Möhren-Couscous-Bratlinge mit Gurkensalat

Zwerg ist schon lustig, ruft sie mich letztens an: „Duhuu *die ich will was von dir Tonlage*?! Kannst Du mir mal die Zutaten für ein Rezept sagen?“ Sie auf Arbeit, ich auf dem Weg zum Büro, nicht annähernd mein Kochbuchregal oder PC mit Internetverbindung in der Nähe … „Ähm, Zwerg ich bin grade unterwegs, aber wenn ich da bin. Für welches Essen eigentlich?“ Zwerg: „Im Frühjahr gab’s mal in einer „Für jeden Tag“ ein Rezept für so Klopse mit Möhren.“ Ich: „Klopse mit Möhren?!? Vegetarisch oder mit Fleisch?“ *grübel* Da war doch was … „Sag mal Zwerg, waren die mit Couscous oder so?“ Manchmal ist mein Gedächtnis doch besser als ich dachte ;-) Zwerg: „Ja, ja, sowas … Kannst Du das Rezept mal raus suchen und mir die Zutaten durchgeben?“ Wo krieg ich denn im Büro bitte die Zeitschrift her und die genaue Ausgabe wußte ich auch nicht mehr … Aber hey, die haben doch ihre ganzen Rezepte hier online gestellt. Und tatsächlich, schneller als ich „Bob ist mein Onkel“ sagen konnte, hatte ich das Rezept und konnte es Zwerg durchgeben. Dass sie dann noch zweimal anrief, weil sie irgendwas davon vergessen hatte, sei nur am Rande erwähnt ;-)

Jedenfalls fand ich das Rezept dann auch so ansprechend und mal eine gute Abwechslung zum ganzen Weihnachtssüßkram, dass ich es kurz danach auch ausprobiert habe. Während der Teig bei Zwerg noch gepflegt auseinander bröselte, blieben die Bratlinge bei mir zum Glück ganz. Ich glaube der Trick ist, dass man den Teig wirklich gut zusammen drückt, die Bratlinge ganz scharf anbrät und wirklich nur einmal umdreht, wenn die Pfannenseite schon Richtung dunkelbraun tendiert. Also wirklich vorsichtig mit den Schätzchen umgehen! Und die Vorsicht lohnt sich, es kommen richtig leckere kleine Klopse/Frikadellen/Buletten (Bratling hört sich zu gesund an *g*) bei rum, die auch noch am nächsten Tag sehr gut schmecken und sich bestimmt auch großartig bei Picknicks machen. Der Gurkensalat passt hervorragend dazu, ich kann mir aber auch einen Dip aus Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Käse sehr gut vorstellen. Also ich werd jetzt wohl öfters mal so vegetarische Klopse machen, schmecken nämlich hervorragend!

Und hier ist das genaue Rezept, damit auch meine liebe Kollegin P., die sie kostete und begeistert war, nachkochen kann für die Familie:

Möhren-Couscous-Bratling

Zutaten für 3 Portionen:
250 ml Gemüsebrühe
125 g Couscous (Instant)
1 Zwiebel
250 g Möhren
2 TL Butter
1 TL Currypulver
2 EL Thymianblättchen
Salz
Pfeffer
1 EL Magerquark
1 Ei (Kl. M)
9 EL Olivenöl
1 Salatgurke
3 EL Zitronensaft
Zucker
1 Beet Kresse

(1) Die Brühe aufkochen, Couscous einrühren und zugedeckt 10 Min. quellen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebel fein würfeln und die Möhren schälen und grob raspeln.
(2) Die Butter in einer Pfanne schmelzen und die Zwiebelwürfelchen 2 Minuten glasig andünsten. Die Möhren zugeben und weitere 3 Minuten mitdünsten, mit Curry bestreuen und kurz mitbraten, damit der Curry sein Aroma entfalten kann. Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen.
(3) Den Ofen auf 180°C vorheizen.
(4) Den Couscous mit den Möhren, dem Quark und Ei sorgfältig in einer Schüssel vermischen, vielleicht noch nachwürzen mit Salz und Pfeffer. Mit feuchten Händen zu 8 Bratlingen formen, sehr fest zusammen drücken. 4 EL des Öls in einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Bratlinge in 2 Portionen bei mittlerer Hitze von jeder Seite 3 Min. anbraten, bis sie ziemlich braun sind.  Auf einem Blech im heißen Ofen bei 180 Grad auf der mittleren Schiene 15 Min. fertig garen, Umluft ist nicht empfehlenswert, trocknet sie zu sehr aus.
(5) Während die Couscous-Klopse im Ofen fertig braten, die Gurke streifig schälen, längs halbieren, entkernen und in 1 cm große Würfel schneiden. Den Zitronensaft mit Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker und 5 El Öl verrühren. Die Gurkenwürfelchen mit Sauce und abgeschnittener Kresse mischen und zu den Bratlingen servieren.

