Archiv für den Monat November 2008

Orientalischer Pilaw mit Hähnchen

Orientalischer Pilaw

Orientalischer Pilaw

Noch mehr Seelenwärmer-Essen falls mal wieder ein fies-kalter doofer Tag war. Diesmal angelehnt an den Nahen Osten einen sehr reichhaltiger Reiseintopf mit Hähnchen, Korinthen, Gemüse und Pinienkernen. Es ist mal wieder ein Rezept aus dem von mir sehr geschätzten „Oriental Basics“ und wurde schon oftmals von mir gekocht, entweder für mich allein, für Familie oder viele Freunde. Funktioniert immer!

Dieser Pilaw ist toll! Er ist weich, aber gleichzeitig hat man Biss durch den Reis und die Pinienkerne. Er vereint die Süße von Rosinen mit den orientalischen Gewürzen. Dazu paßt wunderbar ein Joghurt, der mit Salz, Pfeffer und Minze gewürzt ist. Großartiges Essen!


Orientalischer Pilaw
(4 Portionen)

300 g Langkornreis
2 EL Korinthen (oder Rosinen. Hauptsache ehemalige, getrocknete Weintrauben)
1 Zwiebel
1 Möhre
1 Stange Porree (Lauch)
2 Tomaten
500 g Hähnchenbrustfilet
4 EL Butter
3 EL Pinienkerne
1 l Hühnerbrühe (hier: Gemüsebrühe)
Salz, Pfeffer
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlenes Piment
1 Prise Zimtpulver
1/2 Bund Petersilie

(1) Korinthen mit heißem Wasser in einer Schüssel übergießen und kurz quellen lassen. Den Reis in einem Sieb unter kaltem Wasser gründlich waschen.
(2) Gemüse vorbereiten. Möhre und Zwiebel schälen, in feine Würfel schneiden. Den weißen und hellgrünen Teil vom Porree gut waschen und in dünne Ringe schneiden. Die Stange dazu am Besten halbieren und unter fließendem Wasser den Sand rauswaschen. Tomaten häuten und klein würfeln (hier: nicht gemacht, Schale stört nicht so sehr). Die Hähnchenbrustfilets waschen, trocknen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden.
(3) 2 EL Butter in einem Topf schmelzen und die Pinienkernen mit den Zwiebel-, Möhrenwürfeln und den Lauchstreifen anbraten. Korinthen abtropfen lassen und zusammen mit dem Reis in den Topf geben. Mit der Brühe auffüllen. Alle Gewürze dazu rühren und den Deckel auflegen. Bei schwacher Hitze 10 Minuten garen lassen.
(4) Inzwischen die übrige Butter in einer Pfanne zerlassen und die Hähnchenbrustfiletwürfel darin bei mittlerer Hitze gut anbraten. Salzen und pfeffern. Zusammen mit den Tomatenwürfeln zum Reis geben und nochmals 10 Minuten köcheln lassen.
(5) Petersilie waschen, trockenschütteln und fein hacken. Den Pilaw abschmecken und mit der Petersilie bestreut servieren!

Guten Hunger!

Quelle: S. Dickhaut, C. Schirnharl: Oriental Basics. Gräfe und Unzer Verlag

Geschmack: ++++
Zeit: ++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

Geburtstagsmuffins

Schokoladensünden

Schokoladensünden

Es gibt auch in der Vorweihnachtszeit noch andere Gründe zum Backen, so hatte Mitbewohnerin U. letztens Geburtstag. Als gute Mitbewohnerinnen wollten wir natürlich Geburtstagskuchen backen. Also rum überlegt, den Papageienkuchen kannte sie schon, also was anderes. Nach einigem Nachdenken sind wir auf Muffins gekommen, die Mitbewohnerin U. auch gut zum Sport und ins Institut transportieren kann. Passenderweise hab ich mal dieses kleine aber feine Muffin-Backbüchlein geschenkt bekommen (Dank an den Verlag!). Schnell konnten wir uns auf Cheesecake-Muffins und Schokoladen-Muffins einigen.

Die Cheesecake-Muffins sind wirklich kleine amerikanische Quarkkuchen (ich wehre mich gegen den Begriff „Käsekuchen“) mit Keksboden und Frischkäse allerdings auch netten getrockneten Cranberries. Sehr lecker! Ich liebe Quarkkuchen und wirklich schnell zu machen.

Frischkäsesünden

Frischkäsesünden

Die Schokoloden-Muffins nennen sich „Chocolate-Sünde“ (warum nicht Schokoladen-Sünden oder Chocolate-sins? *seufz*)  Ein sehr schöner Muffin, sehr schokoladig (haha *g*) mit einer fruchtigen Orangennote. Ha! Ich bin ja sonst nicht so der Schoko-Freak, aber in fruchtiger Kombination super! Was ich ebenfalls sehr angenehm fand, dass die Teige für 6 normale Muffins reichen und nicht sofort für so ein großes 12er Blech. Für künftige Ein-Personen-Haushalte die ideale Menge, toll!

Cheesecake-Muffins (für 6 normale Muffinformen oder 15 Minimuffins)

60 g getrocknete Cranberries
1 EL Butter
2 Doppelkekse mit Schokofüllung
200 g Doppelrahmfrischkäse
50 g saure Sahne
50 g Zucker
1/2 Päckchen Vanillezucker (hier: 2 EL)
1 Ei
10 g Speisestärke

6 Papierförmchen

(1) Die Cranberries mit kochendem Wasser übergießen und 4 Stunden einweichen. Danach in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.
(2) Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Doppelkekse grob in einen Gefrierbeutel bröseln. Dann mit einer Teigrolle die Agressionen rauslassen und die Kekse zu feinen Krümeln vermöbeln. Die Butter schmelzen und mit den Keksbröseln zu einem Teig mischen.
(2) Die Papierförmchen in das Muffinblech legen und den Keksbröselteig darin gleichmäßig verteilen. Im vorgeheizten Ofen 5 Minuten vorbacken (falls Mini-Muffins gebacken werden, ist dies nicht notwendig).
(3) Den Frischkäse mit der sauren Sahne verrühren. Die beiden Zuckersorten untermischen und die Stärke unterziehen. Zum Schluss die Cranberries unterheben und die Masse auf den Muffinböden verteilen.
(4) Die Muffins im Ofen bei gleicher Temperatur auf der mittleren Schiene 30 Minuten backen (die Mini-Muffins 20 Minuten). Den Ofen ausschalten und die Muffins noch 5 Minuten im Ofen ruhen lassen.
(5) Herausnehmen und die fertigen Muffins aus dem Blech nehmen. Auskühlen lassen.

Geschmack: ++++
Zeit: ++ und ++ Backzeit
Zutaten: +++
Schwierigkeitsgrad: +

Chocolate-Sünde (für 6 normale Muffinformen oder 15 Minimuffins)

1 Bio-Orange
40 g Vollmilchschokolade
1 Ei
50 g Zucker
90 g Mascarpone
50 g weiche Butter
100 g Mehl
2 TL Backpulver
2 EL Kakaopulver
2 EL gemahlene Mandeln
75 g Vollmilch-Kuvertüre
Fett für die Form

(1) Mulden der Muffinform einfetten und die Form kalt stellen (hier: Papierförmchen benutzt, geht auch).
(2) Orange heiß waschen, Schale fein abreiben und die restliche Schale mit dem weißen komplett entfernen. Orangenfilets heraus schneiden und den Saft dabei mit auffangen. Die Filets halbieren oder dritteln. Die Schokolade grob hacken.
(3) Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen.
(4) Ei mit dem Zuker schaumig schlagen. Mascarpone und Butter dazu geben und zu einer cremigen Masse verrühren. Mehl mit dem Backpulver, Kakaopulver und Mandeln mischen, zur Eiermischung geben und gut unterrühren (nicht erschrecken, sehr fester Teig). Die Orangenstückchen samt Saft und die Schokoladenstücke dazu geben und unterheben. Den Teig in die kalten Muffinmulden geben.
(5) Im Ofen ca. 20-25 Minuten (die kleinen 15-20 Minuten) backen auf mittlerer Schiene.
(6) Aus dem Ofen nehmen und 5-10 Minuten in der Form ruhen lassen. Herausnehmen und etwas ankühlen lassen.
(7) Währenddessen die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Auf die Muffins streichen. Nach Belieben mit der Orangenschale dekorieren. Trocknen lassen.

Anmerkung: Denke, dass in der Anleitung vergessen wurde zu erwähnen, dass die Orangenschale in den Teig kommt. Also die Orangenschale mit in den Teig rühren, gibt das gewisse Etwas!

Geschmack: +++
Zeit: ++ und ++ Backzeit
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +++

Quelle: Cora Wetzstein (2008): Muffins – Für fruchtige Momente. Gräfe und Unzer Verlag

Spaghettisalat á la Zwerg

Spaghettisalat á la Zwerg

Spaghettisalat á la Zwerg

Zwischen all den Weihnachtsplätzchen und Schmorgerichten mal eine kleine Abwechslung. Wurde zwar schon vor längerer Zeit gekocht, macht sich hervorragend zum Grillen, aber auch als Mitbringsel zu Parties oder als Beilage zu Fondue oder anderem.

Eigentlich ist es ein sehr simpler Nudelsalat, dessen Zutaten hervorragend miteinander harmonieren: pfeffriger Geschmack vom Rucola, das Salzige des Räucherlachsschinkens, das fruchtige Arome der Tomaten und der milde Geschmack des Mozzarellas. Dazu passt das Zitronendressing perfekt. Kann man auch variieren: statt frischer Tomaten in Öl eingelegte Tomaten benutzen, vielleicht angebratene Zucchini rein. Gibt viele Variationsmöglichkeiten. Für mich alleine reicht es auch zum Abendessen, so für zwei-drei Tage!

Spaghettisalat á la Zwerg (4 Portionen)

300 g Spaghetti
2 Frühlingszwiebeln
125 g Mozzarella, auseinander zupfen
100 g Räucherlachsschinken, gezupft
250 g Cherry-Tomaten, halbiert
150 g Rucola, grob geschnitten
2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer, Zucker
6 EL Olivenöl

(1) Die Spaghetti in Drittel brechen und nach Packungsanweisung kochen.
(2) Während dessen die Frühlingszwiebeln schräg in dünne Scheiben schneiden und das Dressing zubereiten. Dazu den Zitronensaft mit Salz, Pfeffer und Zucker vermischen bis sich Salz und Zucker aufgelöst haben. Dann unter ständigem Rühren das Olivenöl einrühren bis ein homogenes Dressing entsteht. Unter die abgegossenen, noch heißen Spaghetti die Frühlingszwiebeln und das Dressing geben. Bis es lauwarm ist abkühlen lassen.
(3) Sowohl den Räucherlachsschinken als auch den Mozzarella in die Pasta hinein zupfen. Die Tomaten halbieren und ebenfalls zugeben. Den Rucola grob zerschneiden und ebenfalls dazu geben. Gut durchmischen und sofort noch lauwarm servieren.

Anmerkung: Kalte Reste können am nächsten Tag für eine halbe Minute in der Mikrowelle aufgewärmt werden.

Quelle: Rezept von Zwerg

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

Paprikasahne mit Hüttenkäse zu Pasta

Spirelli mit Paprikasahne

Spirelli mit Paprikasahne

Aufgrund eines akuten Angriffs von kleinen, fiesen Viren auf meinen Hals und Restkörper verbrachte ich den gestrigen Tag im Bett (ja, jetzt bitte Mitleid *g*). War also nur rezeptaussuchfähig, aber nicht mehr kochfähig. Deswegen hat Mitbewohnerin M. trotz Stress den Kochlöffel für uns geschwungen und uns Nudeln mit Paprikasahnesauce gezaubert (Danke schön!), die mit Hüttenkäse verfeinert wurde.

Äußerst schmackhaft! Erinnerte mich an die Sauce bei ungarischen Paprikahühnchen, ziemlich scharf (für mich Nicht-Scharf-Esserin), so dass es hoffentlich ein paar Viren weggeätzt hat. Der frische Paprika bringt eine angenehme Süße rein und durch die saure Sahne und den Hüttenkäse wird es schön cremig! Wird  definitiv mal wieder produziert :-)

Paprikasahne mit Hüttenkäse zu Pasta (4 Portionen)

500 g Nudeln (am Besten kurze Form)

1 große rote Paprikaschote
2 Zwiebeln
2 EL neutrales Öl
je 2 TL edelsüßes und rosenscharfes Paprikapulver
4 EL saure Sahne
Salz
1 Bund Schnittlauch
4 EL Hüttenkäse (= körniger Frischkäse)

(1) Paprika waschen und in schmale Streifen schneiden. Zwiebeln häuten, halbieren und ebenfalls in Streifen schneiden.
(2) Nudelwasser aufsetzen und Nudeln kochen.
(3) Das Öl in einem Topf heiß werden lassen und die Gemüsestreifen ca. 5 Minuten darin bei mittlerer Hitze dünsten. Paprikapulver gut untermischen und 1 Schöpfkelle vom Nudelwasser dazu geben. Abgedeckt 3-4 Minuten die Sauce köcheln lassen. Saure Sahne untermischen und salzen.
Den Schnittlauch fein schneiden.
(4) Die fertig gekochten Nudeln mit dem Hüttenkäse und dem Schnittlauch zu der Paprikasauce geben und gut durchrühren.

Sofort servieren!

Quelle: C. Schirnharl, S. Dickhaut (2005): Vegetarian Basics. Gräfe und Unzer Verlag

Geschmack: +++
Zeit: ++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

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