Archiv für den Tag 24. Oktober 2008

Food-o-grafie # 1: Meine Kamera – Casio Exilim Z110

Brombeeren im heimischen Garten

Brombeeren im heimischen Garten

Zorra vom Kochtopf hat einen neuen monatlichen Event ausgerufen: Food-o-grafie. Hauptintension ist es einen Überblick über verwendete Digitalkameras zu kriegen, um anhand von Erfahrungsberichten, diejenige Kamera zu finden, die am Besten zu einem passt (falls man eine neue wünscht/braucht). Großartige Idee!
food-o-grafie

Seit drei Jahren benutze ich nun eine Casio Exilim Z110, die es wohl nicht mehr im Handel gibt. Ich hatte sie mir zum Geburtstag und Weihnachten 2005 gewünscht, da ich 2006 die Untersuchungen zu meiner Diplomarbeit gemacht habe und zur Dokumentation der untersuchten Dörfer und Pflanzen eine digitale Kamera brauchte.  Sie sind halt doch praktischer. Damals war das die beste Kamera für Makroaufnahmen in meiner Preisklasse. Außerdem hat sie noch sogenannte Best-Shot-Programme installiert, bei denen Iso,  Filter, Fokus, Weißabgleich, Auslösezeit etc. voreingestellt sind für bestimmte Motive, beispielsweise Porträt, Landschaft, Tiere, Party, Essen, Dämmerung, Nacht, Nacht mit Mensch, Flora, Sport oder fließendes Wasser. Eigentlich eine ziemlich gute Sache, zumindest für mich, weil ich irgendwie nie die Muße hatte mir die Bedienungsanleitung auf meinem PC genauer durchzulesen und mich in die ganzen manuellen Einstellungsmöglichkeiten einzuarbeiten. Wichtig war mir auch, dass sie mit Batterien funktioniert, da ich auch in Ungarn in jedem Kuhkaff normale R6-Batterien kaufen kann, Strom irgendwo zu bekommen, ist schon diffiziler.

Japanische Anemone im Alten Botanischen Garten

Wenn ich jemals genug Geld verdiene (haha, Wünsche hab ich als Botanik-Biologin *g*) würde ich mir schon gerne eine digitale Spiegelreflex zulegen. Vielleicht so eine schnieke Canon EOS *seufz*  Eine Kamera mit der man richtig nahe Makro-Aufnahmen machen kann, mit der man ein Moss aussehen lassen kann wie einen ganzen Wald. Aber erstmal bin ich mit meiner Kleinen mehr als zufrieden. Mit einigen Bildern im Blog nicht so, was aber nicht an meiner kleinen Kamera liegt, sondern an den besch******* Lichtverhältnissen in unserer WG. Nur vier Fenster in der gesamten Wohnung, drei zeigen nach Osten in ein Stück Wald, ein schmales Oberlicht in der Küche nach Norden. Na super, sprich wir haben nie wirklich Sonne in der Wohnung, jetzt in der kommenden dunklen Jahreszeit noch viel weniger. Es war so schön in der Ostseeheimat an einem sonnenbeschienenen Südfenster zu knipsen *seufz* Bin ja nun auch noch nicht so lange beim Bloggen dabei, weswegen mein Archiv noch nicht soo groß ist, aber einige alte Pflanzenbilder kann ich anbieten. Trotz allem muss ich noch einiges Lernen, was Anrichten, Dekoration etc. angeht, aber als ehemaliger Student in einem zusammengewürfelten Haushalt hat man noch nicht soviel schickes Equipment angesammelt. Und wie gesagt, die Lichtverhältnisse hier, da muss ich definitiv noch eine Lösung finden und experimentieren.

Blüten bei Nacht

Blüten bei Nacht

Heimische Kirschernte

Heimische Kirschernte

Kindheitserinnerungen – Meine ungarische Süßigkeitenwelt

Sport szelet

hinten: Zizi, Pufóka mitte: Duna kavics, Francia drazsé vorn: Sport szelet

Natürlich fahre ich regelmäßig schon seit frühster Kindheit zur ungarischen Verwandtschaft. Und davon hab ich reichlich *g* Und natürlich wird man als Kind auf mit Süßigkeiten verwöhnt. Mit tollen Süßigkeiten. Süßigkeiten, die meinen Geschmack geprägt haben.

