Archiv für den Monat Juni 2009

Spinat mit Joghurt orientalisch angehaucht

Orientalisch angehauchter Spinat mit Joghurt

Orientalisch angehauchter Spinat mit Joghurt

Im unserem Kleinstgarten wächst es gerade wie wahnsinnig (Ja, es gibt noch einen Artikel darüber *g*). So wollen dringend die Salate und der Spinat geerntet werden. Mich gelüstete es auch mal wieder nach dem Klassiker Spinat mit Kartoffeln und Ei. Und es sollte was sein, wo der frische Spinat richtig gut zur Geltung kommt und nicht mit ewig viel anderem erschlagen wird. Da kam mir dieses Rezept aus dem Oriental Basics gerade recht.

Und es wirklich wunderbar! Fix gemacht und so lecker, dass ich eigentlich nicht mehr wirklich viel dazu gebraucht hätte! Hat auch wirklich gut zu den Pellkartoffel und dem Spiegelei gepaßt. Perfekt für richtig frischen Spinat. Ich hatte weniger Spinat (ihr glaubt nicht wieviel Spinat 500 g sind) und habe den Joghurt auch nach Gefühl zugegeben. Natürlich wurde der Knoblauch-Anteil reduziert ;-)

Spinat mit Joghurt

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Spinat
1 große Zwiebel
2 EL Olivenöl
2 TL Kurkuma oder 1/2 TL Safran
Salz
Pfeffer
2 Knoblauchzehen (hier: 1 kleine Zehe)
300 g Joghurt

(1) Spinat gründlich waschen, welken Blätter aussortieren und die Blätter auf einem großen Brett klein hacken (hier: gröber gelassen). Zwiebel häuten und fein würfeln.
(2) Einen breiten Topf auf den Herd stellen und das Öl darin erhitzen.  Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten brutzeln. Immer mal wieder umrühren. Das Kurkuma oder den Safran zufügen und weiterrühren bis die Zwiebeln schick gelb sind.
(3) Den Spinat in den Topf geben und so lange rühren bis er zusammen gefallen ist. Dann den Deckel drauf und zugedeckt noch 2-3 Minuten bei schwacher Hitze garen lassen.
(4) Den Spinat in eine Schüssel füllen und mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas abkühlen lassen. Den Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Zum Spinat geben, ebenso den Joghurt und beides gut unterrühren. Eventuell noch mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Geschmack: +++
Zeit: +
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

Quelle: Schinharl C., Dickhaut S. (2004): Oriental Basics. Gräfe und Unzer Verlag

Kostprobe zum Lesen: Oriental Basics

Leseprobe im Juni - Oriental Basics

Leseprobe im Juni - Oriental Basics

Wenn die geneigte Leserschaft mal überlegen mag, von welchen Länderküchen könnten sie sich dauerhaft ernähren? So neben den natürlich heimischen Küchen aus Deutschland und Ungarn, könnte ich dauerhaft von italienischer Küche und der Küche des Vorderen Orient leben. Kennen- und lieben gelernt habe ich die orientalische, im Speziellen die persische Küche in einem kleinen Restaurant/Café/Creperie in Göttingen, dass direkt neben dem Botanischen Institut liegt. Die haben einfach unglaublich gute Aufläufe mit Reis und Lammgerichte und dazu diese Joghurte, diese Würzung, diese süße Komponente mit Rosinen und Berberitzen. Hach, ich liebe es einfach!

Und nachdem ich diese Liebe entdeckte, wünschte ich mir ein entsprechendes Buch zum Geburtstag, und von der lieben S. bekam ich eben dieses „Oriental Basics“ von Frau Schinharl und Herrn Dickhaut *freu* Es ist jetzt schon seit 2005 in meinem Besitz und es wird rege draus gekocht (man sieht es dem Buch auch schon ein Wenig an).

Wie alle Bücher der Basics-Reihe ist es zwei große Teile eingeteilt, einmal „Know How“, wo die grundlegenden Zutaten, Gerichte, Lebensweise erklärt werden und den Rezeptteil. Der Rezeptteil ist wiederum in sieben Kapitel gegliedert:

  • Mezze & Salate
  • Streetfood
  • Gemüse & Hülsenfrüchte
  • Couscous, Reis & Co.
  • Fleisch & Geflügel
  • Fisch
  • Süßes & Gebäck

Zu jedem Kapitel gibt es eine kurze Einführung mit typischen Zutaten und kleinen Rezepten, wo Getränke oder Gewürzmischung zum Selbstbasteln vorgestellt werden. Schön! Die Rezeptanleitungen sind durchnummeriert und an den entsprechenden Stellen wird auch angegeben, wann man bitte den Ofen vorheizen sollte (oder auch nicht bei Umluft) und ähnliches. Die Zubereitungszeit wird ebenfalls samt Geh-, Ruhe-, Backzeiten mit angegeben und was aus dem Buch noch zu dem betreffenden Rezept dazu gegessen werden kann. So kann man sich ganz schön Menues zusammenstellen. Die Gerichte sind eine schöne Mischung aus Alltagsessen, das auch so in den Regionen auf den Tisch kommt (z.B. Foul, ein Bohnengericht, dass zum Frühstück gegessen wird) und aufwendigeren Gerichten, mit denen man Gäste gut beeindrucken kann.  Ebenfalls cool finde ich, dass Rezepte zum Backen von Fladenbroten und Pitas. Und auch die Tips und Variantionsmöglichkeiten, die am Ende der meisten Rezepte mit aufgeführt sind, gefallen mir außerordentlich gut. Eigentlich unnütz zu sagen, dass es zu jedem Rezept ein mehr oder weniger großes Photo gibt.

Die bisher gekochten Rezepte haben allesamt super funktioniert und auch die Angabe der Portionen stimmt im Großen und Ganzen. Der Hähnchen-Pilaw mit dem Rosinen-Gurken-Joghurt ist mittlerweile zu einem meiner Lieblingsgerichte geworden :-) (Wieso koch ich das heute eigentlich nicht bei dem Schietwetter? *g*) Auch das Register ist brav nach Zutaten und Namen der Gerichte geordnet. So mag der gemeine Kochbuchleser es doch ;-)

So und jetzt mach ich mich auf in die Küche und zauber hoffentlich leckere Pita-Borte und Falafel aus dem Buch :-) Danach werd ich schnell weiterschreiben am Artikel über extremst guten orientalisch angehauchten Spinat mit Joghurt.

Eine Frage noch, ich habe hier auf dem Rechner noch Bilder von unserem Persischen Weihnachtsessen 2007. Ich weiß, lange her und definitiv noch 8 Monate bevor der Blog hier überhaupt online ging, aber hätte jemand Interesse an einer Veröffentlichung? Es war äußerst deliziös und ist auch für den Sommer geeignet :)

Aus dem „Oriental Basics“ schon vorgestellt:

Entscheidungsunfähigkeit

Hier ist es immer noch ziemlich stressig, wie man vielleicht an den fehlenden Beiträgen meinerseits mitbekommt. Dabei ist hier einiges bloggenswertes passiert und gekocht worden, nur bin ich bisher nicht dazu gekommen, es in Worte und Bilder zu fassen. Die Beiträge schwirren allerdings schon in meinem Kopf rum und wollen raus, nur kann ich mich nicht entscheiden was zuerst, die Vorstellung der Leseprobe des Monats Juni erfolgt definitiv morgen, aber dann … Möge doch bitte der geneigte Leser entscheiden:

Bietet mir auch mal die Chance dieses Abstimmungswerkzeug zu benutzen :-) Bin auf das Ergebnis gespannt und ob überhaupt jemand abstimmt …

Auberginenröllchen gefüllt mit Knoblauch-Frischkäse

Einzelnes Auberginenröllchen mit vorwitziger Tomate

Einzelnes Auberginenröllchen mit vorwitziger Tomate

Und noch ein Rezept aus dem Buch von Judit Stahl *g* Dieses Rezept hatte mich gleich beim ersten Durchblättern angelacht und musste dementsprechend fix nachgekocht werden.

Es ist aus dem „Im Solo“-Kapitel, also Gerichte, die man schnell für sich selbst zaubern kann. Mit Auberginen musste ich mich, um ehrlich zu sein, erst anfreunden, unser erstes Zusammentreffen endete für die Aubergine unglücklich im Mülleimer ;-) Aber so langsam finden wir Gefallen aneinander, ich fange sogar an Auberginen zu lieben :-) Schade, dass es keine Auberginenpflanze im Kleinstgarten gibt *seufz*

Und diese Auberginenröllchen sind wirklich toll! Aromatisch-gebackene Auberginenscheiben, gefüllt mit kühlem, knoblauchigem Frischkäse und einer würzigen Tomate. Ernstlich köstlich! Nur beim nächsten Mal nehm ich weniger Knoblauch als die eine Zehe, war für mich Knoblauch-Mimose doch ein bißchen zu stark. Die Portionsberechnung allerdings war genau richtig, für mich  zusammen mit ’nem Salatteller mehr als ausreichend. Großartig! Könnte es mir auch als kleine Vorspeise für 2-3 Personen vorstellen. Auch an der Frischkäsefüllung kann man noch rumbasteln, vielleicht Basilikum als Geschmacksträger oder Rosmarin oder Paprikapulver oder …
Jeder der Auberginen mag, einfach mal austesten! Dauert auch nicht ewig …

Die Auberginenröllchen fertig zum Verputzen

Die Auberginenröllchen fertig zum Verputzen

Auberginenröllchen gefüllt mit Knoblauch-Frischkäse

Zutaten für 1 Portion:
1 Aubergine
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 EL Ziegenfrischkäse (hier: 4 EL)
6 EL Sahne-Frischkäse (hier: 4 EL)
1 Knoblauchzehe
1 EL gehackter, frischer Thymian (hier: Oregano)
3 in Öl eingelegte Tomaten

(1) Den Ofen auf 190° vorheizen.
(2) Während er vorheizt die Auberginen vorbereiten. Die gewaschene und abgetrocknete Aubergine halbieren und die Hälften nochmal längs in drei mehr oder minder gleich dicke Scheiben schneiden. Eine große Auflaufform mit Backpapier auslegen (spart Abwasch) und die 6 Auberginenscheiben hineinlegen. Mit dem Olivenöl bestreichen. Salzen und pfeffern. Im Ofen 15 Minuten backen. Auflaufform rausnehmen, die Auberginenscheiben schnell umdrehen, wieder salzen und pfeffern. Für weitere 10 Minuten in den Ofen geben.
(3) Währenddessen die beiden Frischkäse miteinander verrühren. Mit dem Thymian und feingehacktem Knoblauch vermischen.
(4) Die drei in Öl eingelegte Tomaten halbieren.
(5) Und schon kann man drauf los rollen: Auf eine Auberginenscheibe großzügig die Frischkäse-Creme verteilen, eine halbe eingelegte Tomate drauflegen und zusammen rollen. Mit allen Scheiben so verfahren.

Genießen!

Quelle: Judit Stahl (2002): Enni jó! Kulinaria kiado, Budapest.

Geschmack: +++
Zeit: ++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

Dazu gab es diesen monströs-großen Salat :)

Rapunzeln mit allerdings Gemüse

Rapunzeln mit allerlei Gemüse

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: