Archiv für den Monat Januar 2009

Diós piskotaholdocskák – Ungarische Walnussmöndchen

Diós piskóta ohne Monde

Diós piskóta ohne Monde

Ich habe mir vorgenommen mehr zu backen, also Kuchen, obwohl mich Brote auch reizen, aber da hadere ich noch. Und da ich jetzt einige Kollegen habe, werden die als Kuchenversuchskaninchen herhalten müssen *g* Als erstes habe ich einen Kuchen gebacken, den ich aus Ungarn kenne. Piskóta (kenne leider keine vernünftige Übersetzung) ist ein supersimpler Teig, den jede ungarische Hausfrau (und wahrscheinlich auch -mann) kennt. Es werden wirklich nicht viele Zutaten benötigt, die man normalerweise alle im Haus hat. Auch kann der Kuchen wunderbar abgewandelt werden, nussig im Winter, fruchtig mit Sauerkirschen, Johannisbeeren etc. im Sommer, mit Äpfeln und Pflaumen im Herbst. Nur die eigene Phantasie setzt einem Grenzen!  Die Zubereitung geht auch echt fix, falls man wenig bis keine Zeit hat. Idealer Kuchen also für gestresste Menschen, die trotzdem gerne ein leckeres Stück Kuchen genießen wollen. Hiermit winke ich mal ganz unauffällig mit einem Zaunpfahl zu meinen Eltern rüber, die die Wochenendkuchentradition mit selbstgebackenem Kuchen sehr haben schleifen lassen seit Zwerg und ich ausgezogen sind.
Eigentlich sollte dieser Kuchen in einem Tepsi (ausgespr. Täpschi) gebacken werden. Das ist eine ungarische Allzweck-Auflaufform, die für alles benutzt wird: Kuchen, Braten, Aufläufe, Fisch etc. und ich gehe davon aus, in nahezu 100% der ungarischen Haushalte vorhanden ist. Leider besitze ich so  eine Form noch nicht, aber im nächsten Ungarn-Urlaub werde ich etwas Platz im Koffer lassen und einen Tepsi mitbringen *jetztschonfreu*

Diós piskotaholdocskák (ausgespr. Diohschpischkotaholdotschkahk), frei übersetzt „Walnussmöndchen“,  ist ein leckerer, saftiger, lockerer Kuchen, den man eigentlich noch in Halbmonde ausstechen sollte, aber dazu fehlte mir an jedem Morgen wirklich die Gedud ;-) Die Kollegen jedenfalls fanden es sehr lecker und die Stücke waren auch wirklich schnell verputzt :) Wie gesagt mal ausprobieren! Bei mir ist er jetzt samt Variationen im Standardrepertoire!

Diós piskótaholdacskák

3 Eier, getrennt
250 gr Zucker
250 gr Mehl
100 gr Butter/Margarine
100 ml Milch
1 Packg. Backpulver
100 gr Walnüsse, gehackt

(1) Ofen auf 180° vorheizen.
(2) 3 Eigelb mit Zucker und Butter schaumig schlagen. Die Milch unterrühren.
(3) Eischnee steif schlagen. Hälfte vom Eischnee und Mehl unterrühren. Dann die zweite Hälfte vorsichtig unterrühren.
(4) In eine gefettete Tepsi-Form (oder größere Auflaufform) füllen. Die gehackten Walnüsse obenauf streuen!
(5) In den Ofen schieben und ca. 20 Minuten backen.
(6) Abkühlen lassen und mit entweder in eckige Stücke schneiden oder mit einem runden Ausstecher kleine Halbmonde ausstechen.

Verzierung: Streifen mit geschmolzener Schokolade machen oder einfach mit Puderzucker bestäuben.

Quelle: Familienrezept

Geschmack: ++++
Zeit: ++
Zutaten: +
Schwierigkeitsgrad: +

Sellerieflan

Sellerieflan

Sellerieflan

Endlich komme ich mal wieder dazu an einem Blogevent teilzunehmen, nachdem der November und Dezember doch stressig waren. Und der „Knollensellerie“-Event im Gärtnerblog betreut durch Barbara kam mir gerade recht! Barbara, danke für die Ausrichtung!

Knollensellerie

Ich liebe Knollensellerie! In jeder Form! Roh, als Salat, gekocht in Suppen, gebacken im Ofen, paniert und frittiert, vollkommen egal! Aber für den Event wollte ich was anderes, nicht das allbekannte. Also bin ich auf die Suche gegangen. Erst die Kochbücher durchforstet, hmm nix. Dann bei den Küchengöttern gesucht und fündig geworden! Ein Sellerieflan lachte mich an! Aber halt, was ist denn bitte in Flan? Schnell bei dem online-Lexikon nachgeguckt: Ha, das ist eigentlich nur eine Art Pudding. Sollte doch zu machen sein :) Die Zutaten waren auch alle da. Also losgelegt!

Die Zubereitung hört sich komplizierter als es letztendlich ist. Eigentlich muss man nur den Sellerie kochen mit Sahne und Eiern vermischen. Ein geschlagenes Eiweiß drunter heben und ab in die Förmchen damit :) Warum auch immer, irgendwie gestaltet sich das Aufschlagen des Eiweißes bei mir immer kompliziert. Wird irgendwie nie richtig steif bzw. hat dann unten noch flüssige Bestandteile *grummel* Habe den Verdacht, dass es auch an den Behältnissen liegt in denen ich es aufschlage, weil ich dort mit keinem Schneebesen der Welt vernünftig in alle Ecke/Rundungen komme. Brauche doch dringend noch so normale Rührschüsseln *g*

Aber ich schweife ab. Die vorgesehen 4 Förmchen mit 200 ml Fassungsvermögen gibt mein Haushalt leider nicht her, stattdessen hab ich mein Muffinbackblech bemüht und einfach kleine Flans (Flane? Fläne? Wie ist denn bitte der Plural?) gebacken. Ging auch sehr gut. Als kleine Abwandlung habe ich ein wenig gehackte Petersilie dem Teig hinzugefügt. Kam mir doch ein wenig farblos vor.

Als Resultat bekam ich wunderbare kleine Flans, die cremig-leicht auf der Zunge zergingen und eine feine Sellerienote hatten. Toll! Dazu eine milde Tomatensauce und die Vorspeise ist perfekt! Sie schmecken auch lauwarm oder kalt, perfekt für mehrgängige Menues :) Solltet ihr unbedingt mal nachkochen!

Sellerieflan (für 4 Personen als Vorspeise)

500 g Knollensellerie
1 EL Butter
100 ml Geflügelbrühe (hier: Gemüsebrühe)
Salz
1/4 TL Fünfgewürz-Pulver
3 Eier
100 g Sahne
Cayennepfeffer

hier: zusätzlich 2 TL gehackte Petersilie

(1) Die Sellerie schälen und würfeln. Die Butter in einem Topf erhitzen und die Selleriewürfel anbraten. Mit Salz und Fünfgewürzepulver würzen. Die Brühe angießen und im offenen Top 10-15 Minuten weich kochen.
(2) 4 Förmchen á 200 ml Inhalt buttern (hier: 8 Muffinblechmulden). 1 Ei trennen und das Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen. Den Backofen auf 200° vorheizen. Den gekochten Sellerie (inklusive der restlichen Kochflüssigkeit) mit der Sahne, dem Eigelb, den restlichen Eiern und der gehackten Petersilie pürieren. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen. Den Eischnee unterheben und die Masse in die Förmchen gießen.
(3) Im Ofen 30 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen und stürzen.

Heiß, lauwarm oder kalt servieren!

Dazu: Tomatensauce

Quelle: Küchengötter

Geschmack: ++++
Zeit: ++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

Impro-Kochen: Winterofengemüse – Extra für D.

Winterliches Ofengemüse

Winterliches Ofengemüse

Gestern war meine liebe Freundin D. hier, die mit mir zusammen im Wohnheim in Göttingen lebte. Mein erster Übernachtungsgast *freu* Dieser Besuch sollte gleichzeitig ihr Geburtstagsgeschenk von mir sein; lecker Essen und Kinobesuch.  Da D. wegen doofen Zugfahrzeiten erst gegen 20 Uhr angekommen ist, obwohl wir just zu dem Zeitpunkt eigentlich schon im Kino sein wollten, wurde die Abendplanung etwas nach hinten verschoben. Die Zutaten fürs Essen hatte ich größtenteils schon vorbereitet als D. im Zug saß, so dass ich nur noch schnell die  Zitronen-Ahornsirup-Olivenöl-Marinade über das Gemüse geben  und das ganze dann im Ofen schmurgeln musste. Herausgekommen ist ein wunderbares Ofengemüse, schön weiche Knollen, würzig und trotzdem schmeckte man noch die einzelnen Zutaten raus. Als fleischliche Beilage habe ich noch schnell marinitierte Hähnchenspießchen gemacht, die nur in der Pfanne gebraten wurden und zusätzlich einen frischen Gurken-Minze-Joghurt, falls der Rest doch etwas trocken und erdig geworden wäre. Ein sehr schönes, leckeres Winteressen, das wirklich schnell vorzubereiten ging und D. und mich richtig glücklich gemacht hat :)

Danach waren wir noch in „Sieben Leben“ mit Will Smith, wo jede von uns doch das ein oder andere Tränchen vergoss! *seufz* Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde (01:30h morgens) fuhr auch keine Straßenbahn mehr, so dass wir noch einen frühmorgendlichen Verdauungsspaziergang durch Kassels „schöne“ Innenstadt nach Hause genießen durften ;-) Es war ein richtig toller Abend und wir konnten mal wieder in Ruhe über alles reden! So ein Abend/Tag schreit geradezu nach Wiederholung! Danke D.!

Und um D.s Rezeptrepertoire zu erweitern, hier die Rezepte zu allen Bestandteilen:

Winterliches Ofengemüse (2 großzügige Portionen)

4 Möhren
6 mittlere Kartoffeln
2 große Petersilienwurzeln
2 Zwiebeln
1 kleine Chilischote (bei besserem Scharfessenvermögen gerne auch mehr)
1 TL getrockneter Rosmarin (gern auch frischer, gehackt)
1/2 Zitrone, Saft
2-4 TL Ahornsirup (Honig geht auch)
ca. 3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

(1) Den Ofen auf 200 ° vorheizen.
(2) Das Gemüse schälen. Die Möhren, Petersilienwurzeln und Kartoffeln in ca. gleich große, grobe Stücke schneiden. Die Zwiebel achteln und versuchen durch das Wurzelstück die Zwiebelachtel zusammen zu halten. Die Chili fein hacken.
(3) Das Gemüse mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel gut mischen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech gleichmäßig verteilen.
(4) Im Ofen 40-45 Minuten backen. Mit einer Gabel probieren, ob die Gemüse schon durch sind.

Sofort heiß servieren!

Geschmack: ++++
Zeit: ++
Zutaten: +
Schwierigkeitsgrad: +

Anmerkung: Kann man natürlich auch mit anderen Sorten machen, Sellerie beispielsweise oder im Sommer mit Zucchini. Auch bei den Gewürzen ist Variation möglich, vielleicht ein bisschen orientalisch werden mit Kreuzkümmel oder Ras-el-hanout oder Garam masala. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Hähnchenspießchen (2 Portionen)

2 Hähnchenbrustfilets
1/2 Zitrone, Saft
Schluck Olivenöl
Salz, Pfeffer

4 Holzspieße

(1) Hähnchenbrustfilets vom Fett, Sehnen etc. befreien. In 1-2 cm dicke Streifen schneiden (längs), sollte eine gerade Anzahl von Streifen sein). Diese gleichmäßig wellenförmig auf die Spieße stecken.
(2) In einer Schale mit dem Zitronensaft und Olivenöl einige Minuten marinieren (10-20 Minuten).
(3) Eine Pfanne erhitzen. Die Spießchen hineingeben und salzen und pfeffern. Darin von jeder Seite goldbraun braten bis sie gar sind.

Sofort servieren!

Gurken-Minzjoghurt (4 Portionen)

1/3 Salatgurke
250-300 ml Naturjoghurt
Salz, Pfeffer
einige Stengel frische Minze oder ca. 1 TL getrocknete Minze

Die Salatgurke schälen und fein würfeln. Die Blätter der Minze abstreifen und fein hacken. Alles zusammen mit dem Joghurt verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen!

Auch gut zu Fladenbrot, Popadams, Currys oder anderen nahöstlichen Speisen.

Kichererbsencurry

Klecksendes Kichererbsencurry

Kichererbsencurry mit pittoresken Klecksen

Dies hier war mein allererstes Gericht, dass ich speziell für den Blog photographiert hab. Damals noch in der Göttinger WG und von ehemaligem Mitbewohner F. ausgesucht. Und er hat  mit diesem Kichererbsencurry eine gute Wahl getroffen. Kichererbsen hatte ich so in ganzer Form noch nicht gekostet und war ein wenig skeptisch, aber völlig zu Unrecht. Es ist ein sehr leckeres Curry, das ziemlich schnell zusammengeköchelt ist.  Vielleicht ist es noch erweiterbar um einige Zutaten wie Paprika oder Zucchini. Dazu frisches Fladenbrot oder Naan. Ein Gedicht! Auch einen frischen Minzjoghurt dazu stelle ich mir sehr gut vor :) Das schöne an Curries ist ja, dass man sie abwandeln kann. Wenn jemand wie meine Wenigkeit nicht so scharf essen kann, einfach weniger

