Archiv für den Monat April 2009

Botany for Beginners: Primula veris ~ Wiesen-Schlüsselblume

Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, meine Botanikerseite hier auszuleben und der geneigten Leserschaft ein paar Pflänzchen vorzustellen. Bezaubernde und seltsam aussehende, unauffällige, auffällige, häufige Pflänzchen, die man leicht übersieht aus einem anderen Blickwinkel oder seltene, schützenswerte. Und da ich in den Kommentaren zum Kartoffelgemüse positive Reaktionen auf die Idee bekam, fangen wir gleich an mit dem Anfänger-Kurs Botanik:

Primula veris - Wiesen-Schlüsselblume

Primula veris - Wiesen-Schlüsselblume

Die Wiesen- oder auch Arznei-Schlüsselblume erkennt man an den fünf dottergelben Kronblättern mit kleinen rötlichen Punkten (naja, bei meinem Exemplar nicht ganz typisch ausgebildet) und glockigen, bleichgrünen Kelch, der locker um die Krone liegt. Insgesamt wird die Pflanze 10-30 cm hoch und kommt meistens in Gruppen vor. Die Blätter (unscharf im Bildhintergrund) sind länglich, gestielt und bilden eine grundständige Rosette, sprich sind sind nur am unteren Ende des Stiels zu finden und dort sternförmig angeordnet. Die Wiesen-Schlüsselblumen sind ausdauernde Pflanzen (sie leben also mehr als 1 Jahr), die vor allem auf mageren, also nicht andauernd gedüngten und gemähten Wiesen zu finden sind, aber auch auf Magerrasen, lichten Wäldern mit Eichen oder an Waldrändern. Es ist eine wärmeliebende Licht-Halbschattenpflanzen, die gerne kalk- und basenreiche Böden liebt. Sie verträgt mäßig trockene bis frische Böden, aber keine richtig feuchten Standorte. Da macht sich dann eher der Hohen Schlüsselblume (Primula elatior) Platz. Und wenn ich die nochmal blühend finde dieses Jahr, wird sie auch noch photographiert und vorgestellt. Nur kurz zur Unterscheidung: die Hohe Schlüsselblume hat hellgelbe Blüten (wesentlich helleres gelb als das oben) ohne rötliche Flecken und der Kelch liegt eng an.

Primula veris ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt, steht aber in einigen Bundesländern auf der Rote Liste. So ist sie auf der niedersächsischen Liste Status 3, sprich sie ist gefährdet. Ich habe grade auch eine Datenbank gefunden, in der man online suchen kann, ob diese oder jene Tier- oder Pflanzenart wo in Deutschland gefährdet ist. Vielleicht interessiert es jemanden?

Essen kann man die Blümchen nicht wirklich, sie werden aber als Heilpflanze gegen so Atemwegserkranken genutzt, wirken wohl hustenstillend, insbesondere die Wurzel. Ich könnte jetzt die Wirkstoffformel von Primulaverin hier reinbasteln, aber ich glaube das geht zu weit ;-) Da steig ich, um ehrlich zu sein, dann auch nicht mehr richtig durch.

Vielleicht erblickt ja jemand bei einem Spaziergang am Wald oder über Wiesen in den nächsten Tagen noch ein paar der Primeln und kann sie dann mit ihrem richtigen Namen benennen. Ich wäre sehr stolz auf Euch :-)

Ach ja, wenn Fragen sind, wenn ich nur fachchinesisch Rede, Ihr Erklärungen zu Begriffen braucht etc., Ihr wisst wie Ihr mich erreichen könnt!

Fözelék: Burgonyafözelék – Kartoffelgemüse

Burgonyafözelek - Kartoffelgemüse

Burgonyafözelek - Kartoffelgemüse

Kartoffelgemüse … das mag jetzt einigermaßen unaufregend klingen, ist es aber nicht. Fözeléks (das ‚z‘ wie ein stimmhaftes ’s‘ aussprechen und das ‚ö‘ ziemlich lang) sind ein typischer, aber in der Restwelt weitgehend unbekannter Bestandteil der ungarischen Küche. Oftmals werden sie als Eintopf übersetzt, was aber nicht meiner Definition eines Eintopfes entspricht, da ein Fözelék (meist) nur eine Gemüsesorte als Hauptzutat hat und das Gemüse samt der Flüssigkeit in der es gekocht wurde, gebunden wird. Meist erfolgt dies mit einer Mehlschwitze oder mit saurer Sahne, in die Mehl gerührt wurde. Fözeléks kann man mit allem möglichen machen: Kartoffeln, Erbsen, Wirsing, Kürbis/Zucchini, Bohnen (frisch, getrocknet), Linsen, Spinat … Ich liebe dieses Zeug einfach! Sogar, dass von den meisten Ungarn verschmähte Tökfözelék (mit Kürbis) *g* Sie sind schnell zu kochen, gesund, billig, man kann saisongerecht kochen, hat wenig Abwasch. Perfekt für gestresste Mütter und andere Arbeitstiere ;-) Einfach eine Scheibe frisches Brot dazu und/oder fleischige Beilage, wie Würstchen, Klopse, Reste vom Braten etc. Muss man aber natürlich nicht, ist also auch perfekt für Vegetarier.

Ich hatte das Gefühl, dass Fözeléks in Ungarn längere Zeit ziemlich verpöhnt waren. Kenne auch in meiner Familie ein paar, die sowas im Leben nicht essen würden. Es setzen sich in letzter Zeit aber immer mehr ungarische Köche dafür ein, dass diese Tradition nicht vergessen wird und geben den Fözeléks einen modernen Touch. So habe ich in einem Judit Stahl-Buch ein schönes Rezept für ein Zucchini-Fözelék gefunden und auch ungarische Foodblogger lassen diese Gerichte nicht Vergessenheit geraten, wie Zsófi von Chili & Vanilia, die letztens ein wunderschönes Kohlrabi-Fözelék veröffentlichte , dass gänzlich ohne Mehl auskommt und einfach grandios aussieht! Es tut sich also was  :-) Und damit die Fözeléks auch mal außerhalb Ungarns (sprich deutschsprachiger Raum *g*) bekannt werden, möchte ich einfach gesondert ein paar im Laufe der Zeit vorstellen. Hoffe sie werden so bekannter, denn die ungarische Küche besteht wirklich nicht nur aus Gulasch, Fischsuppe und Palatschinken ;-) Vielleicht kocht ja der ein oder andere wirklich mal eins nach und berichtet darüber?

Heute habe ich mal ein Kartoffel-Fözelék (ungarisch bäuerlich „krumpli“, offizieller „burgonya“) gemacht. Zum einen weil ich Kartoffeln mag und es mal wieder gerne essen würde, zum anderen weil mein Magen bei Kartoffeln am Wenigsten rumzickt. Ich habe ein wenig in meinen ungarischen Kochbüchern und im Internet gestöbert und mir mein Rezept aus den verschiedenen zusammen gestellt. Eigentlich ist es supersimpel, die Clous sind nur der Schluck Milch, die zum Kochwasser gegeben wird, die Lorbeerblätter, die ein tolles Aroma abgeben und das Bisschen Essig am Schluss. Den Essig bitte nicht vergessen, sonst schmeckt es wirklich fade! Es hat wirklich großartig geschmeckt, ich war ein wenig überrascht, dass es auf Anhieb so gut geklappt hat ;-) Wird ins Repertoire aufgenommen und wohl öfters geben :-) Dazu hatte ich mir ein paar Streifen Hähnchenbrustfilet gebraten, aber können wie erwähnt auch weggelassen werden.

Burgonyafözelék – Kartoffelgemüse

Zutaten für 2 Portionen:

4 große Kartoffeln (vorwiegend festkochend oder festkochend)
1 kleinere Zwiebel
1/2 TL Paprikapulver edelsüß
neutrales Öl
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer
ca. 150 – 200 ml Milch
1,5 TL Mehl
ca. 100 g saure Sahne
ca. 1-2 TL Weißweinessig (wieviel je nach Geschmack)

(1) Kartoffeln schälen, in ca. 0,5-1 cm dicke Scheiben schneiden. Zwiebel abziehen und fein würfeln.
(2) In einem Topf einen Schluck Öl erhitzen und die Zwiebelwürfelchen glasig anschwitzen. Den Topf von der Flamme nehmen und das Paprikapulver einrühren. Es darf nicht verbrennen, sonst wird der Paprika bitter. Wieder zurück auf die Flamme mit der Zwiebel-Paprikapulver-Mischung und die Kartoffeln hinzufügen. Die Milch zugießen und mit soviel Wasser auffüllen, dass man das Wasser sieht, die Kartoffeln aber nicht bedeckt sind. Gut salzen, pfeffern und die Lorbeerblätter hinzufügen.
(3) Aufkochen lassen und dann so lange bei mittlerer Hitze kochen lassen bis die Kartoffeln gar sind.
(4) Zwischendurch die saure Sahne mit dem Mehl klümpchenfrei verrühren.
(5) Wenn die Kartoffeln gar sind, die saure Sahne-Mehl-Mischung unterrühren, wenige Minütchen kochen lassen. Zum Schluss das Gemüse mit dem Essig abschmecken.

