Mein erstes Mal: Selbstgemachte Galuska oder Spätzle

In heißem Wasser badende Galuska

In heißem Wasser badende Galuska

Was macht man als Endzwanzigerin an einem Sonnabendabend, wenn so gar nichts im TV läuft? Geht sie weg, trifft sie sich mit Freunden, geht sie einen Trinken, ins Kino oder mal wieder vernünftig tanzen? Nein, sie verbringt den Abend damit zu Hause selbstgemachte ungarische Galuska (sprich: Galuschka) = Spätzle = Nokkedli, auszuprobieren und gleich auf Vorrat zu produzieren ;-) Ich wollte sie schon lange selbst mal ausprobieren, da Kumpel und ehemaliger Mitbewohner F., der ja aus dem Schwabenländle kommt, nie Spätzle für uns gemacht hat. Der Fiese! Auch in Ungarn sind sie traditionelle Beilage zu Gulasch (Pörkölt), Paprikahähnchen (Paprikás csibe) und ähnlichem. Es hat bei mir aber bisher am richtigen Werkzeug in Form eines Spätzlehobels gefehlt, so richtig mit einem Messer den Teig ins kochende Wasser zu schaben, hab ich mir dann doch nicht zugetraut. Doch das fehlende Werkzeug wurde glücklicherweise durch die Eltern letzten Sommer aus Ungarn mitgebracht *freu* und so steht dem Vergnügen also nichts mehr im Wege. Nach einigen Recherchen über schwäbische Spätzle bin ich in diesem Buch auf ein Rezept gestoßen, dass mir aufgrund seiner ungarischen Herkunft doch gefiel *g* und aus einem anderen Buch gleich noch eine schnelle Rezeptidee abgeguckt, die fix aus den frischen Spätzle gezaubert wurde und morgen präsentiert wird.

Die Galuska-Herstellung war doch erstaunlich einfach und relativ schnell! Nur anderthalb Stunden inklusive Abwasch, um aus den …

Galuska-Zutaten

Galuska-Zutaten ...

1,5 kg fertige Galuska herzustellen. Den sehr zähflüssigen Teig herzustellen, war ein Klacks. Zutaten mit den Knethaken des Handmixers verrühren bis alles zähflüssig ist. Allerdings hab ich noch nicht wirklich raus, wie man gleichmäßige Galuska hinkriegt. Wie vielleicht schon auf dem obigen Bild erkennbar ist, produzierte mein Nokkedli-Hobel höchst unterschiedliche Formen:

Galuska diverse Galuska-Formen aus einem Topf

Hat jemand Tipps, wie ich das Endprodukt einheitlich hinbekomme? Ich meine, schmecken tun sie sehr gut! Grandios geradezu! So, wie ich sie von den Tanten aus Ungarn kenne! Aber die Form *kopfschüttel* höchst unbefriedigend!  Egal, das Endergebnis zählt und insgesamt sind acht Portionen bei rumgekommen :) Ha! Davon wurden vier gleich eingefroren. Ich liebe es auf Vorrat zu kochen! Bei der nächsten Produktion wird ein deutsches Rezept ausprobiert.

Galuska (4 Portionen als Beilage)

300 g Mehl
2 Eier
Salz
1 EL Sonnenblumenöl
125 ml Wasser

(1) In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen.
(2) Währenddessen die Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Wer mag kann die per Hand tun, hier wurden die Knethaken des Handmixers benutzt.
(3) Den Teig durch ein Spätzlesieb o.ä. in das siedende Salzwasser streichen. Kochen bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen und noch 1 Minütchen länger. Aus dem Wasser holen, in kaltes Wasser legen und abgießen.

Quelle: Peter Meleghy (2006): Ungarisch kochen – Gerichte und ihre Geschichte. Verlag Die Werkstatt

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: +
Schwierigkeitsgrad: ++

Anmerkung: Ich würde immer wieder die doppelte Portion machen und einfrieren, allein schon weil der Teig ziemlich hartnäckig am Geschirr bleibt.

