Archiv für den Tag 13. November 2008

Zimtschnecken oder Nennt mich Yogi Bär

Ein Haufen Zimtschnecken

Ein Haufen Zimtschnecken

Letztens fragte Freundin M., ob ich ihr etwas backen könnte. Nachdem sie einige Blogs durchstöbert hatte und Zimtschnecken entdeckte, hatte sie das dringende Bedürfnis, welche zu essen. Eigentlich wollte ich zu Freundin S. Geburtstag nach Lüneburg fahren und ihr zum Geburtstag ein paar Kakao- und Zimtschnecken backen, aber da das leider nicht klappte, haben Mitbewohnerin U., Freundin M. und ich nur eine Portion Zimtschnecken nach dem rikes Rezept von Genial lecker gebacken.

Leider gibt es kein Geruchsbloggen, sonst hätte ich den wahnsinnig guten Duft, der unsere kleine Wohnung durchströmte sofort verbloggt. Schon der rohe Hefeteig duftete gut und dann erst die fertig gebackenen Schnecken als sie aus dem Ofen kamen. Großartig! Bin doch eindeutig sehr nasegesteuert. Herr Papa nennt mich nicht umsonst Yogi Bär, dieser Zeichentrickbär, der nicht mehr zu halten war sobald er Essen roch. Wenn ich in der Heimat bin, geht mir das auch so. Sobald guter Duft von Frau Mamas Essen in mein Zimmer dringt, kann ich nicht anders als in die Küche zu gehen und zu gucken was es gibt ;-)

Aber zurück zu den Schnecken. Vor Hefeteig an sich hab ich nicht soviel Respekt, ist mir bisher immer aufgegangen *aufholzklopf* Aber ich verschätze mich regelmäßig mit der Flüssigkeit, meistens werden die Teige zu klebrig, so dass ich immer noch Mehl dazu geben muss :-/ Frau Mama meinte, sie hätte ein Rezept von  meiner ungarischen Großmutter, dass eigentlich immer funktioniert, muss das mal zu Hause suchen! Aber das Rezept hier hat wunderbar funktioniert. Es wurde ein perfekter kleiner Hefeteig, mit genau der richtigen Flüssigkeitsmenge, der im kurz vorgeheizten Ofen (unsere Wohnung ist doch eher kühl und zugig) wunderbar zur doppelten Größe aufging! So macht backen Spaß! Der fast nicht klebrige Teig wurde ausgerollt, mit Butter bestrichen und Zimt-Zucker bestreut, aufschneiden, backen, köstlich! Wirklich einfach! Leider haben wir vergessen die Zimtschnecken mit Ei-Waser zu betreichen, wodurch nicht glänzten, aber tat dem Geschmack gar keinen Abbruch! Wird in Zukunft öfters gemacht und wie man in einigen Artikeln lesen konnte, kann man sie auch einfrieren. Toll!

Schwedische Zimtschnecken

Für den Teig:
1 Würfel Hefe
300 ml lauwarme Milch
105 g Zucker
120 g Butter
1 Ei
1 TL Salz
1 EL gemahlener Kardamom (hier: weggelassen, da keiner im Haus)
750 g Weizenmehl

Für die Füllung:
100 g weiche Butter
45 g Zucker
2 EL Zimt

(1) Für den Teig einen Vorteig bereiten. Dazu die Hefe in die Milch bröseln, mit etwas Zucker mischen und etwa 15 Minuten gehen lassen.
(2) In der Zwischenzeit die Butter zerlassen, mit dem Vorteig und den restlich Zutaten vermischen. Einen glatten Teig kneten (sollte an einen Babypopo erinnern *g*). Ein sauberes Tuch drüber legen, an einen warmen, zugfreien Ort stellen und gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat (hier: ca. 45 Minuten).
(3) Den Teig ca. 3 mm dick ausrollen, mit der sehr weichen Butter bestreichen und dem Zimt und Zucker bestreuen. Teig aufrollen und in ca. 2 cm breite Scheiben schneiden.
(4) Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen, die Scheiben mit den Schnittflächen nach oben mit genügend Abstand verteilen. Wiederum mit einem Handtuch abdecken und nochmals gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
(5) Den Ofen auf 220 Grad vorheizen.
(6) Auf mittlerer Schiene jedes Blech ca. 5-10 Minuten backen.

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

%d Bloggern gefällt das: