Kindheitserinnerungen – Meine ungarische Süßigkeitenwelt

Sport szelet

hinten: Zizi, Pufóka mitte: Duna kavics, Francia drazsé vorn: Sport szelet

Natürlich fahre ich regelmäßig schon seit frühster Kindheit zur ungarischen Verwandtschaft. Und davon hab ich reichlich *g* Und natürlich wird man als Kind auf mit Süßigkeiten verwöhnt. Mit tollen Süßigkeiten. Süßigkeiten, die meinen Geschmack geprägt haben.

Einen Großteil davon gibt es zum Glück immer noch zu kaufen und jedes Jahr werden sie aufs Neue erstanden und mit Wonne verzehrt. Auf dem Bild sieht man in der hinteren Reihe links „Zizi“ (gespr. „Sisi“ mit stimmhaftem „s“) und „Pufóka“ (gespr. „Pufohka“). Zizis sind Puffreis und Pufókas Puffmais überzogen mit Zuckerglasur. Und nein, bei Kindheitserinnerungen möchte man nichts von den Inhaltsstoffen wissen, oder? ;-)

In der blauen Tüte links befinden sich „Duna kavics“ (gespr. „Duna kavitsch“), auf Deutsch „Donaukiesel“, das sind bunt dragierte Erdnüsse. Der Geschmack ist eine interessante Mischung aus süß, vom Zucker und ein bißchen bitter-kratzig von den Erdnüssen. In der rote Tüten daneben sind „Francia drazsé“ (gespr. „Franzia draschee, wie Dragee halt *g*) und heißen auf Deutsch „Französische Dragee“, jetzt bitte keine Fragen wieso. Das sind mit Zucker dragierte kleine Schokokügelchen, extreem lecker, eine meiner liebsten Süßigkeiten. So halb liegend in der grünen Tüte sind „Frutti“, dabei handelt es sich um Kaubonbons in den Geschmacksrichtungen Zitrone, Erdbeere und Orange, mit den dementsprechenden Farben, wobei ich mir sehr sicher bin, dass es früher noch grüne gab, oder Zwerg? Das Einpackpapier von den „Fruttis“ hat sich eigentlich nicht geändert, nur sind die Bonbons etwas stabiler in ihrer Konsistenz geworden. Früher waren die Bonbons außer dem bedruckten Papier noch in ein rechteckiges Blättchen weißes Papier gewickelt, das das Auswickeln erleichtern sollte. Im Sommer allerdings, wenn es besonders heiß war (nicht ungewöhnlich in Ungarn), wurden die „Fruttis“ so weich, dass man das weiße Papierchen nicht mehr komplett abgepfriemelt bekommen hat, so dass wir es regelmäßig mitaßen. Passiert jetzt nicht mehr, schade eigentlich …

Die beiden grünen Riegel vorn sind meine allerliebsten Schokoriegel auf der Welt: „Sport Szelet“! (gespr. schport ßälät) Es ist ein simpler Kakao-Rum-Schokoriegel. Kein Schnick-Schnack mit Karamell, Nüssen etc. Aber es schmeckt nur das Original. Die Hersteller haben in den letzten Jahren auch Neuerungen versucht, doppelte Dicke, mit anderen Geschmacksrichtungen oder gar Eis, aber nur das Original in dieser Größe mit diesem Papier schmeckt richtig. Lustigerweise liebt es wirklich ein großer Teil unserer Familie: sämtliche Cousins in Ungarn, Herr Papa, Zwerg und ich. Es ging sogar soweit, dass ungarische Tante M. uns teilweise für die Rückfahrt extra noch ein paar Riegel mitgegeben hat :-) Das ist mit „Túro Rudi“ zusammen, das erste was ich mir in einem ungarischen Supermarkt kaufe.

Túro Rudi konnten mir leider nicht mitgebracht werden, weil ihr Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen wäre, bevor ich auch nur in die Nähe der Ostseeheimat gekommen wäre :( Das sind kleine zylindrische Schokoriegel, die mit Quark gefüllt sind Eine großartige Sache! Aber deshalb müssen sie gekühlt werden  und sind nur ca. drei Wochen haltbar.  Dabei sind sie in einer auffälligen rot-gepunkteten Verpackung, die man immer erkennt. Der Schokoüberzug besteht klassischerweise aus Zartbitter-Schokolade. Ich liebe die pure natur-Version, es gibt sie aber mittlerweile auch in anderen Geschmackrichtungen wie Aprikose, Erdbeere u.a. Aber nichts kommt an einen ganz puren Túro Rudi ran *seufz*

Einen Großteil der Sachen kann man auch im Internet bestellen, wenn es einen danach gelüstet, ist aber wesentlich teurer als vor Ort kaufen. So warte ich dann doch meist geduldig, bis ich entweder selbst hinkomme oder mir jemand etwas mitbringen kann.

Das ist erstmal Teil 1 meiner Ungarn-Mitbringsel, es kommt noch mehr :) Das wird aber erst vorgestellt, wenn die Dinge verzehrt oder verwendet wurden.

Sport Szelet-Wand

Sport Szelet-Wand

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5 Kommentare zu “Kindheitserinnerungen – Meine ungarische Süßigkeitenwelt

  1. zwerg 24. Oktober 2008 um 11:05 Reply

    grün? hmm. . . , nie gesehen

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  2. tardis19 25. Oktober 2008 um 19:44 Reply

    Also diese Frutti-Kaubonbons fand ich lecker. War zwar ein recht künstliches Erdbeeraroma, aber trotzdem noch sehr lecker. Sozusagen künstlich, aber noch nicht zu künstlich :)

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  3. Katrin 29. Oktober 2008 um 20:19 Reply

    Frutti! :)

    Und die Sache mit den Turorudi kann ich ja nicht nachvollziehen…haha.

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  4. brigitte 10. Oktober 2009 um 15:24 Reply

    COOL

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  5. stampoasis 11. April 2010 um 16:08 Reply

    das sind auch meine favoriten – gewesen. und ja, es gab sie, die grünen fruttis! wie oft haben wir das besagte weisse papier mitgegessen oder aus dem mund gefriemelt. jetzt wo ich es gelesen habe, schmecke ich sie frömlich ;)

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