Archiv für den Monat Dezember 2009

Kartoffelgratin mit Parmesan im Zusammenspiel mit Rumpsteak und Luxusmöhrchen

Zwerg muss zur Zeit ein wenig mehr Fleisch, insbesondere rotes Fleisch essen. Sie machte sich mal ein Steak und kam tatsächlich auf den Geschmack. So schlug sie meinen Eltern vor, Steaks zu Weihnachten zu machen. Gute Idee, wollte ich schon immer mal selbst ausprobieren, hatte ich bisher ja auch erst einmal in einem Restaurant gegessen. Eigentlich wollte ich die Beilagen zuerst ganz traditionell amerikanisch halten, Backkartoffeln, Coleslaw u.ä. Aber das war mir irgendwie nicht festlich genug. Allerdings ein Kartoffelgratin eignet sich doch auch gut zu Kurzgebratenem und dazu was mit Möhren? Da hatte ich letztens doch die Luxusmöhrchen mit Vanille von Frau Kochschlampe gesehen. Kurz mit den Eltern besprochen, allgemeine Zustimmung, großartig!

Nun, Steak hatte ich wie gesagt noch nie gemacht und es gibt unterschiedliche Vorlieben vom Gargrad eines Stück Fleisches (egal, ob Huhn, Ente, Fisch) innerhalb der Familie. Ein wenig im Netz recherchiert und irgendwo auf einer Seite im weltweiten Zwischennetz auf Minutenangaben je Dicke des Rumpsteaks gestoßen. Sie sind auch erstaunlich gut geworden, zart und meins hatte auch den richtigen Zustand. Mehr werde ich dazu aber nicht sagen, weil ich glaube, dass es nur Anfängerglück war und noch weitere Tests folgen werden, über die dann wohl berichtet wird. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass ein Rumpsteak für mich schon zuviel ist, aber die kleinen Reste kann man wunderbar kalt noch aufschneiden und als Brotbelag verwenden ;-)

Auch die Luxusmöhrchen sind richtig gut geworden, habe mich da an Frau Kochschlampes Rezept gehalten, auch wenn ich Weißwein statt Noilly Prat (weiß nicht mal genau, was das ist) verwendet hab. Hat auch allen wirklich wunderbar gemundet und passte hervorragend zum Rest des Menüs. Das werde ich definitiv auch öfter für mich alleine kochen! Leider ist es nicht wirklich viel geworden, weil sowohl Frau Mama als auch ich die aktuelle Gemüselage unterschätzten und bald akuter Gemüsemangel herrschte. Und das zu Weihnachten! Jedenfalls war es ziemlich wenig Luxusmöhrchengemüse, ich hätte auch wirklich noch mehr davon kochen und essen können :-)

Nun zum Kartoffelgratin, mit denen hab ich ja bisher immer eher weniger Glück gehabt. Irgendwie hab ich das Verhältnis von Flüssigkeit zu Kartoffel nicht hinbekommen und die Kartoffelscheiben schwammen fast immer in einem Sahne-/Milchsee. Auch hat es immer ewig gedauert, hmm … Aber hey, mit einem Rezept sollte es doch klappen. Statt der vorwiegend festkochenden Kartoffeln wurden hier festkochende benutzt, was sich wohl auf die Zeit im Ofen ausgewirkt hatte, das Gratin brauchte doch ne gute Viertelstunde länger als angegeben. Aber es war sehr lecker, cremig, würzig. Die Kartoffeln haben die gesamte Milch-Creme fraiche-Parmesan-Mischung aufgesogen und waren genau auf den Punkt gegart. Keine Ofen-Kartoffelscheiben-Sahne-Suppe wie sonst *g* Werde ich definitiv wieder mal machen, aber dann mit etwas stärkehaltigeren Kartoffeln :-)

Auch wenn das ein Rezept von Weihnachten war und es auch noch nicht abgeschlossen ist, der zweite Feiertag fehlt ja noch, wünsche ich Euch allen und Euren Lieben ein

frohes, gesundes 2010!

Kartoffelgratin mit Parmesan

Zutaten für 4-6 Personen
1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
60 g Butter
Salz, Pfeffer
1/2 l Milch
200 g Creme fraiche
100 g geriebener Parmesan
geriebene Muskatnuss

(1) Kartoffeln schälen, waschen, in 2-3 mm dicke Scheiben hobeln. Eine Gratinform mit ca. 20 g Butter einfetten und die Kartoffelscheiben dachziegelartig einschichten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
(2) Backofen auf 180° vorheizen. Die Milch in einem Topf aufkochen und sowohl das Creme fraiche als auch die Hälfte des Parmesaneinrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die Milch-Käse-Mischung über die Kartoffeln gießen, den restlichen Parmesan darüber verteilen und mit der restlichen Butter als Flöckchen darauf verteilen.
(3) Im Backofen auf der 2. Schiene von unten etwa 30 Minuten* goldbraun backen.