Dazu: Klopse/Frikadellen/Buletten/Fleischpflanzerl,  gebratene Hähnchenbruststreifen

Quelle: aus diversen Rezepten selbst gebastelt

Geschmack: +++
Zeit: +
Zutaten: +
Schwierigkeitsgrad: +

Buntes Pilzdach an Buchenstumpf

Buntes Pilzdach an Buchenstumpf

Falls noch jemanden interessiert wie die Exkursion lief? Es war großartig! Ich bzw. wir (Chefs und meine Wenigkeit) hatten wirklich viel Spaß! Und ich glaube die meisten der Studenten (Gott, letztes Jahr stand ich auch noch auf deren Seite *g*) fanden es interessant und waren froh, dass sie mal nicht nur im Hörsaal sitzen mussten. Wie wollen die Jungs und Mädels Landschaftsarchitekten oder Landschaftsplaner werden, wenn sie im gesamten Studium kaum bis keine Landschaften sehen *g* Ich werde dann wahrscheinlich auch ein wenig über die restlichen Exkursionen berichten, weil wir zu wirklich schönen Ecken Mitteldeutschlands fahren :-) Wenn jemand mehr Infos zu den Buchenwäldern haben will, die wir gezeigt haben, bin für alle Fragen offen. Kenn‘ mich jetzt aus ;-)

Mittagspause am sonnigen Waldrand

Mittagspause am sonnigen Waldrand

Nach der Exkursion (wir waren wirklich 9 Stunden unterwegs) sind Chef und ich noch in ein uninahes Café gegangen, um die Exkursion ausklingen zu lassen und weil die Uni ja auch in „Klein-Ankara“ liegt, gab es auch nette türkische Spezialitäten. Ich bin ja experimentierfreudig, also hab ich auf gut Glück etwas namens „Gözleme“ bestellt, gefüllt mit Spinat und Schafskäse. Gekommen ist ein flacher Brotfladen, der eben gefüllt war, in der Mitte zusammengeklappt und auf einem bestimmten Eisen gebacken wurde. Dazu gereicht wurden ein Joghurt-Kräuter-Dip und ein milder Paprika-Aubergine-Dip. Total lecker, aber habe ich es leider nicht vertragen :-( Mist! Jedenfalls weiß ich jetzt, dass es sowas gibt und werde es dann mal nachbasteln, wenn der Magen nicht mehr rumzickt. Das Bild ist dann auch eher eine Erinnerung an mich ;-)

Gözleme mit Spinat und Schafskäse

Gözleme mit Spinat und Schafskäse

Meine absolute Lieblingssüßigkeit aus Ungarn – Túró Rudi

Túr Rudi verpackt

Túró Rudi verpackt

Darf ich vorstellen: DER Túró Rudi (bitte mit rollendem Zungenspitzen-R aussprechen!). Meine absolute Lieblingssüßigkeit aus Ungarn! Falls man das auf dem unteren Bild nicht erkennt, es ist ein runder Schokoriegel aus dem Kühlregal, der mit einer nicht zu süßen Quarkmasse gefüllt ist und mit Vollmilchschokolade umhüllt ist. Gibt mittlerweile auch andere Geschmacksrichtungen wie Nougat, Pfirsich oder Himbeer, aber ich bevorzuge immer noch die pure Variante. Mittlerweile gibt es die auch nachgemacht von Dan.one, aber die sind bei Weitem nicht sooo lecker wie die originalen *schwärm* Leider lassen sie sich wirklich schlecht auf Vorrat kaufen, weil sie nicht ewig haltbar, aber ich freu mich immer umso mehr darauf sie zu essen, wenn ich mal wieder in Ungarn bin :-) Also falls mal jemand nach Ungarn fahren sollte, holt Euch ruhig mal so einen Túro Rudi, gibt in jedem Supermarkt.

