Marinierter Brathering

Marinierter Bratfisch

Marinierter Bratfisch

Fisch esse ich noch nicht allzu lange, obwohl Herr Papa schon seit bestimmt 15 Jahren angelt. Auslöser dafür war Zwerg, die unbedingt mal Fische fangen wollte. Also hat Herr Papa ein paar kleine Angeln besorgt mit entsprechendem Zubehör und wir sind zu einem Baggersee in der Nähe unseres Gartens gegangen. Wir haben auch tatsächlich was gefangen. Nicht viel, nichts großes, aber immerhin Plötze und Rotfeder.  Seitdem war er mit dem Angelfieber infiziert. Auch heutzutage angelt er noch, auch wenn es bei den üblichen Angelplätzen wie Flussufer, Überseehafen oder Passagierkai kaum noch nennenswerte Fänge gibt. Wenn man etwas Fangen will, muss man schon mit dem Boot aufs Meer raus fahren. Kann man leider nicht bei jedem Wetter, deswegen quillt unser Tiefkühler aber auch nicht mehr über. Die unterste Schublade ist aber trotzdem immer gefüllt. Aus der diesjährigen Heringssaison hatten meine Eltern noch einige Heringe und Hornfische, die dann zu diesem Gericht verarbeitet wurden. Die Besonderheit vom Hornfisch sind seine grünen Gräten, die Gräten auf dem Photo sind nicht mit Photoshop o.ä. nachbearbeitet, die sind wirklich so grün!

Das Rezept ist sehr einfach, man muss nur die Marinierzeit von mindestens 2 Tagen beachten. Aber dann hat man einen sehr wohlschmeckenden, saftigen Fisch, der nicht zu sauer ist. Ich finde perfekt zum Abendessen, einfach mit frischem Schwarzbrot. Gräten sind übrigens fast kein Problem mehr (bis auf die  Wirbelsäule), weil sie durch die Marinade sehr weich werden und man sie kaum noch bemerkt beim Essen.

Marinierter Brathering (für 5-7 Fische)

Für die Bratheringe:
5-7 küchenfertige Heringe (hier: auch Hornfisch)
Salz
Mehl
Öl

Für die Marinade:
100 ml Essigessenz (25% Säure)
100 g Zucker
600 ml Wasser
2 Lorbeerblätter
4 Pimentkörner
1 Möhre
1 Zwiebel in Streifen

(1)  Die küchenfertigen Heringe außen und innen salzen. In Mehl wälzen. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Heringe auf beiden Seiten braten bis sie goldbraun sind. In eine große Schüssel legen.
(2)  Für die Marinade: Die Möhren in Scheiben schneiden, brauchen nicht wirklich dünn sein. Die Essigessenz zusammen mit den restlichen Zutaten außer den Zwiebeln einmal aufkochen lassen.
(3)  Die Zwiebelstreifen über die Heringe verteilen und die heiße Marinade über die Fische gießen. Abkühlen lassen. Dann abgedeckt mindestens 2 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen.

Quelle: „Brigitte“ von Ende der 90er – Schwedische Rezepte, abgewandelt

Geschmack: +++
Zeit: +++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

Hornfisch- und Heringswirbelsäulen

Hornfisch- und Heringswirbelsäulen

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2 Kommentare zu “Marinierter Brathering

  1. […] der grüne Schuppen und Gräten hat. Ich schätze meine Eltern haben ihn gebraten und eingelegt wie hier schon einmal beschrieben. Wirklich lecker, probiert das ruhig mal […]

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  2. […] Kleinkram im Mund, das kann ich wirklich nicht gut haben. Deswegen bevorzuge ich Filets oder so eingelegter Fisch, dass die Gräten ganz weich werden und man sie gar nicht mehr spürt, eben wie beim eingelegten […]

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