Archiv für den Monat Juni 2009

Wenn der Postbote zweimal klingelt … oder auch nicht

Gehe ich gestern durch meine Wohnungstür und stolper‘ praktisch über ein großes Paket (dass der Postbote es einfach so vor meiner Tür abstellt, obwohl ich für länger verreist sein könnte, ist ’ne andere Geschichte *grummel*). Ich muss gestehen es war nicht unerwartet, aber die Größe überraschte mich doch sehr! Es kam von meiner lieben Freundin K. aus K., die mir ein paar Sachen von ihren Flitterwochen in Neuseeland mitgebracht hat. Ist sie nicht ein Schatz? Und da sie weiß, dass ich gerne koche, teste und drüber schreibe (Dir war doch klar, dass das einen Beitrag wert ist!!), waren es wohl offensichtlich essbare Sachen *jubel* Und auch einige selbstgemacht Schätzchen hat sie mir zukommen lassen *freu* Nicht nur ich, auch K. ist ein heimlicher Foodie, nur ohne spezifischen Blog *g* Aber erstmal kurz beschreiben, was da heil und unbeschadet bei mir ankam:goodies

Die braune Flasche, die aussieht wie eine Flensburger Pils-Flasche (das Bier mit der wahrscheinlich lustigsten Werbung ever *g*), ist mit selbstgebrautem Holunderblütensirup gefüllt. Sehr praktisch, wo meine eigenen Vorräte schon zur Neige gehen *seufz* … Das kleine Glas mit rotem Inhalt ist selbstgezauberte Erdbeermarmelade :-))) Das gelbe gefüllte Glas auf der Erdbeermarmelade ist neuseeländischer Honig von der Manuka-Pflanze *nachguck was das genau ist* Oho, desinfizierender Honig, wie cool! Aber normal essen kann man den doch auch, oder?
Diese längliche Verpackung mit dem Wort „Chew“ drauf, war schon leer als das Photo gemacht wrde ;-) und enthilt einen sehr coolen Karamellriegel mit einer ganz seltsamen Konsistenz, aber K. weiß ja, dass ich auf seltsame Süßigkeiten stehe, sie kennt meine ungarischen Süßigkeiten-Vorlieben *g* Also er war echt lecker! Könnt ich öfters vertragen, klebt aber komisch-fies am Zahn. Aber nicht so klebrig wie Sni.ckers-Karamell, sondern irgendwie poröser. Ja, „porös“ ist das richtige Wort für die Konsistenz …
Die der glänzenden Tüte ist eine Joghurt-Grundmischung, die man in einem Joghurt-Glas und dazu gehörigem Behälter machen sollte. Werde ich mal ausprobieren! Bin gespannt wie der so wird …

Auch das große Buch, die „Pomona Britannica“ vor der alles steht, war mit Paket :-) Es beschäftigt sich mit allen möglichen Obstsorten und enthält viele großartige Zeichnungen der Früchte, versehen mit Hintergrundinformationen, die ich auch sehr schön hier in meine Texte mit einbauen kann. Großartigst!

Danke danke danke liebste K., habe mich wirklich wie wahnsinnig gefreut! Wird alles verköstigt und dann berichtet! *buchdurchblätter*

Was ich am Kochen mag … (4)

… wenn sich der Ansatz für das Holunderblütengelee beim Aufkochen im Topf, anhört wie ein Wintersturm. Äußerst faszinierend!

Ich weiß, hab lange nichts geschrieben, aber es war/ist stressig hier. Mache heute Abend definitiv mit dem Ungarn-Artikel weiter :-)

Knödel-Spinat-Terrine

Angeschnittene Knödel-Spinat-Terrine

Angeschnittene Knödel-Spinat-Terrine

Beim aktuellen Event im Kochtopf  „Sülze, Pasteten, Terrinen„, ausgerichtet von Nathalie, wollte ich dringendst mal wieder teilnehmen, nachdem ich einige Events haben verstreichen lassen aufgrund zeitlicher Engpässe.

