Spaghetti puttanesca

Spaghetti puttanesca

Spaghetti puttanesca

Was war ich nicht skeptisch! Spaghetti alla puttanesca wollte ich also kochen! Habe ich viel gehört von, angeblich ein Klassiker der süditalienischen Küche. Aber was ließ mich skeptisch bleiben? Gleich drei der vier geschmacksgebenden Zutaten, nämlich Kapern, Oliven und Anchovies mochte ich bis vor 2 bis 3  Jahre überhaupt nicht. Kapern waren so ein absolutes No-Go. Jede noch so kleine Kaper im Frau Mamas Hühnerfrikassee wurde von mir heraus gepickt. Hätt‘ man mich mit jagen können! Kindheitstrauma, sowas wirkt nach. Und dann auch Oliven? Hmmm, mochte dieses salzige Zeug bis vor einiger Zeit auch nicht. Und naja, Fisch, genauer gesagt Anchovies, kleine salzig eingelegte Fische? Habe bis vor 3 Jahren nur den Heringssalat von Frau Mama gegessen, ansonsten war mein Magen fischfreie Zone (ja, ich weiß. Ich komme von der Küste und ja, ich bin nicht so ein Fischfreak!). Es zeichnet sich ein Muster ab, oder? Mochte offensichtlich keine salzig eingelegten Sachen …

Aber dann hat es sich geändert. Durch bloßen Zufall landete doch eine Hühnerfrikassee-Kaper in meinem Mund und war gar nicht mehr so schlimm, eigentlich sogar lecker! Bei einem gemeinsamen Abendessen mit einem Mitbewohner im Wohnheim kostete ich dann doch mal seine Olivchen und hey, die sind gut, sehr gut sogar! Geschmäcker scheinen sich zu ändern. Ich blieb trotzdem skeptisch mit den Anchovies, aber die sollen sich allerdings beim Kochen in Wohlgefallen auflösen, sprich schmelzen und so nur ihren Geschmack abgeben, der aber überhaupt nichts fischiges mehr haben soll. Hmm …

Nachdem ich dann in mehreren Büchern recherchiert habe, habe ich mich entschlossen das Rezept aus Jamie Olivers zweitem Buch zu nehmen. Großzügige Mengen der Zutaten, sollte ein intensiver Geschmack werden. Nur die Chili-Ration wurde reduziert, kann trotz ungarischer Gene nicht wirklich scharf essen. Leider hatte ich auch keinen frischen Basilikum, aber es war auch so ein sehr hervorragendes Gericht! Wirklich schnell gemacht,  lauter Zutaten, die man im Vorrat ich (zumindest ich) und so voller Aroma, unglaublich! Und keine Angst, es schmeckt wirklich nicht nach Fisch und es befinden sich auch keine Fischstücke in der Sauce nachher! Dringendst ausprobieren!

Linguine puttanesca (4 Portionen)

455 g getrocknete Linguine (hier: Spaghetti)
3 Knoblauchzehen, feingehackt
2-3 kleine getrocknete Chilis, zerbröselt
1 TL getrockneter Oregano
Olivenöl
2 x 400 g Dosentomaten, abgetropft und grob gehackt
2 handvoll große schwarze Oliven, entsteint
1 handvoll Kapern, abgetropft
12 Anchovie-Filets, grob gehackt
1 handvoll frischer Basilikum
Salz, Pfeffer

(1) Linguine in kochendem Salzwasser al dente kochen.
(2) Währenddessen den Knoblauch, Oregano und Chilis (vorsicht nach dem Zerbröseln, nicht an irgendwelche Schleimhäute kommen, schmerzhaft!) in ein wenig Olivenöl braten bis der Knoblauch ein wenig weich ist. Tomaten zugeben und zum köcheln bringen.
(3) Die Oliven, Kapern und Anchovies zugeben und noch weitere 4 bis 5 Minuten köcheln bis eine sämige Saucenkonsistenz erreicht ist.
(4) Die gekochten Linguine abtropfen lassen und mit der Sauce vermischen. Den Basilikum über das fertige Gericht zupfen. Nochmal abschmecken! Mit guten Olivenöl beträufeln.

Sofort servieren!

Quelle: Jamie Oliver (2000): The Return of the Naked Chef. Penguine Books

Geschmack: ++++
Zeit: +
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

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5 Kommentare zu “Spaghetti puttanesca

  1. lamiacucina 2. Februar 2009 um 06:41 Reply

    finde ich auch als einen der besten Spaghetti-Klassiker.

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  2. Eva 2. Februar 2009 um 10:28 Reply

    Ich liebe Spaghetti puttanesca!

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  3. mipi 2. Februar 2009 um 19:16 Reply

    Interessant, zu was einen dieser Klassiker alles bekehren kann …

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  4. lavaterra 2. Februar 2009 um 19:24 Reply

    Genial einfach und soooo lecker!

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  5. tardis19 18. Februar 2009 um 15:43 Reply

    Hmm ich glaub das probier ich auch mal aus…

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