Archiv für den Tag 14. Januar 2009

Abgekupfert: Herzhafte Apfelpfannkuchen aus dem Ofen

Apfel-Speck-Ofenpfannkuchen

Apfel-Speck-Ofenpfannkuchen, etwas zerrupft

Abgekupfert und variiert trifft es eher. Gleich nachdem ich bei ihr den Apfelpfannkuchen aus dem Ofen gesehen habe, wusste ich: Der muss gemacht werden! Hatte auch erstaunlicherweise grade ein paar Äpfel da (sonst eher selten, bin ja nicht soo derApfelfan) und die restlichen Zutaten sind so simple, dass die eigentlich (fast) jeder im Haus hat. Großartig! Leider war mir dann heute so gar nicht nach süßem Abendessen. Hätt‘ ich eine Suppe da gehabt, hätte es anders ausgesehen, aber da nicht vorhanden, musste ich irgendwie anders zu meinem herzhaften Anteil kommen. Im Kühlschrank befand sich noch eine halbe Packung Frühstücksspeck. Hmm … da war doch was … Genau, diese Pfannkuchen mit Birnen und Speck. Sollte doch auch mit Äpfeln klappen. Hat es auch und zwar ganz hervorragend! Statt des Zimtes wurde als Gewürz noch Thymian zugegeben, der wunderbar passte. Hatte eigentlich überlegt, ob meinen kleinen pflanzlichen Mitbewohner in der Küche ein wenig reduziere …

Rosmarinchen

Rosmarinchen

… aber irgendwie bringe ich das nicht übers Herz. Lebt jetzt schon fast ein Jahr mit mir zusammen. Blüht das zweite Mal. Nein, geht nicht! Bin doch eine gute Botanikerin, ich hab Mitleid mit meinen Küchenkräutern ;-) Also doch getrockneten Thymian *g* Aber wer etwas rigoroser mit seinen Pflänzchen ist, Rosmarin stell ich mir auch sehr gut darin vor!

Heraus kam ein großartiges Abendessen, ich denke eigentlich für zwei Personen, wenn man noch einen Salat dazu reicht. Feldsalat eventuell? Genau die richtige Mischung aus süß und salzig mit einem Hauch von Thymian! Und die Äpfel in einem locker-saftigen Teig gefangen! Toll! Auch perfekt als Feierabendessen! Ging echt schnell! Zwanzig Minuten Vorbereitung, geht zu zweit sicherlich fixer und dann für 20 Minuten in den Ofen. Während der Pfannkuchen im Ofen war noch schnell den Abwasch erledigt :-)

Hier findet ihr das Originalrezept und so wurde meins zubereitet:

Apfel-Speck-Pfannkuchen aus dem Ofen (2 Portionen)

3 Äpfel
50 g Frühstücksspeck/Bacon
3 EL Butter
1/2 TL getrockneter Thymian (geht natürlich auch frisch oder Rosmarin)
1 EL Zucker
2 Eier
100 ml Milch
Prise Salz
50 g Mehl

(1) Ofen auf 220°C vorheizen.
(2) Bacon fein würfeln. Äpfel schälen und klein würfeln.
(3) In einer ofenfesten Pfanne (in meinem Fall eine herd- und ofenfeste Glasform) den Speck auslassen. Die Butter zugeben und schmelzen lassen. Dann die Hälfte der Butter in eine Rührschüssel geben. Die Äpfel zum Speck geben, mit Zucker und Thymian würzen. Unter gelegentlichem Rühren einige Minuten dünsten lassen.
(4) Währenddessen die Butter mit den Eiern und der Milch aufschlagen. Das Salz und Mehl hinzufügen, zu einem flüssigen Teig verrühren.
(5) Über die Apfel-Speck-Mischung gießen und in den Ofen stellen. Circa 20 Minuten backen!

Sofort heiß servieren!

Dazu: Blattsalat

Geschmack: ++++
Zeit: ++
Zutaten: +
Schwierigkeitsgrad: +

Pfannkuchengebirge

Pfannkuchengebirge

Interessante Eigenbeobachtung

Jetzt, da ich an einer Uni arbeite und ich des Mensaessens aber mehr als überdrüssig bin (es bestände die Gefahr, dass ich mich nur noch von Pommes und anderem ungesundes Zeug ernähre *g*), nehm ich mir mittags belegte Brote und rohes Gemüse mit (die Auswahl der Gerichte wird aber auch noch erweitert). Allerdings hab ich festgestellt, dass ich bei meinen drei Hauptmahlzeiten am Tag in dieser Kombination, also Frühstück kalt – Mittag kalt – Abendessen warm, rein von der Menge her mehr esse. Die normale Abfolge kalt – warm – kalt beinhaltet bei mir ca. 1 Scheibe Brot mit Belag – Warmes Mittagessen – 1 Scheibe Brot mit Belag+etwas Gemüse o.ä. abends. Bei der jetzigen Kombination kommen ein paar Scheiben Brot mehrdazu, mehr Zwischendurchesskram, nein nicht nur ungesundes, auch gesundes Zeug wie Gemüse oder Obst, allerdings erhöht sich die Gefahr durch Kekse verführt zu werden ungemein.

Aber trotzdem! Es stört mich! Ich kriege auch viel schneller Hunger, wenn ich mittags nur kalt gegessen habe, egal ob es Sommer oder Winter ist. Woran liegt das? Bin ich durch meine Erziehung von zu Hause/Kinderkrippe/Kindergarten/etc. so daran gewöhnt? Kann man sich das so schwer wieder abgewöhnen? Ich möchte nicht zweimal am Tag warm essen, aber sich hier was warm zu machen ist schwierig und ich esse mein selbstgekochtes Gerichte auch lieber frisch, als wieder erwärmt (bei dem Gedanken an aufgewärmte Kartoffeln schüttelt es mich). Hmm … Wenn ich so drüber nachdenke, kaltes Essen stellt meistens auch weniger Energie dem Körper zur Verfügung als warmes, aber wieso komme ich trotzdem nicht mit demselben Energiegehalt meiner Nahrung über den Tag, wenn ich mittags kalt esse? Warum schaffen das andere Leute? Wie schaffen das andere Leute? Kenne welche, die mittags nur Schälchen Müsli mit Obst oder Obst mit Joghurt essen, nach einer Stunde würde mein Magen in den Kniekehlen hängen … Seltsam, seltsam!

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