Archiv für den Tag 8. November 2008

Almás pite – Gedeckter Apfelkuchen

Almás pite

Almás pite

Einer meiner liebsten ungarische Kuchen und auch von Herrn Papa ist dieser gedeckte Apfelkuchen mit einer Füllung aus geraspelten Äpfeln. In Ungarn läuft das mit dem Kuchenessen etwas anders als in Deutschland. Während man sich hierzulande extra nochmals nachmittags hinsetzt mit einer Tasse Kaffee oder anderen Heißgetränken, wird in Ungarn alles in eine Mahlzeit gepackt, also gleich nach dem zweigängigen Mittagessen wird der Kaffee (in Ungarn eher eine Art Espresso) und Kuchen serviert. Oder man macht es wie jüngere Tante E.: es wird Kuchen gebacken, aufgeschnitten in die Küche gestellt und jeder nimmt sich im Vorbeigehen etwas, wenn er in der Küche ist. Lange überleben die allerdings nie ;-)

Hier habe ich für Herrn Papa nun diesen Apfelkuchen fabriziert. Dazu werden die geraspelten Äpfel ein wenig gekocht und dann auf eine Lage Hefeteig gelegt und mit einer zweiten Lage desselben Teiges belegt. Ruhen lassen, backen, köstlich! Was Frau Mama und mich überrascht hat, ist, dass es mit Hefeteig gemacht, weil der Kuchen weder danach schmeckt noch aussieht! Leider hab ich den Fehler gemacht und ca. 250 ml Milch genommen, was für die 500 g Mehl viel zu viel war, aber was bin ich auch so blöd und folge Tantchens Anweisung mit „ein Wenig lauwarmer Milch“ nicht. Also wirklich nur maximal eine halbe Tasse Milch benutzen. So musste ich noch extra Mehl unterkneten und konnte die saure Sahne nicht unterrühren, die bestimmt eine interessante Note gegeben hätte.

Trotz allen Widrigkeiten ein wunderbarer Kuchen, der genauso schmeckte wie bei den Tanten! Leicht zu machen, trotz der Hefe nicht zeitintensiv und für jeden Geschmack anpassbar. Sehr süß machen oder nicht, Zimt rein oder nicht, Rosinen ja oder nein, Vanille ja oder nein! Ein großartiger Kuchen, unbedingt ausprobieren!

Almás pite

Für den Teig:
500 g Mehl (hier: Vollkornmehl)
200 g Margarine
150 g Zucker
30 g Hefe
2 Eier
Milch oder saure Sahne

Für den Belag:
1 kg Äpfel
Zucker
Zimt
Zitronenschale

Puderzucker

(1)  Die Äpfel raspeln wir, nach Geschmack zuckern, mit Zimt, Zitronenschale würzen und in einem Topf kochen.
(2)  Die Hefe in ein wenig lauwarmer, gezuckerter Milch gehen lassen.
(3)  Das Mehl mit der Margarine zerbröckeln, dann den Zucker, die Eier und das Hefegemisch zugeben. Mit Milch oder saurer Sahne zu einem Teig verkneten. Den Teig teilen.
(4)  Den einen Teil ausrollen und in einer großen gefetteten und ausgemehlten Auflaufformform* legen. Die ausgekühlte Apfelmasse darauf streichen, den ausgerollten anderen Teig darauf legen. Mit einer Gabel einstechen.
(5)  30 Minuten ruhen lassen und bei 180-190 Grad goldbraun backen (dauert ca. 15-25 Minuten).
(6)  Mit Puderzucker bestreuen!

Guten Appetit!

Quelle: Familienrezept

Geschmack: ++++
Zeit: ++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

* In Ungarn sind das sogenannte „Tepsi“-Formen. Das sind längliche Auflaufformen aus Metall, die man für Kuchen, Aufläufe, Braten etc. nutzt. Ähnlich diesen hier.

Ein missglückter Versuch von Anrichten

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