Hier noch ein paar Informationen für Kichererbsen-Skeptiker, die vielleicht noch ein paar Gründe zur Überzeugung brauchen :-) Kichererbsen sind ziemlich gesunde kleine Früchtchen. Sie enthalten ca. 20% Eiweiß, 40% Kohlehydrate, außerdem noch Vitamin B1, B6, Folsäure und einige essentielle Aminosäuren, z.B. Lysin, Threonin oder Cystin. Man kann sie entweder schon gekocht in Dosen kaufen oder getrocknet. Dann müssen sie allerdings noch über Nacht in kaltem Wasser einweichen und gekocht werden, was einiges an Zeit und Planung erfordert. Es wurde mir aber berichtet, dass kein großer Unterschied zwischen eingedosten und getrocknet-gekochten Kichererbsen besteht . Für alle Kichererbsen-Neulinge einfach mal ausprobieren! Schmecken gut, haben eine etwas mehlige Konsistenz und sind dazu noch gesund. Was will man mehr!

Nebenbei bemerkt ist dies ein hervorragendes Beispiel von gekonnt minimalistischer Tellerklecks-Kunst, die, wie bei Kulinaria Katastrophalia bemängelt wurde, hier zu wenig Beachtung findet ;-) Wenn ihr meine Küche, im Speziellen meinen Herd, nach Kochaktionen sehen könntet *g*

Kichererbsencurry (4 Portionen)

2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
1 EL geklärte Butter oder Öl
1 TL Chilipulver
1 TL Salz
1 TL Kurkuma
1 TL Paprikapulver
1 EL gemahlener Kreuzkümmel
1 EL gemahlener Korianer
880 g Kichererbsen aus der Dose, abgetropft
440 g gehackte Tomaten aus der Dose, mit Saft
1 TL Garam masala

(1) Zwiebeln abziehen und in feine Ringe schneide. Den Knoblauch ganz fein hacken. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelringe mit dem Knoblauch bei mittlerer Hitze weich dünsten.
(2) Alle Gewürze bis auf das Garam masala in den Topf geben und ca. 1 Minute mitbraten.
(3) Die Kichererbsen und Tomaten zugeben, gut verrühren. Mit geschlossenem Deckel bei schwacher Hitze 20 Minuten garen. Das Garam masala zugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen.

Dazu: frisches Weißbrot, Naan, Minzjoghurt

Quelle: Thomas Heider (Hrsg.) 1997: Das große Buch der vegetarischen Küche. Könemann Verlagsgesellschaft

Geschmack: +++
Zeit: ++
Zutaten: +++ (die Gewürze hat vielleicht nicht jeder im Haus)
Schwierigkeitsgrad: +

Rätselhafte Küchenobjekte oder Höhere Mathematik für Hobbyköche

Rätselhafte Temperatureinstellung

Rätselhafte Temperatureinstellung

Kann mir jemand sagen, wie ich hier 220° oder 190° einstellen soll? Kann mein Herd etwa eine Temperatur von 270° und mehr erreichen? Wie soll ich dieses „MAX“ rauskriegen, wenn sich innerhalb der Temperatureinstellungen 3 unterschiedliche Skalen verstecken? von 0-100° in 10er Schritten, dann 20 Einheiten von 100 bis 180°, dann wieder 5er Striche von 180 bis 200. Der nächsten 5 Schritte zeigen die Temperatur von 200 bis 235° an. Und von 270 bis MAX sind es wieder 10 Striche. Welcher Ingenieurshonk ohne Ahnung hat sich denn das ausgedacht? Wollte da jemand kreativ sein? Mag da jemand keine Hobbyköche oder Haushaltsführende Menschen? Ich bin verwirrt … und backe nach gut Glück mit diesem Herd.

Rosenkohlgratin

Ein Viertel Rosenkohlgratin mit Spätzle

Ein Viertel Rosenkohlgratin mit abtrünniger Spätzle

Die Menschheit scheint sich in Bezug auf Rosenkohl in zwei Lager zu spalten: Hasser und Liebhaber :-) Ich gehöre definitiv zu den Liebhabern, wie meine gesamte Sippe. Gibt bei uns regelrechte Kämpfe um die kleinen Köpfchen, wenn es ihn mal zum Familienmittag geben sollte *g* Ich hatte also noch ein halbes Netz Rosenkohl  von einem anderen Rezept (wird bald verbloggt) übrig und wollte diesen nicht einfach nur langweilig kochen. Also in den Kochbüchern gestöbert und in einem kleinen Aufläufe-Buch dieses Gratin erspäht! Beim ersten Überfliegen hab ich das Rezept nicht richtig gelesen und dachte, es kämen Kartoffeln rein. Also schon ein Netz Kartoffeln gekauft. Beim zweiten genaueren Blick auf das Rezept habe ich bemerkt, dass man ja Spätzle braucht! Ts, mit meiner Aufmerksamkeit ist es auch nicht mehr soweit her *g* Dieses Rezept war also mehr oder weniger der Anlass meiner Spätzle/Galuska-Produktion :)

