Archiv für den Tag 4. November 2008

Blutwurst die Zweite

Selbstgemachte ungarische Hurka

Selbstgemachte ungarische Hurka

Gestern wurde ja schon deutsche Blutwurst in Kombination mit Äpfeln und Zwiebeln vorgestellt. Heute folgt die ungarische Variante :-)

Ich esse die erst seit ein oder zwei Jahren, fand sie bis dahin wirklich eklig und hab mich mehr als gesträubt sie auch nur zu kosten. Dabei gab es dazu überhaupt keinen Grund. Es sind hausgemachte Würste (ist schon ein ziemlich doofes Wort, oder?) von ungarischer jüngerer Tante E., die immer beim jährlichen Schlachten gemacht werden. Ich denke jede Familie hat ihre eigenes Rezept, wobei ich das meiner Tante nicht kenne, da ich nie dabei geholfen habe und mich, wenn geschlachtet wird, ins hinterste Zimmer des Hauses zurück ziehe und mich nur von Honigbrot und Kakao ernähre *g*

Es werden traditionell zwei Arten hergestellt. Blutwurst (links im Bild), sogenannte véres hurka (gespr. wehräsch hurka) und Leberwurst, sogenannte májas hurka (gespr. Mahjasch hurka). Die Blutwurst schmeckt eher süßlich und ist wirklich sehr dunkel, die Leberwurst ist pikant bis scharf mit Reis zur Bindung und Oregano. Sie werden nur im Ofen gebacken und dann pur zu frischem Brot gegessen mit eingelegten Gurken, Weißkohlsalat o.ä.

Es ist eine sehr leckere Version von warmer Wurst, bei der ich genau weiß, dass da keine komischen Zutaten und/oder Zusatzstoffe drin und dass das Tier wirklich glücklich aufgewachsen ist. Wenn jemand mal die Chance bekommt Hurka zu probieren, traut Euch! Auch wenn jemand da draußen das Bedürfnis verspürt, welche selbst herzustellen, ich kann das Rezept besorgen :-)

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