Archiv für den Tag 7. April 2009

Da und wieder ein bißchen weg …

Meine zweite Heimat - Nagysáp

Meine zweite Heimat

Von diesem idyllischen Dorf (Ja, im Vordergrund sind Weinstöcke zu sehen, aber nicht Onkels) im Frühling musste ich mich gestern Vormittag, bei fast Sommerwetter verabschieden *eintränchenverdrück* und wieder nach Deutschland, in den Alltag reisen. Es waren zwei G R O S S A R T I G E  Wochen! Endlich mal wieder Zeit mit Zwerg verbracht und ganz viel gesehen.  Wir haben kürze und längere Ausflüge nach Budapest, Szentendre und Visegrad gemacht, die uns schon bekannten Städte nochmal unter dem touristischen Aspekt unter die Kameralinse genommen, Verwandtschaft besucht, neue Erdenbürger kennengelernt, viel Zeit an der frischen Luft verbracht und in den letzten Tagen haben sich beim Gassigehen und spazieren tatsächlich die Arme und mein Gesicht ein wenig eingefärbt :-)

Es wurden viele Photos gemacht und ja, auch Informationen gesammelt, zu den Orten, wo wir sowieso schon tausendmal war, aber ich hatte ja angekündigt, dass ich Reklame für meine zweite Heimat machen möchte, denn Ungarn ist so viel mehr als die Klischees vom Balaton, Puszta und Budapest! Aber die ganzen Informationen wollen erstmal aufgearbeitet werden, so dass ich Euch alles peu á peu, in kleinen Häppchen vorstellen möchte!

Perfekte Sitze für lange Menschen

Perfekte Sitze für lange Menschen

Heute gibt es nur die Mitbringsel zu sehen, die ich gestern mühsam schleppen musste ;-) Es war aber trotzdem eine angenehme Fahrt, ich reiste das erste Mal in meinem Leben in der 1. Klasse. Aber bevor hier jetzt jemand denkt, dass die Dekadenz ausgebrochen ist, das Ticket war so ein Spezialticket aus begrenztem Kontingent. Da das Kontingent für die billigsten Fahrkarten 2. Klasse schon verkauft waren, hab ich mir einfach mal was gegönnt ;-) Wie man sieht, musste ich in meiner bevorzugten Zugsitzposition, natürlich quer über zwei Sitze hinweg, schon meine Füße ausstrecken, um die Lehne zu erreichen *freu* Dabei bin ich wahrlich nicht kurz geraten, sondern immerhin 183 cm lang … Dieser neue Railjet von den Österreichern ist aber auch verdammt bequem, kann man wunderbar drin schlafen oder die Aussicht auf Österreich genießen. Und ich bin ein gaaanz großer in-die-Landschaft-Gucker auf langen Fahrten, hatte in den 10,5 Stunden aber auch wirklich genug Zeit dafür *g*

Aber nun zu den wichtigen Sachen: die Mitbringsel. Das Wort hört sich zwar niedlich an, aber ich hatte gut dran zu schleppen. Wie vorausgesagt sind es einige  Kochbücher geworden.  Insgesamt 5 Stück *unschuldigindieluftguck* (An Frau Mama: Es gibt Leute, die sammeln Märchenbücher und es gibt Leute, die sammeln Kochbücher *g*) Alleine drei (hintere Reihe) von Judit Stahl, einer sehr bekannten ungarischen Fernsehköchin, die hauptsächlich auf alltagstaugliche, schnelle Rezepte setzt. Aus dem mittleren der Stahl-Bücher habe ich schon das Hähnchen á la Stroganoff vorgestellt.
Vorne rechts ist das Kochbuch einer ungarischen Bloggerin, Eszter Füszeres. Sie ist Jüdin, die seit 2007 ihren Blog „Füszer és lélek“ betreibt und 2008 ihr eigenes Kochbuch über ungarische, jüdische, koschere Küche heraus brachte. Habe schon mal drin geblättert, sehr schöne Rezepte :-) Das linke liegende Buch heißt „Száz magyar ételcsoda“ in etwa „Hundert ungarischen Essenswunder“. Es werden typisch ungarische Gerichte vorgestellt und ich bin mal gespannt, ob der große Titel auch hält, was er verspricht. Im Durchblättern las es sich gut :-) Die Bücher werde ich aber noch gesondert und genauer vorstellen.

Kochbuch-Schätze

Kochbuch-Schätze

Das ungarische Geld, der Forint steht zur Zeit nicht allzu gut zum Euro (1 Euro = ca. 300 Forint), so leid mir das für die ungarische Wirtschaft tut, für mich sind einige Sachen so billiger. So kosteten die Stahl-Kochbücher umgerechnet je  nur 13 Euro. Und auch Kochutensilien waren wesentlich billiger. So hab ich einen großen Tepsi (ca. 23 x 40 cm) erstanden, dieser ungarischen Universalauflaufform, in der alles gebraten und gebacken wird was geht, von Aufläufen über Braten bis Kuchen. Auch ein paar (sehr dringend notwendige) neue hölzerne Kochlöffel und kleine Holzschäufelchen für Salz und andere Gewürze wurden angeschafft. Diese liegen in drei Metallschüsseln, die ich zum Aufschlagen für Eischnee, kleine Mengen Teig etc. brauche. Ach, ich freu mich so!

Kochutensilien

Kochutensilien

An unserem letzten gemeinsamen Tag in Ungarn haben Zwerg und ich noch einen Ausflug mit Cousin G. und seiner Familie nach Szentendre gemacht, einem kleinen Ort nördlich von Budapest. Dort kann man auch besonders schöne Keramik erstehen, was ich auch prompt tat:

Gestapelte Keramik

Gestapelte Keramik

Schälchen in Draufsicht

Schälchen in Draufsicht

Ich liebe so buntes Geschirrzeug und hätte in dem Laden noch wesentlich mehr kaufen können. Und diese Schäfchen-Tasse war einfach zu süß, um sie da zu lassen *g* Die Schalen hab ich nochmal gesondert photographiert, damit man ihre Innenmalereien sehen kann. Was ich gut finde, dass auf dem Boden eines jeden Stück der Name der Künstlers steht, der es produziert hat. Aber sie müssen noch dringend abgewaschen werden …

Das muss aber noch warten bis ich nach Ostern wieder da bin, da ich Kassel morgen schon wieder in Richtung Ostseeheimat verlasse, ein bißchen Zeit mit den Eltern verbringe und wir Ostern dann bei Zwerg feiern werden. Mal sehen, ob und wieviel ich schaffe über Ungarn zu schreiben. Muss nämlich auch noch ein paar Zeilen für das Skript zu den Exkursionen, die wir nächstes Semester durchführen, schrieben :-)

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