Blog Event XLVI - Sülzen, Pasteten, Terrinen (Abgabeschluss 15. Juni 09)

Sülzen esse ich erst seit Februar diesen Jahres, davor hätte man mich diesem seltsamen Glibber wirklich jagen können … Seitdem beschäftige ich mich intensiver mit dem Themen der Nebenprodukte vom Schlachten und träume davon mal eine Sülze so richtig fies aus Ohren, Schnauze und Füßen zu kochen. Aber vorerst bleibt es doch wohl bei dem Traum. Für den Event verließ mich dann doch der Mut … Eigentlich wollte ich eine süße Beeren-Joghurt-Terrine zaubern, aber weil ich nicht so für Süßes bin, kam mir das Rezept für eine Knödel-Spinat-Terrine aus der aktuellen „meine Familie & ich“ (07/2009) sehr recht. Alles bei was ich liebe: Spinat (unser Kleinstgarten schüttet uns regelrecht zu damit), Semmelknödel (bin zwar Norddeutsche, aber die finde ich äußerst schmackhaft) und natürlich das unverzichtbare Ei zum Spinat :) Und mit meinem lieben Besuch vom letzten Wochenende war auch eine dankbare Abnehmerin gefunden.

Also machten wir uns Samstagabend dran … Leider lief alles ein Wenig chaotisch ab *g* 800 g Spinat sind rein mengenmäßig im Rohzustand fast zuviel für meine Spüle und auch die Zubereitung der Knödelmasse hätte man besser organisieren können und wir hätten wahrscheinlich nicht halb soviel Kochutensilien verbraucht wie es letztendlich der Fall war *über sich selbst den kopf schüttel*
Hier also ein paar essentielle Tipps zum guten Gelingen und schicken Aussehen:

  • Den Spinat wirklich gut, so richtig gut ausdrücken! Er sollte wirklich trocken sein!
  • Den Spinat grob klein schneiden, verteilt sich dann besser in der Knödelmasse und lungert nicht nur an 2-3 Stellen der Terrine rum.
  • Das Abschmecken des fertigen Terrinenteiges im Rohzustand nicht vergessen! Wobei das nachwürzen der fertig gebackenen Terrine auch gut funktioniert.

Wenn man das beachtet (oder auch nicht, wie wir) kommt wirklich ein göttliches Geschmackserlebnis bei raus! Soo großartig! Auch wenn die Konsistenz etwas feucht war … Wir konnten fast nicht genug von kriegen, nur ist sie sehr sättigend (Und wir hatten vorher noch zwei kleine Antipasti *g*). Kann ich nicht beschreiben, muss man schmecken ;-) Probiert es jedenfalls dringend aus! Also ich werde es garantiert nochmal kochen!

Gebackene Knödel-Spinat-Terrine

Zutaten für 4 Portionen:
800 g Blattspinat
Salz
4 Brötchen vom Vortag
2 Ziwebeln
120 g Butter
Pfeffer
ca. 200 ml Milch
4 Eier Größe M
geriebene Muskatnuss
4 wachsweich gekochte Eier (6 Minuten)

(1) Spinat putzen und gründlich waschen (Sand zwischen den Zähnen macht definitiv keinen Spaß!). Einen Topf mit Salzwasser aufsetzen und den Spinat eine 1/2 Minute im kochenden Salzwasser blanchieren. Kalt abschrecken und gut ausdrücken (ich würde ich zusätzlich noch grob hacken). Die Brötchen in 1 cm große Würfel schneiden und die Zwiebeln häuten und fein würfeln.
(2) 1 EL der Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfelchen darin glasig dünsten. Den Spinat zugeben und kurz mitdünsten. Salzen und pfeffern. Die Spinatmasse herausnehmen.
Wieder 1 EL Butter in die Pfanne geben und 1 handvoll der Brötchenwürfel darin knusprig rösten. Die Milch erwärmen und über die ungerösteten Brotwürfel gießen.
(3) Den Ofen auf 180° vorheizen (Umluft 170°). Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. Übrige Butter schaumig schlagen, die Eigelbe einzeln unterrühren.
(4) Die gerösteten und eingeweichten Brötchenwürfel mit dem Spinat unter die Eigelbmasse ziehen und den Eischnee unterheben. Die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
(4) Eine Kastenform (30 cm Länge) mit Backpapier auslegen. Die Hälfte der Masse einfüllen und die gepellten Eier darauflegen. Mit der restlichen Masse bedecken.
(5) Form in ein tiefes Backblech (hier: große Auflaufform) stellen und 2 l Wasser angießen. Die Terrine im Ofen auf der unteren Schiene ca. 40 Minuten backen. Dann 10 Minuten abkühlen lassen und aus der Form stürzen oder heben. Terrine in Scheiben schneiden und servieren.

Dazu: Kräuterquark o.ä.

