Archiv für den Tag 28. Dezember 2008

Zitronensorbet

Zitronensorbet

Zitronensorbet

Als Dessert zum unserem Weihnachtsessen dachte ich an etwas Frisches. Da kam mir ein Rezept aus Jamie Olivers „Genial Italienisch“ gerade recht. Zitronensorbet – mmh. Bin ja eigentlich nicht so der Fan von Wassereis (Sorbet ist ja eigentlich nichts anderes als Wassereis mit Geschmack, oder?), aber da es eine Milchkomponente durch den Mascarpone hatte, wollte ich den Versuch wagen. Hatte mir extra das Rezept abgeschrieben, wozu soll ich für ein Rezept ein ganzes Buch mitschleppen. Die Mengenangaben der einzelnen Zutaten hatte ich auch noch im Kopf und auch die grobe Vorgehensweise, aber leider nicht mehr die Zeiten. So hab ich den Zuckersirup viel zu lange kochen lassen und nachdem er etwas abgekühlt ist und ich den Zitronensaft zugegeben habe, wurde es prompt wieder fest. Mist! Also hab ich den gesamten Saft hinein gegeben und nochmal bei mittlerer Hitze so lange erhitzt bis sich der kristallisierte Zucker wieder aufgelöst hat. Hat funktioniert, Glück gehabt! Schnell restlichen Zutaten hinzu gefügt und eingefroren. Auch die Konsistenz war anders. Ich denke es war sehr viel cremiger als eigentlich gewollt, aber nicht minder großartig! Wenige Zutaten, einfache Zubereitung, klarer Geschmack! Ich liebe solche Gerichte! Wozu gefühlte 17 Geschmackskomponenten, die man dann doch nicht heraus schmecken kann. Jedenfalls hat es auch der Familie sehr gut geschmeckt und wird definitiv ins Repertoire aufgenommen!

Sorbetto di limone – Zitronensorbet (6 Portionen)

200 g Zucker
200 ml Wasser
200 ml Zitronensaft (hier 3-4 Zitronen)
1 Bio-Zitrone; abgeriebene Schale
1 EL Mascarpone, gehäuft

(1) Ein flaches 20-25 cm Gefäß (Metall) vorher einfrieren.
(2) Den Zucker und das Wasser in einen Topf geben, aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze 5 min simmern lassen. Wenn die Flüssigkeit klar und sirupartig gibt, vom Herd nehmen und 15 min lang abkühlen lassen. Den Zitronensaft und -schale hinzufügen. Die Mascarpone dazugeben und gut verrühren bis alles miteinander verbunden ist. Abschmecken, wenn zu sauer mehr Zucker.
(3) In das vorgefrorene Geschirr geben und zurück in den Tiefkühler geben. Mindestens 1 Stunde darin lassen. Wenn es angefangen hat zu gefrieren mit einer Gabel ankratzen. Das jede Stunde für die nächsten 3 Stunden machen, danach ist es fertig zum Essen. Es kann mit Frischhaltefolie bedeckt 2 Tage im Tiefkühler bleiben. Länger und es bilden sich Eiskristalle.

Solo servieren und mit frischen pürierten Himbeeren als Sauce.

Quelle: Jamie Oliver (2005) – Jamie´s Italy. Penguin books

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

Heiligabend – Fondue mit Saucenexperiment

Fondueteller mit zweierlei Saucen

Fondueteller mit zweierlei Saucen

Bei uns in der Familie gibt es kein traditionelles Heiligabendessen. Früher als meine deutsche Oma noch lebte und über die Feiertage bei uns war, wurde von Herrn Papa Karpfen nach ungarischer Art zubereitet, da sie das gerne mochte. Dazu gab es einfache Kartoffeln und für uns Kinder noch extra gekochte Möhren und Spiegelei, da weder Zwerg noch ich uns mit Fischfleisch und Gräten anfreunden konnten.

Dieses Jahr gab es mal wieder Fondue. Traditionell ist es bei uns ein Fettfondue, in dem wir Wiener Würstchen, Bratwurst, kleine Hackbällchen und ca. 2 cm große Schnitzelfleischstückchen garen. Die Würstchen schneiden wir meistens so ein, dass kleine Kraken entstehen beim Braten :) Sind eben doch noch große Spielkinder *g*

Dazu hab ich mir bei Chefkoch zwei Saucen rausgesucht, die einfach und gut vorzubereiten waren. Als erstes eine schnelle Honig-Senf-Dill-Sauce. Die kannte ich bisher nur aus der Flasche und fand ich immer sehr lecker. Aber kann ja nicht so kompliziert sein, die selbst herzustellen. War es auch nicht und so lecker!

Honig-Senf-Dill-Sauce

3 TL Honig (nicht zu geschmacksintensiv), etwas festere Konsistenz
4 TL mittelscharfer Senf
½ Bund Dill, feingehackt

Alle Zutaten zu einer geschmeidigen Sauce verrühren.

Geschmack: +++
Zeit: +
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

Als zweite Sauce lachte mich eine Preiselbeer-Meerrettich-Sauce an. Ich bin ja eh ein Freund von Marmelade mit einer gewissen Schärfe. Also die Grundzutaten angeguckt und selbst zusammen gerührt. Es ist eine großartige Sauce, eine sehr gute Kombination aus den verschiedenen Geschmäckern, nett abgemildert durch die Sahne. Werd ich definitiv wieder machen, wenn es mal wieder Fondue oder Gegrilltes geben sollte.

Preiselbeer-Meerrettich-Sauce

1 TL Senf
5 TL Preiselbeermarmelade
2-3 TL Meerrettich aus dem Glas oder ein bisschen frisch geriebener
ca. 50 ml Sahne

Alle Zutaten bis auf die Sahne miteinander verrühren. Abschmecken, ob der Schärfegrad gefällt. Die Sahne aufschlagen und unterheben.

Geschmack: +++
Zeit: +
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

Es hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht, auch wenn man danach so ein bisschen nach Pommesbude riecht und natürlich wie  immer viel zu viel gegessen wird. Aber es war Weihnachten :)

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