Dazu passen kurzgebratenes Fleisch und knackiger Salat.

* hier: etwa 45 Minuten gedauert

Quelle: Poletto, Cornelia (2009): Polettos Kochschule – Mein Grundkurs für Einsteiger. Zaber Sandmann. Seite 34

Keksgeiseln erfolgreich übergeben

Auch hier bei mir sind die Keksgeiseln angekommen, schon vor längerem *asche auf mein haupt* Jetzt werden sie endlich gewürdigt!

Auf dem Teller sind unten links Bratäpfelchen zu finden, rechts daneben die Cranberry-Kreise, oben drüber die Bananen-Orangen-Flatschen und links daneben liegen die Reste der Schokoboller. Allein schon die Namen *ggg* Liebe Frau Sammelhamster 1000 Dank für die tollen Kekse! Ich wäre ja auch sehr froh, wenn ich die Rezepte für die Kekse haben könnte (oder finde ich die aufm Blog und war bisher nur zu faul?), weil ich finde, die passen nicht nur zu Weihnachten, sondern können auch in anderen Jahreszeiten gebacken werden :-)

Hach, ich könnte mich dran gewöhnen, Kekse geschickt zu bekommen ;-)

Kartoffelsalat zum Heiligen Abend

Heiligabend ist ja auch eher stressig, oder? Geschenke einpacken (sofern man es tut, das wurde hier schon lange abgeschafft), Baum schmücken, letzte Erledigungen, Wohnung auf Vordermann bringen etc. Aus diesem Grund waren wir nie die Familie, die am 24. ein großes Menü gezaubert hat, es wurden schon immer gut vorzubereitende Gerichte. Als meine deutsche Oma noch lebte und zu Weihnachten öfters bei uns war, gab es immer Karpfen wie Herr Papa ihn zubereitet, da sie das besonders gerne mochte, für uns Kinder allerdings nur Kartoffeln mit Gemüsebeilage und Spiegelei, da wir Fisch damals so üüüberhaupt nichts abgewinnen konnten.

Meine Oma verstarb leider vor einigen Jahren und es gab nicht mehr wirklich einen Grund den Karpfen zuzubereiten, da wollte Zwerg eines Weihnachten Kartoffelsalat, wie es in anderen Familien üblich schien. Normalerweise kommt bei uns Frau Mamas Kartoffelsalat auf den Tisch, aber wie schon hier angekündigt, wird dieses Weihnachten sehr von Cornelia Poletto bestimmt, nachdem Frau Mama sich das aktuelle Buch gekauft hat und daraus folglich auch etwas gekocht werden möchte, wofür werden Kochbücher sonst geschrieben *g*

Im Gegensatz zu unserem Kartoffelsalat kommt hier ein Brühe-Essig-Senf-Dressing zum Einsatz und der Speck wird knusprig gebraten. Eigentlich ist er wirklich schnell gemacht und gut vorzubereiten, weil er mindestens 30 Minuten ziehen sollte, aber eben nicht nach 35 Minuten schon gatschig ist. Es war ein wunderbar-cremiger Salat irgendwie, mit der für mich richtigen Säure und einem angenehmen Speck-Geschmack. Nach der Art, vielleicht in Variation werde ich ihn bestimmt öfters zubereiten. Dieses Mal gabs bei uns Wiener Schnitzelchen (zubereitet von Herrn Papa) dazu, so richtig echt aus Kalbsschnitzel und in Butterschmalz gebraten. Ein Traum diese Kombination! Ein wirklich schöner Einstieg für die Feiertage!

Kartoffelsalat mit knusprigen Speckwürfeln

Zutaten für 4-6 Personen:
1,2 kg kleine festkochende Kartoffeln (z.B. Linda oder La Ratte)
Meersalz
1 TL Kümmel
80 g durchwachsener Speck (in dünnen Scheiben) (hier: 100 g)
1 EL Öl
2 Schalotten (hier: 3 Minizwiebeln)
200 ml Hühnerbrühe (hier: Gemüsebrühe)
1 EL Dijonsenf (hier: normaler mittelscharfer Senf)
5 EL Sherryessig (hier: Balsamico bianco)
4 EL Rapsöl
3-4 EL Schnittlauchröllchen
Salz, Pfeffer

(1) Kartoffeln in der Schale in Salzwasser mit dem Kümmel in 15-20 Minuten weich kochen. Abgießen und lauwarm abkühlen lassen. Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden.
(2) Speck in kleine Würfel schneiden. Die Schalotten schälen und ebenfalls fein würfeln. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und den Speck darin knusprig braten. Die Schalottenwürfel zugeben und glasig dünsten.
(3) Die Brühe erhitzen und mit Senf, Essig und Rapsöl verrühren. Die Flüssigkeit über die Kartoffeln gießen, vorsichtig untermischen und mindesten 30 Minuten ziehen lassen. Den Kartoffelsalat mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Schnittlauchröllchen unterheben.

