Fortsetzung der norddeutschen Küche: Birnen, Bohnen und Speck

Birnen-Bohnen-Speck

Birnen-Bohnen-Speck

Wo wir schonmal mit der norddeutschen Küche angefangen haben, geht es auch gleich weiter. Ungarische Rezepte wird es erst wieder nach meinem Urlaub geben, möchte mir nicht jetzt schon die Lust darauf verderben ;-)

In einem Anfall von Verlangen nach Bohnen kaufte ich mir ganz unökologisch letztens welche. Tja und was mache ich jetzt damit? Butterbohnen liebe ich ja, aber man möchte dem geneigten Blogleser etwas Neues bieten und auch selbst neue Gerichte und Zutatenkombinationen kosten. *grübel* Halt! Ich bin doch letztens bei der Recherche nach Kochbirnen auf ein Rezept mit Birnen, Bohnen und Speck gestoßen. Speck mag ich, Bohnen und Birnen liebe ich, dem Kochen steht also nichts mehr im Wege! Eigentlich ist es ein Spätsommer-/Frühherbstgericht, da die Zutaten dann ihre Saison haben. Dieser Eintopf ist vor allem in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen bekannt. Eigentlich sollen Kochbirnen verwendet werden, im Ganzen mitgekocht, aber hab solche Dinger noch nie gesehen, aber gucke mich im Sommer mal danach um in den Markthallen.

Es hat aber auch mit „normalen“ Birnen wirklich sehr gut geschmeckt! Ein deftiger Eintopf mit leichtem Rauchgeschmack, zu dem wunderbar die fruchtig-süße Note der Birnen passt. Es geht eigentlich auch recht schnell und ohne viel Aufwand, also auch für hungrige Feierabendler geeignet. Wenn man die Bohnen schon vorgeputzt aus der Tiefkühltruhe nimmt, geht es wahrscheinlich noch fixer. Das Rezept ist für zwei Personen ausgelegt, ich hab aber etwas mehr Bohnen genommen und die Kochzeit der Bohnen verlängert, weil sie nach 10 Minuten immer noch an den Zähnen quietschten. Ansonsten großartiges Essen, dass ich nochmal vorstellen werde, wenn die richtige Saison ist *g*

Birnen, Bohnen und Speck (2 Portionen)

2 Zwiebeln
150 g durchwachsener geräucherter Speck am Stück
600 ml Gemüsebrühe (hier: 750 ml)
300 g grüne Bohnen (hier: 500 g)
2 Birnen (à 150 g) (hier: 3 kleine Birnen)
1 Tl gehacktes Bohnenkraut (hier: 1 TL getrocknetes Bohnenkraut)
Salz
Pfeffer
1-2 Tl Speisestärke

(1) Die Zwiebeln abziehen und in Streifen schneiden. Zusammen mit dem Speck am Stück in die Gemüsebrühe geben, aufkochen lassen und leise simmernd 15 Minuten kochen.
(2) Zwischendurch die Bohnen putzen und in
mundgerechte Stücke schneiden. Die Bohnen gemeinsam mit dem getrockneten Bohnenkraut zum Speck geben und 5 Minuten garen. Ich empfehle eher 10-15 Minuten.
(3) Die Birnen achteln, entkernen und für weitere  5 Minuten in den Eintopf geben. Alles mit Salz und Pfeffer würzen. Den Speck herausnehmen und in Stücke schneiden. Wieder zurück geben.
(4) Die Speisestärke in kaltem Wasser auflösen und in die Suppe geben. Kurz aufkochen lassen, damit sie leicht bindet.

Dazu: Salzkartoffeln

Quelle: modifiziert nach „Essen & Trinken – Für jeden Tag“ 10/2004

Geschmack: +++
Zeit: ++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

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7 Kommentare zu “Fortsetzung der norddeutschen Küche: Birnen, Bohnen und Speck

  1. Petra 1. März 2009 um 21:44 Reply

    Eine Bekannte hatte mich mal nach dem Rezept gefragt, das ich ihr brav ausgedruckt hatte. Seit dem schaue ich immer mal wieder nach Kochbrinen – ohne Erfolg. Aber wenn es auch mit normalen Birnen geht, kann ich das ja mal ausprobieren.
    Danke und Grüße

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    • Anikó 2. März 2009 um 13:54 Reply

      @ Petra: Wahrscheinlich schmeckt es mit den Kochbirnen besser, aber wie gesagt, fand die normale Birnen-Version auch sehr lecker. Ausprobieren lohnt sich wirklich!

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  2. tardis19 2. März 2009 um 13:50 Reply

    Hmm sieht ja an sich sehr lecker aus, aber ich glaube ich würde mir da die Birnen „rauspulen“. Oder gleich ganz weglassen ;)

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    • Anikó 2. März 2009 um 13:55 Reply

      @ tardis:Ich glaube so eine fruchtige Komponente muss in dem Gericht schon sein … Wenn keine Birnen dann vielleicht Äpfel? Könnte man ja auch mit einer eher süßen Sorte versuchen …

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  3. tardis19 3. März 2009 um 01:07 Reply

    Also ich befürchte diese süße Komponente in eigentlich deftigen Speisen ist an mir meilenweit vorbeigegangen…

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  4. nysa 3. März 2009 um 22:42 Reply

    dat wär ned meins… :-( hoffe dein urlaub läuft ;-)

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  5. […] als Beilage, Bohnen pur nur in Salzwasser gekocht mit Butter verfeinert, Bohnen in Gratin oder als norddeutscher Sommer-Eintopf. Kurz gesagt, bisher habe ich noch keine Zubereitungsweise gefunden, in denen mir Bohnen nicht […]

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