Archiv für den Tag 13. September 2008

Schmorgurken mit Hackbällchen

Schmorgurke mit Hackbällchen

Schmorgurke mit Hackbällchen

Ich liebe Schmorgurken! Dieses Bekenntnis gleich vorneweg. Diese Gurken, die viel dicker sind als die normale Salatgurke und auch viel härtere Schale haben. Dabei sind sie aber wesentlich aromatischer, da ihre Bitterkeit (?) nicht komplett weggezüchtet wurde. Genau deswegen sollte aber auch immer die Bitterprobe gemacht werden, einfach die abgeschnittenen Enden der Gurke kurz probieren, ob es zu bitter ist, wenn ja, einfach ein wenig mehr abschneiden.

Eigentlich brauchen Gurken (lat. Cucumis sativus, wozu ist man Botanikerin) ein Klima, dass man hier in Mitteleuropa am besten in Gewächshäusern findet, aber im Hochsommer wachsen sie auch auf deutschen Feldern. Besonders die Schmorgurke hat es mir eben angetan. Sie ist schön vielseitig. Man kann sie Füllen, mit Hack beispielsweise, kann sie süß-sauer abgeschmeckt als Beilage zu Fisch reichen oder in einer Art Schmorgericht wie im Rezept unten essen.

Bis ich dieses Variante gemacht habe, kannte ich Schmorgurken nur, wie sie Frau Mama immer gemacht hat:
1 mittelgroße Schmorgurke schälen, entkernen und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. 1 Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. In einer Pfanne ein wenig Öl erhitzen und die Zwiebeln glasig dünsten. Die Gurken zu den Zwiebeln geben, salzen, pfeffern und einen kleinen Schluck Wasser hineinschütten. Deckel drauf und so lange schmoren lassen, bis die Gurken fast gar sind. Einfach mal Probieren! Währenddessen 3 Eier verschlagen und kurz bevor die Gurken gar sind, über die Gurken geben, ein bisschen verrühren und die Eier stocken lassen. Nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken! Es reicht für zwei Personen mit frischem Brot zum Abendessen!
Leider ist es komplett unfotogen, helle Gurke mit hellem Ei, sieht wirklich nicht gut aus auf Photos. Am Besten einfach nur ausprobieren und genießen! Hier zum Hackbällchen-Rezept

Das erste Mal …

dass ich heute die Früchte von der Eibe (lat. Taxus baccata) gegessen habe und nein, ich bin nicht umgefallen oder habe mich vor Bauchkrämpfen gewunden. War schon so ein bisschen Nervenkitzel! Alles, wirkliche alles von dieser Pflanze ist für den Menschen giftig, vom Blatt über die Rinde bis zu Wurzel, bis auf den knallroten Mantel, der den Samen schützt. Da meinte F., mit dem ich heute den Nachmittag verbrachte, dass das rote Fruchtfleisch eben essbar wäre und er das schon öfter getan hat. Hmmm, im Alten Botanischen Garten einen großen Busch entdeckt und genascht. Lecker! Doch wirklich! Süß, aber nicht zu süß. Ein wenig glipschige Konsistenz, aber trotzdem nicht unangenehm. Und immer schön den schwarzen Kern wieder ausspucken! Weiß jemand, ob man daraus Marmelade oder ähnliches kochen kann? *grübel*

%d Bloggern gefällt das: