Archiv für den Monat September 2008

Pikantes Frikassee – Bohnen-Zucchini-Gratin

Pikantes Frikassee

Im Spätwinter befanden Freundin S. aus Lüneburg und ich uns mal wieder gleichzeitig in der Ostseeheimat und beschlossen zu kochen und zu quatschen. Uns war schon irgendwie nach Gemüse. Genauer, uns war nach Bohnen und Zucchini. Ja, ich weiß, total asaisonal und auch nicht sonderlich umweltbewusst etc. Aber uns war nun mal danach. Schnell in einem meiner vielen vegetarischen Kochbücher geguckt und in „Vegetarisch kochen und genießen“ von Roz Denny fündig geworden.

Es wird als „Pikantes Frikassee“ tituliert, ich finde allerdings, es ist eher ein Gemüsegratin mit verfeinerter Béchamelsauce. Da auch mein Vater ein bisschen mehr Gemüse vertragen kann, haben wir die ganze Portion gemacht und für meine Eltern abends einfach den Rest übrig gelassen, es lässt sich also auch gut aufwärmen. Es ist ziemlich fix gemacht und dabei nicht allzu kompliziert. Jetzt, wenn die Bohnen und Zucchini noch Saison haben, mit einem Salat (in unserem Fall Rucola mit Senf-Balsamico-Dressing) und frischem Baguette wunderbar!

Pikantes Frikassee – Bohnen-Zucchini-Gratin (4 Portionen)

4 Zucchini
115 g grüne Bohnen (hier: 150 g)
4 große Tomaten
1 Zwiebel
4 EL Butter
40 g Mehl (hier: 2 EL)
2 TL grober Senf
450 ml Milch
150 ml Naturjoghurt
1 TL getrockneter Thymian
115 g geriebener Käse
Salz, Pfeffer
4 EL Brotkrumen
2 EL Butter in Flöckchen

(1) Die Zucchini in Scheiben schneiden und die Bohnen dritteln. Zucchini und Bohnen und kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten blanchieren (hier: erst die Bohnen, 8 Minuten später die Zucchini und dann für 5 Minuten blanchieren, also insgesamt 13 Minuten). Abgießen und in einer flachen Auflaufform verteilen. Tomaten in Scheiben schneiden (wenn man will, kann man sie auch enthäuten) und darauf geben.
(2) Die Zwiebeln in geschmolzener Butter bei mittlerer Hitze 5 Minuten braten. Bis sie glasig und süß sind. Mehl und Senf zugeben, 1 Minute kochen lassen und langsam die Milch zugeben. Wild rühren, damit kein Mehlklümpchen entstehen und so lange kochen lassen bis sie andickt. Danach noch 2 Minuten kochen.
(3) Ofen auf 200 Grad vorheizen, am Besten den Backofengrill anschalten. Den Topf vom Herd nehmen und den Joghurt, Thymian und Käse einrühren. So lange rühren bis der Käse geschmolzen ist. Die Sauce sollte jetzt nicht mehr kochen, da der Joghurt sonst gerinnt und die Sauce wirklich unansehnlich wird.
(4) Die Sauce über das Gemüse geben und mit den Brotkrümeln bestäuben. Die Butterflöckchen darüber geben und unter dem Grill goldbraun-knusprig backen.

Geschmack: +++
Schwierigkeitsgrad: +
Zeit:++
Zutaten: +

Quelle: Roz Denny (1998): Vegetarisch kochen und genießen. Bertelsmann Club GmbH. S. 99

Apfelkuchen nach Großmutters Art

Apfelkuchen nach Großmutters Art

Apfelkuchen nach Großmutters Art

Letzte Woche hab ich mich nach längerer Zeit mal wieder mit Freundin C. getroffen. Wir hatten irgendwann mal angefangen uns nachmittags zu treffen, zu so einer Art „Ältere-Damen-Kaffeeklatsch“ *g* Sie bringt Tee mit und ich kümmere mich (meistens) um den Kuchen. Letzte Woche wollten wir dann beide den Herbstanfang ein bisschen begehen und uns war nach Apfelkuchen. Da ich jetzt schon länger nicht mehr in der Ostseeheimat war, wollte ich wenigstens einen Kuchen backen, wie ich ihn von zu Hause kenne. Ich konnte mich noch dunkel dran erinnern, dass die Äpfel nur halbiert waren und irgendwie Marmelade drüber gestrichen wird. Schnell bei Frau Mama angerufen und das Rezept erbeten.

Eigentlich total simpel. Schnellen Rührteig machen, halbierte Äpfel drauf, backen, Marmelade drauf, fertig! Toll! War wirklich richtig lecker,  die Äpfel hatte noch Biss in der Mitte, aber an der Oberfläche schön weich. Großartig! Sogar Mitbewohnerin M. und Freundin M. haben noch Stücke gegessen, obwohl sie nicht so die Apfelkuchenfans sind. Innerhalb von vier Stunden war eine komplette Springform weggeputzt :)

Apfelkuchen nach Großmutters Art

Angeschnittener Apfelkuchen

Angeschnittener Apfelkuchen

Für den Teig:
125 g Margarine (hier: Butter)
125 g Zucker
2 Eier
abgeriebenen Zitronenschale
75 g Stärkemehl
150 g Mehl
1 TL Backpulver

Für den Belag:
500 g Äpfel (hier: 6,5 Äpfel)
gemahlener Zimt
4 EL Aprikosenmarmelade

(1) Die Butter mit dem Zucker schauig rühren. Dann die Eier und die Zitronenschale mit der Butter-Zucker-Mischung verschlagen. Das Stärkemehl mit dem Mehl und dem Backpulver mischen, zu den übrigen Zutaten sieben und unterrühren.
(2) Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Teig in eine nur am Boden gefettete Springform füllen, glattstreichen. Die Äpfel schälen, halbieren, Kerngehäuse entfernen und außen einritzen. Mit etwas Abstand zueinander auf den Teig geben. Mit dem gemahlenen Zimt bestäuben.
(3) In der vorgeheizten Backröhren ca. 50 Minuten backen.
(4) Die Marmelade durch ein feines Sieb in einen Topf streichen. Bei mittlerer Hitze erwärmen. Auf den noch warmen Kuchen streichen. Abkühlen lassen!

Fertig!

Geschmack: ++++
Schwierigkeitsgrad: +
Zeit:++
Zutaten: +

Anmerkung: Aufgrund der Rosinenabneigung von Freundin C. hab ich diese weggelassen, aber man kann nach der Hälfte der Backzeit gern noch ein paar über den Kuchen streuen.

Vier Stunden später

Vier Stunden später

Schnelles Erdbeereis

Schnelles Erdbeereis

Schnelles Erdbeereis

Als Dessert gab es heute bei Mitbewohnerin M. und mir ein schnelles selbstgemachtes Erdbeereis. Im Tiefkühlfach fanden sich noch gefrorene Erdbeeren vom Juni und erinnerte mich an ein Rezept aus irgendeiner Sendung von „Kerner kocht“. Gefrorene Früchte, Joghurt und Puderzucker. Nicht mehr!

Ich hatte 400 g Erdbeeren und 150 g Joghurt (1 Becher). Die Hälfte der Erdbeeren mit dem halben Becher Joghurt und 3 TL Puderzucker mit einem Pürierstab so lange malträtieren bis sämiges Eis entsteht. Mit der zweiten Hälfte der Zutaten genau dasselbe machen. Ergibt zwei große Portionen Eis.

Verdammt lecker! Tolle Farbe! Fix gemacht! Billige Zutaten, die man überall kriegt! Man weiß, was drin ist! Großartig! Wird es ab sofort öfter geben!

