Archiv für den Tag 1. Oktober 2008

Rántott patiszon – Frittierter Patisson

Panierter Patisson

Panierter Patisson

Die Kürbissaison wird bei mir immer schon im Sommer mit dem Patisson (Cucurbita pepo var. patisoniana) eingeleitet. Diese Sorte habe ich früher nur in Ungarn auf den Märkten gesehen, aber seit einiger Zeit sehe ich sie auch in hiesigen Supermärkten. Toll! Es ist eine einjährige Kriechpflanze, die solche lustigen Früchte in weiß, gelb oder grün ausbildet:

Kompletter Patisson

Kompletter Patisson

Sie werden unreif geerntet und sind daher nicht so lange lagerfähig wie andere Arten. Das Fruchtfleisch hat einen sehr feinen Geschmack, der nicht so stark wie von anderen Sorten und deswegen für Kürbiseinsteiger gut geeignet (nicht, Zwerg?). Zur Zubereitung am Besten entlang der offensichtlichen Einschnürungen zerteilen und dann die einzelnen Segmente schälen, je nach Beschaffenheit der Schale mit Messer oder Sparschäler. In Ungarn gibt es zwei Varianten, die eine wird bei uns in der Familie praktiziert, die andere nicht (dazu demnächst mehr).

Von meiner Familie kenne ich sie paniert, wie man Sachen eben paniert und dann in viel heißem Öl ausbrät. In Ungarn natürlich vorne weg eine Suppe und dann die Kürbisstücke als zweiten Gang. Hier in Deutschland bevorzuge ich es als alleinigen Gang mit etwas Salat, frischem (wichtig!) Weißbrot (die ungarischen Gene lassen sich eben nicht verleugnen) und einem frischen Joghurt. Hat auch den Mitessern M. und U. gut geschmeckt. Wunderbar weicher Kürbis in knuspriger Kruste mit einem sehr feinen Geschmack!

Panierter Patisson (3 Portionen)

1 mittegroßer Patisson
Mehl
2 Eier
1 Schluck Milch
Paniermehl (oder Panko, japanische Panierflocken)
neutrales Öl
Salz, Pfeffer

Für den Joghurt:
300 g Naturjoghurt
Salz, Pfeffer
einige Blätter Minze fein gehackt oder 1/2 TL getrocknete Minze

(1) Den Patisson putzen. Dazu erst in handliche Stücke teilen, am Besten ein großes Messer nehmen. Danach jedes Stück mit einem kleineren Messer schälen. Jedes größere Stück in einigermaßen gleich große Stücke schneiden. Innerhalb eines Stückes sollten keine allzu große Unterschiede bezüglich der Dicke sein. Ist aber nicht immer möglich.
(2) Für den Joghurt die Zutaten vermischen und ein wenig durchziehen lassen.
(3) Zum Panieren drei Teller hinstelle. Im ersten Mehl verteilen, in den zweiten die beiden Eier mit einem Schluck Milch, Salz und Pfeffer verrühren und auf den dritten Teller das Paniermehl geben. Die Kürbisstücke gut salzen.
(4) Jedes Kürbisstück erst in Mehl, dann in der Eimischung und dem Paniermehl wenden.
(5) Sehr viel Öl in einer Pfanne erhitzen. Es sollte schon so 2 cm hoch in der Pfanne stehen. Es ist heiß genug, wenn am Stiel eines Holzlöffels, den man in das Öl hält, kleine Bläschen aufsteigen. Dann die Kürbisstücke hinein geben und so lange bei mittlerer bis hoher Hitze braten bis die Panade goldbraun ist und das Kürbisfleisch weich ist (mit der Temperatur muss man immer ein bisschen hin- und herschalten, falls das Fett mal zu heiß oder zu kalt ist). Auf einen mit Küchenkrepp ausgelegten Teller geben und gut abtropfen lassen. Die schon fertigen Patisson im Ofen bei 50 Grad warm halten.

Sofort mit dem Joghurt servieren!

Dazu: frisches Weißbrot/Baguette/Fladenbrot und hier gab es noch einen „Griechischen“ Salat aus Tomaten, Gurke, Frühlingszwiebeln und zerkrümeltem Feta.

Vor dem Bad im heißen Fett

Vor dem Bad im heißen Fett

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