Einen Großteil davon gibt es zum Glück immer noch zu kaufen und jedes Jahr werden sie aufs Neue erstanden und mit Wonne verzehrt. Auf dem Bild sieht man in der hinteren Reihe links „Zizi“ (gespr. „Sisi“ mit stimmhaftem „s“) und „Pufóka“ (gespr. „Pufohka“). Zizis sind Puffreis und Pufókas Puffmais überzogen mit Zuckerglasur. Und nein, bei Kindheitserinnerungen möchte man nichts von den Inhaltsstoffen wissen, oder? ;-)

In der blauen Tüte links befinden sich „Duna kavics“ (gespr. „Duna kavitsch“), auf Deutsch „Donaukiesel“, das sind bunt dragierte Erdnüsse. Der Geschmack ist eine interessante Mischung aus süß, vom Zucker und ein bißchen bitter-kratzig von den Erdnüssen. In der rote Tüten daneben sind „Francia drazsé“ (gespr. „Franzia draschee, wie Dragee halt *g*) und heißen auf Deutsch „Französische Dragee“, jetzt bitte keine Fragen wieso. Das sind mit Zucker dragierte kleine Schokokügelchen, extreem lecker, eine meiner liebsten Süßigkeiten. So halb liegend in der grünen Tüte sind „Frutti“, dabei handelt es sich um Kaubonbons in den Geschmacksrichtungen Zitrone, Erdbeere und Orange, mit den dementsprechenden Farben, wobei ich mir sehr sicher bin, dass es früher noch grüne gab, oder Zwerg? Das Einpackpapier von den „Fruttis“ hat sich eigentlich nicht geändert, nur sind die Bonbons etwas stabiler in ihrer Konsistenz geworden. Früher waren die Bonbons außer dem bedruckten Papier noch in ein rechteckiges Blättchen weißes Papier gewickelt, das das Auswickeln erleichtern sollte. Im Sommer allerdings, wenn es besonders heiß war (nicht ungewöhnlich in Ungarn), wurden die „Fruttis“ so weich, dass man das weiße Papierchen nicht mehr komplett abgepfriemelt bekommen hat, so dass wir es regelmäßig mitaßen. Passiert jetzt nicht mehr, schade eigentlich …

Die beiden grünen Riegel vorn sind meine allerliebsten Schokoriegel auf der Welt: „Sport Szelet“! (gespr. schport ßälät) Es ist ein simpler Kakao-Rum-Schokoriegel. Kein Schnick-Schnack mit Karamell, Nüssen etc. Aber es schmeckt nur das Original. Die Hersteller haben in den letzten Jahren auch Neuerungen versucht, doppelte Dicke, mit anderen Geschmacksrichtungen oder gar Eis, aber nur das Original in dieser Größe mit diesem Papier schmeckt richtig. Lustigerweise liebt es wirklich ein großer Teil unserer Familie: sämtliche Cousins in Ungarn, Herr Papa, Zwerg und ich. Es ging sogar soweit, dass ungarische Tante M. uns teilweise für die Rückfahrt extra noch ein paar Riegel mitgegeben hat :-) Das ist mit „Túro Rudi“ zusammen, das erste was ich mir in einem ungarischen Supermarkt kaufe.

Túro Rudi konnten mir leider nicht mitgebracht werden, weil ihr Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen wäre, bevor ich auch nur in die Nähe der Ostseeheimat gekommen wäre :( Das sind kleine zylindrische Schokoriegel, die mit Quark gefüllt sind Eine großartige Sache! Aber deshalb müssen sie gekühlt werden  und sind nur ca. drei Wochen haltbar.  Dabei sind sie in einer auffälligen rot-gepunkteten Verpackung, die man immer erkennt. Der Schokoüberzug besteht klassischerweise aus Zartbitter-Schokolade. Ich liebe die pure natur-Version, es gibt sie aber mittlerweile auch in anderen Geschmackrichtungen wie Aprikose, Erdbeere u.a. Aber nichts kommt an einen ganz puren Túro Rudi ran *seufz*

Einen Großteil der Sachen kann man auch im Internet bestellen, wenn es einen danach gelüstet, ist aber wesentlich teurer als vor Ort kaufen. So warte ich dann doch meist geduldig, bis ich entweder selbst hinkomme oder mir jemand etwas mitbringen kann.

Das ist erstmal Teil 1 meiner Ungarn-Mitbringsel, es kommt noch mehr :) Das wird aber erst vorgestellt, wenn die Dinge verzehrt oder verwendet wurden.

Sport Szelet-Wand

Sport Szelet-Wand

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