Linsenbolognese

Linsenbolognese gaanz nah

Linsenbolognese gaanz nah

Ich esse eigentlich ziemlich viel, bin nicht sonderlich wählerisch, aber es gab so einige Dinge, die ich als Kind nie nicht gegessen hätte. So etwas waren Linsen, mit Linsensuppe konnte man mich jagen! Furchtbares Zeug, fiese Konsistenz, nee nee, nicht mit mir! Vor zwei Jahren die Wende, ungarische Tante M. kochte Linsensuppe: Hmmm … Muss das sein? … Mag ich eigentlich nicht … Onkel Z. meinte: „Schmeckt wie Bohnensuppe nur kleinere Bohnen.“ … Hmmm *skeptischsei* … Okay, ich probier mal! Und tatsächlich, schmeckte wie normale Bohnensuppe. Die Konsistenz war auch nicht so seltsam wie in meiner Erinnerung. Ich sollte den kleinen Hülsenfrüchtchen wohl mal ’ne Chance geben.

Hatte mir also eine Packung getrockneter roter Linsen gekauft, da sie laut den Rezepten, die ich gelesen hatte, nicht so ewig einweichen und kochen müssen wie braune Exemplare. Kommt mir sehr entgegen. Hatte ich also dieses Vorratsglas mit Linsen und da ich sehr bald umziehe und neben meinem ganzen Zeugs (Bücher, Bücher und nochmals Bücher *seufz*) nicht auch noch Essensvorräte mit umherschleppen will, sollten die Vorräte mal so langsam verbraucht werden (fragt ja nicht nach dem Nudelvorrat unterm Bett *grübel*). Im Buch „Ich koche …“ von Herrn Mittagesser, das ich sehr schätze, hatte mich die orientalisierte Linsenbolognese angelacht, es muss ja nicht immer Fleisch sein.

Und was soll ich sagen, toll! Extremst lecker, wird ins Repertoire aufgenommen! Geht schnell, ist unkompliziert, schmeckt gar köstlich, ist gesund und farbenfroh! Großartigst! Die Süße der getrockneten Aprikosen und der Kreuzkümmeln bringen genau den richtigen Kick im Zusammenspiel mit den Linschen! Zwar fehlte der Salbei, wurde aber durch Rosmarin ersetzt, der ebenfalls sehr gut passte. Auch die beiden Mitbewohnerinnen waren sehr begeistert!

Linsenbolognese – Istanbulognese (4 Portionen)

1 große Zwiebel
2 Stengel Salbei (hier: Rosmarin als Ersatz)
10 getrocknete Aprikosen
1 TL Kreuzkümmelsamen
2 EL Olivenöl
200 g rote Linsen
400 g gewürfelte Dosentomaten
1/4 l Gemüsebrühe
2 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer

(1) Zwiebeln und Aprikosen würfeln. Salbei waschen, Blätter vom Stengel zupfen und fein hacken (hier: dasselbe mit Rosmarin).
(2) Einen Topf ohne Öl erhitzen und den Kreuzkümmel darin anrösten bis er duftet.  Das Öl hinzufügen. Dann die Zwiebel und Aprikosen zugeben. Deckel drauf und ca. 5 Minuten auf mittlerer Hitze schmoren lassen.
(3) Während die Mischung schmurgelt, die Linsen in einem Sieb kalt abspülen und abtropfen lassen. Zusammen mit dem Salbei, Tomaten und Brühe in den Topf geben und in 20 Minuten weich kochen. Dabei wird die Sauce wunderbar dick. Mit dem Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Sofort zu Pasta, Gnocchi oder Reis servieren!

Quelle: Sebastian Dickhaut (2007) – Ich koche … Gräfe und Unzer. Seite 125

Geschmack: ++++
Zeit: ++
Zutaten: +++
Schwierigkeitsgrad: +

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3 Kommentare zu “Linsenbolognese

  1. lamiacucina 22. November 2008 um 07:31 Reply

    muss mal gleich unterm Bett nachsehen, irgendwo waren da auch noch Pastavorräte und Linsen hats immer.

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  2. Eva 22. November 2008 um 07:47 Reply

    Na, das klingt doch gut und da ich sowohl rote Linsen als auch alle Arten von Pastagerichten lieber, sage ich einfach mal ‚danke‘ fürs Rezept :-)

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  3. […] Pasta mit orientalischer Linsenbolognese […]

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