Archiv für den Tag 22. Januar 2010

Tiefster, anstrengender Winter an der Elbe

Die letzten Tage war es hier (wieder mal) ruhig, weil ich wieder im Dienste der Wissenschaft unterwegs war und im Rückdeichungsgebiet in Lenzen Fußabtreter in der Landschaft verteilt habe. Das warum, wieso, weshalb, wie würden hier zu weit gehen zu erklären, nehmt es einfach so hin, dass ich verrückt bin und im tiefsten Winter Plastefußabtretermatten in Landschaften verteile ;-) Es war wahnsinnig anstrengend, weil wir (meine liebsten Kolleginnen mit wechselnden Hilfen und ich) das gesamte Material zu Fuß durch das 420 ha-Gebiet schleppen/ziehen mussten und uns selbst durch knöchel- bis knietiefen Schnee hievten.

Am zweiten Tag erwartete uns dichter Nebel und tauender Schnee, trotzdem hatte es schon was beeindruckendes: wabernder Nebel, gefrorene, schneeverwehte Flutmulden vor verschwindenden Wäldchen. Wir drei hatten aber auch unseren Spaß, der nasse Schnee eignete sich bestens, um in einer Teepause unseren Schneemann Ingo zu bauen, wir waren eindeutig schon im Verzweiflungshumor-Stadium an dem Tag ;-)

Trotzdem kam zwei Tage später glatt noch die Sonne raus, was sich auch nicht schlecht macht auf Photos, oder? Es wurde so aber doch um einiges kälter, was mich dazu bewog doch noch eine vierte Hose anzuziehen. Ich bin seit diesem Winter ein großer Fan von langen Unterhosen, tolle Erfindung, sag ich Euch! Bei diesen Temperaturen waren die Flutmulden dann schon wieder komplett durchgefroren, so dass wir (mein Helfer und ich, die liebsten Kolleginnen waren schon abgereist) Jesus unter erleichterten Bedingungen spielen konnten und Abkürzungen über die gefrorenen Gewässer nehmen konnten :-) Hat uns einiges an Kilometern erspart …

Jedenfalls ist alles geschafft, 55 m Fußabtreter verteilt, es war körperlich verdammt anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht und das Hochwasser kann kommen!

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