Da und wieder ein bißchen weg …

Meine zweite Heimat - Nagysáp

Meine zweite Heimat

Von diesem idyllischen Dorf (Ja, im Vordergrund sind Weinstöcke zu sehen, aber nicht Onkels) im Frühling musste ich mich gestern Vormittag, bei fast Sommerwetter verabschieden *eintränchenverdrück* und wieder nach Deutschland, in den Alltag reisen. Es waren zwei G R O S S A R T I G E  Wochen! Endlich mal wieder Zeit mit Zwerg verbracht und ganz viel gesehen.  Wir haben kürze und längere Ausflüge nach Budapest, Szentendre und Visegrad gemacht, die uns schon bekannten Städte nochmal unter dem touristischen Aspekt unter die Kameralinse genommen, Verwandtschaft besucht, neue Erdenbürger kennengelernt, viel Zeit an der frischen Luft verbracht und in den letzten Tagen haben sich beim Gassigehen und spazieren tatsächlich die Arme und mein Gesicht ein wenig eingefärbt :-)

Es wurden viele Photos gemacht und ja, auch Informationen gesammelt, zu den Orten, wo wir sowieso schon tausendmal war, aber ich hatte ja angekündigt, dass ich Reklame für meine zweite Heimat machen möchte, denn Ungarn ist so viel mehr als die Klischees vom Balaton, Puszta und Budapest! Aber die ganzen Informationen wollen erstmal aufgearbeitet werden, so dass ich Euch alles peu á peu, in kleinen Häppchen vorstellen möchte!

Perfekte Sitze für lange Menschen

Perfekte Sitze für lange Menschen

Heute gibt es nur die Mitbringsel zu sehen, die ich gestern mühsam schleppen musste ;-) Es war aber trotzdem eine angenehme Fahrt, ich reiste das erste Mal in meinem Leben in der 1. Klasse. Aber bevor hier jetzt jemand denkt, dass die Dekadenz ausgebrochen ist, das Ticket war so ein Spezialticket aus begrenztem Kontingent. Da das Kontingent für die billigsten Fahrkarten 2. Klasse schon verkauft waren, hab ich mir einfach mal was gegönnt ;-) Wie man sieht, musste ich in meiner bevorzugten Zugsitzposition, natürlich quer über zwei Sitze hinweg, schon meine Füße ausstrecken, um die Lehne zu erreichen *freu* Dabei bin ich wahrlich nicht kurz geraten, sondern immerhin 183 cm lang … Dieser neue Railjet von den Österreichern ist aber auch verdammt bequem, kann man wunderbar drin schlafen oder die Aussicht auf Österreich genießen. Und ich bin ein gaaanz großer in-die-Landschaft-Gucker auf langen Fahrten, hatte in den 10,5 Stunden aber auch wirklich genug Zeit dafür *g*

Aber nun zu den wichtigen Sachen: die Mitbringsel. Das Wort hört sich zwar niedlich an, aber ich hatte gut dran zu schleppen. Wie vorausgesagt sind es einige  Kochbücher geworden.  Insgesamt 5 Stück *unschuldigindieluftguck* (An Frau Mama: Es gibt Leute, die sammeln Märchenbücher und es gibt Leute, die sammeln Kochbücher *g*) Alleine drei (hintere Reihe) von Judit Stahl, einer sehr bekannten ungarischen Fernsehköchin, die hauptsächlich auf alltagstaugliche, schnelle Rezepte setzt. Aus dem mittleren der Stahl-Bücher habe ich schon das Hähnchen á la Stroganoff vorgestellt.
Vorne rechts ist das Kochbuch einer ungarischen Bloggerin, Eszter Füszeres. Sie ist Jüdin, die seit 2007 ihren Blog „Füszer és lélek“ betreibt und 2008 ihr eigenes Kochbuch über ungarische, jüdische, koschere Küche heraus brachte. Habe schon mal drin geblättert, sehr schöne Rezepte :-) Das linke liegende Buch heißt „Száz magyar ételcsoda“ in etwa „Hundert ungarischen Essenswunder“. Es werden typisch ungarische Gerichte vorgestellt und ich bin mal gespannt, ob der große Titel auch hält, was er verspricht. Im Durchblättern las es sich gut :-) Die Bücher werde ich aber noch gesondert und genauer vorstellen.

