Zi-Mo-Kuchen zum Bloggeburtstag

Es hat doch etwas länger gedauert als gedacht mit den Post, aber hier endlich: Zi-Mo-Kuchen zum 1. Geburtstag des kleinen Blogs. Zi-Mo werden sich einige fragen, wasn das? Es ist eigentlich nur ein simpler Zitronenkuchen mit Mohn drin. Aber Zi-Mo-Kuchen hört sich besser an, find ich (manchmal brauchen Dinge auch einfach neue Namen *g*), hat was von ’nem typischen Kinderkuchennamen, oder? ;-)

Eigentlich wollte ich zum Bloggeburtstag schon den Sonntag vorher backen, aber irgendwie war ich da äußerst inspirationslos. Mit dem Backen hab ich es ja eh nicht so, Cremetorten und höchstanspruchsvolle Tortenkonstrukte sind nicht meins und werden es wohl nie. Wegen der Inspirationslosigkeit war ich schon ein wenig geknickt, zum Bloggeburtstag sollte es schon was extra dafür gezaubertes sein. Montag  dann die übliche, morgendliche Runde durch die Blogs gestartet und was lacht mich bei Steph aus ihrem Kuriositätenladen an? Ja richtig, ein Zitronen-Mohn-Kuchen! Das wär’s doch! Einfach, sommerlich, perfekt für mich, die ich Zitronen und Mohn vergötter! Habe dann noch ein wenig rumgeguckt in der Blogwelt und wurde bei rike von „Genial lecker“ auf einen Zitronenkuchen aufmerksam. Von der Technik und den Zutaten unterschieden sich die beiden Kuchen nicht wesentlich, nur dass bei Rikes Kuchen noch Stärke mit reinkommt, die ich immer noch im Überfluss habe und loswerden möchte. Ich hoffe Steph ist jetzt nicht zu sauer darüber. Du warst die Inspiration :-)

Zu Rikes Teig habe ich einfach noch 3 Esslöffel Mohn gegeben und anstatt die Form einzufetten und auszumehlen, habe ich Frau Mamas bewährte Methode zu Auskleidung der Backform mit Alufolie gegriffen:

kuchenform_folie

Dafür ein großes Stück Alufolie abreißen und erstmal von außen an die Kastenform drücken und auch die Seitenteile nach innen falten. So hat man schon mal eine gute Grundform. Dann das vorgeformte Folienstück in die Backform legen und vorsichtig in die Ecken drücken, so dass die Folie gut anliegt. Bloß aufpassen, dass nichts einreißt, sonst läuft der Teig doch in die Form und man muss sie abwaschen. Und um genau das zu Vermeiden, betreiben wir den Bastelaufwand doch nur *g*

Da es spät war, habe ich den Kuchen ziemlich schnell angeschnitten, was ein Fehler war. Zum einen ist mir der Kuchen beim Transport auf einen ansehnlicheren Teller fast zerbrochen, zum anderen sah er etwas klitschig (heißt das so?) aus, aber am nächsten Tag:
Alles super! Der Kuchen ist durchgezogen, hat wunderbar zitronig und mohnig geschmeckt und die Reste am übernächsten Tag waren noch viel besser! Also ein perfekter Kuchen zum Vorbereiten, wenn man Tag eines Ereignisses nicht soviel Zeit ist. Den wird es definitiv wieder geben bei mir!

Zi-Mo-Kuchen

Zutaten für eine 30-cm Kastenform oder eine 24-cm Springform (nach Rezept):

225 g Butter
4 Eier (M)
200 g Zucker
125 g Mehl (Typ 405)
100 g Speisestärke
1 Prise Salz
1/2 TL Backpulver
2 Biozitronen
3 El Mohn (ungequetscht)
Für den Guss:
100 g Puderzucker
3 EL Zitronensaft

