Minestrone mit Hackbällchen

Wohnungsfertigstellung in der Ostseeheimat, die letzten größeren Arbeiten, die noch anstehen und zwar ein Bohrmarathon, um Vitrinen, Regale, Lampen zu befestigen. Und dafür bin ich leider überhaupt nicht geschaffen, ich hasse das Geräusch von Schlagbohrmaschinen! Schon als kleines Kind hab ich sofort ohrenzuhaltend den betreffenden Raum verlassen und würde es heute am liebsten noch so machen. So opferte sich Frau Mama nochmal für den Vormittag und ich schmiss zu Hause Haushalt, kochte und buk für uns :-)

Ostern gerät, wie auch Weihnachten, gerne etwas üppig, was einfach an den zwei Feiertagen nacheinander liegt, da wollte ich ein leichtes Süppchen machen. Und als Zugeständnis für Herrn Papa, die in der Suppe gegarten Hackbällchen. Leider trat mal wieder meine Unfähigkeit personengerecht zu kochen zu Tage. Es ist eine Minestrone bei rausgekommen, die für fast 3 x soviele Esser gereicht hätten, als den Mittag am Tisch saßen. Aber es ist alles alle geworden über die kommenden Tage und Zwerg hatte sich auch noch einen Teil mitgenommen. Die Suppe war wunderbar gemüsig und die Hackbällchen gaben der Suppe auch noch einen netten Geschmack. Sehr feines Süppchen! Und mit schön großen Gemüsestücken, wie es die Familie liebt! Mit ein paar Parmesanspänen obenauf wäre es perfekt gewesen, hatten wir aber nicht …

Minestrone mit Hackbällchen

Zutaten für 8 Portionen

Für die Minestrone:
100 g getrocknete Bohnen (hier: Wachtelbohnen)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
3 Möhren
2 Kartoffeln
2 handvoll grüne Bohnen
1/8 Sellerieknolle
1 Fenchelknolle
1 kleinere Zucchini
1 Stange Porree (oder Lauch)
1 Spitzpaprikaschote
1/4 Blumenkohl
1 kleine Dose geschälte Tomaten (400 g)
Salz, Pfeffer
einige Zweige Thymian

Für die Hackbällchen:
500 g gemischtes Hack
1 Zwiebel
1 Ei
Salz
Pfeffer
1/2 Bund Petersilie
4 EL Paniermehl

(1) Am Tag vorher: Die Bohnen in kaltem Wasser einweichen.
(2) Die Bohnen im Einweichwasser aufkochen lassen und ca. 1,5 Stunden bei leiser Hitze köcheln lassen. Dabei öfters umrühren, damit sie nicht am Boden anbrennen.
(3) Währenddessen das Gemüse vorbereiten. Möhren und Kartoffeln schälen und in etwa gleich große Scheiben schneiden. Von den grünen Bohnen die Ende abschneiden, dritteln oder halbieren je nach Grüße und waschen. Das Stück Sellerieknolle schälen und in dünnere Scheiben schneiden. Die Fenchelknolle waschen, das Ende und die länger abstehenden Enden abschneiden. Dann die Knolle halbieren, den harten inneren Strunk  heraus und die beiden Hälften in dünne Streifen schneiden. Die Zucchini waschen und in Scheiben schneiden. Vom Porree das Wurzelende und die dunkelgrünen harten Blattenden abschneiden, die Stange halbieren. Dann unter fließendem Wasser die Erde heraus waschen, in dicke Halbringe schneiden. Spitzpaprika waschen, halbieren, Kern herausschneiden und in Streifen schneiden. Von dem Blumenkohl die Röschen abtrennen, zu klein sollten sie nicht sein. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe abziehen und fein hacken.
(4) Für die Hackbällchen die Zwiebel pellen und fein würfeln. Die Petersilie waschen, gut trocken schütteln und fein wiegen. Zusammen mit dem Hack, Ei, Salz, Pfeffer und Paniermehl in eine Schüssel geben und gut durchkneten.  Tischtennisballgroße Bällchen formen und erstmal zur Seite stellen.
(5) In einem großen Top (hier war es ein 5l-Topf, der zum Schluss voll war) einen guten Schluck Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel glasig andünsten. Dann die Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Fenchel zu geben und etwas andünsten lassen. Die Tomaten in der Dose mit den Messer etwas zerteilen und samt Saft zum Gemüse geben. Gut mit Salz und Pfeffer würzen. Eventuell mit Wasser auffüllen, wenn die Tomatenflüssigkeit nicht reicht, so dass das gesamte Gemüse bedeckt ist. Aufkochen lassen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Die Zucchini, vorgekochten, ehemals getrockneten Bohnen, frischen grünen Bohnen, Porree, Blumenkohl und Thymianzweige zugeben, mit Wasser auffüllen, nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Hackbällchen ebenfalls in die Suppe geben. Gegebenfalls noch mehr Wasser auffüllen, dass es auch wirklich eine Suppe ist. So lange bei mittlerer Hitze kochen lassen bis das Gemüse gar sind.

Mit etwas Parmesan bestreut und frischem Brot servieren!
Genießen!

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6 Kommentare zu “Minestrone mit Hackbällchen

  1. Martin 10. April 2010 um 22:58 Reply

    Schick! Und beim Renovieren braucht man eh immer was Solides, da kann ein bisschen mehr nicht schaden ;)

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  2. Barbara 11. April 2010 um 08:15 Reply

    Minestrone – lecker!

    Die Idee mit den Hackbällchen darin finde ich super – irgendwie brauchen und mögen Männer Hackbällchen in allen Variationen. Ein interessantes Mysterium, das glaube ich noch nicht endgültig erforscht ist.

    Mit dem Abschätzen von Mengen geht es mir genauso…

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  3. Karin 11. April 2010 um 13:09 Reply

    das kenne ich doch “ irgendwo her „?
    ich kann bei Eintöpfen und bei Kartoffelsalat auch keine kleinen Mengen :-) die komplette Familie lacht dann schon über mich und wenn dann die vollen Töpfe von den Kindern mit nach Hause genommen werden, kommt der Satz: “ sie kann halt nicht weniger !“ …und das immer zur allegmeinen Belustigung !
    Deine Minestrone mit Mettbällchen ist eine Super Idee und steht schon bei mir ganz oben auf der Liste !

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  4. stampoasis 11. April 2010 um 16:04 Reply

    das wort „gemüsig“ – finde ich wirklich passend, und die fleischbällchen dazu ;) echt lecker!

    mit diesen gemüsigen sachen (überall, wo mehr als zwei sorten gemüse reinkommt) habe ich auch die erfahrung gemacht, dass es einfach unmöglich ist: für 4 geschweige denn für 2 die richtige menge zu treffen. bei mir reicht sowas auch für mind. 3 tage.

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  5. Anikó 11. April 2010 um 17:04 Reply

    Martin, solide war die Minestrone definitiv!

    Barbara, kenne auch Männer, die keine Klopse mögen, aber für meinen Vater als echten Ungar brauchts einfach zu fast allem was fleischiges.

    Karin, meine deutsche Oma hat immer besonders gerne bei uns gekocht, weil wir alle gute Esser sind und sie dort normalgroße Portionen kochen konnte und nicht 1-Personen-Portionen. Ich kann das so nachvollziehen!

    Orsi, ich friere dann ganz gerne auch einen Teil ein. Tiefkühlschränke sind soo praktisch! ;-)

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  6. lamiacucina 12. April 2010 um 14:09 Reply

    zudem ist das ein Gericht, das auch im Sommer geht. Nur nicht zu schnell essen, von wegen Hitzestau.

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