Improkochen: Lachsforelle auf Gemüse

Lachsforellenfilet mit Frühlingsgemüse

Lachsforellenfilet mit Frühlingsgemüse

Hier in Rostock kann ich endlich mal wieder frischen Fisch essen. Leider nicht von Herrn Papa geangelt, da die Fischgründe an der Küste und in der Warnow (Fluss der durch Rostock fließt) versiegt sind, warum auch immer *schulterzuck* Aber bei uns im Stadtteil sind seit neustem drei Fischer ansässig, die am Fähranleger Fisch direkt vom Kutter verkaufen und auch mit Angelwilligen Touren auf die Ostsee machen. Und einer dieser Fischer verkauft auch immer mittwochs direkt beim Supermarkt vor unserer Tür aus einem Stand heraus. Großartig!

Durch das Kartoffelpüree mit Wasabi im Kuriositätenladen sind wir drauf gekommen, dass Fisch ja ganz schön wäre und dazu eine stark abgeschwächte Form von Stephs Püree, das mit einfachem Sahnemeerrettich statt Wasabi auskommen musste, aber trotzdem sehr gut schmeckte. Aber was jetzt für Fisch dazu? Es gab Dorschfilet, Rotbarschfilet, diverses geräuchertes, ganze Forellen und eben Lachsforellen. Genau die hatte ich bisher nur einmal gegessen als Herr Papa sie vor Jaaahren mal ausversehen geangelt hat, aber die war sooo lecker! Einer meiner ersten Fische, den ich damals trotz Gräten verspeist habe. Es war eine wirklich frische Lachsforelle, so dass ich auch mal gut dokumentieren kann, woran man frischen Fisch erkennt. Zum einen sind die klaren Augen ein gutes Indiz und diese Augen haben uns sowas von vorwurfsvoll angeguckt ;-)

Klares Lachsforellenauge

Klares Lachsforellenauge

Die Kiemen der Fische sollten schön rot sein, weil das bedeutet (so erkläre ich es mir zumindest, wenn falsch bitte berichtigen *g*), dass sie vor nicht allzu langer Zeit noch ihren Dienst taten und dem Fisch den Sauerstoff aus dem Wasser geholt haben.

Rote Kiemen

Rote Kiemen

Zubereitet hat den Fisch Frau Mama, wie sie es fast üblicherweise tut. Der Fisch wird etwas gewürzt und gefüllt in einer großen Auflaufform neben/auf Gemüse gelegt und im Ofen geraten. Dabei kann man wunderbar improvisieren. An Gemüse kann man Möhren, Sellerie, Pastinaken, Fenchel, Petersilienwurzeln, Champignons, Kartoffeln und und und verwenden. Auch bei den Geschmacksrichtung kann man in jede beliebige gehen: mediterran, skandinavisch, orientalisch … Erlaubt ist was schmeckt!

Mir hat es mal wieder großartig geschmeckt! Schönes Fischfleisch, kaum Gräten, auf den Punkt gegartes Gemüse und dazu sämiges Kartoffelpüree! Sehr empfehlenswert diese Methode mal auszuprobieren :-)

Forelle vor dem Verschwinden in den Ofen

Forelle vor dem Verschwinden in den Ofen

Lachsforelle auf Gemüse

Zutaten für 3 hungrige Erwachsene
1 küchenfertige Lachsforelle (ca. 1 kg)
Schluck Olivenöl für die Auflaufform
½ Bund Dill
½ Zitrone, in Scheiben geschnitten
2 kleinere Kohlrabis, in dünnen Scheiben
1/2 Fenchelknolle, in dünnen Scheiben
2 Möhren, geschält
1 Zwiebel, in Ringe geschnitten
Salz, Pfeffer

(1)   Ofen auf 200 °C vorheizen.
(2)   Eine Auflaufform die groß genug ist, um die ganz zu beherbergen ein wenig mit dem Olivenöl fetten. Lachsforelle von innen salzen und den halben Bund Dill und Zitronenscheiben im Bauchraum verteilen. Von außen salzen, in die Form legen und von der anderen Seite salzen.
(3)   Das vorbereitete Gemüse neben die Lachsforelle legen. Gut salzen und pfeffern. Mit ca. 250 ml Wasser begießen.
(4)   Die Auflaufform mit Alufolie abdecken und für ca. 30-40 Minuten in den heißen Ofen schieben. Danach die Folie abnehmen und nochmals 10 Minuten braten.

Dazu: Kartoffelpüree mit Sahne-Meerrettich verfeinert

Quelle: eigenes Rezept

Geschmack: ++++
Zeit: ++
Zutaten: +++
Schwierigkeitsgrad: +

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7 Kommentare zu “Improkochen: Lachsforelle auf Gemüse

  1. Steph 10. April 2009 um 22:14 Reply

    Lecker!
    Lachsforelle ist einer meiner absoluten Lieblingsfische und wenn es dazu noch leckeres Gemüse und Kartoffelpüree gibt, bin ich restlos glücklich.

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  2. lamiacucina 11. April 2009 um 17:34 Reply

    noch nie probiert. Werd mich mal nach einer umsehen.

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  3. Eva 11. April 2009 um 22:09 Reply

    Fisch auf dem Gemüsebett = wunderbar!

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  4. Rebecca-Lecka 15. April 2009 um 22:27 Reply

    Das es keinen Fisch mehr in der Warnow gibt, ist ja beängstigend. Bin dort mal kanugefahren – und gekentert ;) Wunderschöne Gegend!!!
    Lachsforelle ist ein sehr leckerer Fisch!

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  5. Anikó 15. April 2009 um 22:51 Reply

    @ Rebecca: Ja, hab mich auch gewundert als Herr Papa das erzählte. Und ja, ich komme aus einer wunderschönen Ecke! Ja, in der Tat, ich komme daher wo viele Urlaub machen *g*
    Aber auch hier in der Nähe von Kassel gibt es echt schöne Ecken, die Werra entlang, der Werra-Meißner-Kreis, sooo schön!

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  6. kulinaria katastrophalia 16. April 2009 um 01:21 Reply

    Aus der Werra zumindest würde ich keine Fische genießen ;-)

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    • Anikó 16. April 2009 um 10:51 Reply

      @ kulinaria katastrophalia: Nee, ich auch nicht, aber so für Kanutouren und Landschaftgucken echt ne schöne Ecke :-) Gerade so der Grenzbereich von Thüringen und Hessen …

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