Und jetzt hab ich Eis-Kopfschmerzen und mir ist wieder kalt *grummel* Aber das war es wert!

Erdbeereis aus der Nähe

Erdbeereis aus der Nähe

Spinat á la Frau Mama

Spinat á la Frau Mama

Spinat á la Frau Mama

Das letzte Wochenende verbrachte ich bei meiner Schwester (im Folgenden Zwerg genannt) in Eilenburg, einer kleinen Stadt nordöstlich von Leipzig. Wirklich eine kleine Stadt, in der man nicht viel unternehmen kann, aber Leipzig ist nahe dran, also lässt sich was draus machen (mehr dazu weiter unten).

Natürlich wurde auch wieder gekocht. So wünschte sich Zwerg, dass ich uns Spinat koche, (weitere getestete Rezepte später) wie ihn unsere Frau Mama macht, wobei ich dass auch schon seit längerer Zeit bei uns in der Familie übernehme. Wichtig ist, dass man dabei zwar gehackten TK-Spinat kaut, aber eben welchen ohne Rahm. Es ist ein typisches Sonnabendmittag-Gericht (für andere Samstagmittag *g*) bei uns. Nicht zu aufwendig, billige Zutaten, sättigend, schmackhaft. Wichtig ist, dass man einen Topf benutzt, der sowohl für Herd als auch Ofen geschaffen ist. Meine Mutter hat aus (glaube ich) sogenanntes Jenaer Glas, eine Art hohe Glasauflaufform, die auch auf dem Herd genutzt werden kann. Ich liebe dieses Ding heiß und innig, aber soweit ich das weiß, benutzen wir diese Form auch nur für Spinat *g* Vielleicht sollte ich mir noch andere Verwendungsmöglichkeiten überlegen.

Spinat á la Frau Mama (für 4 Personen)

2 Packungen gehackter TK-Spinat (zusammen ca. 600 g)
2 EL Butter oder Margarine
2 EL Mehl
400 ml kalte Milch
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

6 gekochte Eier
1,5 handvoll geriebenen Edamer oder Gouda

(1) Den Spinat auftauen lassen und in einem Topf aufkochen lassen. Salzen.
(2) Dann eine Art Bechamelsauce zubereiten. Dafür in dem Topf für Herd und Ofen die Butter auf mittlerer schmelzen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und das Mehl einrühren. Dan schluckweise die kalte Milch zugießen und gut rühren, damit keine Klumpen entstehen. Immer weiter die Milch zugießen und rühren, bis sie die Butter-Mehl-Mischung aufgelöst hat.
(3) Den Ofen auf Umluft 200 Grad vorheizen. Wieder zurück auf den Herd stellen und bei mittlerer Hitze unter Rühren aufkochen lassen bis die Sauce dicker wird. Das dauert ein bisschen. Es ist kein Problem, wenn die Sauce ein bisschen zu dick wird.
(4) Wenn die Sauce fertig ist, den gekochten Spinat hineingeben, wodurch sie, wenn sie ein wenig zu dick geworden ist, wieder flüssiger wird. Gut einrühren. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Dann die gekochten Eier in den Spinat geben, so dass sie bedeckt sind. Dann den Käse drüber streuen. Je nach Geschmack mehr oder weniger Käse, uns Familie tendiert zu viel Käse.
(5) Im Ofen so lange überbacken bis der Käse zerlaufen ist und den gewünschten Bräunungsgrad hat.

Dazu: Salzkartoffeln – vom Zeitmanagement machen wir es so, dass wir die Kartoffeln aufsetzen und dann mit der Bechamelsauce beginnen.

