Archiv für den Tag 19. April 2009

Rezeptnotiz an mich: Grießbrei

  • Auf 100 ml Milch einen schwach gehäuften Esslöffel Weichweizengrieß nehmen.
  • GEDULD haben! Das wird schon mit etwas rühren!

Süßer Reisauflauf

Süßer Reisauflauf mit Schokosauce

Süßer Reisauflauf mit Schokosauce

Nachdem ich letzte Woche von einem für Kinder ungeeigneten Möhrenbrei berichtet habe, ernähre ich mich derzeit von kleinkindgerechter Nahrung, weil ich von irgendwoher ganz fiese Magenschmerzen bekommen habe (ich tippe und hoffe mal auf meine reizbare Magenschleimhaut) :-/ Dabei hatte ich so schön eingekauft fürs Wochenende. Es sollte Hessische Grüne Sauce geben und irgendwas mit Löwenzahn, dann noch frischen Salat mit kleinem Kohlrabi, Mairübchen, Tomaten usw. *seufz* Ich glaube, ich sollte die Kräuter wenigstens einfrieren, oder? Wie am Besten? Kleinhacken und wie sie sind in einen Gefrierbeutel geben? Hat da jemand Tipps?
Auch wollte ich mit den Kollegen gestern auf Vorexkursion in den Göttinger Wald gehen, damit wir ausklabüstern können, was wir den Studenten nächsten Freitag auf der Exkursion zeigen wollen. Und dabei sollten vielleicht doch noch ein paar Bärlauchblättchen in eine Plastetüte wandern. Aber naja, sollte halt nicht sein … Dafür stelle ich mich gleich meiner größten Kleinkindessenherausforderung: Grießbrei. Muss jedesmal wieder nach dem Rezept im Netz suchen, furchtbar! Dabei möchte ich doch nur sämigen, nicht zu festen Grießbrei, aber habe meistens nicht genug Geduld dafür. Mal sehen wie es gleich wird …

Anstelle der oben erwähnten Gerichte gibt es heute mal ein Rezept, das schon länger auf Halde lag: süßer Reisauflauf. Kennengelernt habe ich das Gericht bei I., der lieben Frau von Cousin Z. aus Ungarn, die es sehr gerne für ihre drei Männer als zweiten Gang nach der obligatorischen Suppe kocht. Ich wollte es schon lange mal nachkochen, aber mir fehlte irgendwie ein Rezept. Das änderte sich, als Zwerg letzte Weihnachten das „Frau am Herd„-Kochbuch von Sarah Wiener  geschenkt bekommen hatte und ich erfreulicherweise dort das Rezept erspähte und sofort abschrieb. Der Auflauf dauert zwar ein bisschen, aber es lohnt. Schmeckt genauso wie bei I., also ernstlich lecker! Frau Wiener empfiehlt Apfelmus dazu, ich habe lieber einen Apfel mit unter den gekochten Milchreis gemischt (so ein paar Alibivitamine *g*) und dazu eine Schokoladensauce aus, Schande über mich *g*, Puddingpulver gemacht :-) Ich habe gleich die 4 Portionen-Menge gekocht und den Rest portionsweise eingefroren. Um die eingefrorenen Portionen zu vertilgen, wurden sie einfach gefroren aus dem Tiefkühler direkt in die Mikrowelle getan und einige Minuten (eher 2-5 als 10-20) erwärmt. Perfekt für den kleinen Hunger am Nachmittag oder Abend, wenn man so gar keine Lust auf in der Küche stehen hat :-) Da mein Vorrat aber erschöpft, muss ich wohl demnächst mal wieder eine große Portion kochen. Ist auch ein sehr mildes Essen, das mein gereizter Magen vertragen sollte.

Reisauflauf

Zutaten für 4 große Portionen

1 l Milch
250 gr Rundkornreis (Milchreis)
1 Prise  Salz
4 Eier, getrennt
60 gr weiche Butter
60 gr Zucker
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 EL Vanillezucker
Rosinen
hier: 1 Apfel, gewürfelt

(1) Reis mit der Milch und dem Salz aufkochen. 20-30 min bei ganz schwacher Hitze ausquellen lassen.
(2) Die Butter mit dem Zucker und den Eigelben schaumig rühren. Mit dem fertig gekochten, etwas abgekühlten Milchreis verrühren.
(3) Den gewürfelten Apfel unter den abgekühlten Brei rühren, mit der Zitronenschale, Vanillezucker und Rosinen abschmecken. Eiweiß steif schlagen und unterheben.
(4) Alles in eine große (oder zwei kleinere) gefettete Auflaufform füllen und bei 200 ° im vorgeheizten Backofen ca. 1 h backen.

Dazu: Schokoladensauce (aus Pudding) oder Apfelmus

Quelle: Sarah Wiener (2008) – Frau am Herd. Knaur Verlag

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: +
Schwierigkeitsgrad: ++

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