Quelle: Poletto, Cornelia (2009): Polettos Kochschule – Mein Grundkurs für Einsteiger. Zaber Sandmann. Seite 30

Gehackte Stippe – Ein Familienrezept

Die letzten Tage vor Weihnachten gibt es immer besonders einfache Gerichte bei uns, die schnell gehen und billig sind, so dass man damit nicht noch zusätzlichen Ärger im Vorweihnachtsstress hat.

Die gehackte Stippe, eine einfache Hackfleischsoße zu Kartoffeln ist so ein perfektes schnelles Essen. Es kommt von der deutschen Familienseite, die aus der Magdeburger Ecke stammt und laut Frau Mama gab es das Gericht jeden zweiten Sonnabend bei ihnen. Anscheinend kommt es wirklich aus der Ecke Deutschlands, da es zumindest hier oben in Mecklenburg-Vorpommern nicht bekannt ist.

Auch bei uns ist es sehr beliebt für stressige Sonnabendmittage. Es ist innerhalb einer halben Stunde fertig, denn wenn die Kartoffeln aufgesetzt sind, fängt man die Sauce an, so dass alles gleichzeitig fertig ist. Dazu einfach einen frischen Salat, eingelegte Gurken oder Weißkohlsalat, der immer in unserem Kühlschrank zu schlummern scheint. Gut, das Paprikapulver ist eine Zugabe meiner Mutter, meine Oma hatte das wohl definitiv nicht in ihrem Gewürzregal, aber das macht das Gericht auch nicht schlechter ;-) Ich kann mir auch vorstellen, dass man das ganze auch mit geraspelten Möhren oder Pilzen oder Zucchini verlängern bzw. den Vitaminanteil erhöhen kann *g*

Gehackte Stippe

Zutaten für 4 Portionen:

Schluck Öl
1 Zwiebel
500 g gemischtes Hack
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
1 EL Tomatenmark
½ l Wasser
1-2 TL Stärke

Dazu: gekochte Kartoffeln, Salat, eingelegtes Gemüse o.ä.

Die Zwiebel fein würfeln. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hackfleisch auf hoher Hitze krümelig braten. Die Zwiebelwürfelchen zugeben und glasig dünsten. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen, ebenso das Tomatenmark hinzufügen. Alles gut verrühren und mit dem Wasser auffüllen. Die Soße so lange köcheln lassen, wie die Kartoffeln brauchen zum gar werden, also so ca. 15-20 Minuten. Dann die Stärke mit ein wenig Wasser verrühren. Die Mischung zur Soße geben, kurz aufkochen lassen, dass die Soße bindet.

Heiß servieren!

Die Tage vor Weihnachten

Die letzten anderthalb Wochen war es hier ziemlich ruhig, aber ich hatte Gründe, gute glaube ich dazu ;-)

Nachdem ich letzte Woche Donnerstag den weiten Weg (immerhin fast 500 km) von Kassel nach Rostock fuhr und noch Glück hatte, dass der große fiese Wintereinbruch erst am Donnerstagabend kam, als ich schon längst zu Hause und mit Herrn Papa einen Weihnachtsbaum kaufte, verbrachte ich das Wochenende vornehmlich hier

um dieses Buch zu studieren *g*

damit ich die Weihnachtstage an diesem Arbeitsplatz verbringen kann und auch weiß was ich so köchel für die Familie

Es wird ein sehr poletto-lastiges Weihnachten mit folgenden Bestandteilen:

  • Kartoffelsalat mit Speck
  • gebeizter Lachs
  • Kartoffelgratin
  • Tomaten-Focaccia

Und jetzt darf die geneigte Leserschaft raten, wann es was geben soll *g* Und ich habe mir zumindest vorgenommen über alles zu berichten :-)

Den kalten letzten Montag fuhren Herr Papa und ich (auf verschneiten, ungeräumten Autobahnen *seufz*) nach Lenzen, um in einer wunderschön verschneiten Landschaft

meine ersten Untersuchungsflächen zu bestücken und uns mit ein paar Wildpferdchen anzufreunden