Túro Rudi entkleidet

Túró Rudi entkleidet

Es gibt auch bald wieder neue Rezepte, war nur etwas stressig mit den Exkursionsvorbereitungen und der doofen Magengeschichte, die noch nicht ganz ausgestanden ist :-/

Ein wenig normales Essen – Ungarisch angehauchte, milde Kartoffelsuppe

Ungarisch angehauchte Kartoffelsuppe

Ungarisch angehauchte Kartoffelsuppe

Das erste einigermaßen vernünftige Essen seit Tagen :-) Nachdem ich mich hauptsächlich von Zwieback und Kartoffel-Möhren-Brei ernährt habe, dachte ich, ich könnte meinem Magen mal eine kleine Kartoffelsuppe zumuten. Die Zutaten waren eigentlich nur eine Zwiebel, die in etwas Öl glasig gedünstet wurde, dann mit Paprika angestäubt. In den Topf kam dann das ganze Gemüse, genauer 2 Möhren, einem Viertel Knollensellerie und 3 großen Kartoffeln, die auf so ziemlich die selbe Größe geschnitten wurden. Den Topf mit soviel Wasser füllen, dass das Gemüse bedeckt ist, aufkochen lassen und so langebei mittlerer Hitze köcheln lassen bis das Gemüse durch ist. Auf dem Teller noch mit einem mehr oder weniger großen Klecks saurer Sahne beträufeln, frisch gehackte Petersilie drüber – und genießen! Es tat richtig gut, mal wieder was ordentliches zu und mein Magen hat es ebenfalls sehr gut vertragen und nicht gezwickt, gekrampft oder ähnliches, scheint also ziemlich mild gewesen zu sein :-)

Nachmittags ging es mit Chef dann zu einer kurzen Vorexkursion in den Göttinger Wald bei Klein Lengden. Gott, war das schön!

Göttinger Wald (Westerberg) bei Klein Lengden

Göttinger Wald (Westerberg) bei Klein Lengden

Es tat so gut mal wieder in der Natur rumzustromern, Pflänzchen anzugucken und zu bestimmen (man verlernt soviel über den Winter, jedes Jahr wieder *seufz*), sich zu überlegen, was wir von dem wirklich schönen, sehr typischen Kalkbuchenwald den Studenten wie morgen zeigen :-) Es wurde so Zeit, dass die Freilandsaison wieder angefangen hat! Nebenbei habe ich gleich noch Waldmeister (Galium odoratum) gesammelt, der leider schon fast blüht. Aber nur fast ;-) Ich hoffe ich schaffe es noch Waldmeistersirup oder Waldmeistergelee anzusetzen …

Klein Lengdener Landschaft

Klein Lengdener Landschaft

Und so sieht es dort aus, wenn man aus dem Wald tritt und auf den Reinhäuser Wald guckt. Der große Schatten im Vordergrund ist vom Westerberg.

Rezeptnotiz an mich: Grießbrei

  • Auf 100 ml Milch einen schwach gehäuften Esslöffel Weichweizengrieß nehmen.
  • GEDULD haben! Das wird schon mit etwas rühren!

Süßer Reisauflauf

Süßer Reisauflauf mit Schokosauce

Süßer Reisauflauf mit Schokosauce

Nachdem ich letzte Woche von einem für Kinder ungeeigneten Möhrenbrei berichtet habe, ernähre ich mich derzeit von kleinkindgerechter Nahrung, weil ich von irgendwoher ganz fiese Magenschmerzen bekommen habe (ich tippe und hoffe mal auf meine reizbare Magenschleimhaut) :-/ Dabei hatte ich so schön eingekauft fürs Wochenende. Es sollte Hessische Grüne Sauce geben und irgendwas mit Löwenzahn, dann noch frischen Salat mit kleinem Kohlrabi, Mairübchen, Tomaten usw. *seufz* Ich glaube, ich sollte die Kräuter wenigstens einfrieren, oder? Wie am Besten? Kleinhacken und wie sie sind in einen Gefrierbeutel geben? Hat da jemand Tipps?
Auch wollte ich mit den Kollegen gestern auf Vorexkursion in den Göttinger Wald gehen, damit wir ausklabüstern können, was wir den Studenten nächsten Freitag auf der Exkursion zeigen wollen. Und dabei sollten vielleicht doch noch ein paar Bärlauchblättchen in eine Plastetüte wandern. Aber naja, sollte halt nicht sein … Dafür stelle ich mich gleich meiner größten Kleinkindessenherausforderung: Grießbrei. Muss jedesmal wieder nach dem Rezept im Netz suchen, furchtbar! Dabei möchte ich doch nur sämigen, nicht zu festen Grießbrei, aber habe meistens nicht genug Geduld dafür. Mal sehen wie es gleich wird …