Wegen fehlenden Mitessers wurde das Rezept ohne Probleme halbiert. Herausgekommen ist ein wunderbarer Auflauf, der noch schön bissfesten Rosenkohl enthält. Die weichen Spätzle und knackigen Walnüsse bilden einen schönen Kontrast dazu. Besonders die etwas bitteren Walnüsse machen sich sehr gut und geben nochmal einen Geschmackskick. Dadurch, dass der Guss nicht mit Sahne, sondern mit Milch zubereitet wird, ist dieses Gratin auch nicht so mächtig! Nur die Käsemenge wurde an den gesteigerten hiesigen Verbrauch angepasst, 50g für den gesamten Auflauf ist mir doch zu wenig ;) Er ist auch wirklich sehr schnell vorzubereiten, innerhalb von 20 Minuten und muss dann nur noch die 40 Minuten im Ofen vor sich hin schmurgeln :-)

Rosenkohlgratin (4 Portionen)

600 g Rosenkohl (TK oder frisch)
1 Zwiebel
40 g Walnusskerne
100 g Gouda
Salz
400 g Spätzle (aus dem Kühlregal oder aus der Tüte gekocht)

Für den Guss:
1 Zweig Thymian (hier: 1 TL getrockneter Thymian)
400 ml Milch
4 Eier
Prise Muskatnuss
Salz
Pfeffer

Butter für die Form

(1) Ofen auf 190 ° vorheizen. Die Auflaufform einfetten.
(2) Den Rosenkohl putzen und halbieren. In wenig kochendem Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren. Abgießen. Die Zwiebel fein würfeln, die Walnusskerne mittelfein hacken. Den Käse reiben. Diese Zutaten mit der Hälfte des Käses  und den Spätzle mischen und in die Auflaufform geben.
(3) Für den Guss die Thymianblättchen vom Zweig zupfen und mit den restlichen Guss-Zutaten gut verrühren. Gleichmäßig über den Auflauf verteilen und den restlichen Käse drüber streuen.
(4) Im Ofen für 40 Minuten backen lassen.

Sofort heiß servieren!

Quelle: Döpp E., Willrich Ch., Rebbe J. (2006): Aufläufe. GU Küchenratgeber – Gräfe und Unzer

Geschmack: +++
Zutaten: ++
Zeit: ++
Schwierigkeitsgrad: +

So, während ich das jetzt schrieb, ist die letzte Portion von Sonntag auch in meinem Bauch verschwunden. Schmeckt aufgewärmt auch noch gut :-) Aber prompt den Gaumen verbrannt *grummel*

Júhtúrós Galuska – Schafskäse-Spätzle

Júhtúros Galuska

Júhtúros Galuska

Hier ein schnelles Feierabend-Essen aus den Galuska von gestern. Die Idee hab ich aus dem Buch „Zu Gast in Ungarn. Die Kochkunst der Magyaren“ (gibt es nur noch antiquarisch) „geklaut“. Die Spätzle/Galuska (ja, es gehen auch die gekochten aus der Tüte *g*) in einer heißen Pfanne anbraten, Eier darüber schlagen und alles stocken lassen.  Kurz bevor das Ei fest ist, noch zerbröckelten Schafskäse und fein gehackten Dill dazu geben. Wenn der Schafskäse ein wenig geschmolzen ist, schnell servieren! Einfach nach Gefühl arbeiten :) Die frischen Kräuter machen wirklich den Unterschied aus und geben dem Gericht Frische!  Und ja, ich weiß, das Bild sieht nicht sonderlich appetitlich aus *g* Ich mag es trotzdem; diese Variation wird in mein Alltagsrepertoire aufgenommen :)

In Ermangelung von echtem Schafskäse wurde Kuh-Feta genommen und auch Dill war leider nirgends aufzutreiben, weder gefroren geschweige denn frisch. Mist! Also eine TK-8-Kräutermischung benutzt, deren Zusammensetzung an Frankfurter Grüne Sauce erinnert, aber auch wunderbar passte.  Trotzdem werde ich dieses wunderbar schnelle Essen nochmals mit den richtigen Zutaten ausprobieren und eventuell noch ein bisschen saure Sahne oder Schmand darüber geben, damit es ein wenig sämiger wird. Dazu ein paar eingelegte Gurken, aber auch Rote Bete-Salat oder Gurkensalat passen.

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