Ich-bin-krank-Bolognese

Alleine zu leben hat definitiv Vorteile: ich muss mich mit niemandem um das TV-Programm oder die Musikbeschallung streiten, kann meinen Mist unaufgeräumt einfach stehen lassen, wenn mir nicht danach ist abzuwaschen oder einfach meine Kochbücher/-zeitschriften überall verteilen ;-) Der Nachteil ist, dass ich alleine lebe: keiner da mit dem man sich abends mal gemütlich ’nen Film oder ’ne Serie gucken kann, keiner da den man bekochen kann. Irgendwie vermisse ich das WG-Leben schon manchmal … Ebenfalls nachteilig ist es dann, wenn man krank ist. Es ist einfach niemand da, den man bitten könnte einkaufen zu gehen, weil keine Lebensmittel im Haus sind oder Essen zu kochen, weil man selbst am liebsten im Bett liegen bleiben würde, um sich zu erholen.

So geht es mir derzeit, bevor ich für kommenden Montag für zwei Wochen wieder nach Lenzen an die Elbe fahre (Doktorarbeitsuntersuchungen *freu*), haben es sich noch fiese kleine Viren in mir gemütlich gemacht :-/ Und deswegen würde ich am liebsten dick eingepackt im Bett bleiben und mit ’ner Kanne Tee und ’nem Buch den blöden Viren den Kampf ansagen, aber der Haushalt macht sich nicht von allein, auch mein Mittag nicht :-( Also muss ich planen. Irgendwas kochen, dessen Zutaten ich in den Geschäften in Fußweite kaufen kann und nicht soviel schleppen muss. Und es sollte irgendwas sein, was länger vor sich hin köcheln kann ohne dass die Gefahr besteht, dass es verkocht. Der Plan ward also gefasst: einkaufen schleichen, Essen vorbereiten, während es köchelt, abwaschen (Gott, war das dringend notwendig *g*), ausruhen, essen. Da erschien mir Bolognese das geeignete Essen: seelentröstend, je länger je besser und ich kann eine große Portion machen, so dass noch was übrig bleibt. Natürlich wird meine Version nicht annähernd italienisch, aber darauf kann bei einem akuten Virenüberfall keine Rücksicht genommen werden. Außerdem ist es perfekt, um ein paar Gemüsereste aus dem Kühlschrank loszuwerden.

So, und hier ist das Rezept für eine schmackhafte, wärmende Bolognese, die auch für Leute mit einer äußerst lästigen Erkältung gut zu zaubern ist, darf man aber auch Gesunder *g*:

Ich-bin-krank-Bolognese

Zutaten für 5 Portionen:
500 g gemischtes Hack
Olivenöl
1 Zwiebel
2 Möhren‘
1 klein-mittlere Zucchini
Salz, Pfeffer
2 EL Tomatenmark
750 ml passierte Tomaten
ca. 2 TL getrockneter Oregano
viel frischer Basilikum

(1) Das Gemüse vorbereiten. Möhren schälen und in fein Würfeln, die Zwiebel ebenfalls. Die Zucchini einfach nur waschen und in etwas größere Würfel schneiden.
(2) Etwas Öl in einer großen Pfanne oder Topf heiß werden lassen und das Hack darin krümelig braten. Die Zwiebel- und Möhrenwürfelchen dazu geben und mit andünsten. Das Tomatenmark mit anschwitzen. Und die Zucchiniwürfel mit in den Topf geben. Gut salzen und pfeffern.
(3) Die passierten Tomaten zugeben und mit dem Oregano würzen. Auf kleiner Flamme köcheln lassen bis man sich ausgeruht hat oder der Abwasch fertig ist.
(4) Wenn die Nudeln gekocht sind, den kleingezupfte/-geschnittenen Basilkum unter die Sauce rühren.

Mit der Pasta servieren und wer mag noch mit Parmesan bestreuen.

Quelle: ich

Geschmack: +++
Zeit: zur Zubereitung +  Kochzeit ++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

Dann drückt mir bitte die Daumen, dass ich bis Montag einigermaßen fit bin, wäre ernstlich ärgerlich, wenn ich zu meinen eigenen Untersuchungen nicht mitfahren könnte *seufz*

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4 Kommentare zu “Ich-bin-krank-Bolognese

  1. Eva 26. September 2009 um 19:09 Reply

    Gute Besserung!!!! Lecker sieht sie aus-deine Bolognese Version!

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  2. sammelhamster 27. September 2009 um 11:39 Reply

    Mit dem guten Essen bist du gleich wieder gesund!

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  3. Andrea 28. September 2009 um 15:49 Reply

    Ich wünsche Dir, ein wenig spät vielleicht, gute Besserung und viel Spaß in Lenzen! LG Andrea

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  4. Petra 29. September 2009 um 15:08 Reply

    Ich wünsche dir eine gute und schnelle Genesung und genieße deine Doktorarbeiten und komm auf alle Fälle gesund wieder heim.
    Viele Grüße

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