Archiv für den Tag 18. Januar 2009

Mein erstes Mal: Selbstgemachte Galuska oder Spätzle

In heißem Wasser badende Galuska

In heißem Wasser badende Galuska

Was macht man als Endzwanzigerin an einem Sonnabendabend, wenn so gar nichts im TV läuft? Geht sie weg, trifft sie sich mit Freunden, geht sie einen Trinken, ins Kino oder mal wieder vernünftig tanzen? Nein, sie verbringt den Abend damit zu Hause selbstgemachte ungarische Galuska (sprich: Galuschka) = Spätzle = Nokkedli, auszuprobieren und gleich auf Vorrat zu produzieren ;-) Ich wollte sie schon lange selbst mal ausprobieren, da Kumpel und ehemaliger Mitbewohner F., der ja aus dem Schwabenländle kommt, nie Spätzle für uns gemacht hat. Der Fiese! Auch in Ungarn sind sie traditionelle Beilage zu Gulasch (Pörkölt), Paprikahähnchen (Paprikás csibe) und ähnlichem. Es hat bei mir aber bisher am richtigen Werkzeug in Form eines Spätzlehobels gefehlt, so richtig mit einem Messer den Teig ins kochende Wasser zu schaben, hab ich mir dann doch nicht zugetraut. Doch das fehlende Werkzeug wurde glücklicherweise durch die Eltern letzten Sommer aus Ungarn mitgebracht *freu* und so steht dem Vergnügen also nichts mehr im Wege. Nach einigen Recherchen über schwäbische Spätzle bin ich in diesem Buch auf ein Rezept gestoßen, dass mir aufgrund seiner ungarischen Herkunft doch gefiel *g* und aus einem anderen Buch gleich noch eine schnelle Rezeptidee abgeguckt, die fix aus den frischen Spätzle gezaubert wurde und morgen präsentiert wird.

Die Galuska-Herstellung war doch erstaunlich einfach und relativ schnell! Nur anderthalb Stunden inklusive Abwasch, um aus den …

Galuska-Zutaten

Galuska-Zutaten ...

1,5 kg fertige Galuska herzustellen. Den sehr zähflüssigen Teig herzustellen, war ein Klacks. Zutaten mit den Knethaken des Handmixers verrühren bis alles zähflüssig ist. Allerdings hab ich noch nicht wirklich raus, wie man gleichmäßige Galuska hinkriegt. Wie vielleicht schon auf dem obigen Bild erkennbar ist, produzierte mein Nokkedli-Hobel höchst unterschiedliche Formen:

Galuska diverse Galuska-Formen aus einem Topf

Hat jemand Tipps, wie ich das Endprodukt einheitlich hinbekomme? Ich meine, schmecken tun sie sehr gut! Grandios geradezu! So, wie ich sie von den Tanten aus Ungarn kenne! Aber die Form *kopfschüttel* höchst unbefriedigend!  Egal, das Endergebnis zählt und insgesamt sind acht Portionen bei rumgekommen :) Ha! Davon wurden vier gleich eingefroren. Ich liebe es auf Vorrat zu kochen! Bei der nächsten Produktion wird ein deutsches Rezept ausprobiert.

Galuska (4 Portionen als Beilage)

300 g Mehl
2 Eier
Salz
1 EL Sonnenblumenöl
125 ml Wasser

(1) In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen.
(2) Währenddessen die Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Wer mag kann die per Hand tun, hier wurden die Knethaken des Handmixers benutzt.
(3) Den Teig durch ein Spätzlesieb o.ä. in das siedende Salzwasser streichen. Kochen bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen und noch 1 Minütchen länger. Aus dem Wasser holen, in kaltes Wasser legen und abgießen.

Quelle: Peter Meleghy (2006): Ungarisch kochen – Gerichte und ihre Geschichte. Verlag Die Werkstatt

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: +
Schwierigkeitsgrad: ++

Anmerkung: Ich würde immer wieder die doppelte Portion machen und einfrieren, allein schon weil der Teig ziemlich hartnäckig am Geschirr bleibt.

Anmerkung 2: Tut mir leid wegen des unsäglichen Formats des  Galuska-Formen-Photos. Irgendwie ist das zickig …

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