Quelle: Essen & Trinken – Für jeden Tag 04/2009

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17 Kommentare zu “Möhren-Couscous-Bratlinge mit Gurkensalat

  1. nata 25. Januar 2010 um 08:19 Reply

    Die Bratlinge sehen sehr gut aus, und ich kann mir den Geschmack gut vorstellen. Ich verstehe nur nicht, wodurch die Bindung erzeugt wird. – Hält das denn alles zusammen?

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    • Anikó 25. Januar 2010 um 08:58 Reply

      Ich glaube das Ei und der Quark helfen bei der Bindung und bei mir sind sie jedenfalls nicht auseinander gebrochen, aber man muss wirklich vorsichtig mit ihnen umgehen und nicht zu oft umdrehen …

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  2. Ulrike 25. Januar 2010 um 09:04 Reply

    Die sehen sehr gut aus. Ich kann Anikó nur bestätigen, einmal umdrehen, dann sollten die Dinger zusammenhalten.

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  3. Arthurs Tochter 25. Januar 2010 um 09:18 Reply

    Alles, was da drin ist, mag ich! Feine Idee!

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  4. kochschlampe 25. Januar 2010 um 12:49 Reply

    Wunderbar!

    Ich habe heute zwar schon Büroessen eingetütet, aber von den Dingern hätte ich gern morgen was. Lässt sich das einrichten?

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    • Anikó 25. Januar 2010 um 12:59 Reply

      Wenn Du sie Dir hier abholst, kann ich heute noch welche machen ;-)

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      • kochschlampe 26. Januar 2010 um 10:23

        tease!

        Du weißt, dass mir das ein My zu weit ist für einen Abendausflug.

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  5. nata 25. Januar 2010 um 12:57 Reply

    Ach ja, ein Ei ist auch drin… Hatte ich glatt überlesen! ich glaube, diese Bratlinge werde ich bald mal ausprobieren. Schmecken bestimmt toll.

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  6. Barbara 25. Januar 2010 um 13:55 Reply

    Schönes Rezept – ich mag Bratlinge, und Deine hier sehen richtig zum Anbeißen aus! :-)

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  7. Mestolo 25. Januar 2010 um 18:21 Reply

    Nicht schlecht, gefällt mir gut. Ist gespeichert.

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  8. zwerg 25. Januar 2010 um 19:56 Reply

    also hier muss ich mal Einspruch erheben.

    Erstens: du warst nicht im Büro, weil ich dich am Samstag von meiner Arbeit aus angerufen habe und ich die einzige in unserer Familie bin die Samstag arbeiten muss.
    Zweitens: wieso kenne ich diesen Onkel Bob nicht

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  9. la grosse mere 25. Januar 2010 um 22:33 Reply

    Cool, wird gemerkt, muß getestet werden. „Arbeitnehmergerichte“ als Kategorienname gefällt mir :-)

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  10. Anna 25. Januar 2010 um 23:03 Reply

    Wow, das sieht lecker aus. Und endlich mal noch eine andere Verwendungsart für den verehrten Couscous. Noch dazu eine mit leckeren Röstaromen, die gleichzeitig vegetariertauglich sind – das freut mich! :-)

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  11. Chaosqueen 26. Januar 2010 um 21:11 Reply

    Bei uns gab es schon ewig keine Bratlinge mehr, das Foto macht mir Appetit und Rezept gefällt mir, also kommen sie auf die Nachkochliste.

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  12. nina 27. Januar 2010 um 10:31 Reply

    Lecker!
    Sie sehen verdammt gut aus! Und ich stehe auf Bratlinge mit Salat!

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  13. Astrid 2. Februar 2010 um 13:55 Reply

    Wenn man sich das Bild so anschaut, dann bekommt man richtig Hunger und der Salat passt ganz sicher richtig gut zu den Bratlingen. So ein Essen werden wir jetzt erst einmal bei uns nachholen. Bin gespannt wie es schmecken wird.

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  14. la grosse mere 11. Februar 2010 um 23:13 Reply

    Hehe, morgen gibt’s das im Büro – endlich hab ich’s nachgekocht. Ich hab mir allerdings den Weg über die Pfanne gespart und hab sie gleich ganz im Backofen gebacken. Könnte mir noch Käse oder so im Teig vorstellen. Und habe mir noch einen Dip aus Quark dazugemacht.

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