Volvo-Schokokuchen

Vor zwei Wochen war ich zur Hochzeit eines guten Freundes eingeladen. Im Vorfeld erreichte mich ein Brief der Trauzeugen mit dem groben Programm und der Bitte doch einen Kuchen für das Kaffee-Buffet mitzubringen. An und für sich kein Problem, aber was ich mag, muss nicht unbedingt dem Brautpaar behagen und es geht an solchen Tagen ja primär um das Brautpaar, oder? Also schnell den Bräutigam gefragt, was er sich denn für einen Kuchen wünscht. Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: „Schokolaade!! … Puh! Wo ich doch so viel Schokolade esse, hmm … Aber hey, ich kenne doch mindestens einen Blogger, der eigentlich jedes Wochenende backt, vielleicht weiß Frau Kochschlampe ja Rat! Also flugs gefragt und sie schickte mir insgesamt drei Links mit unterschiedlichen Schokoladenkuchen und dieser schwedische Schokoladenkuchen (die Credits für den Namen gehen an Frau Kochschlampe) sollte es werden: schnell und unkompliziert zu backen (musste den Abend noch packen, da ich am Morgen nach der Hochzeit Richtung Ostseeheimat fuhr), kein Alkohol, keine komischen Cremes und mit Nüssen! Perfekt!

Ich kopiere hier einfach mal Frau Kochschlampes Rezept hin, habe aber 100g 72%ige Schokolade und 75g 55%ige genommen und den Kaffee weggelassen, ansonsten so, wie nachfolgend beschrieben:

Volvo-Schokoladenkuchen

Zutaten:
175g dunkle Schokolade, min. 70% Kakao, von Lindt oder besser
175g Butter
200 ml Zucker
100 ml Mehl
3 Eier
100 g gehackte Haselnüsse
1/2 TL Instantkaffee (optional)

Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.
Die Butter mit der Schokolade und dem Zucker im Wasserbad schmelzen, danach abkühlen lassen – das Eigelb soll nicht gerinnen.
Das Eigelb hinzufügen, rühren. Nacheinander Mehl, Haselnüsse und Instantkaffee hineinrühren.
Das ist jetzt eine ziemlich klebrige Pampe – gut so! Das Eiweiß sorgfältig mit einem Schneebesen unterheben (ja, das ist mühsam) und den Schlonz in eine kleine gefettete Springform füllen (24cm).
Ungefähr 35 min bei 175°C backen. Nicht wundern, er geht nicht groß auf. Das wichtigste dabei ist, dass der Kuchen nicht ganz durchgebacken wird, die Mitte MUSS noch klebrig sein. Sonst ist er zu trocken. Nach dem Abkühlen sollte man ihn abdecken oder in eine Dose füllen und einen Tag lang stehen lassen. Ich weiß, das fällt schwer, aber erst dann ist er richtig gut!

Anmerkungen: meine Springform hat 28 cm Durchmesser und deshalb nur 25 Minuten gebacken.

Quelle: Zitronencurry

Es war ein perfekter Schokokuchen, hat mir äußerst vorzüglich geschmeckt, saftig, klitschig, schokoladig, nussig! Auch war er (wie alle anderen mitgebrachten Kuchen) ratzfatz weggegessen, denn nach fast 2 Stunden katholischer Trauung ab Mittag (müssen die immer so lang sein? Kenn mich ja eher überhaupt nicht aus in dem Metier …) hatten wohl alle Gäste tierischen Hunger … Und so sieht mein Teller oben auch mächtig verfressen aus, aber wollte (fast) alle Kuchen kosten und habe schwesterlich mit Freundin G. geteilt. Der Volvo-Schokokuchen ist übrigens das kleine angebissene Stück vorne in der Mitte ;-) Die anderen Kuchenkreationen waren aber auch seehr köstlich!

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12 Kommentare zu “Volvo-Schokokuchen

  1. lamiacucina 16. November 2009 um 07:16 Reply

    der ist aber leichter wegzuputzen als die unverwüstlichen Schwedenpanzer.

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  2. Bolli's Kitchen 16. November 2009 um 07:20 Reply

    geht das Produktplacing jetzt schon bis in den Titel?./……

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  3. kochschlampe 16. November 2009 um 09:07 Reply

    Ich wollte nur von der Seite anmerken, dass das Rezept eigentlich vom Zitronencurry stammt!

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  4. Anikó 16. November 2009 um 11:06 Reply

    Lamiacucina, was ist denn ein Schwedenpanzer? Hab ich noch nie gehört den Begriff :-/

    Bolli, daran hab ich gar nicht gedacht … Fahre noch nicht lange Auto und dann auch noch ein altes japanisches von Frau Mama geerbt … Saß glaub ich noch nie in ’nem schwedischen Auto …

    Oh, vom Zitronencurry also, Frau Kochschlampe, das war im Beitrag nicht ersichtlich … Ich werde es mit reinbringen :-)

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  5. kochschlampe 16. November 2009 um 12:08 Reply

    ;-)

    Ich weiß, die Info ist damals beim Umziehen verloren gegangen….

    Übrigens: Volvo = Schwedenpanzer (Volvos sind tolle Autos, zumindest in meinem Buch, nahezu unkaputtbar und sehr, sehr sicher)

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  6. Wienermaedel 16. November 2009 um 15:59 Reply

    Da hätte ich mich auch gerne durchgekostet!!

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  7. Buntköchin 16. November 2009 um 20:14 Reply

    Warum heißt der denn jetzt Volvo-Kuchen? Ich habs noch immer nicht kapiert.

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    • Anikó 16. November 2009 um 20:27 Reply

      Ist laut Frau Kochschlampe ein schwedisches Rezept, dass sie von einer englischen Freundin hat … Warum jetzt speziell diese Mischung Schokolade und Haselnuss schwedisch ist, weiß ich auch nicht … Aber soll mir auch egal sein, es war jedenfalls höchstköstlich! *g*

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      • Buntköchin 16. November 2009 um 20:33

        Versteh, danke für die Erklärung! Hast recht, Hauptsache es schmeckt gut, da kann ich diesen seltsamen Namen auch verzeihen. ;-)

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  8. Arthurs Tochter 17. November 2009 um 18:22 Reply

    So. Und wann gibt´s Saab-Kekse?

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    • Anikó 17. November 2009 um 20:21 Reply

      Ach, das sind auch schwedische Autos? Also, wenn mir das nächste mal ein schwedisches Keksrezept unterkommt, werde ich sie so nennen ;-)

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  9. Arthurs Tochter 18. November 2009 um 09:27 Reply

    Merci! Das ist nämlich MEIN Auto ;)
    Saab 900 Cabriolet – Kult!

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