Anstelle der oben erwähnten Gerichte gibt es heute mal ein Rezept, das schon länger auf Halde lag: süßer Reisauflauf. Kennengelernt habe ich das Gericht bei I., der lieben Frau von Cousin Z. aus Ungarn, die es sehr gerne für ihre drei Männer als zweiten Gang nach der obligatorischen Suppe kocht. Ich wollte es schon lange mal nachkochen, aber mir fehlte irgendwie ein Rezept. Das änderte sich, als Zwerg letzte Weihnachten das „Frau am Herd„-Kochbuch von Sarah Wiener  geschenkt bekommen hatte und ich erfreulicherweise dort das Rezept erspähte und sofort abschrieb. Der Auflauf dauert zwar ein bisschen, aber es lohnt. Schmeckt genauso wie bei I., also ernstlich lecker! Frau Wiener empfiehlt Apfelmus dazu, ich habe lieber einen Apfel mit unter den gekochten Milchreis gemischt (so ein paar Alibivitamine *g*) und dazu eine Schokoladensauce aus, Schande über mich *g*, Puddingpulver gemacht :-) Ich habe gleich die 4 Portionen-Menge gekocht und den Rest portionsweise eingefroren. Um die eingefrorenen Portionen zu vertilgen, wurden sie einfach gefroren aus dem Tiefkühler direkt in die Mikrowelle getan und einige Minuten (eher 2-5 als 10-20) erwärmt. Perfekt für den kleinen Hunger am Nachmittag oder Abend, wenn man so gar keine Lust auf in der Küche stehen hat :-) Da mein Vorrat aber erschöpft, muss ich wohl demnächst mal wieder eine große Portion kochen. Ist auch ein sehr mildes Essen, das mein gereizter Magen vertragen sollte.

Reisauflauf

Zutaten für 4 große Portionen

1 l Milch
250 gr Rundkornreis (Milchreis)
1 Prise  Salz
4 Eier, getrennt
60 gr weiche Butter
60 gr Zucker
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 EL Vanillezucker
Rosinen
hier: 1 Apfel, gewürfelt

(1) Reis mit der Milch und dem Salz aufkochen. 20-30 min bei ganz schwacher Hitze ausquellen lassen.
(2) Die Butter mit dem Zucker und den Eigelben schaumig rühren. Mit dem fertig gekochten, etwas abgekühlten Milchreis verrühren.
(3) Den gewürfelten Apfel unter den abgekühlten Brei rühren, mit der Zitronenschale, Vanillezucker und Rosinen abschmecken. Eiweiß steif schlagen und unterheben.
(4) Alles in eine große (oder zwei kleinere) gefettete Auflaufform füllen und bei 200 ° im vorgeheizten Backofen ca. 1 h backen.

Dazu: Schokoladensauce (aus Pudding) oder Apfelmus

Quelle: Sarah Wiener (2008) – Frau am Herd. Knaur Verlag

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: +
Schwierigkeitsgrad: ++

‚Hallo? Hier die telefonische Kochhilfe!‘

Halb zehn, Telefon klingelt, Zwerg ist dran: ‚Duhuu *ich-will-was-von-Dir-Tonlage*, ich brauch‘ mal Deine telefonische Kochhilfe! Ich will eine Couscous-Hähnchen-Pfanne machen. Wiehiie???‘ Danach haben wir gute 15 Minute rumüberlegt, welches Gemüse und Gewürze und überhaupt. Mal sehen, ob Zwerg es heute noch schafft zu kochen oder ob sie wieder einschläft, wie mit dem geschälten Spargel auf dem Sofa vorgestern *g* Sorry, Zwerg, aber das ist zuu lustig, um es nicht zu erzählen ;-)

Während wir noch die Zubereitung besprachen, hat Zwerg plötzlich ängstlich gefragt: ‚Aber das kommt doch nicht etwa in Deinen Blog?!?‘ *räuspernmeinerseits* ‚Ähem, überlege mir grade schon eine Überschrift!‘ *ggg*

Vielleicht sollte ich mal eine telefonische Kochhilfe für verzweifelte, hungrige, ratlose vor-dem-Kühlschrank-Steher einrichten :-)

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