Jahreszeit Grundzutaten zum Einmachen. Zumindest habe ich einiges an Einmachgläsern letztens gekauft und die wollen ja schließlich benutzt werden :-)

Als erstes möchte ich hier ein Aprikosenmarmelade vorstellen. Ich LIEBE, ja vergötter’ Aprikosen: roh, im Kuchen, im Knödel, als Chutney und als Marmelade. Die Ungarn scheinen so eine Art Nationalrezept für Aprikosenmarmelade zu haben, ich habe verschiedene Marmelade, zubereitet von unterschiedlichen (auch von wildfremden) Leuten gekostet, sie schmeckte immer gleich, wie von ungarischer Tante M. bzw. Onkel Z. Ziemlich flüssig, die Früchte noch erahnbar, aber äußerst aromatisch nach vollreifen Aprikosen schmeckend. Ich war leider nie dabei, wenn die Marmelade gekocht wurde, weil ich (fast) immer nach der Aprikosensaison dorthin in den Urlaub fahren konnte.

Also musste ich mir wohl ein Rezept hier in Deutschland suchen (nicht, dass ich nicht auch einfach Onkel, Tante oder Cousins Gattin eine Email hätte schreiben können *g*). In diesem Buch wurde ich fündig. Gekauft hatte ich es mir schon letztes Jahr für ‘nen Fünfer, weil ich eigentlich in der WG schon anfangen wollte mit Einkochen, aber wegen des akuten Platzmangels, kam es doch nicht dazu. Aber diese Jahr, endlich! Heraus kam eine wirklich wunderbare Marmelade, nicht zu flüssig, aber auch nicht zu fest, ein bisschen stückig, mit wunderbar vanillig-aprikosigem Aroma. Perfekt auf frischem, gebuttertem Weißbrot!

Vielleicht für’s nächste Jahr oder wenn jemand jetzt noch Aprikosenrestbestände beim türkischen Obsthändler bekommt, hier das Rezept:

Aprikosen-Vanille-Marmelade

für ca. 1,4 l braucht man:

  • 1 kg Aprikosen, gewaschen, entsteint und sehr klein gewürfelt gewogen. WICHTIG!
  • 2 unbehandelte Zitronen (1 reicht auch), etwas abgeriebene Schale und 4 EL des frisch gepressten Safts
  • 1 Vanilleschote, längs halbiert und das Mark ausgekratzt
  • 1 kg Gelierzucker 1+1

(1) 500 g der kleingeschnittenen Aprikosen pürieren, entweder im Mixer oder mit dem Pürierstab.
(2) Alles Aprikosen mit der halbierten Vanilleschote, dem Mark, der Zitronenschale, dem Zitronensaft und dem kompletten Zucker in einer großen Schüssel gut durchmischen. Mindestens 3 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, besser ist aber über Nacht (hier: über Nacht).
(3) Die Gläser vorbereiten. Die Gläser und Deckel in heißem Wasser auswaschen und auf einem neuen, sauberen Küchentuch stellen. Man kann auch die ausgewaschenen Gläser in den 120°C heißen Herd stellen, dies sollte mindestens 10 Minuten sein, geht aber auch länger. Oder ein wenig Wasser in das Glas geben und für 5 Minuten auf höchster Stufe in die Mikrowelle stellen. In jeden Fall sollten die Gläser und Deckel richtig sauber sein, keine Reste vom Vorgängerinhalt am Glas- und Deckelrand sein. Wer hat, auch einen Trichter heiß abspülen und ebenso wie eine Kelle bereit legen.
(4) Die durchgezogenen Aprikosen in einem großen (WICHTIG!) Topf auf hoher Hitze sprudelnd aufkochen lassen (wenn der Topf zu klein ist, kocht die ganze heiße Fast-Marmelade über, man verbrennt sich die Finger und es gibt ‘ne Riesensauerei in der Küche, möchte man ja wohl nicht, oder *g*). Ab dem Zeitpunkt, wo die Marmelade sprudelnd kocht (ich wiederhole mich hier gerne!) 4 Minuten auf sehr hoher Flamme kochen lassen. Gelierprobe machen, entweder auf einem kalten Teller gucken, ob die Marmelade fest wird oder den Umrührlöffel mit Marmelade dran in die Höhe halten und wenn der letzte Tropfen zähflüssig dran hängen bleibt, ist die Gelierprobe auch gelungen.
(5) Sofort in die vorbereiteten Gläser bis ca. 1cm unter den Rand abfüllen. Die Deckel fest zudrehen und für 5-10 Minuten auf de. Kopf stellen. Dann wieder zurück drehen und mit einigen Tüchern zugedeckt vollständig auskühlen lassen. Langsames abkühlen ist wohl auch gut für die Haltbarkeit und den Geschmack.

Die Marmelade sollte 12 Monate haltbar sein.

Quelle: Gerlach, Hans (2005): Einmachen. Gräfe und Unzer Verlag. München

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +++

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