Kartoffelgratin mit Parmesan im Zusammenspiel mit Rumpsteak und Luxusmöhrchen

Zwerg muss zur Zeit ein wenig mehr Fleisch, insbesondere rotes Fleisch essen. Sie machte sich mal ein Steak und kam tatsächlich auf den Geschmack. So schlug sie meinen Eltern vor, Steaks zu Weihnachten zu machen. Gute Idee, wollte ich schon immer mal selbst ausprobieren, hatte ich bisher ja auch erst einmal in einem Restaurant gegessen. Eigentlich wollte ich die Beilagen zuerst ganz traditionell amerikanisch halten, Backkartoffeln, Coleslaw u.ä. Aber das war mir irgendwie nicht festlich genug. Allerdings ein Kartoffelgratin eignet sich doch auch gut zu Kurzgebratenem und dazu was mit Möhren? Da hatte ich letztens doch die Luxusmöhrchen mit Vanille von Frau Kochschlampe gesehen. Kurz mit den Eltern besprochen, allgemeine Zustimmung, großartig!

Nun, Steak hatte ich wie gesagt noch nie gemacht und es gibt unterschiedliche Vorlieben vom Gargrad eines Stück Fleisches (egal, ob Huhn, Ente, Fisch) innerhalb der Familie. Ein wenig im Netz recherchiert und irgendwo auf einer Seite im weltweiten Zwischennetz auf Minutenangaben je Dicke des Rumpsteaks gestoßen. Sie sind auch erstaunlich gut geworden, zart und meins hatte auch den richtigen Zustand. Mehr werde ich dazu aber nicht sagen, weil ich glaube, dass es nur Anfängerglück war und noch weitere Tests folgen werden, über die dann wohl berichtet wird. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass ein Rumpsteak für mich schon zuviel ist, aber die kleinen Reste kann man wunderbar kalt noch aufschneiden und als Brotbelag verwenden ;-)

Auch die Luxusmöhrchen sind richtig gut geworden, habe mich da an Frau Kochschlampes Rezept gehalten, auch wenn ich Weißwein statt Noilly Prat (weiß nicht mal genau, was das ist) verwendet hab. Hat auch allen wirklich wunderbar gemundet und passte hervorragend zum Rest des Menüs. Das werde ich definitiv auch öfter für mich alleine kochen! Leider ist es nicht wirklich viel geworden, weil sowohl Frau Mama als auch ich die aktuelle Gemüselage unterschätzten und bald akuter Gemüsemangel herrschte. Und das zu Weihnachten! Jedenfalls war es ziemlich wenig Luxusmöhrchengemüse, ich hätte auch wirklich noch mehr davon kochen und essen können :-)

Nun zum Kartoffelgratin, mit denen hab ich ja bisher immer eher weniger Glück gehabt. Irgendwie hab ich das Verhältnis von Flüssigkeit zu Kartoffel nicht hinbekommen und die Kartoffelscheiben schwammen fast immer in einem Sahne-/Milchsee. Auch hat es immer ewig gedauert, hmm … Aber hey, mit einem Rezept sollte es doch klappen. Statt der vorwiegend festkochenden Kartoffeln wurden hier festkochende benutzt, was sich wohl auf die Zeit im Ofen ausgewirkt hatte, das Gratin brauchte doch ne gute Viertelstunde länger als angegeben. Aber es war sehr lecker, cremig, würzig. Die Kartoffeln haben die gesamte Milch-Creme fraiche-Parmesan-Mischung aufgesogen und waren genau auf den Punkt gegart. Keine Ofen-Kartoffelscheiben-Sahne-Suppe wie sonst *g* Werde ich definitiv wieder mal machen, aber dann mit etwas stärkehaltigeren Kartoffeln :-)

Auch wenn das ein Rezept von Weihnachten war und es auch noch nicht abgeschlossen ist, der zweite Feiertag fehlt ja noch, wünsche ich Euch allen und Euren Lieben ein

frohes, gesundes 2010!

Kartoffelgratin mit Parmesan

Zutaten für 4-6 Personen
1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
60 g Butter
Salz, Pfeffer
1/2 l Milch
200 g Creme fraiche
100 g geriebener Parmesan
geriebene Muskatnuss

(1) Kartoffeln schälen, waschen, in 2-3 mm dicke Scheiben hobeln. Eine Gratinform mit ca. 20 g Butter einfetten und die Kartoffelscheiben dachziegelartig einschichten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
(2) Backofen auf 180° vorheizen. Die Milch in einem Topf aufkochen und sowohl das Creme fraiche als auch die Hälfte des Parmesaneinrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die Milch-Käse-Mischung über die Kartoffeln gießen, den restlichen Parmesan darüber verteilen und mit der restlichen Butter als Flöckchen darauf verteilen.
(3) Im Backofen auf der 2. Schiene von unten etwa 30 Minuten* goldbraun backen.

Dazu passen kurzgebratenes Fleisch und knackiger Salat.

* hier: etwa 45 Minuten gedauert

Quelle: Poletto, Cornelia (2009): Polettos Kochschule – Mein Grundkurs für Einsteiger. Zaber Sandmann. Seite 34

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8 Kommentare zu “Kartoffelgratin mit Parmesan im Zusammenspiel mit Rumpsteak und Luxusmöhrchen

  1. kochschlampe 31. Dezember 2009 um 19:14 Reply

    Das freut mich, dass alles so gut geklappt hat.

    Noilly Prat ist übrigens ein ziemlich trockener Wermut.

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  2. lamiacucina 1. Januar 2010 um 16:20 Reply

    da habt ihr ganz schön geschlemmt :-) Ein glückliches neues Jahr wünsche ich Dir.

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  3. Chaosqueen 2. Januar 2010 um 00:45 Reply

    Klingt köstlich, da wäre ich auch gerne Gast gewesen!
    Ich liebe Kartoffelgratin so wie Möhrchen in jeder Form und so ab und an mag ich so ein Stück Fleisch auch sehr gerne.

    Bei uns gab es am ersten Feiertag übrigens ebenfalls Rumpsteak, von Herrn C. höchstselbst gebraten.

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  4. Chaosqueen 2. Januar 2010 um 00:45 Reply

    Ach ja, und ein wunderbares 2010 wünsche ich Dir natürlich ebenfalls.

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  5. stampoasis 3. Januar 2010 um 17:25 Reply

    *nyamnyam* die steaks sehen oberlecker und auf den punkt getroffen aus!! min den kleingeschnittenen resten kann man übrigens wunderbar einen grünen salat nahrungstechnisch aufwerten:)

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    • Anikó 3. Januar 2010 um 18:14 Reply

      Hach, Salat fällt mir irgendwie fast nie ein, wenn es um Mahlzeiten geht *seufz* Bin damit irgendwie nicht aufgewachsen … Aber ja, sollte ich doch mal im Hinterkopf behalten :)

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  6. kitchenroach 5. Januar 2010 um 01:05 Reply

    das sieht alles herrlich aus. Nachtraeglich alles Gute zum Geburtstag und hoffentlich kannst Du die meisten Vorsaetze fuer’s neue Jahr umsetzen – esstechnisch gesehen! ;)

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  7. […] hat ja so seine Standards: Butterbohnen, gebundene Erbsen, gekochte Möhrchen (auch gerne in der Luxusversion mit Vanille), Rotkohl oder Creme-Champignons. Das sind so unsere Familienstandards. Wenn ich […]

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