Anmerkung 2: Tut mir leid wegen des unsäglichen Formats des  Galuska-Formen-Photos. Irgendwie ist das zickig …

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15 Kommentare zu “Mein erstes Mal: Selbstgemachte Galuska oder Spätzle

  1. lamiacucina 19. Januar 2009 um 07:13 Reply

    so schön gross werden sie, wenn der Teig zäh ist, machst Du den Teig etwas flüssiger, dann tropft er besser vom Lochblech ab, die Knöpfli (so heissen sie hier) werden dann regelmässiger, aber auch etwas kleiner. & das Geschirr sofort in kaltem Wasser einlegen, nicht antrocknen lassen. lg

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    • Lena 22. Dezember 2014 um 11:25 Reply

      toller TOP…. DANKE :)

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      • Lena 22. Dezember 2014 um 11:25

        TIP nicht TOP :)

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  2. Petra 19. Januar 2009 um 12:23 Reply

    Herzlichen Glückwunsch! Also mir war bisher nie wichtig, dass sie so regelmäßig werden, deshalb habe ich da auch nie drauf geachtet. Wenn sie von Schwaben von Brett geschabt werden, sind sie doch auch unregelmäßig… Aber gut.
    Nebenbei kannst du super Käsespätzle mit Röstzwiebeln und einem Salat daraus machen. Echt super lecker!
    Viele Grüße

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  3. Anikó 19. Januar 2009 um 14:21 Reply

    @ lamiacucina: der Tipp mit dem Geschirreinlege wird nächstes mal befolgt, es war sehr elendig das zeug wieder sauber zu kriegen …

    @ Petra: Ich glaube bei der Gleichmäßigkeit kommt wieder der Ästhetiksinn und Perfektionismus von Frau Mama durch ;-) Und Käsespätzle werd ich definitiv aus einer der TK-Portionen zaubern :)

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  4. Ulrike 19. Januar 2009 um 18:34 Reply

    Ich kann mich Herrn Lamiacuina nur anschließen.

    Und Käsespätzle machst du gefälligst selbst, wenn ich das als Norddeutsche ohne schwäbischen oder ungarischen Hintergrund hinkriege kannst du das erst recht:

    http://ostwestwind.twoday.net/stories/4731679/

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    • Anikó 19. Januar 2009 um 21:30 Reply

      @Ulrike: Mir wird gar nichts anderes übrig bleiben als Käsespätzle selbst zu machen ;-) Wohnt ja keiner weiter hier … Aber als ebenfalls Norddeutsche (bin von meinem Naturell her wesentlich norddeutscher als ungarisch *g*) hätte ich gerne einmal Käsespätzle von einem echten Schwaben gekostet :)

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  5. […] ein schnelles Feierabend-Essen aus den Galuska von gestern. Die Idee hab ich aus dem Buch “Zu Gast in Ungarn. Die Kochkunst der Magyaren” (gibt es […]

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  6. Wienermaedel 12. Februar 2009 um 21:25 Reply

    Ich will ja nicht g’scheit reden, aber ich koche Nockerln in Wien und in der Steiermark und esse sie in Ungarn, ich glaube auch, dass es mit der Festigkeit des Teiges zu tun hat und auch mit dem Werkzeug. Mir gelingen sie mit dem Hobel nicht so gut wie mit einem Lochblech, wo ich den Teig darüberstreiche.
    Das Wichtigste ist doch, dass sie gut schmecken, oder?
    Liebe Grüße aus Wien

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  7. Alex 31. August 2009 um 13:09 Reply

    Wahnsinn, es gibt dieses Wort tatsächlich…. Mein Opa (aus dem Banat) machte die „Galuschka“ folgendermaßen:
    dicke Spätzle machen, (wie beschrieben) dazu gekochte Kartoffel in 1/4 schneiden.
    Alles miteinander in einer Pfanne mit ordentlich Schmalz anrösten. Zum Schluß reichlich Paprikapulver (edelsüß) darüber. Durch die Kartoffeln wird das ganze etwas sämig. Dazu gibts grünen Salat mit Essig-Öl-Dressing (wer mag im gleichen Teller) „Galuschka ala Opa Hans!

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  8. […] Salzkartoffeln, Kartoffelbrei, Reis, Nokedli/Spätzle servieren. Gerne noch einen frischen Gurkensalat oder eingelegte Gurken […]

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  9. […] Und weil ich mit dem Hauptgericht so wenig Arbeit hatte, konnte ich noch frisch gemachte Nokedli (ungarische Knöpfle) dazu machen. Hätte ich die Köttbullar normal auf dem Herd gemacht, wäre […]

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  10. […] war das lecker! Und so schnell gemacht, wenn man schon die Nokedli/Knöpfle vorher macht (was ja, um ehrlich zu sein, auch nicht ewig dauert!). Es hat ein wenig die Sehnsucht […]

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  11. […] also Eiernockerln. Eigentlich braucht es dafür auch kein richtiges Rezept. Einfach die Menge Nokedli/Galuska/Knöpfle basteln nach Anzahl der Esser, dann pro Person 2 Eier berechnen. Eine Pfanne bei mittelhoher Hitze […]

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  12. […] Ungarns: Paprikás csirke, also Hähnchenpaprikasch, das traditionell zu ungarischen Nokeldi (Knöpfle) serviert […]

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