Quelle: meine Familie & ich 7/2009, Seite 36

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +++

Ergebnisse Umfrage

Nachdem die Abstimmung doch ziemlich große Zuspruch fand (Gott, war ich überrascht!) und sich zwei mir etwas näher bekannte Personen eine Art Bietwettstreit lieferten (ich will da niemanden in Richtung Leipzig oder Hamburg schärfer angucken *g*), sind auf den ersten beiden Plätzen die Reklame für Ungarn und der dreiteilige Bericht über Landschaft, Pflanzen und Essen aus Pflanze gelandet. Da es wie angedeutet unlauterer Wettbewerb war, werde versuchen so zeitnah wie möglich beide Artikel zu veröffentlichen …

Hier ein kleiner visueller Vorgeschmack:

Esztergom - Basilika und Burg mit dramatischem Himmel

Esztergom - Basilika und Burg mit dramatischem Himmel

Naturschutzgebiet "Hielöcher" - Zerklüftete Karstlandschaft mit orchideenreichen Trockenrasen

Naturschutzgebiet "Hielöcher" - Zerklüftete Karstlandschaft mit orchideenreichen Trockenrasen

Aber erstmal sollte heute noch der Beitrag zum aktuellen Event im Kochtopf erscheinen *weiterschreib*

Spinat mit Joghurt orientalisch angehaucht

Orientalisch angehauchter Spinat mit Joghurt

Orientalisch angehauchter Spinat mit Joghurt

Im unserem Kleinstgarten wächst es gerade wie wahnsinnig (Ja, es gibt noch einen Artikel darüber *g*). So wollen dringend die Salate und der Spinat geerntet werden. Mich gelüstete es auch mal wieder nach dem Klassiker Spinat mit Kartoffeln und Ei. Und es sollte was sein, wo der frische Spinat richtig gut zur Geltung kommt und nicht mit ewig viel anderem erschlagen wird. Da kam mir dieses Rezept aus dem Oriental Basics gerade recht.

Und es wirklich wunderbar! Fix gemacht und so lecker, dass ich eigentlich nicht mehr wirklich viel dazu gebraucht hätte! Hat auch wirklich gut zu den Pellkartoffel und dem Spiegelei gepaßt. Perfekt für richtig frischen Spinat. Ich hatte weniger Spinat (ihr glaubt nicht wieviel Spinat 500 g sind) und habe den Joghurt auch nach Gefühl zugegeben. Natürlich wurde der Knoblauch-Anteil reduziert ;-)

Spinat mit Joghurt

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Spinat
1 große Zwiebel
2 EL Olivenöl
2 TL Kurkuma oder 1/2 TL Safran
Salz
Pfeffer
2 Knoblauchzehen (hier: 1 kleine Zehe)
300 g Joghurt

(1) Spinat gründlich waschen, welken Blätter aussortieren und die Blätter auf einem großen Brett klein hacken (hier: gröber gelassen). Zwiebel häuten und fein würfeln.
(2) Einen breiten Topf auf den Herd stellen und das Öl darin erhitzen.  Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten brutzeln. Immer mal wieder umrühren. Das Kurkuma oder den Safran zufügen und weiterrühren bis die Zwiebeln schick gelb sind.
(3) Den Spinat in den Topf geben und so lange rühren bis er zusammen gefallen ist. Dann den Deckel drauf und zugedeckt noch 2-3 Minuten bei schwacher Hitze garen lassen.
(4) Den Spinat in eine Schüssel füllen und mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas abkühlen lassen. Den Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Zum Spinat geben, ebenso den Joghurt und beides gut unterrühren. Eventuell noch mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Geschmack: +++
Zeit: +
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

Quelle: Schinharl C., Dickhaut S. (2004): Oriental Basics. Gräfe und Unzer Verlag

Kostprobe zum Lesen: Oriental Basics

Leseprobe im Juni - Oriental Basics

Leseprobe im Juni - Oriental Basics

Wenn die geneigte Leserschaft mal überlegen mag, von welchen Länderküchen könnten sie sich dauerhaft ernähren? So neben den natürlich heimischen Küchen aus Deutschland und Ungarn, könnte ich dauerhaft von italienischer Küche und der Küche des Vorderen Orient leben. Kennen- und lieben gelernt habe ich die orientalische, im Speziellen die persische Küche in einem kleinen Restaurant/Café/Creperie in Göttingen, dass direkt neben dem Botanischen Institut liegt. Die haben einfach unglaublich gute Aufläufe mit Reis und Lammgerichte und dazu diese Joghurte, diese Würzung, diese süße Komponente mit Rosinen und Berberitzen. Hach, ich liebe es einfach!