Geschmack: +++
Schwierigkeitsgrad: +
Zeit:+
Zutaten: +

Als ich am späten Nachmittag endlich in Eilenburg angekommen war (ein Hoch auf die DB, die für 4 Stunden-Fahrten durch Mitteldeutschland Züge einsetzt, die in der Ostseeheimat im Personennahverkehr benutzt werden *seufz*), sind wir auch gleich mit Zwergs Kollegen zu ihrer Chefin gefahren, die alle zum Abendessen eingeladen hatte. Wirklich sehr lecker! Danach ging es dann zu einer Stadtführung in Leipzig, die sich „Kriminelles und Frivoles zur Nacht“ nannte. Eine sehr interessante und lustige zweistündige Führung durch Leipzigs Innenstadt, bei der über denkwürdige Hinrichtungen, Goethes und Bachs Liebesleben sowie anderen interessanten Fakten erzählt. Auch Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus, die alte Börse oder die diveren Innenhöfe. Wenn jemand mal in Leipzig sein sollte, so eine Stadtführung ist nicht das Verkehrteste, um die Stadt ein bisschen kennezulernen. Leider hatte ich in der ganzen Hektik meinen Photoapparat bei Zwerg vergessen und auch als wir paar Tage später in Leipzig waren zum Shoppen, war das Wetter denkbar ungünstig, um ein paar schicke, ansprechende Photos zu machen, die würdig gewesen wären, hier aufzutauchen. Nur Regen und grauer Himmel, da sieht fast nix schick aus und Spaß macht es auch nicht wirklich zu knipsen. Von hier aus nochmal ein GANZ GROSSES DANKESCHÖN an Zwergs Chefin und Kollegen für die Einladung! Ich hatte wirklich sehr viel Spaß!

Frittierte grüne Tomaten

Fritierte grüne Tomaten

Fritierte grüne Tomaten

Obwohl ich keine Vegetarierin bin (wie, wenn die Hälfte meines Gensatzes aus Ungarn stammt *g*)  besitze ich erstaunlich viele vegetarische Kochbücher. Eins davon nennt sich „Vegetarisch kochen und genießen“ von Roz Denny (leider nur im amerikanischen amazon). Viele der Rezepte muten sehr britisch an, wie auch diese frittierten grünen Tomaten. Ich denke nicht, dass jemand aus meinem ungarischen oder deutschen Umfeld auf die Idee gekommen wäre, Tomaten zu frittieren (obwohl die Ungarn ja sehr viel in tiefem, heißen Fett baden), erst Recht keine unreifen. Aber seit ich dieses Buch habe (ausführlichere Besprechung folgt in Bälde) lachte mich das Rezept an. Habe aber immer gedacht: „Welcher Laden verkauft denn unreife Tomaten. Wirst du ja nie bekommen.“ Aber letztens sah ich im Bio-Discounter meines Vertrauens unreife, grüne Ochsenherztomaten. Toll! Großartig! Sofort mitgenommen!

Der Clou bei diesem Rezept ist, dass die Panade aus Polenta besteht, in die getrockneter Oregano gemischt wird, was dem Ganzen gleich noch mehr Würze gibt. Oregano ist ja sowieso ein guter Freund der Tomate und wieso sollte er das nur in der Tomatensauce oder auf der Pizza sein? Ich wurde auch nicht enttäuscht. Mitbewohnerin M. und mir hat es wunderbar geschmeckt. Hat so gar nicht unreif geschmeckt. Die Unreife war sogar ein Vorteil in Bezug auf die Konsistenz, so fallen die Tomaten nicht so sofort auseinander, wenn sie ins siedende Fett eintauchen. Mit einem bunten Salat aus Radicchio, Feta, Gurken und Tomaten ein perfektes Abendessen! Wird definitiv wiederholt, wenn es mal wieder grüne Tomaten gibt!

