Archiv für den Tag 10. März 2010

Botany for Beginners: Scharbockskraut – Ranunculus ficaria

Diese Woche möchte ich einen der ersten Frühlingsboten vorstellen. Natürlich sieht man als erstes Schneeglöckchen und Märzenbecher (in der Wildnis, im Garten kommen noch die Krokusse dazu), aber gleich danach kommt das niedliche Scharbockskraut mit seinen glänzenden gelben Blüten zum Vorschein. Es ist vornehmlich in Gruppen zu mehreren zu finden und breitet sich teilweise teppichartig aus. Sie ist bevorzugte an feuchten, sicker- oder staunassen Orten zu finden, dabei vor allem in Laubwäldern (bevor die Bäume austreiben), entlang von Flüssen/Bächen, an Hecken, auf Wiesen, in Parks. Sie gehört zu den Hahnenfußgewächsen, wie auch das Buschwindröschen (wird auch noch vorgestellt) oder Akelei oder Eisenhut.

Die Pflanze wird ca. 5-20 cm hoch und hat sehr charakterisische nierenförmige Blätter, die oberseits glänzend-dunkelgrün sind und unterseits eher hellgrün mit einem dichten nervigen Netz sind. Die Blüten sind goldgelb-glänzend mit 8 schmalen Blütenblättern. Eigentlich kann man dieses Pflänzchen weder übersehen noch verwechseln.  Es fängt seinen Lebenszyklus sehr früh im Jahr an und ist im Mai meistens schon durch damit, so dass es zu dieser Zeit auch schon die oberirdischen Pflanzenteile zurück zieht und den Rest des Jahres nicht mehr zu sehen sein wird.

Der Name Scharbockskraut leitet sich vom Wort Scharbock ab, dass Skorbut bedeutet. Und warum heißt es so? Weil dieses unscheinbare, frühblühende Pflänzchen ziemlich viel Vitamin C in seinen Blättern hat und so gegen diese Krankheit wirkt. Man kann sie also auch essen. Dazu sammelt man am besten im März und April bevor sich die ersten Blüten bilden. Denn das Scharbockskraut bildet ein Gift, das sich Protoanemonin nennt und in den Blättern eingelagert wird und die Konzentration verstärkt sich, sobald die Pflanze ihre Blüten bildet. Also nicht zu viel auf einmal essen! Es soll sich ganz gut roh in einem Frühlingssalat machen, wo der pfefferartige Geschmack wohl gut zur Geltung kommt oder gehackt auf ’nem einfachen Butterbrot. In Skandinavien wurde/wird es auch getrocknet als Notration genommen oder wie Grünkohl/Spinat verarbeitet. Auch soll die Pflanze blut- und hautreinigend sowie schmerzlindernd sein.  Habs aber alles noch nicht ausprobiert, vielleicht schaffe ich es ja dieses Frühjahr!

%d Bloggern gefällt das: