TK-Frikassee

Nein, keine Angst vor diesem Titel. Ich zeige Euch hier nicht wie man in den Supermarkt geht, eine Packung Fertigfutter-Frikassee im Plastebeutel kauft und dann zu Hause warm macht ;-)

Vielmehr besteht dieses Frikassee aus Resten, die mein Tiefkühlschrank in Kleinstmengen noch her gab und die einfach mal verbraucht werden wollten. Der Vorteil an so TK-Resten ist ja, dass sie meistens schneller gar sind als ihre frischen Artgenossen, weil sie oftmals schon kurz vorgegart sind. Von der Sonntagsbrühe hatte ich das Fleisch der beiden Keulen abgepfriemelt und eingefroren, schon mit dem Vorsatz mal ein schnelles Frikassee damit zu machen. Und auch eine kleine Portion Erbsen aus dem letztjährigen Gartenprojekt waren noch da und auch einige Spargelstangen tummelten sich in ihrem Kältegrab. Die hatte ich letztes Jahr eingefroren mit dem Vorsatz öfters Spargel zu essen, was sich dann aber doch nicht ergab, bin einfach nicht soo der große Spargelfreund. Ein- bis viermal in der Saison sind die Stangen (meist lieber von grüner Farbe) ein willkommener Gast auf meinem Teller, aber öfter brauch ich es nicht. Da Lebensmittelverschwendung gar nicht geht, wurden sie hier für genutzt :-) Im Gemüsefach fanden sich auch noch einige Champignons und 2 Möhren, so dass den schnellen Frikassee-Genuss nichts im Wege stand. Und innerhalb von  30 Minuten war ein wirklich köstliches Ragout auf dem Teller. Und auch ohne das Fleisch und die Kapern wäre es ein wundervolles Gemüse-Ragout gewesen, also auch Vegetarier eine Methode um komische Gemüsereste loszuwerden ;-) Also schnell den Tiefkühler inspiziert und ab an den Kochtopf *g*:

TK-Frikassee

Zutaten für 2 mit großem Hunger oder 3 mit kleinerem Hunger und noch Nachtisch:
gekochtes Fleisch von 2 Hähnchenkeulen
je 1 TL Butter und Öl
2 handvoll TK-Erbsen
5 Stangen TK-Spargel
2 Möhren
eine handvoll Champignons
100 g Schmand
4 TL Mehl
Salz, Pfeffer
Zucker
Zitronensaft
2 TL Kapern
ca. 200-250 ml Gemüsebrühe

(1) Erst einmal das Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Champignons putzen und ebenfalls in nicht allzu dicke Scheiben schneiden. Den Spargel in ca. 2 cm dicke Stücke schneiden, die Köpfe extra lassen.
(2) Die Butter und das Öl in einem Topf erhitzen und die Möhren hinein geben. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und etwas andünsten lassen. Dann die Pilzscheiben zugeben und ebenfalls etwas andünsten. Die Spargelstücke (ohne die Köpfe) zugeben und alles mit der Brühe ablöschen. Salzen und pfeffern. Wenige Minuten köcheln und Erbsen, die Spargelköpfe und das Hähnchenfleisch reingeben. Alles so lange garen bis das Gemüse durch, aber noch bißfest ist. Wenn das Frikassee zu wenig flüssig ist, einfach noch ein wenig Brühe nachgießen.
(3) Den Schmand mit dem Mehl verrühren und in das Frikassee rühren. So lange kochen lassen bis es andickt. Gleichzeitig die Kapern hinein geben und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Zucker abschmecken.

Genießen!

Dazu: Reis, Nudeln, frisches Brot

Ach ja, wenn das Fleisch drin ist, nicht mehr zu sehr rühren, sonst sieht es wirklich aus wie „Zerbombtes Huhn“ (siehe mein Photo *g*).

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4 Kommentare zu “TK-Frikassee

  1. kochschlampe 15. März 2010 um 07:23 Reply

    Bei mir ist mental abgespeichert, dass zu Sprenghuhn in weißer Sauce Reis gehört, nichts nudelartiges. Da ich aber nicht so der Tierteileessr bin: wie gehört es denn?

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    • Anikó 15. März 2010 um 11:37 Reply

      Eigentlich gehört schon Reis dazu, aber weil ich nicht mehr soviel hatte, wurden Fertig-Spätzle dazu gegessen. Schmeckte auch ganz gut, muss nicht immer Reis sein ;-)

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  2. la grosse mere 15. März 2010 um 19:26 Reply

    Oh, ein Suppenküchenessen. Da war wannenweise Hühnchenpulen eine super Arbeit *glibber* *schlabber* – aber ja, ich könnte mal sowas aus Resten in vegetarisch fabrizieren. Aber nur mit Möhrchen und Erbsen vielleicht dann doch nicht. Ich warte den nächsten Schwammerlkauf ab ;-)

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  3. stampoasis 17. März 2010 um 21:29 Reply

    das nenne ich mal „wirtschaftlichen umgang mit resten“! frikassee ist grundsätzlich nicht sooooo mein ding, aber so mal aus resten – das wäre mal was ganz neues!

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