Kochbuch-Schätze

Kochbuch-Schätze

Das ungarische Geld, der Forint steht zur Zeit nicht allzu gut zum Euro (1 Euro = ca. 300 Forint), so leid mir das für die ungarische Wirtschaft tut, für mich sind einige Sachen so billiger. So kosteten die Stahl-Kochbücher umgerechnet je  nur 13 Euro. Und auch Kochutensilien waren wesentlich billiger. So hab ich einen großen Tepsi (ca. 23 x 40 cm) erstanden, dieser ungarischen Universalauflaufform, in der alles gebraten und gebacken wird was geht, von Aufläufen über Braten bis Kuchen. Auch ein paar (sehr dringend notwendige) neue hölzerne Kochlöffel und kleine Holzschäufelchen für Salz und andere Gewürze wurden angeschafft. Diese liegen in drei Metallschüsseln, die ich zum Aufschlagen für Eischnee, kleine Mengen Teig etc. brauche. Ach, ich freu mich so!

Kochutensilien

Kochutensilien

An unserem letzten gemeinsamen Tag in Ungarn haben Zwerg und ich noch einen Ausflug mit Cousin G. und seiner Familie nach Szentendre gemacht, einem kleinen Ort nördlich von Budapest. Dort kann man auch besonders schöne Keramik erstehen, was ich auch prompt tat:

Gestapelte Keramik

Gestapelte Keramik

Schälchen in Draufsicht

Schälchen in Draufsicht

Ich liebe so buntes Geschirrzeug und hätte in dem Laden noch wesentlich mehr kaufen können. Und diese Schäfchen-Tasse war einfach zu süß, um sie da zu lassen *g* Die Schalen hab ich nochmal gesondert photographiert, damit man ihre Innenmalereien sehen kann. Was ich gut finde, dass auf dem Boden eines jeden Stück der Name der Künstlers steht, der es produziert hat. Aber sie müssen noch dringend abgewaschen werden …

Das muss aber noch warten bis ich nach Ostern wieder da bin, da ich Kassel morgen schon wieder in Richtung Ostseeheimat verlasse, ein bißchen Zeit mit den Eltern verbringe und wir Ostern dann bei Zwerg feiern werden. Mal sehen, ob und wieviel ich schaffe über Ungarn zu schreiben. Muss nämlich auch noch ein paar Zeilen für das Skript zu den Exkursionen, die wir nächstes Semester durchführen, schrieben :-)

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13 Kommentare zu “Da und wieder ein bißchen weg …

  1. lamiacucina 7. April 2009 um 07:16 Reply

    so reise ich gerne mit: alles in verdaulichen Häppchenportionen, auf Deutsch übersetzt und bequem im Sessel vor dem PC sitzend :-)

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  2. Bolli 7. April 2009 um 07:44 Reply

    Freunde von meinen Eltern haben ein Weingut irgendwo amPlattensee, ist echt schön da, nur, die Sprache, das ist ja so schwierig………..

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  3. pinkrobot 7. April 2009 um 09:03 Reply

    Oh Gott, das Geschirr!!! *wein* Schööön… Freut mich, dass der Urlaub schön war – und es jetzt wieder neue Rezepte gibt. :)

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  4. Wienermaedel 7. April 2009 um 09:12 Reply

    Wie schön, dass du wieder da bist und uns viel zu erzählen hast. Unsere Kinder waren kürzlich auch mit dem Railjet nach Budapest unterwegs, muss schon eine feine Sache sein. Mich hat bis jetzt der Preis abgehalten, aber wie ich höre, gibt es Ausnahmen!
    Lustig finde ich, dass mir dieses Wochenende ein Ungar den Tipp gegeben hat, Szentendre zu besuchen – das wäre so ein schönes Dorf!