Tomaten in Polentakruste (für 4 Portionen)

4 große unreife Tomaten, es eignen sich auch halbreife (hier: 2 grüne Ochsenherztomaten für 2 Personen)
115 g Polenta oder grobes Maismehl
1 TL Oregano
1 TL Knoblauchpulver (hier: nicht verwendet, da keins im Vorratsregal)
Mehl zum Panieren
1 Ei
Öl zum Frittieren (hier: Sonnenblumenöl)

(1) Die Tomaten in dicke Scheiben schneiden. Am Besten ist es die Scheiben parallel zum Stielansatz zu schneiden, damit nicht allzu viel von dem Fruchtfleisch rausfällt.
(2) Für das Panieren drei Teller bereit stellen. Im ersten das Mehl geben, in den zweiten das Ei mit Salz und Pfeffer verschlagen und im dritten die Polenta mit dem Oregano und Knoblauchpulver vermischen. Die Tomatenscheiben nacheinander panieren. Die Anfangs- und Endscheiben haben natürlich nur eine Schnittfläche, an der die Panade hält. Damit man die glatte Seite auch panieren kann, habe ich sie einfach ein wenig mit Wasser angefeuchtet.
(3) Eine flache Pfanne zu 1/3 mit Öl füllen und erhitzen. Das Fett ist heiß genug, wenn sich Bläschen am Stiel eines Holzlöffels bilden, den man ins Öl hält.
(4) Die panierten Tomatenscheiben vorsichtig in das Öl gleiten lassen und von beiden Seiten knusprig braten. Danach auf einem mit Küchenkrepp ausgelegtem Teller abtropfen lassen.

Sofort mit Salat servieren. Dazu passt vielleicht auch ein Minzjoghurt.

Geschmack: +++
Schwierigkeitsgrad: +
Zeit:+
Zutaten: ++

Quelle: Roz Denny – Vegetarisch kochen und genießen. Seite 42 Englische Originalausgabe: „The Ultimate Vegetarian Cookbook“ von 1994

Japanischer Lauchsalat

Auch diesen Monat gibt es wieder einen Garten-Koch-Event bei der Gärtnerin, diesmal zum Thema „Lauch“ (in der Ostseeheimat Porree genannt). Da wollte ich natürlich wieder teilnehmen. Hmmm *grübel* Ich mag Porree, habe schon eine Vorliebe für Zwiebelgewächse, aber kenne ihn vornehmlich als Gemüsebeilage zur den typischen Kartoffel-Fleisch-Gemüse-Sauce-Gerichten oder in Suppen. Es sollte zu so einem Event schon was sein, wo der Porree, die Hauptrolle spielt. Diverse Kochbücher durchgeguckt: Nix, nur Nebenrollen-Gerichte. Also das weltweite Netz durchforstet und dort bei den Küchengöttern bei diesem japanisch angehauchten Lauchsalat (in diesem Zusammenhang hört sich Lauch doch schöner an) gelandet. Ich war zunächst etwas skeptisch, bin nicht unbedingt der größte Freund der japanischen Küche, aber einen Versuch ist (fast) alles wert. Also schnell noch meine experimentierfreudige Freundin M. und Mitbewohnerin M. dazu eingeladen. Heute Vormittag alle Zutaten auf dem Wochenmarkt besorgt und auch im Gewürzladen meines Vertrauens noch Sake (im praktischen 1 Tassen-Format) und Miso-Paste erstanden und dann abends getestet.

Dieser Salat eignet sich wunderbar als Vorspeise zu einem asiatischen Menu oder als Beilage zu Sushi. Das Dressing wird durch das Tahin (nicht sehr japanisch, aber passend) wunderbar nussig, cremig und mild. Passt sicherlich auch als Dip zu gekochten Möhren, Brot und ähnliche oder als Sauce zu gebratener Hähnchenbrust oder Pute. Auch die Mischung des milden Porrees und des scharfen Rettichs ist sehr gelungen, die mit dem Dressing wunderbar harmonieren. Am besten isst man alle Komponent zusammen. Dieser Salat war eine sehr positive Überraschung und wird definitiv mal wieder gemacht!

