Reste-Crumble oder eleganter: Winter-Crumble

So, bevor wieder die vielen tollen Obstsorten wie Kirschen, Erdbeeren, Johannisbeeren, Pfirsiche, Melonen etc. (ich bin eindeutig ein Sommerobst-Esser) in unseren Küchen Einzug halten, wird noch ein schnelles Rezept für einen schönen Crumble (Obstauflauf mit Streuselteig oben drauf) gepostet. Dazu können sehr gut die letzten Reste vom eingefrorenen Obst des Vorjahres genutzt werden und auch komische einsame frische Obstreste, die ihr trauriges Dasein noch in der Küche fristen. Das passiert bei mir jedenfalls öfter, weil ich einfach nicht so der wahnsinnige Obstesser bin. Aber in dieser Form mag ich Obst sehr gerne: warm, schön gewürzt, nicht zu süß, mit knuspriger und doch teigiger Kruste, hach! Und so wahnsinnig variabel, wie man Lust und Laune hat oder die Vorräte es hergeben, kann man so einen Crumble abwandeln.
Es ist perfekt als Dessert, wenn man nur ein Gemüsesüppchen oder ähnlich leichtes zum Mittag hatte. Oder einfach nur als wunderbar tröstendes Comfort-Food zum Lieblingsfilm, wenn der Tag doof war!  Ich werde es definitiv öfter machen :-)

Winter-Crumble

Zutaten für 2-4 Portionen, je nach Anlass:
500 g Pflaumen (tiefgekühlt)
2 Äpfel
1 Birne
-> insgesamt sollten so 750 g Obst bei rumkommen
1 EL Puderzucker

Für die Crumble:

120 g Mehl
1/2 TL Backpulver
2 EL Zucker
1 EL Vanillezucker
2 EL gehackte Mandeln
2 EL Haferflocken
80 g kalte Butter
Butter für die Form
(1) Die Äpfel und die Birne waschen, vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Den Puderzucker und den Zimt mit dem vorbereiteten Obst und den noch tiefgekühlten Pflaumen vermischen. So lange zugedeckt marinieren lassen, bis die Streusel zubereitet sind.
(2) Den Ofen auf 180° vorheizen. Eine kleine Auflaufform mit etwas Butter einfetten.
(3) Das Mehl in eine Schüssel sieben, Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Mandeln und Haferflocken untermischen.Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und mit den Fingerspitzen unter die Mehlmischung reiben. Funktioniert wirklich. Man bekommt wunderbare Streusel.
(4) Das Obst samt Saft in die Form geben und die Streusel darüber verteilen. Alles in die Mitte des heißen Ofens geben und in ca. 25 Minuten goldbraun backen.
Warm oder kalt servieren. Sehr gut passt dazu Vanillesauce oder eine Kugel Vanilleeis.

Quelle: modifiziert nach Hess R., SchinharlC., Szwillus M. (2004): Spezialistäten aus aller Welt. Gräfe und Unzer. MünchenPflaumen-Crumble

Note: Hat jemand eine Idee, wie man so einen Crumble einigermaßen ansehnlich angerichtet bekommt? Auch im Teller, von dem ich es gegessen habe, sah es nicht sehr ansprechend aus *seufz* Vielleicht brauch ich einfach schickere Auflaufformen und sollte meine eine Kommode doch näher ans Fenster rücken …

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10 Kommentare zu “Reste-Crumble oder eleganter: Winter-Crumble

  1. lamiacucina 7. April 2010 um 06:50 Reply

    solange es schmeckt, ist mir das anrichten egal. Braun-beige Produkte sind immer schwierig abzulichten, vielleicht auf einem matt-schwarzen Teller.

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  2. sammelhamster 7. April 2010 um 07:37 Reply

    Crumble! Mein Lieblingsnachtisch!
    Vielleicht noch etwa Kakao in die Streusel ;-) ?

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  3. kochschlampe 7. April 2010 um 08:33 Reply

    Ich liebe Crumble!
    Leider kann ich meist kein wirkliches Rezept angeben, weil ich die immer eher nach Gefühl und Wellenschlag zusammenstelle.

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  4. Schnick Schnack Schnuck 7. April 2010 um 09:32 Reply

    Man könnte vielleicht vorsichtig ein Stück ausstechen, aber besonders bestechend an solch nachösterlichen Resteverwertung bleibt doch die Einfachheit.

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  5. nina 7. April 2010 um 10:59 Reply

    Lecker!

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  6. la grosse mere 7. April 2010 um 18:45 Reply

    *sabber* crumble! mmmh! ooooh!
    das mit dem servieren… tja. entweder einen großen batzen schlagrahm drauf (ja, ich mag sahniges…), damit alles noch leichter wird (ist ja nur luft drin, oder?) oder vielleicht in so kleinen förmchen backen, um es schön zu servieren?
    aber bei crumble ist das egal, kaum hat man was davon gegessen, ist die optik egal, weil’s so lecker ist!!

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  7. Juliane 8. April 2010 um 15:19 Reply

    *schleck* Jetzt hab ich Appetit!

    Zum Servieren/Anrichten: ich würde den Crumble schon in kleinen Förmchen (Creme brulée-Förmchen z.B.) backen und den Crumble dann in den kleinen Förmchen auf einem Teller mit Schlagsahne oder einer Kugel Eis servieren. Zur Deko vielleicht etwas frisches Obst auf den Teller – fertig.

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

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  8. Anikó 8. April 2010 um 22:40 Reply

    Dafür, dass ich vergessen hatte, dass ich den Artikel schon vorgemerkt hatte, erstaunlich viel Resonanz *g*
    Lamiacucina, geschmeckt hat es wahrhaftig und einen matt-anthrazitfarbenen Teller hab ich wirklich :-)

    Frau Sammelhamster, sehr gute Idee! Nächstes Mal!

    Frau Kochschlampe, du bist ja auch „Queen of Weekend-Baking“, ich fang doch gerade erst an und kann beim Backen echt noch so überhaupt nicht improvisieren.

    Frau Schnick, einfach war das wirklich!

    Nina, definitiv!

    La grosse mere und Juliane, kleine Förmchen sind eine Superidee, ich werde mich mal auf die Suche machen. Sahne und Eis sind ein Problem, weil ich sowas eigentlich nie im Haus hab. Mag geschlagene Sahne überhaupt nicht und an Eis denke ich nie zu kaufen. Frisches Obst ist auch eher Mangelware in meinem Haushalt, bevorzuge Gemüse. Aber Gurkenscheibchen zum Crumble sähe auch komisch aus ;-)

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  9. Gabi 10. April 2010 um 12:59 Reply

    Statt Petersilienblättchen vielleicht lieber Minzblättchen! >Für die Familie backe ich Crumbles oder Cobbler (mit glatter Teigdecke) auch immer in großen Formen, für die Food-Fotos in Portionsförmchen. Es gab da vor Weihnachten Leberpastete (schmeckte bäh…) in grünen Tannenbaum-Keramikschalen, die ich ich nur ihrer Form wegen erstanden :-)

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