Archiv für den Tag 17. August 2008

Sommerurlaub im Kochtopf – Letscho/Lecsó

Wenn man schon nicht im Sommer zur Verwandtschaft nach Ungarn kommt, muss man sich eben die entsprechenden Gerichte hier zaubern. Ein Essen, das ich wirklich liebe, zum Einen weil es so simpel und andererseits so vielseitig ist, ist Letscho (ungarisch.: lecsó).

Aus den drei Grundzutaten lässt sich ein „Gemüse“ (ung.: fözelék) kochen, in das man noch Würstchen reinschnippeln, die Sättigungsbeilage durch mitgekochten Reis ersetzen oder ein verschlagenes Ei im fertigen Letscho stocken lassen kann. Aber auch als Zutat im Gulasch (ung.: pörkölt) oder in Paprika-Kartoffeln lässt es sich gut verwenden.  Die ungarische Hausfrau an sich kocht Letscho in großen Mengen ein, um auch im Winter einen Vorrat an gesundem „Gemüse“ zu haben, wenn Tomaten und Spitzpaprika nicht im eigenen Gewächshaus wachsen.

Letscho – Lecsó (für 4 Personen)

1 kg Spitzpaprika
500 g Tomaten
1 Zwiebel
1 Schuss Sonnenblumenöl
Salz, Pfeffer, Zucker nach Geschmack
zusätzlich: 8 Würstchen

(1) Die Paprika in schmale Streifen schneiden, die Zwiebel fein würfeln, Tomaten in grobe Würfel schneiden. Man kann die Tomaten vorher häuten nach der üblichen Methode, muss aber nicht, als wahnsinnig störend empfinde ich die Tomatenhäute im fertigen Essen nicht.
(2) In einem großen Topf das Öl erhitzen, die Zwiebelwürfelchen bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Dann die Paprikastreifen dazugeben und andünsten. Salzen und pfeffern. Die Tomaten dazugeben, Deckel drauf und gute 30 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen.
(3) Am Ende der Kochzeit macht unsere Familie noch in Scheiben geschnittene Würstchen rein und erhitzt sie. Zum Schluss nochmal abschmecken, eventuell eine Prise Zucker hinzugeben, hebt den Tomatengeschmack.

Am besten mit frischem Weißbrot servieren.

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