Archiv für den Tag 3. Januar 2009

Brötchen-Massaker

Brötchen-Massaker

Brötchen-Massaker

Ich gebe es zu: Ich kann kein Gebäck aufschneiden! *schäm* Weder gerade Kuchenscheiben, gleichmäßige Tortenstücke oder Brotscheiben per Hand, noch ein Brötchen, ohne dass es wie gefoltert aussieht. Dieses Talent ist an mir vorbei gegangen. Wenn ich an meine ungarische Oma denke, die immer schick-gleichmäßige Brotscheiben von den großen, weichen ungarischen Weißbroten abschneiden konnte, könnte ich glatt neidisch werden *seufz* Brauche also definitiv noch eine Brotschneidemaschine, weil ewig abgepacktes, geschnittenes Brot aus dem Supermarkt hängt mir auch ausm Hals. Am Besten eine, die man zusammenklappen kann, die nicht so viel Platz wegnimmt. Muss ich mich mal umgucken.

Und genau wegen dieser Talentlosigkeit lasse ich meine Brötchen von anderen Leuten aufschneiden, wenn sie mit mir essen. So hat Herr Papa diese Aufgabe (neben der Orangenschälerei) bei uns übernommen. Heute Abend weigerte er sich allerdings, wollte keine Brötchenkrümel auf seinem Resteessen, ts! *g* Stattdessen hat sich Frau Mama dazu bereit erklärt, aber das Ergebnis war ein wahres Massaker, armes Brötchen ;-)

Rosenkohl-Rindfleischsuppe

Rosenkohl-Rindfleischsuppe mit Blumenköhlchen in der Mitte

Rosenkohl-Rindfleischsuppe mit Blumenköhlchen in der Mitte

Einer der Suppenklassiker in unserer Familie von deutscher Seite ist eine winterliche Rosenkohl-Rindsuppe mit Reis. Wurde schon von meiner Oma gekocht und glücklicherweise wird die Tradition von meiner Mutter weiter geführt. Im Gegensatz zu Ungarn, wo eine Suppe fast immer den ersten Gang darstellt, sind Suppen bei uns die komplette Mahlzeit.

Diese Suppe ist wunderbar einfach zuzubereiten. Alle Zutaten (wirklich nicht viel) putzen, in einen Topf schmeißen, Wasser drauf und langsam köcheln lassen. Klar, man sollte nicht erst anfangen zu kochen, wenn man schon zittrige Hände hat vor Hunger, aber während die Suppe köchelt kann man andere Sachen erledigen. Haushalt beispielsweise oder Briefe schreiben oder Freunde anrufen. Allerdings lohnt es sich nicht diese Suppe für nur ein oder zwei Personen zu kochen. Dafür braucht man keine Suppen ansetzen und schmecken dann meistens auch nicht. Suppen brauchen ein gewisses Volumen, finde ich. Man kann sie ja auch noch am nächsten Tag essen oder einfrieren. Alles kein Problem.

Bei uns werden solche Suppen meistens nur noch mit Frau Mamas „neuem Freund“ gekocht. Dabei handelt es sich um einen tollen Schnellkochtopf, den sich meine Eltern vor zwei Jahren zu Weihnachten gekauft haben. Zur Erklärung, warum gerade zu Weihnachten: Es gibt prinzipiell eine Vereinbarung zwischen den beiden, dass sich gegenseitig nichts geschenkt wird, dafür aber größere Anschaffungen gemacht werden Sachen, die man gerne hätte, aber nicht unbedingt braucht, sich aber sonst nicht leisten würde. Weihnachten 2007 eine schicke K*itchen Aid bei rumgekommen *seufz* *will auch*. Seitdem der nicht mehr so „neue Freund“ im Haushalt ist, wird er wirklich rege benutzt, die ganzen Schmorgerichten, wie Rouladen, Gulasch, Schmorkohl oder Suppen, z.B. Hühnerbrühen werden wesentlich schneller gar. Statt die Rindsuppe 2 Stunden auf kleiner Flamme köcheln zu lassen, wird sie in 20 Minuten plus vorheizen gar. Toll! Großartig! Wenn ich mal irgendwann nicht mehr alleine leben sollte, will ich auch sowas!

Jedenfalls ist diese Suppe wunderbar, wärmt schön von innen. Perfekt für kalte Wintertage. Man hat viel leckeres Gemüse und wunderbar zartes Fleisch. Göttlich! Dringend ausprobieren!

Rosenkohl-Rindfleischsuppe (4 Portionen)

1 Beinscheibe vom Rind
1 Bund Suppengrün
250 g Rosenkohl
1 Zwiebel
1-2 Lorbeerblätter
2-3 Pimentkörner
einige Pfefferkörner
Salz
1 Tasse (125 g) Reis
½ Bund Petersilie

(1) Suppengrün putzen. Möhren und Sellerie schälen und in grobe Stücke teilen. Porree halbieren, auswaschen, in breite Ringe schneiden. Zwiebel abziehen. Alles in den Schnellkochtopf legen. Beinscheibe waschen, dazu tun. Rosenkohl putzen, halbieren und ebenfalls in den Topf geben.
(2) Die Lorbeerblätter, Piment- und Pfefferkörner mit in den Topf schmeißen. Alles gut salzen. Mit Wasser auffüllen.
(3) Den Schnellkochtopf schließen und nach jeweiliger Gebrauchsanweisung verwenden. Bei Frau Mamas muss die Suppe nach dem Erscheinen des zweiten Ringes 20 Minuten kochen. Im normalen Topf 1,5 bis 2 Stunden auf kleiner Flamme köcheln lassen.
(4) Währenddessen in einem Topf Salzwasser zu Kochen bringen und den Reis darin nach Packungsanweisung garen. Abgießen.
(5) Nachdem die Suppe fertig ist, das Fleisch aus der Suppe nehmen und den Reis dazu schütten. Petersilie aus dem Suppengrün fein hacken und über die fertige Suppe streuen.

Das Fleisch entweder kleingeschnitten mit in die Suppe geben und extra als zweiter Gang anbieten mit ein wenig Meerrettich.

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

Gekochte Beinscheibe mit Knochen

Gekochte Beinscheibe mit Knochen und ohne Mark

Das erste Mal (2) …

dass ich Knochenmark gegessen habe. Frau Mama verputzt es immer sofort, ich hab mich da nie dran gewagt, war immer eine komische Vorstellung für mich. Aber, dachte ich mir, irgendwann sollte man alles mal probiert haben. Augen zu und durch! Schmeckte nicht übel, bisschen wie die Brühe in der es gekocht wurde, aber die Konsistenz ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Ein wenig wie Aspik oder Sülze nur weicher. Aber als Sülze/Aspik komm ich auch nicht ran, da schüttelts mich! Hmm, wird so schnell also nicht mehr probiert …

Darüber, worin und wofür das Knochenmark mitgekocht wurde, wird morgen später berichtet :)

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