Hähnchen Stroganoff

Hähnchen á la Stroganoff

Hähnchen á la Stroganoff

Es gibt so Klassiker der Küche, die jeder mal probiert haben sollte. Dazu zähle ich auch Bœuf Stroganoff, dass ich aber noch nie mit Rinderfilet gegessen habe. Einmal, als ich ca. 16 Jahre alt war, hatte ich es in einem Restaurant bestellt, in dem wir Zwergs Geburtstag feiern wollten. Es war ein schöner Abend, nettes Hotelrestaurant am Meer, mein Teller kam, ich freute mich schon und mein Kreislauf versagte :-/ Mir brach der kalte Schweiß aus und wurde schwarz vor Augen, so dass wir schleunigst wieder nach Hause gefahren sind. Wie doof! Natürlich hatte die Kellnerin Angst, dass es am Essen lag, was es aber definitiv nicht war, hatte ja noch nicht einen Bissen gegessen *grummel* Gott, hab ich mich geärgert! Naja …

Ich fand die Idee, eingelegte Gurken mit saurer Sahne und Fleisch in einem Gericht zu kombinieren trotz allem noch sehr ansprechend. Da kam mir das Rezept der ungarischen TV-Köchin Judit Stahl (Vorsicht, Seite ist auf ungarisch!) ganz recht. Ein schnelles Rezept, in dem das edle Rinderfilet durch Hähnchenbrustfilet ausgetauscht wird und so alltagstauglich wird. Die arbeitende Bevölkerung hat bei diesem Rezept auch keine Ausrede, es nicht auszuprobieren, weil es wirklich innerhalb einer halben Stunde auf dem Tisch stehen kann (ich gucke jetzt mal scharf in Richtung der arbeitenden Freundinnen, Lieblingstante und Eltern *g*).

Heraus kommt ein wunderbar zartes Hähnchenfleisch, das perfekt harmoniert mit den knackigen Gurken und Pilzen. Und ich liebe einfach die saure Sahne in der Sauce, müssen wohl meine ungarischen Gene sein ;-)

So, und wieso heißt es gerade „Bœuf Stroganoff“? Friedrich Holländer, ein deutscher Komponist und Musikdichter, hat da seine eigene Theorie in Liedform entwickelt, deren Interpretation von Tim Fischer einfach genial ist, wie ich finde! Einfach mal auf den Link nach dem Doppelpunkt klicken, auf den Text achten und sich königlich amüsieren: „Stroganoff“ (leider habe ich kein youtube-Video gefunden :-( Auch visuell ist Tim Fischer ein Erlebnis!)

Csirke sztroganoff-módra – Hähnchen Stroganoff-Art

Zutaten für 2 Portionen:
1 Bund Frühlingszwiebeln
150 g Waldpilze (hier: langweilige Champignons *seufz*)
300 g Hähnchenbrustfilet
Salz, Pfeffer
1 EL Mehl
2 EL Butter
2 EL Öl
100 ml saure Sahne
100 ml Sahne
1/2 TL gekörnter Senf
1-2 eingelegte Gurken

(1) Frühlingszwiebeln in Ringe, Pilze in schmale Streifen und Hähnchenbrustfilet in 5 cm lange Streifen schneiden.
(2) Das Fleisch salzen, pfeffern und mit dem Mehl bestäuben. In einer etwas tieferen Pfanne bei mittlerer Hitze je 1 EL Butter und Öl erhitzen. Hitze hochschalten und das Fleisch in 2 Portionen 2 Minuten braten und wieder herausnehmen. Abgedeckt mit Alufolie zur Seite stellen.
(3) Die restliche Butter und Öl in die Pfanne geben und die Frühlingszwiebeln langsam andünsten. Die Pilze zufügen und auf mittlerer Hitze weich werden lassen.
(4) In der Zwischenzeit in einer Schüssel die saure Sahne mit der Sahne und dem Senf gut verrühren. Die eingelegten Gurken in Ringe schneiden.
(5) Die Sahnemischung über die Pilze gießen. Die Gurkenscheiben und angebratenen Hähnchenstreifen dazu geben und nochmals 5 Minuten köcheln lassen.

Dazu: Reis, Pasta oder frisches Weißbrot

Quelle: Gyorsan valamit finomat! (Übersetzt „Schnell was leckeres!“)

Geschmack: +++
Zeit: ++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

Anmerkung: Auch eingefroren und wieder aufgetaut, schmeckt es noch.

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9 thoughts on “Hähnchen Stroganoff

  1. lamiacucina 19. März 2009 um 07:21 Reply

    finomat !

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  2. sammelhamster 19. März 2009 um 07:56 Reply

    Warme Gurken sind zwar nicht mein Lieblingsessen, aber bei dir sieht das ja eigentlich ganz lecker aus ;-) .

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  3. Eva 19. März 2009 um 08:54 Reply

    Toll, die Abwandlung mit dem Hähnchen – mir fast lieber als mit Rind!

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  4. Anikó 19. März 2009 um 10:03 Reply

    @ lamiacucina: Kann der Herr etwa ein wenig ungarisch? War auch schon erstaunt über eine ungarische Links in der Blogroll :)

    @ sammelhamster: Die Gurken sind nicht ewig drin und deswegen auch noch knackig. Man kann sie auch nur ganz kurz vor Ende rein tun, wären sie nicht ganz so warm.

    @ Eva: Ich hatte es mit Rind ja noch nie. Finde mit Klassikern der Küche ist es wie mit FIlmklassiker (z.B. Vom Winde verweht): Man sollte sie mal gegessen haben, ob sie einem dann gefallen oder nicht, aber man kann mitreden ;-)

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  5. Wienermaedel 19. März 2009 um 12:42 Reply

    Geniales Rezept – nagyon finom!

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  6. tardis19 20. März 2009 um 15:02 Reply

    Ich sollte nicht so lange bei dir stöbern, da krieg ich irgendwie hunger… :(

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  7. She 24. März 2009 um 08:38 Reply

    Ich erlaube mir Hähnchen Stroganoff-Art zu verlinken…lecker! LG She

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  8. mipi 29. März 2009 um 13:48 Reply

    „Hähnchen Stroganoff“ anstatt „Boeuff Stroganoff“: Tolle Idee. Man soll sich mit dem Verzehr von rotem Fleisch ja eh zurückhalten, wie ich vor kurzem irgendwo gelesen habe.

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  9. […] alltagstaugliche, schnelle Rezepte setzt. Aus dem mittleren der Stahl-Bücher habe ich schon das Hähnchen á la Stroganoff vorgestellt. Vorne rechts ist das Kochbuch einer ungarischen Bloggerin, Eszter Füszeres. Sie ist […]

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