Archiv für den Tag 23. Februar 2010

Graupenrisotto mit geschmortem Radicchio

Graupen, komisches Wort, oder? Aber schick sehen sie aus, finde ich! Ich habe so überhaupt keine Graupenvergangenheit. Soll ja Familien geben, bei denen es Suppe mit Graupeneinlage alle Nase lang gibt. Kenn ich nicht, nie gegessen, komplett unbekannt. Als ich dann beim Gewürzdealer meines Vertrauens (hat leider keine Homepage, sonst würde ich sie andauernd verlinken *g*) welche sah, nahm ich aus Spaß eine 250 g-Packung mit. Kostet ja auch nicht die Welt … Ohne auch nur die leiseste Ahnung zu haben, wofür ich die benutze … Als ich dann eines Tages mal wieder mein Alpenküche-Buch durchblätterte (oder eher studierte *g*) stach mir ein Rezept mit risotto-artiger Zubereitungsweise ins Auge. Mit Blauschimmelkäse und Radicchio, der geschmort werden soll. Und da ich den in der Art und Weise schon lange ausprobieren wollte, stand der Entschluss fest.

Und es war so einfach zu machen, innerhalb von ’ner dreiviertel Stunde steht das Essen auf dem Tisch ohne große Anstrengung. Und es schmeckt wirklich famos! Cremige Graupen mit etwas strengerem Käsegeschmack und dazu der süß-bittere warme Salat. Sehr schöne Kombination, die es ab jetzt wohl öfter bei mir geben wird! Allein der geschmorte Radicchio, kommt ins Repertoire, total großartigst!

Graupenrisotto mit Gorgonzola und Radicchio

Zutaten für 2 Portionen:
1 kleiner Kopf Radicchio
1 Frühlingszwiebel
3 TL Butter
20 g Gerstengraupen (auch Rollgerste genannt)
500 ml Brühe
1 TL Zucker
60 ml Rotwein
Salz, Pfeffer
1/2 Bund Petersilie
50 g Gorgonzola (im Originalrezept Vacherin, ersatzweise auch Tallegio)

(1) Radicchio putzen, welke Bläter entfernen und in 6-8 Spalten schneiden. Die Frühlingszwiebel putzen, waschen und in Ringe schneiden.
(2) 1 TL Butter in einem Topf erhitzen, Frühlingszwiebelringe andünsten, Graupen und Brühe dazu geben und alles bei schwacher Hitze 30 Minuten köcheln lassen.
(3) Währenddessen die restliche Butter mit dem Zucker in einer Pfanne erhitzen, bis der Zucker geschmolzen ist. Die Radicchiospalten vorsichtig hineinlegen (spritzendes Karamell ist nicht soo prickelnd auf der Hand), kurz anbraten und mit dem Rotwein ablöschen. Salzen, pfeffern und 10 Minuten zugedeckt schmurgeln lassen. Der Rotwein sollte am Ende stark eingekocht sein.
(4) Die Petersilie waschen, trocknen, Blättchen abzupfen und hacken. Den Gorgonzola in kleine Stückchen schneiden und zusammen mit der Familie unter die Graupen mischen.
Sowohl die Graupen als auch den geschmorten Radicchio schnieke auf Tellern anrichten und genießen!

Quelle: Bingemer Susanna, Gerlach Hand (2007): Alpenküche – Genuss & Kultur. Gräfe und Unzer Verlag München. Seite 61

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