Zubereitung

(1) Den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Backform mit Alufolie auskleiden.
(2) Die Butter schmelzen. Zwei der vier Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen und kühl stellen.
(3) Die Eigelbe mit den restlichen zwei Eiern und dem Zucker cremig aufschlagen. Das Mehl zusammen mit der Speisestärke, Salz und dem Backpulver über die Eiercrème sieben, den Eischnee obenauf geben und unterheben. Dabei vorsichtig sein und trotzdem alles miteinander vermengen.
(4) Die Zitronen heiß waschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Die Zitronenschale, den Saft und die geschmolzene Butter unter den Teig heben.
(5) Den Teig in die Form füllen und glattstreichen*. Und im vorgeheizten Ofen ca. 50 Minuten** backen.
(6) Aus der Form holen und richtig abkühlen lassen.
(7) Damit der Guss schön in den Kuchen einziehen kann, mit einem Holzstäbchen viele kleine Löcher oberflächlich in den fertigen Kuchen stechen. Den Zitronensaft für den Guss mit dem Puderzucker verrühren und über den Kuchen damit bestreichen.
*   Bei mir war er sehr flüssig, kein zusätzliches Glattstreichen nötig.
** Mit der Stäbchenprobe kontrollieren, ob der Teig gar ist. Bei mir hat es länger gedauert.

Quelle: Zitronenkuchen von Rike, Mohn-Idee von Steph :)

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

Advertisements

9 Kommentare zu “Zi-Mo-Kuchen zum Bloggeburtstag

  1. Steph 21. August 2009 um 21:20 Reply

    Pöh … Und wie sauer ich bin … *eingeschnappt guck …
    Nee, Unsinn ;o)

    Der Kuchen sieht richtig lecker aus, werd ich bei Gelegenheit auf jeden Fall auch mal ausprobieren.

    Gefällt mir

  2. kitchenroach 22. August 2009 um 01:46 Reply

    Zimokuchen-herrlich, der Name und der Kuchen!

    Gefällt mir

  3. lamiacucina 22. August 2009 um 07:37 Reply

    Mozi-kuchen hätte mir auch gefallen. Ist der Name noch frei zum Nachbacken ?

    Gefällt mir

  4. Anikó 22. August 2009 um 09:36 Reply

    Puh, da bin ich aber froh, Steph ;-) Ich finde für solche schön-einfachen Kuchen findet man schneller die Gelegenheit zu backen, als für aufwendige Torten :-)

    Ja, finde den Namen auch lustiger,kitchenroach :-)

    MoZi-Kuchen ist sogar noch lustiger :-) Tu Dir keinen Zwang an Lamiacucina, kannst ja eine kleine Version für Dich und Frau L. zaubern :-)

    Gefällt mir

  5. kochschlampe 22. August 2009 um 18:00 Reply

    Ich mag Zitronenkuchen, besonders wenn noch ein wenig Mohn im Spiel ist. Ganz dunkel hatte ich mal den Plan, so einen Marmorkuchen herzustellen… Danke, dass Du mich daran erinnerst hast!

    Wenn der Kuchen nicht ganz so gut aussieht, wie er könnte: selber schuld. Was braucht er auch so lang zum Abkühlen?

    Gefällt mir

  6. Buntköchin 23. August 2009 um 00:00 Reply

    Gratuliere zum Geburtstag. Dieser Kuchen verfolgt mich schon. Ich muss den jetzt auch mal backen, sonst erscheint er mir auch noch in meinen Träumen.

    Gefällt mir

  7. Wienermaedel 30. August 2009 um 16:44 Reply

    Zum Bloggeburtstag alles Gute!

    Blöde Frage: ist die Alu-Folie silikonisiert?
    Weil ich denk mir, an Alu pickt doch der Teig auch!?!

    Gefällt mir

    • Anikó 31. August 2009 um 11:20 Reply

      Wienermädel, das war ganz normale Alufolie. Gibt es wirklich silikonisierte Alufolie? Ich meine klar bleibt ein klitzeklein bißchen Teig an der Folie, aber nicht so viel wie bei einer nicht ausgebutterten Form. Und der Teig hat lustige Falten wie man am ersten Bild gut sieht, ansonsten keinerlei Probleme :-)

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: