Kichererbsencurry

Klecksendes Kichererbsencurry

Kichererbsencurry mit pittoresken Klecksen

Dies hier war mein allererstes Gericht, dass ich speziell für den Blog photographiert hab. Damals noch in der Göttinger WG und von ehemaligem Mitbewohner F. ausgesucht. Und er hat  mit diesem Kichererbsencurry eine gute Wahl getroffen. Kichererbsen hatte ich so in ganzer Form noch nicht gekostet und war ein wenig skeptisch, aber völlig zu Unrecht. Es ist ein sehr leckeres Curry, das ziemlich schnell zusammengeköchelt ist.  Vielleicht ist es noch erweiterbar um einige Zutaten wie Paprika oder Zucchini. Dazu frisches Fladenbrot oder Naan. Ein Gedicht! Auch einen frischen Minzjoghurt dazu stelle ich mir sehr gut vor :) Das schöne an Curries ist ja, dass man sie abwandeln kann. Wenn jemand wie meine Wenigkeit nicht so scharf essen kann, einfach weniger

Hier noch ein paar Informationen für Kichererbsen-Skeptiker, die vielleicht noch ein paar Gründe zur Überzeugung brauchen :-) Kichererbsen sind ziemlich gesunde kleine Früchtchen. Sie enthalten ca. 20% Eiweiß, 40% Kohlehydrate, außerdem noch Vitamin B1, B6, Folsäure und einige essentielle Aminosäuren, z.B. Lysin, Threonin oder Cystin. Man kann sie entweder schon gekocht in Dosen kaufen oder getrocknet. Dann müssen sie allerdings noch über Nacht in kaltem Wasser einweichen und gekocht werden, was einiges an Zeit und Planung erfordert. Es wurde mir aber berichtet, dass kein großer Unterschied zwischen eingedosten und getrocknet-gekochten Kichererbsen besteht . Für alle Kichererbsen-Neulinge einfach mal ausprobieren! Schmecken gut, haben eine etwas mehlige Konsistenz und sind dazu noch gesund. Was will man mehr!

Nebenbei bemerkt ist dies ein hervorragendes Beispiel von gekonnt minimalistischer Tellerklecks-Kunst, die, wie bei Kulinaria Katastrophalia bemängelt wurde, hier zu wenig Beachtung findet ;-) Wenn ihr meine Küche, im Speziellen meinen Herd, nach Kochaktionen sehen könntet *g*

Kichererbsencurry (4 Portionen)

2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
1 EL geklärte Butter oder Öl
1 TL Chilipulver
1 TL Salz
1 TL Kurkuma
1 TL Paprikapulver
1 EL gemahlener Kreuzkümmel
1 EL gemahlener Korianer
880 g Kichererbsen aus der Dose, abgetropft
440 g gehackte Tomaten aus der Dose, mit Saft
1 TL Garam masala

(1) Zwiebeln abziehen und in feine Ringe schneide. Den Knoblauch ganz fein hacken. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelringe mit dem Knoblauch bei mittlerer Hitze weich dünsten.
(2) Alle Gewürze bis auf das Garam masala in den Topf geben und ca. 1 Minute mitbraten.
(3) Die Kichererbsen und Tomaten zugeben, gut verrühren. Mit geschlossenem Deckel bei schwacher Hitze 20 Minuten garen. Das Garam masala zugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen.

Dazu: frisches Weißbrot, Naan, Minzjoghurt

Quelle: Thomas Heider (Hrsg.) 1997: Das große Buch der vegetarischen Küche. Könemann Verlagsgesellschaft

Geschmack: +++
Zeit: ++
Zutaten: +++ (die Gewürze hat vielleicht nicht jeder im Haus)
Schwierigkeitsgrad: +

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3 Kommentare zu “Kichererbsencurry

  1. Barbara 24. Januar 2009 um 18:25 Reply

    Bei uns schlummert noch eine Dose Kichererbsen, die mal langsam weg müsste… Schöne Idee dafür! Gewürze dürften alle da sein.

    Das leichte Gekleckse fällt kaum auf. ;-)

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  2. Eva 24. Januar 2009 um 21:40 Reply

    Was die Klecksl-Kunst anbelangt…da schweig ich mal lieber, denn das kann ich auch gut:-)
    Dein Curry klingt lecker und ich sehe, dass ich mich endlich mal an Kirchererbsen wagen muss!

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  3. kulinaria katastrophalia 25. Januar 2009 um 17:28 Reply

    Es macht sich, es macht sich ;-)

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