Und nachdem ich diese Liebe entdeckte, wünschte ich mir ein entsprechendes Buch zum Geburtstag, und von der lieben S. bekam ich eben dieses „Oriental Basics“ von Frau Schinharl und Herrn Dickhaut *freu* Es ist jetzt schon seit 2005 in meinem Besitz und es wird rege draus gekocht (man sieht es dem Buch auch schon ein Wenig an).

Wie alle Bücher der Basics-Reihe ist es zwei große Teile eingeteilt, einmal „Know How“, wo die grundlegenden Zutaten, Gerichte, Lebensweise erklärt werden und den Rezeptteil. Der Rezeptteil ist wiederum in sieben Kapitel gegliedert:

  • Mezze & Salate
  • Streetfood
  • Gemüse & Hülsenfrüchte
  • Couscous, Reis & Co.
  • Fleisch & Geflügel
  • Fisch
  • Süßes & Gebäck

Zu jedem Kapitel gibt es eine kurze Einführung mit typischen Zutaten und kleinen Rezepten, wo Getränke oder Gewürzmischung zum Selbstbasteln vorgestellt werden. Schön! Die Rezeptanleitungen sind durchnummeriert und an den entsprechenden Stellen wird auch angegeben, wann man bitte den Ofen vorheizen sollte (oder auch nicht bei Umluft) und ähnliches. Die Zubereitungszeit wird ebenfalls samt Geh-, Ruhe-, Backzeiten mit angegeben und was aus dem Buch noch zu dem betreffenden Rezept dazu gegessen werden kann. So kann man sich ganz schön Menues zusammenstellen. Die Gerichte sind eine schöne Mischung aus Alltagsessen, das auch so in den Regionen auf den Tisch kommt (z.B. Foul, ein Bohnengericht, dass zum Frühstück gegessen wird) und aufwendigeren Gerichten, mit denen man Gäste gut beeindrucken kann.  Ebenfalls cool finde ich, dass Rezepte zum Backen von Fladenbroten und Pitas. Und auch die Tips und Variantionsmöglichkeiten, die am Ende der meisten Rezepte mit aufgeführt sind, gefallen mir außerordentlich gut. Eigentlich unnütz zu sagen, dass es zu jedem Rezept ein mehr oder weniger großes Photo gibt.

Die bisher gekochten Rezepte haben allesamt super funktioniert und auch die Angabe der Portionen stimmt im Großen und Ganzen. Der Hähnchen-Pilaw mit dem Rosinen-Gurken-Joghurt ist mittlerweile zu einem meiner Lieblingsgerichte geworden :-) (Wieso koch ich das heute eigentlich nicht bei dem Schietwetter? *g*) Auch das Register ist brav nach Zutaten und Namen der Gerichte geordnet. So mag der gemeine Kochbuchleser es doch ;-)

So und jetzt mach ich mich auf in die Küche und zauber hoffentlich leckere Pita-Borte und Falafel aus dem Buch :-) Danach werd ich schnell weiterschreiben am Artikel über extremst guten orientalisch angehauchten Spinat mit Joghurt.

Eine Frage noch, ich habe hier auf dem Rechner noch Bilder von unserem Persischen Weihnachtsessen 2007. Ich weiß, lange her und definitiv noch 8 Monate bevor der Blog hier überhaupt online ging, aber hätte jemand Interesse an einer Veröffentlichung? Es war äußerst deliziös und ist auch für den Sommer geeignet :)

Aus dem „Oriental Basics“ schon vorgestellt:

Entscheidungsunfähigkeit

Hier ist es immer noch ziemlich stressig, wie man vielleicht an den fehlenden Beiträgen meinerseits mitbekommt. Dabei ist hier einiges bloggenswertes passiert und gekocht worden, nur bin ich bisher nicht dazu gekommen, es in Worte und Bilder zu fassen. Die Beiträge schwirren allerdings schon in meinem Kopf rum und wollen raus, nur kann ich mich nicht entscheiden was zuerst, die Vorstellung der Leseprobe des Monats Juni erfolgt definitiv morgen, aber dann … Möge doch bitte der geneigte Leser entscheiden:

Bietet mir auch mal die Chance dieses Abstimmungswerkzeug zu benutzen :-) Bin auf das Ergebnis gespannt und ob überhaupt jemand abstimmt …

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