Rosenkohlgratin

Ein Viertel Rosenkohlgratin mit Spätzle

Ein Viertel Rosenkohlgratin mit abtrünniger Spätzle

Die Menschheit scheint sich in Bezug auf Rosenkohl in zwei Lager zu spalten: Hasser und Liebhaber :-) Ich gehöre definitiv zu den Liebhabern, wie meine gesamte Sippe. Gibt bei uns regelrechte Kämpfe um die kleinen Köpfchen, wenn es ihn mal zum Familienmittag geben sollte *g* Ich hatte also noch ein halbes Netz Rosenkohl  von einem anderen Rezept (wird bald verbloggt) übrig und wollte diesen nicht einfach nur langweilig kochen. Also in den Kochbüchern gestöbert und in einem kleinen Aufläufe-Buch dieses Gratin erspäht! Beim ersten Überfliegen hab ich das Rezept nicht richtig gelesen und dachte, es kämen Kartoffeln rein. Also schon ein Netz Kartoffeln gekauft. Beim zweiten genaueren Blick auf das Rezept habe ich bemerkt, dass man ja Spätzle braucht! Ts, mit meiner Aufmerksamkeit ist es auch nicht mehr soweit her *g* Dieses Rezept war also mehr oder weniger der Anlass meiner Spätzle/Galuska-Produktion :)

Wegen fehlenden Mitessers wurde das Rezept ohne Probleme halbiert. Herausgekommen ist ein wunderbarer Auflauf, der noch schön bissfesten Rosenkohl enthält. Die weichen Spätzle und knackigen Walnüsse bilden einen schönen Kontrast dazu. Besonders die etwas bitteren Walnüsse machen sich sehr gut und geben nochmal einen Geschmackskick. Dadurch, dass der Guss nicht mit Sahne, sondern mit Milch zubereitet wird, ist dieses Gratin auch nicht so mächtig! Nur die Käsemenge wurde an den gesteigerten hiesigen Verbrauch angepasst, 50g für den gesamten Auflauf ist mir doch zu wenig ;) Er ist auch wirklich sehr schnell vorzubereiten, innerhalb von 20 Minuten und muss dann nur noch die 40 Minuten im Ofen vor sich hin schmurgeln :-)

Rosenkohlgratin (4 Portionen)

600 g Rosenkohl (TK oder frisch)
1 Zwiebel
40 g Walnusskerne
100 g Gouda
Salz
400 g Spätzle (aus dem Kühlregal oder aus der Tüte gekocht)

Für den Guss:
1 Zweig Thymian (hier: 1 TL getrockneter Thymian)
400 ml Milch
4 Eier
Prise Muskatnuss
Salz
Pfeffer

Butter für die Form

(1) Ofen auf 190 ° vorheizen. Die Auflaufform einfetten.
(2) Den Rosenkohl putzen und halbieren. In wenig kochendem Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren. Abgießen. Die Zwiebel fein würfeln, die Walnusskerne mittelfein hacken. Den Käse reiben. Diese Zutaten mit der Hälfte des Käses  und den Spätzle mischen und in die Auflaufform geben.
(3) Für den Guss die Thymianblättchen vom Zweig zupfen und mit den restlichen Guss-Zutaten gut verrühren. Gleichmäßig über den Auflauf verteilen und den restlichen Käse drüber streuen.
(4) Im Ofen für 40 Minuten backen lassen.

Sofort heiß servieren!

Quelle: Döpp E., Willrich Ch., Rebbe J. (2006): Aufläufe. GU Küchenratgeber – Gräfe und Unzer

Geschmack: +++
Zutaten: ++
Zeit: ++
Schwierigkeitsgrad: +

So, während ich das jetzt schrieb, ist die letzte Portion von Sonntag auch in meinem Bauch verschwunden. Schmeckt aufgewärmt auch noch gut :-) Aber prompt den Gaumen verbrannt *grummel*

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6 Kommentare zu “Rosenkohlgratin

  1. lavaterra 20. Januar 2009 um 21:20 Reply

    Sehr lecker hört sich dieses Gratin an und ganz besonders gefallen mir die Walnusskerne dazu.

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  2. lamiacucina 21. Januar 2009 um 06:49 Reply

    Der Gratin, so ganz ohne Verteilungskampf, muss ja die reinste Erholung gewesen sein :-)

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  3. Eva 21. Januar 2009 um 09:03 Reply

    Klingt äußerst lecker…ich gehöre eher zu den Rosenkohlliebhabern! :-)

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  4. tardis19 18. Februar 2009 um 15:41 Reply

    Ich gehöre ja bekanntermaßen nicht unbedingt zu dem Leuten, die Rosenkohl gerne mögen. Aber irgendwie siehts lecker aus. Sieht man mal wieder das sich Geschmäcker ändern. Hab meinem Papa neulich nämlich spgar den Rosenkohl vom Teller geklaut. War aber eher nur Babyrosenkohl und der war durchaus lecker. Scheint sich zu lohnen ab und zu auch mal wieder Dinge zu probieren, die man eigentlich nicht mag.

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  5. bamisto 8. Februar 2011 um 19:21 Reply

    Hört sich lecker an – das Rezept drucke ich gleich mal für meine Sammlung aus, danke.

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  6. […] im Ofen geröstet, als Gratin mit Rosmarin, zusammen mit Möhren als Gemüsebeilage oder im Auflauf mit Spätzle. Ihr seht vielfältige Möglichkeiten, die auch schon hier im Blog vertreten sind. Und jetzt stelle […]

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