    Liebe Ostergrüße aus Wien

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  5. rike 7. April 2009 um 09:15 Reply

    Das ist das schönste am Urlaub: die Mitbringsel. Schön, wenn man sich an diesen Dingen erfreuen kann.

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  6. Eva 7. April 2009 um 09:39 Reply

    Schön, dass du wieder da bist und einen wunderschönen Urlaub hattest.

    Ich freu mich schon auf deine Berichte über Land und Leute…..ich mag dieses ‚virtuell auf Reisen mitgenommen werden‘! :-)

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  7. Steph 7. April 2009 um 17:30 Reply

    Herzlich willkommen zurück – wie schön, dass Du eine so schöne Zeit hattest!
    Ach so, beim nächsten Besuch in der ungarischen Heimat kannste die gleichen Schüsseln nochmal mitbringen – ich nehm die dann gerne ab :o)
    Die Schäfchentasse ist absolut genial!

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  8. zwerg 8. April 2009 um 00:27 Reply

    schäfchen pusten *g*

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  9. kochschlampe 8. April 2009 um 14:15 Reply

    Dann bin ich schon mal gespannt, was Du aus den mitgebrachten Kochbüchern machen wirst (und ob da kochschlampenkompatibel auch was vegetarisches dabei sein wird…).

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  10. Anikó 8. April 2009 um 19:46 Reply

    @ lamiacucina und Eva: Ja, ich mag das auch! Werde mein Bestes tun, um eine gute Reiseführerin zu sein :-)

    @ Bolli: Ja, die Sprache! Ziemlich fies für den gemeinen Mitteleuropäer. Ich glaube, man kann sie nur lernen, wenn man irgendwie in frühster Kindheit damit in Berührung gekommen ist.

    @ Pinkrobot: Ja, das Geschirr ist wirklich toll! Und ja, bald wieder Rezepte :-)

    @ Wienermädel: Szentendre ist wirklich toll! Echt schön dort! Aber jetzt fängt die Touristensaison an. Wird voll dort werden ;-) Und ja der Railjet ist schon cool. Hat Spß gemacht mit ihm zu fahren. Nur die ungarische Aussprache von bestimmten Sachen müssen sie noch üben ;-)

    @ rike: Meine Schwester hat sich von unserem Cousin einen kleinen Tepsi zum Geburtstag gewünscht, weil sie dadurch immer an ihn und seine Familie denken wird, wenn sie ihn benutzt! Dafür sind Mitbringsel schließlich da!

    @ Steph: Mal sehen wie es nächstes Jahr wird! Ansonsten spiele ich auch gerne im realen Leben Reieführer und könnte Dich hinführen ;-)

    @ Zwerg: Ja, werde versuchen vom Schäfchen den Schaum wegzupusten ;-)

    @ kochschlampe: Die Ungarn haben schon viele Fleischgerichte, das läßt sich nicht leugnen. Gibt aber auch etliches vegetarisches, das ich sehr gerne mag! Ich werde ausprobieren und berichten :-)

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  11. […] drei Sachen auf einmal *g* Eine normale kleine Grundlagen-Gemüsebrühe, ein Rezept aus einem der Ungarn-Mitbringselbüchern (im entsprechenden Bild das hintere linke Buch), worüber aber in Bälde auch noch berichtet wird […]

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  12. Katrin 18. April 2009 um 13:54 Reply

    Jetzt, wo du wieder da bist, fiel mir ein, was ich mir von dir wünschen wollte zum Mitbringen: Gulyaskrem! :( Ich bin so dumm. Habe dir aber auch was schoenes zum Essen und spielen aus NZ mitgebracht.

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  13. lavaterra 21. April 2009 um 18:17 Reply

    Ach, wie ich mich auf deine Ungarn-Geschichten freue. Dieses interessante Land steht auf meiner to-do-Liste ja ganz oben. ;-)

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