Es war schon anstrengend und aber trotz Minustemperaturen wurde uns nicht wirklich kalt, weil wir gut zu schleppen und weite Wege hatten. Aber wir haben alles vorgenommene geschafft und so konnte ich mich am Dienstag mit einem lieben Freund aus Irland, in der Stadt treffen, wo man dieses spätgotische Bauwerk bestaunen konnte

Richtig, Lübeck mit dem Holstentor! Einen schönen Nachmittag verbrachten wir im schneematschigen Lübeck mit einem Besuch im Buddenbrook-Haus, um auch ein wenig Kultur mitzunehmen. Jetzt könnte ich Euch ’ne Menge über die Mann-Familie erzählen ;-)

Gestern wurden dann noch die letzten Besorgungen für die Feiertage gemacht und der Baum geschmückt, traditionell mit meinen heißgeliebten Szaloncukor und schön bunt!

Und so bleibt mir nur noch Euch, meine geneigte Leserschaft schöne, entspannende (wie auch immer sich das beim Einzelnen gestaltet *g*) Weihnachten zu wünschen!

Einen schönen …

besinnlichen dritten Advent wünschen Euch meine heißgeliebten kleinen Engelchen (von Frau Mama gebastelt) von meinem Fernseher herunter …

und singen heute für mich ganz leise „Happy Birthday“ ;-)

Kohlsuppe – Ein Familienrezept

Zu Hause ist es doch immer wieder am Schönsten! Und besonders schön ist es doch, wenn dann die alten Familienrituale, die ich alleine kaum aufrecht erhalte und meine Eltern ohne uns Kinder irgendwie auch nicht, wieder zum Einsatz kommen. So war es schon immer so, dass es am Samstagmittag ein schnelles, billiges Essen gab, da Sonnabendvormittag immer noch viel erledigt wurde: Haushalt, einkaufen, Garten, Boot etc. Dann gab es früher auch eigentlich jedes Wochenende selbstgebackenen Kuchen, was meine Eltern für sich zwei auch aufgegeben haben, lieber schnell was beim Bäcker kaufen, ts ;-) Am Sonntag hatte Frau Mama dann mehr Zeit zum Kochen und es wurde ein bißchen aufwendiger. Mittlerweile übernehmen aber auch Zwerg und ich einiges an Kocherei und die Eltern wirken als Helferlein *g*

Die erste Novemberwoche hab ich ’ne Woche Urlaub in der Heimat verbracht  und das zweite Wochenende kam sogar Zwerg dazu, so dass wir mal wieder als Komplettfamilie zu Hause waren *g* Und es gab Essen wie es zu Zeiten war, als wir Kinder auch noch in Rostock lebten. Und dieses typische Familien-Wochenend-Essen der Familie P. werd ich einfach mal in den nächsten Beiträgen vorstellen ;-)

Diese Weißkohlsuppe ist ein typisches Essen meiner deutschen Oma. Frau Mama hat noch 3 Geschwister und es war nicht wirklich viel Geld da, also brauchte man Gerichte, die billig, sättigend und wohlschmeckend sind, der Punkt bitte nicht vernachlässigt werden ;-) Obwohl es wirklich nur ’ne handvoll Zutaten sind, kommt ein großartiges kleines Süppchen bei rum, dass bei kalten Temperaturen wirklich gut tut!

Kohlsuppe, wie sie meine geliebte Oma/Mama macht

Zutaten für 4 Portionen:
1/2 bis 3/4 Kopf Weißkohl, fein geschnitten
2 Zwiebeln, in Ringe geschnitten
5-8 mittelgroße Kartoffeln, in kleinere Stücken geschnitten
großer Schluck Öl
Salz, Pfeffer, Kümmel
*flüster* bißchen Gemüsebrühpulver
4 Lungenwürste (Kohlwürste) oder Knacker

(1) Das Öl in einem Topf erhitzen, den Weißkohl und die Zwiebeln zugeben und bei mittlerer Hitze kurz andünsten. Salzen, pfeffern, Kümmel hinzufügen (wichtig, weil sonst fiese Gase!). Auch die Kartoffeln in den Topf geben.
(2) Soweit mit Wasser auffüllen, dass es zu 3/4 bedeckt ist, Deckel drauf und so lange kochen lassen, bis es sehr weich gekocht ist (in Frau Mamas Schnellkochtopf 10 Minuten nachdem der zweite Ring erschienen ist).
(3) Die letzten 10 Minuten die Lungenwürste in der Suppe miterhitzen.
(4) Nochmals abschmecken falls etwas fehlt und heiß mit servieren!

Quelle: Familienrezept

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