Quarktorte – Eine Anleitung für die Tanten

Stück Quarktorte mit Rosinenklumpen

Stück Quarktorte mit Rosinenklumpen

Diese Quarktorte (bzw. Käsekuchen), die es zum weihnachtlichen Nachmittagskaffee gab, ist ein echtes Familienrezept meiner Oma mütterlicherseits. Frau Mama wird zu (fast) jeder Familienfeierlichkeit gebeten, diese Torte mitzubringen, da sie so ziemlich die einzige (neben meiner Wenigkeit) ist, die diese Torte noch zubereitet. Ich weiß nicht, warum die anderen Tanten es nicht machen. Zu aufwendig vielleicht?

Ja, stimmt schon, es ist kein Kuchen, den man innerhalb von 10 Minuten zusammenrührt. Sowohl Teig als auch Füllung verlangen ein bisschen Zeit, sind aber nicht kompliziert zu machen. Der Aufwand lohnt sich! Man wird mit einer wunderbar saftigen Torte belohnt, deren Füllung locker, cremig, fruchtig ist. Mein Lieblingskuchen, definitiv! Mir schmeckt es am nächsten Tag sogar noch besser, wenn der Boden durchgeweicht ist *g* In unserer Version sind Rosinen drin, viele Rosinen, die man bei Nichtgefallen aber auch getrost weglassen kann. Ich kann mir auch vorstellen, dass andere getrocknete Früchte wie Cranberries oder Sauerkirschen in die Füllung passen. Sollte ich bei Gelegenheit mal austesten …

Bei Frau Mama und mir war die Produktion dieser Torte schon immer Gemeinschaftsarbeit. Sie hat den Teig geknetet, was ich nie wirklich mochte und ich hab die Quarkfüllung zusammen gerührt. Auch das reduziert den Aufwand und die Zeit :)

Ich kann nur wärmstens empfehlen, diese Torte einmal nach zu backen!

Quarktorte

Boden:
200 g Mehl
1 Ei
125 g Butter
75 g Zucker
1 Prise Salz
1 Pck. Backpulver

Füllung:
1 Pck. Vanillepuddingpulver
400 ml Milch
3 EL Zucker

1 kg Magerquark
4 Eier
Rosinen
Zucker zum Abschmecken
etwas abgeriebene Schale von Zitrone oder Orange

(1) Aus dem Puddingpulver nach Packungsanweisung einen Pudding kochen, allerdings nur 400 ml Milch benutzen, damit er etwas dicker wird. Abkühlen lassen. Ab und zu umrühren, es sollte keine Haut geben. Der Pudding sollte nicht mehr heiß, aber muss auch nicht ganz kalt sein.
(2) Aus den Zutaten für den Boden einen festen Teig kneten, der an eine Mischung aus Mürbe- und Streuselteig erinnert. Dann den Boden einer Springform damit auskleiden. Dazu trenne ich kleinere Stücke ab und drücke sie mit der Hand fest. Ich lege die Springform mit Backpapier aus, damit der Boden nicht anklebt.
(3) Den Ofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen.
(4) Den Quark mit dem abgekühlten Pudding verrühren. Die Eier dazugeben und gut unterrühren. Nach Geschmack die Rosinen, Zucker und abgeriebener Schale zufügen. Auf dem Boden gießen und glattstreichen.
(5) Im vorgeheizten Ofen ca. 60 Minuten backen. Abkühlen lassen!

Genießen!

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

Komplette Quarktorte

Komplette Quarktorte

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6 Kommentare zu “Quarktorte – Eine Anleitung für die Tanten

  1. Barbara 27. Dezember 2008 um 15:05 Reply

    Ich liebe solche überlieferten Familienrezepte – irgendwie sind es doch die besten. :-)

    Sieht wirklich zum Anbeißen aus.

    Bei meiner Mutter und mir war die Arbeitsteilung genau so, das Teig-Kneten überlässt man gerne anderen… ;-)

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  2. Lieblingstante 27. Dezember 2008 um 16:46 Reply

    Liebe Aniko,
    vielen Dank für das tolle Rezept, es ist aber wirklich einfacher sich die Quarktorte mitbringen zu lassen. Meistens hat man ja bei Familienfeiern genug andere Sachen vorzubereiten. Vielleicht kann ich es auch mal in Teamwork mit Hanna versuchen.
    Liebe Grüße aus HWI

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  3. nysa 29. Dezember 2008 um 22:57 Reply

    ich steh auch total auf familienrezepte ;-) leckerer kuchen. da nehme ich doch ein stückchen!!!

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  4. Linda 13. April 2010 um 10:42 Reply

    Ja, dieser Quarkkuchen sah mir doch genau so aus wie der, den wir früher (zu DDR-Zeiten) immer hatten! Jetzt weiß ich, dass mir bei den „neumodischen“ Quarktorten immer die Solidität fehlte! Am Wochenende hab ich das Prachtstück mal gebacken. Beim Teig hab ich´s mir bissel einfacher gemacht: hab die Butter in der Mikrowelle erwärmt bis sie schön weich (aber nicht flüssig!) war. Der Teig ließ sich ganz easy in die Backform drücken/verteilen, war ein ganz geschmeidiger und gar nicht krümeliger Teig – hat aber total „normal“ geschmeckt. Bei der Zitronenschale war ich wohl ´n bissel zu sparsam. Nächstes Mal nehm ich wahrscheinlich lieber den Saft von einer ganzen Zitrone und evtl. bissel mehr Zucker. Aber das hat dem Ganzen keinen Abbruch getan. Auch wenn die Kinnings die Rosinen rausgepult haben – es war für mich der Kuchen meiner Kindheit! Danke!

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  5. Kirsten 2. April 2011 um 09:30 Reply

    Mensch, Deine Quarktorte ist fast genau wie die, die in meiner Familie auch immer wieder gerne gebacken wird! Ist bei uns auch ein überliefertes Rezept von meiner Oma, das sowohl meine Mama als auch ich ab und zu backen. Einziger Unterschied bei uns: Die Quarktorte backen wir ohne Boden – das reduziert auch noch mal den Arbeitsaufwand ;o) Rosinen und abgeriebene Zitronenschale sind dagegen wirklich ein Muss. Mhm, das könnte ich auch mal wieder backen :-)

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  6. […] gebt mir eine einfach Erdbeertorte, jawoll ja – mit Tortenguss! Oder am allerliebsten Omas Quarktorte! Aber die lohnt sich leider nicht für mich alleine, da sind Kuchen, die sich hübsch portionsweise […]

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