Lauch

Japanischer Lauchsalat (für 4 Portionen als Vorspeise)

2 Stangen Lauch/Porree
Salz
1 kleiner weißer Rettich
3 EL Sake (wenn nicht vorhanden, trockenen Sherry verwenden)
1 TL Zucker
4 EL Orangensaft
3 EL Tahin
2 EL Misopaste
2 EL Sojasauce
3 EL schwarze Sesamsamen

(1) Vom Porree das Wurzelende und die dunkelgrünen Blätter abschneiden. In 8-10 cm lange Stücke schneiden und waschen. Salzwasser aufkochen und die Porreestücke 8 Minuten kochen lassen (hier: leider eine Winzigkeit zu lang *seufz*). Abgießen und das Kochwasser auffangen.
(2) Während der Porree kocht, den Rettich schälen und ebenfalls in 8 cm lange Stücke schneiden und diese in schmale Stifte.
(3) Für das Dressing den Sake mit den übrigen Zutaten, außer dem Sesam, vermengen. Mit 8 EL warmem Porreekochwasser (hier: nur 6 EL) zu einer geschmeidigen Sauce verarbeiten. Sie sollte nicht zu dünnflüssig sein.
(4) Die gekochten Porreestücke längs halbieren und wie den Rettich in feine Streifen schneiden. Rettich und Porree mit dem Räucherlachs auf vier Tellern anrichten. Mit dem Dressing beträufeln und den schwarzen Sesam darüber streuen.

Anmerkung: Vielleicht ein bisschen viel Dressing, aber den Rest kann man noch gut für anderes verwenden.

Geschmack: ++
Schwierigkeitsgrad: +
Zeit: +

Zutaten: +++

Schmorgurken mit Hackbällchen

Schmorgurke mit Hackbällchen

Schmorgurke mit Hackbällchen

Ich liebe Schmorgurken! Dieses Bekenntnis gleich vorneweg. Diese Gurken, die viel dicker sind als die normale Salatgurke und auch viel härtere Schale haben. Dabei sind sie aber wesentlich aromatischer, da ihre Bitterkeit (?) nicht komplett weggezüchtet wurde. Genau deswegen sollte aber auch immer die Bitterprobe gemacht werden, einfach die abgeschnittenen Enden der Gurke kurz probieren, ob es zu bitter ist, wenn ja, einfach ein wenig mehr abschneiden.

Eigentlich brauchen Gurken (lat. Cucumis sativus, wozu ist man Botanikerin) ein Klima, dass man hier in Mitteleuropa am besten in Gewächshäusern findet, aber im Hochsommer wachsen sie auch auf deutschen Feldern. Besonders die Schmorgurke hat es mir eben angetan. Sie ist schön vielseitig. Man kann sie Füllen, mit Hack beispielsweise, kann sie süß-sauer abgeschmeckt als Beilage zu Fisch reichen oder in einer Art Schmorgericht wie im Rezept unten essen.

Bis ich dieses Variante gemacht habe, kannte ich Schmorgurken nur, wie sie Frau Mama immer gemacht hat:
1 mittelgroße Schmorgurke schälen, entkernen und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. 1 Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. In einer Pfanne ein wenig Öl erhitzen und die Zwiebeln glasig dünsten. Die Gurken zu den Zwiebeln geben, salzen, pfeffern und einen kleinen Schluck Wasser hineinschütten. Deckel drauf und so lange schmoren lassen, bis die Gurken fast gar sind. Einfach mal Probieren! Währenddessen 3 Eier verschlagen und kurz bevor die Gurken gar sind, über die Gurken geben, ein bisschen verrühren und die Eier stocken lassen. Nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken! Es reicht für zwei Personen mit frischem Brot zum Abendessen!
Leider ist es komplett unfotogen, helle Gurke mit hellem Ei, sieht wirklich nicht gut aus auf Photos. Am Besten einfach nur ausprobieren und genießen! Hier zum Hackbällchen-Rezept

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